Elf Blogger sollt ihr sein – ‚Liebster – Award‘ – 10 Fragen von ‚Papa blogt‘


Bild vom Liebster Award

Liebster Award – Ein Preis, der nicht umsonst daherkommt.

Papa blogt‚ ist seit kurzem Vater eines Sohnes. Seither blogt er darüber, was ihn als frisch gebackenen Vater alles beschäftigt. Eine meiner Lieblingsgeschichten von ihm ist die über Alltagsprobleme als Vater, in der er u.a. seine Erfahrungen mit den Aufzügen in Einkaufszentren schildert. Diesen Artikel veröffentlichte er als Gastartikel in ‚I am your father‘. Auch seine Berichte aus seiner genommenen Elternzeit geben einen schönen Einblick, was Väter in dieser Phase so beschäftigt.

Sebastian alias ‚Papa blogt‘ hat dem Kuckucksvaterblog den ‚Liebster – Award‘ verliehen. Wir sagen Danke dafür!

Mit dieser Ehrung geht auch eine Verpflichtung einher, der wir gerne nachkommen. Wir – Marcus Spicker und Max Kuckucksvater – werden somit:

  • den Fragenkatalog von ‚Papa blogt‘ beantworten
  • 11 Blogs nennen, die wir für lesenwert halten
  • 11 Fragen an die nominierten Blogger stellen

Auf in die Runde!

Legst du wert auf Markenklamotten für Dein Baby/Kind?
Marcus: „Marke heißt leider nicht automatisch „chic“ oder „“zweckmäßig“ und bei meinem Sohn kam es mir eher darauf an. Zudem hat auch die Qualität bei vielen großen Marken meiner Ansicht nach über die Jahre nachgelassen. Irgendwie fanden wir immer ein cooles Teil, das ihm einfach gut stand und in dem er sich wohlzufühlen schien. Unabhängig vom Markennamen…“
Max: „Es war mir stets wichtig, dass mein „Großer“ schöne Klamotten und gutes Schuhwerk hat, die ihm auch gefallen, weswegen nicht selten Motive von Spiderman und Spongebob auf ihnen zu finden waren. 😉 Die Kleidung ging ich mit ihm zusammen aussuchen und das war stets ein riesiger Spaß für uns. Die Marke selbst spielt für mich eine wichtige Rolle für mein Vertrauen in die Qualität, ist aber kein alleiniges Kaufkriterium.“

Wie kamst Du zum Bloggen? Warum bloggst Du?
Marcus: „Der Weg vom niederschmetternden negativen Vaterschaftstestergebnis und allen darausfolgenden Konsequenzen zum Blogger war steinig und hart. Zunächst irrte ich auf der Suche nach Hilfe und Unterstützung völlig hilflos im Internet umher. Und noch schwieriger war die Suche nach Menschen, denen Ähnliches widerfahren ist und die dadurch verstehen, was in einem vorgeht. Nachdem ich mit einem Interview für das Familienmagazin NIDO den Weg an die Öffentlichkeit gewagt hatte, meldete sich mit Max ein Leidensgenosse, der wie ich fassungs- und hilflos, traurig und mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch vor einem großen Nichts stand. Er hatte beschlossen sich selbst und anderen zu helfen und hatte gerade den Blog gegründet. Ich war sofort dabei.“
Max: „Als ich der Tatsache gegenüberstand, dass ich nicht der leibliche Vater meines geliebten Sohnes bin, da hatte ich eine Menge Fragen und Nöte. Doch weder im Internet, noch im realen Leben gab es Informationen dazu. Selbst Psychologen von den Familienhilfswerken standen meinen Fragen völlig überfordert gegenüber. Keiner wusste etwas genaues und offenbar war es bis dato noch keinem wichtig, sich um Scheinväter, leibliche Väter und Kuckuckskinder zu kümmern. Obwohl es für Frauen für jeden Lebensbereich Hilfsangebote gibt, findet man nicht ein einziges, das werdenden Müttern dabei hilft, das Geheimnis zu lüften. In einem Satz: Um Kuckuckskindern, Scheinvätern, leiblichen Vätern und Kuckucksmüttern Hilfe zu bieten und das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen, fing ich das Bloggen an.“

Wie sieht Dein Ritual aus wenn Du dein Baby/Kind zu Bett bringst?
Marcus: „Wir hatten jeden Abend einen kleinen Stapel mit Bilderbüchern, denen wir uns intensiv widmeten, nachdem er gewaschen, gewickelt und in sein Schlafsäckchen eingemummelt war. Sein Lieblingsbuch hieß: „Mein Papa ist ein Riese.“
Max: „Zuerst hieß es, sich umzuziehen und die Zähne zu putzen, danach sprachen wir stets über das, was er den Tag über erlebt hatte und ihn beschäftigte. Zum Abschluss las ich etwas vor. Vom Räuber Hotzenplotz konnte er nicht genug bekommen. Als er noch kleiner war, da war „Mein Papa ist ein Riese“ sein absoluter Favorit – so wie bei Marcus‘ Sohn auch.“

Sind Deine Essgewohnheiten anders geworden seitdem das Baby/Kind da ist?
Marcus: „Natürlich aß man öfter zuhause als in Restaurants und musste zudem höllisch aufpassen nicht aus den Fugen zu geraten während des Nestbaus.“
Max: „An meinen Essgewohnheiten hatte sich nichts geändert. Doch während der Schwangerschaftszeit, da hatte ich offensichtlich mehr als sonst gegessen. Zumindest sagten mir die Waage und meine Kleidung das.“

