Studie: Babys, die dem Vater ähneln, sind deutlich gesünder – Kuckucks-News vom 22.03.2018


Kurzmitteilungen aus der Kuckuckswelt

Kuckucks-News aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Teilen der Welt.

1. Studie – „Studie zeigt: DARUM ist es gut, wenn das Baby aussieht wie der Papa„, bunte.de

… Forscher der „Binghamton Universität“ in New York haben in einer Studie, die im „Journal of Health Economics“ veröffentlicht wurde, nun aber folgendes festgestellt.

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass der Gesundheitszustand des Kindes beim ersten Geburtstag deutlich besser war, wenn es bei der Geburt Ähnlichkeit zum Vater hatte. Grundsätzlich spielt die Beziehung zwischen Kind und Vater bei dieser Theorie eine wichtige Rolle. Kinder, deren Väter stets

präsent sind und viel mit Ihren Kindern spielen oder zum Beispiel von Anfang an deren Windeln wechseln, sind nämlich gesünder. Wenn das Kind schon bei der Geburt optische Ähnlichkeiten zum Vater hat, ist diese „Verbindung“ bereits teilweise gegeben.

Ganz unsere Rede, Väter, die sich ihrer Vaterschaft sicher sind, bauen im Durchschnitt eine viel engere Bindung zu ihrem Kind auf und bringen sich somit stärker für ihr Kind ein, als ein Mann, der sich seiner Vaterschaft nicht sicher ist. Dort gibt es die ganze Studie im englischsprachigem Original.

2. Ratgeber – „Ich bin schwanger – der Vater könnte mein Mann oder meine Affäre sein“, stern.de, Dr. Julia Peirano: Der geheime Code der Liebe –
Eigentlich habe ich platten Klatsch und Tratsch und eine nichtssagenden Rat erwartet – Stern eben. Doch der Rat Frau Dr. Peirano überraschte mich vollends. Sie beleuchtet ganz klar beide Entscheidungen und hebt darin unmissverständlich die Rechte des Kindes hervor. Deswegen zitiere ich ihre Antwort fast vollends.

Leserbrief: „… Ich hatte einen Urlaubsflirt mit einem Franzosen und stellte Wochen später fest, dass ich schwanger bin. Leider weiß ich nicht, von wem. …“

Dr. Peirano: „Liebe Sina G.,
Sie haben Recht: Ihre Situation ist wirklich ein riesiges Chaos. Sie sind zwar endlich schwanger, aber das bedeutet auch, dass Ihnen die Zeit davon läuft, um eine gute Entscheidung zu treffen. Je länger Sie warten, bis Sie Ihrem Mann von der Schwangerschaft erzählen, desto schwieriger wird es. Wenn Sie es ihm spät sagen, wird er sich fragen, warum Sie so lange gewartet haben. Er wird vermuten, dass etwas faul ist. Und er wird sich als Vater auch nicht ernst genommen und eingebunden fühlen. Auf der anderen Seite müssten Sie aber auch schon eine gute Lösung parat haben, wenn Sie ihm von Ihrer Schwangerschaft erzählen, und ich befürchte, dass es keine geben wird.

Das Dilemma, in denen Kuckucksmütter stecken kann man klarer kaum auf den Punkt bringen. Ich denke, dass dies auf die meisten Kuckucksmütter so zutrifft. Auch ist interessant, dass sie den Mann bzw. möglichen Vater vollwertig ansieht („… er wird sich als Vater auch nicht ernst genommen und eingebunden fühlen. …).

Zwickmühle in der Partnerschaft
Die Situation sieht eher so aus wie eine (entschuldigen Sie bitte die Ausdrucksweise): „Rechte Scheiße, linke Scheiße“- Situation.

Rechte Scheiße: Sie erzählen Ihrem Mann nicht, dass er möglicherweise nicht der Vater Ihres ungeborenen Kindes ist. Sie sagen sich, dass es zu riskant wäre, ihm die Wahrheit zu sagen und jubeln ihm das Kind unter. Er wird sich aber denken, dass etwas nicht stimmt. Spätestens wenn das Kind auf der Welt ist und ihm nicht ähnelt, kann er Verdacht schöpfen. Möglicherweise kommt Ihr Mann auch selbst auf die Idee, seine Fruchtbarkeit untersuchen zu lassen, und wenn er feststellt, dass er gar nicht der Vater sein kann, ist sein Ärger über diese Täuschung groß.

Auch wenn Sie die ersten Jahre gut überstanden haben, werden Sie sich nie sicher fühlen können. Jeder Arztbesuch, jede neue Untersuchungsmethode birgt das Risiko, dass die Wahrheit auch nach vielen Jahren ans Licht kommt. Wenn Ihr Kind als Teenager oder Erwachsener erfährt, dass Sie ihn über die Vaterschaft getäuscht haben, wird Ihre Beziehung einen heftigen Bruch bekommen. Sie haben Ihrem Kind auch gravierendes angetan, indem Sie ihm den biologischen Vater vorenthalten und stattdessen Ihren Mann als (auch noch unwissenden) Vater präsentiert haben. Bei der Entlarvung werden Sie als die Schuldige dastehen, die nicht nur Ihr Kind, sondern auch den Ziehvater hinters Licht geführt hat. In vielen Fällen führt das zu einem inneren Bruch, oft auch zum Kontaktabbruch zwischen Mutter und Kind.
Fazit: Wenn Sie sich entscheiden, die Vaterschaft zu vertuschen, leben Sie jahrelang in der Angst vor einer Entdeckung, und im Falle einer Entdeckung stehen Sie in den Augen ihres Mannes und Ihres Kindes als Betrügerin da.

Sie definiert eindeutig die Härte der Tat an Kuckuckskind, Scheinvater & leiblichen Vater durch die Kuckucksmutter – bisher ist mir noch kein einziger Artikel  in den Breitenmedien untergekommen, der sich wagte, die Handlungen von Kuckucksmüttern als Tat anzusehen. Für die Journalisten der „Qualitätsmedien“ geschehen Kuckuckskinder für gewöhnlich nur, von der Verantwortung der Kuckucksmütter findet man nur selten eine Spur.
Die Angst davor, dass der ganze Betrug eines Tages auffliegt, macht tatsächlich den meisten Kuckucksmüttern zu schaffen. Dass eine Beziehung unter diesem Damoklesschwert nur schwerlich funktionieren kann, ist augenscheinlich.

Linke Scheiße: Sie entschließen sich, das Risiko einzugehen und Ihrem Mann jetzt die Wahrheit zu sagen. Damit geben Sie ihm die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob er Ihnen den Seitensprung verzeihen kann. Außerdem können Sie gemeinsam die Vaterschaft testen – das ist mittlerweile bei ungeborenen Kindern durch Blutproben beider Eltern ohne Blutentnahme des Kindes (und somit ohne Risiko für das ungeborene Kind) möglich. Sollte sich herausstellen, dass Ihr Mann der Vater ist, wird Ihre Schwangerschaft trotzdem durch starke Partnerschaftskonflikte überschattet. Wenn sich herausstellt, dass Ihr Mann nicht der Vater ist, steht er vor der Frage, ob er mit Ihnen ein Kind aufziehen will, dass Sie aus einer Affäre bekommen haben. Für ihn wird die Welt zusammen brechen. Man kann sagen, dass für ihn der Albtraum jedes Mannes wahr geworden ist. Damit wird er erst mal klarkommen müssen. Da Ihr Mann Konflikte nicht zielführend angeht (wie z.B. die Untersuchung seiner Fruchtbarkeit), sondern meidet, wird er möglichweise in eine depressive Krise stürzen.

Ich bekomme meine Kinnlade kaum noch hoch. Tatsächlich werden sogar die durch den Zweifelvater begünstigenden Handlungen beleuchtet und dass ihm bei dieser Charaktereigenschaft eine Depression droht. Frau Dr. Peirano benennt diese Situation als „… Albtraum jedes Mannes …“ und erkennt die Angst der Männer vor der Kindesunterschiebung und den damit verbunden Konsequenzen an. Unglaublich, Männer dürfen in diesem Artikel gänzlich ohne Häme Gefühle haben, verletzlich sein und dass auch noch ohne als Depp dargestellt zu werden. Das klingt ja wie Ostern und Weihnachten zusammen. Lag da etwa die feministische Zensurblockwärtin gerade wegen Wechseljahrenmigräneschüben krank im Bett? Oder erkennt der Stern als erstes Massenmedium, dass ihnen die Leser aus gutem Grund weglaufen und nun mit Artikeln aufwarten, die einen echten Mehrwert liefern und ohne Männer-Bashing auskommen?

Schwangerschaft gestehen, an der Partnerschaft arbeiten
Das heißt: Sie werden in Ihrer Schwangerschaft allein dastehen und haben zudem noch Partnerschaftskonflikte und einen Partner, dessen Gefühle Achterbahn fahren, an der Seite. Oder Ihr Mann trennt sich, und Sie sind von Anfang an eine allein erziehende Mutter. Es sei denn, Sie ziehen den leiblichen Vater zur Verantwortung.

Wow, die spielt das ganze Repertoire ab!

Trotz der damit verbundenen Risiken für Ihre Ehe und Ihre Schwangerschaft würde ich trotzdem dazu tendieren, dass Sie zu Ihrem Fehler stehen und damit Ihrem Mann die Möglichkeit geben, sich für oder gegen eine gemeinsame Zukunft zu entscheiden. Alles andere wäre ein extrem unpartnerschaftliches Verhalten ihm gegenüber. Und letztlich fährt man mit einer Lebenslüge nie gut.