Hast Du noch genügend Zeit für Dich und wie sieht die aus?
Marcus: „Mit der Geburt des ersten Kindes änderte sich sehr viel. Der Kleine stand im Mittelpunkt und so gut wie alles lief nach seinem Rhythmus. Desöfteren musste man getrennt weggehen oder eben einen Weg finden wie es doch gemeinsam ging. Dennoch war die Zeit mit dem Kleinen immer die Erfüllendste. Nie hatte ich das Gefühl etwas zu verpassen, wenn ich etwas absagen musste. Andersherum hatte ich eher das Gefühl etwas zu verpassen, wenn ich nicht zuhause sein konnte.“
Max: „Damals, als wir noch zusammen lebten, da hieß es entweder arbeiten oder für meinen ‚Großen‘ da sein. Jedoch habe ich diese Zeit stets als Freizeit empfunden und entsprechend genossen. Auch als Besuchspapi bestand weiterhin, trotz der wenigen Zeit, die uns zur Verfügung stand, das Gefühl von Glück weiter.“

Wer steht nachts auf um das Baby zu füttern?
Marcus: „Mit der Geburt meines ersten Sohnes habe ich einen sehr leichten Schlaf entwickelt, bin seither immer als erster wach und dementsprechend aktiv.“
Max: „Als mein Junge noch die Brust bekam, da holte ich ihn und gab ihn der schlaftrunkenen Mutter ins Bett. Später – vor allem zu der Zeit, als er besorgniserregende Darmkoliken hatte – stand ich auf und kümmerte mich. Die Nachtschicht war mein Job.“

Hast Du noch Zeit für deine Hobbys?
Marcus: „Meine Hobbies waren nie so zeitintensiv, dass man sie nicht mit einem guten Zeitmanagement auch nach der Geburt des Kleinen weiter ausüben hätte können.“
Max: „Dadurch, dass ich meine Hobbies zu meinem Beruf gemacht habe, mangelte es mir nie an Zeit dafür.“

Junge oder Mädchen?
Marcus: „Ein Junge. Nur leider nicht mein leiblicher. Ich war drei Jahre für ihn da und hatte nie Anlass zum Zweifel. Nachdem ich es durch einen Zufall herausgefunden hatte, wurde mir sofort der Umgang verwehrt und der Kontakt abgebrochen. Ich hoffe, seine Mutter kommt irgendwann zur Raison und erzählt ihm rechtzeitig die Wahrheit.“
Max: „Junge. Von anderen Kindern habe ich zumindest bisher keine Kenntnis. Als Mann weiß man ja nie. Nicht wenige leibliche Väter von Kuckuckskindern haben nicht den blassesten Schimmer von ihrer Vaterschaft.“

Wie ist Dein Motto in Sachen Kindererziehung?
Marcus: „Mein verlorener Sohn soll immer wissen, dass ich immer für ihn da sein werde, wenn er mich brauchen sollte. An seiner Erziehung und seinem Großwerden darf ich leider nicht mehr teilhaben.“
Max: „Liebe, Liebe und nochmals Liebe. Durch die entsteht Empathie und das Gefühl dafür, was jetzt wichtig ist.“

Was würdest Du werdenden Eltern als kleinen Tipp mitgeben?
Marcus: „Genießt die Zeit mit euren Kindern. Verbringt so viel wie möglich davon mit ihnen. Und genießt jede Minute davon. Egal wie anstrengend und zehrend manche Momente auch sein mögen. Unsere Zeit zusammen ist uns nur geliehen.“
Max: „Beständigkeit und Fürsorge. Übt eindeutige Aussagen ohne Doppelbotschaften. Das Gegenteil davon wäre z.B. dem Kind das Essenspucken zu untersagen und während dessen zu lachen, weil es doch soooo süß aussieht. Doppelbotschaften sorgen in diesem Fall dafür, dass weiterhin auf’s Neue die Wohnung gesprenkelt werden wird.“

Elf Blogs in alphabetischer Reihenfolge, denen wir hiermit den „Liebster – Award“ verleihen und unseren Lesern empfehlen:

Die Regeln für den Liebster Award lauten:

  • Setze einen Link zum Blog der Person, die Dich nominiert hat
  • Beantworte die 11 Fragen der nominierenden Person
  • Stelle selbst 11 Fragen an Deine nominierten Blogger
  • Nominiere 11 Blogs für den Award

Unsere 11 Fragen an die Preisträger:

  1. Wann hast Du mit dem Bloggen angefangen? (An die, die zuvor einen anderen Blog hatten: wie hieß der Blog?)
  2. Was hat Dich zum Bloggen bewegt?
  3. Hast Du Kinder?
    (Wenn ja, wieviele und welchen Geschlechts? Wenn nein, wünschst Du Dir eines?)
  4. Wurde ein Vaterschaftstest gemacht?
    (Wenn ja, wie kam es dazu und wie war die Reaktion? Wenn nein, warum nicht?  Kinderlose – würdest Du einen machen lassen?)
  5. Kennst du jemanden, der von der Kuckuckskindthematik betroffen ist?
  6. Welche Bedeutung misst Du der leiblichen Vaterschaft im Vergleich zur (nur) sozialen Vaterschaft bei?
  7. Sollte es einen verpflichtenden Vaterschaftstest bei jeder Geburt geben?
  8. Hast du schon einmal daran gezweifelt, das Kind deiner Eltern zu sein?
  9. Welches besondere Erlebnis verbindet dich mit deinem Vater und welches mit deiner Mutter?
  10. Welche Eigenschaft hat dein Kind eindeutig von dir geerbt? (Kinderlos: … sollte es erben?)
  11. Welche sollte es auf keinen Fall erben?

 

 

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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  1. Pingback: Über Kuckuckskinder und meine 11 liebsten Eltern-Blogs - Hebammenblog.de

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