Auch das Kind sollte dann von Anfang an in dem Wissen aufwachsen, dass Ihr Mann nicht der biologische Vater ist. Das wirft dann auch die Frage auf, inwieweit Sie Ihren Urlaubsflirt finanziell und betreuerisch in die Erziehung Ihres Kindes einbinden – sofern Sie ihn überhaupt wiederfinden. Für Kinder ist es oft ein tiefes Bedürfnis, Ihre leiblichen Eltern kennen zu lernen. Ihr Kind sollte diese Möglichkeit haben, ob jetzt oder erst mit dem Erwachsenwerden. Das wird allerdings garantiert kompliziert, weil Ihr Mann damit leben muss, ein der leibliche Vater, mit dem Sie ihn betrogen haben, in Ihrer Familie in Erscheinung tritt. …

3. Interview – Es wird noch immer nach einer Kuckucksmutter gesucht, die bereit ist, einem sehr bekanntem Fernsehformat, ein völlig anonymsiertes Interview zu geben. Wer Interesse hat, wendet sich bitte an Herrn Körber bei META productions GmbH. Hier zum bereits veröffentlichtem Aufruf.

Nun zu den älteren Mitteilungen, die dennoch aktuell bzw. erwähnenswert sind:

4. Studienumfrage – Julia Albrecht führt derzeit gemeinsam mit Lesleigh Pullman, Dr. Michael Seto und Dr. Kelly Babchishin eine deutschsprachige Väter-von-Töchtern-Studie in der „Royal Ottawa Health Care Group“ durch. Es wird zwar nicht explizit auf Kuckuckstöchter verwiesen, ist aber nur schlüssig, dass auch deren Väter (Schein- und Bioväter) mitgemeint sind, da auch unser Blog von der Studienautorin angeschrieben und um Unterstützung gebeten wurde, was wir natürlich sehr gerne hiermit machen. Es gibt sogar eine Facebookseite dazu.

Sind Sie männlich, 18 Jahre oder älter, der deutschen Sprache mächtig und Vater mindestens einer Tochter (d.h. biologische Tochter, Stieftochter, Ziehtochter oder Adoptivtochter)? Die Forscher des Royal Institute of Mental Health Research und der Universität Ottawa sind an Ihrer Meinung interessiert!

Wir führen eine Umfrage durch und bitten Sie um Ihre Meinung und Erfahrungen bezüglich mehrerer Verhaltensweisen. Die Untersuchungen beinhalten Fragen über Ihre Zufriedenheit in der Partnerschaft, Ihre Erfahrungen als Vater, vergangene Verhaltensweisen und Fragen zu Ihren Überzeugungen und Interessen. Darüber hinaus werden Sie gebeten, Angaben zur Ihrer Meinung und Ihren Erfahrungen hinsichtlich sexuellen Verhaltens zu machen (z.B. sexuelle Übergriffe). Ihre Angaben in dieser Umfrage werden vollständig anonymisiert.

Um Ihnen für Ihre Teilnahme zu danken, können Sie einen von zwanzig 50€-Geschenkgutscheinen für Amazon gewinnen.

Mögliche negative Konsequenzen einer Teilnahme: Sie könnten Angst, emotionale Belastung oder Verlegenheit aufgrund der der Untersuchung zugrundeliegenden sensiblen Themenbereiche empfinden.
Wenn Sie teilnehmen oder mehr Informationen erhalten möchten, klicken Sie auf den folgenden Link:
http://ifpresearch.rohcg.on.ca/FatherSurveyGerman.aspx?W=3

Diese Studie wurde von der Ethikkommission der Royal Ottawa Health Care Group genehmigt (Referenznummer 2015016).

5. Kindesvertauschung – Zwei Kinder kommen zur selben Zeit, im selben Raum zur Welt – DNA-Test nach 39 Jahren bestätigt alten Verdacht. Bei der Kindesvertauschung ist – im Gegensatz zur Kindesunterschiebung – jedem klar, dass es ein Drama für alle Beteiligten darstellt.

Geschichten über Kinder, denen bei der Geburt die falsche Identität zugeordnet wird oder die bei der Geburt vertauscht werden, sind nicht wirklich ungewöhnlich. Aber die Geschichte einer Familie ist so extrem, dass sie fast erfunden wirkt!

… Diese Geschichte begann am 27. März 1978 in Moldova. Eine Frau namens Vera Lashtur bekam ihre Tochter, Tatyana. Neben ihr, im gleichen Kreissaal, war ihre Nachbarin und Freundin, die am gleichen Tag eine Tochter namens Valentina bekam.

Es gingen Gerüchte über die Kinder herum.

Laut Inside Edition fing die Gemeinde auf Grund des Aussehens der Mädchen an, darüber zu reden, dass die Mädchen bei der Geburt vertauscht wurden, als diese älter wurden. …

… . Die Familien waren froh, dass die Wahrheit ans Licht gekommen war und dass sie nach Dekaden wieder mit ihren wirklichen Familien vereint wurden. …

Hier geht es zum englischen Originalartikel.

6. Schweiz Gentest – „Neue Regeln für Gentests“ – Versicherungen sollen keinen zusätzlichen Einblick in die Ergebnisse von Gentests erhalten. Das hat der Nationalrat beschlossen. Er verabschiedete am Montag neue Regeln für Gentests.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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