Mann gegen künstliche Befruchtung und muss trotzdem Kindesunterhalt zahlen – Kuckucks-News vom 17.03.2018


Kurzmitteilungen aus der Kuckuckswelt

Kuckucks-News aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Teilen der Welt.

1. aktuell machen wir auf Facebook eine Umfrage, in welchem Teil Deutschlands das nächste Kuckuckstreffen stattfinden soll. Wer mit abstimmen möchte, der kann das in der Facebook-Gruppe „Kuckuckskind, Scheinvater, Vater und Kuckucksmutter – Solidaritätsgruppe„.

2. April Becker Antoniou wuchs in ihren ersten Lebensjahren mit dem Glauben auf, dass der Mann an der Seite ihrer Mutter ihr Vater sei. Mit fünf Jahren erfuhr sie von der Wahrheit, doch bekam keinen Kontakt zu ihrem leiblichen Vater. Als erwachsene Frau begann sie nach ihm zu suchen und fand ihn dann schließlich, als sie bei Google den passenden Suchbegriff eingab.

Der Artikel beschreibt deutlich, wie elementar das Bedürfnis ist, seinen Vater zu kennen und auch, dass man der Mutter nicht stets alles glauben kann, wenn sie schlecht über den Vater redet. Hier der ganze Artikel in der Epoche Times.

3. 42-Jährige fälscht Unterschrift für künstliche Befruchtung – merkur.de

… Peter A. war nicht mit dem Kind einverstanden, erklärte er. Deshalb klagt er gegen den Münchner Arzt, der A.s Ex-Frau 2014 künstlich befruchtete – gegen seinen Willen. Kurios: Susanne A. fälschte die Unterschrift ihres Ex-Mannes auf der Einverständniserklärung. Trotzdem: Peter A. wird weiter Unterhalt für das Kind bezahlen müssen.

Die Rechtsprechung bestätigt einmal wieder, dass Frau noch so kriminelle Energie aufbringen kann, wie sie möchte und dennoch nur in seltenen Fällen mit Konsequenzen rechnen muss.

Rückblick: Weil Susanne und Peter A. aus der Nähe von Garmisch-Partenkirchen auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen konnten, entschieden sie sich für eine künstliche Befruchtung. In der Praxis des Münchner Arztes ließen sie im August 2013 Susanne A.s Eizellen befruchten und einfrieren. Doch in der Ehe kriselte es bereits. Kurz darauf zog Peter aus. Doch Susanne wollte nicht aufgeben. Vor Gericht sagt sie: „In Krisenzeiten sollte es wieder einen Grund zur Freude geben. Ich war optimistisch, dass wir durch ein Kind die Ehe wieder festigen können.“ Peter A. kehrte zurück. „Weil ich dachte, Susanne sei schwer an Krebs erkrankt – und durch eine anstehende Chemotherapie könnte ihr Kinderwunsch für immer zerstört werden“, erklärte er. Zwei Wochen später merkte er aber, dass Susanne gesund war. „Es stellte sich heraus, dass alles großer Mist war“, sagt Peter A. Wieder verließ er seine Frau, zog in eine WG. Diesmal für immer.

Susanne A. scheint eine notorische Betrügerin zu sein, er erkennt es und macht sich davon. Dass er in eine WG zieht, läßt auf eine hohe finanzielle Grundbelastung wie Unterhaltszahlungen schließen. Seine Bereitschaft, seinen Samen für eine künstliche Befruchtung zur Verfügung zu stellen entstand durch Betrug. Für das Gericht ist das aber unerheblich.

Über Eizellen können Frauen ab der Befruchtung alleine verfügen
Was er nicht wusste: Im November 2013 ließ seine Ex-Frau die Eizellen auftauen und ein erstes Mal einsetzen – ohne Erfolg. Die Unterschrift von Peter A. hatte sie gefälscht. Der zweite Versuch dann Ende März 2014. Im April war Susanne A. schwanger. Peter schimpft: „Ich habe der Arzthelferin am Telefon gesagt, dass ich gegen die Schwangerschaft bin. Doch für die Richter ist dies kein eindeutiger Widerruf. Rein rechtlich hätte der Arzt nicht einmal Peter A.s Einverständnis einholen müssen. Denn über die Eizellen können Frauen ab der Befruchtung alleine verfügen. Urteil am 2. Mai. [2018] …

Man merke: Befruchtete Eizellen sind alleiniges Eigentum der Frau, erst dann, wenn daraus ein Kind entstand, dann erinnern sich Gesetzgeber und Kindsmutter an den Bestand der Vaterschaft und seiner Mitverantwortung. In diesem Fall eine Verantwortung, der Peter A. nie so zustimmte, sondern eindeutig ablehnte. Zum ganzen Artikel.

4. Der neue Trend geht hin zum Co-Parenting. Single-Frau und Singel-Mann sind kein Paar, sie zeugen lediglich ein Kind und übernehmen gemeinsam die Fürsorge des Nachwuchs. Die NZZ berichtet unter dem Titel: „Freunde machen ein Kind

… Mit der Liebe will es nicht klappen. Also tun sich allein lebende Frauen und Männer als Co-Eltern zusammen, um ein Kind grosszuziehen – ohne aber ein Paar zu sein. Können solche Zweckgemeinschaften funktionieren? …

… Doch der Wunsch, zusammen ein Kind aufzuziehen und dafür auf eine romantische Liebesbeziehung zu verzichten, ist in diesem kostenpflichtigen Forum deutlich zu spüren. Viele Einträge sind pragmatisch formuliert. Eine Nutzerin schreibt: «Wir sollten einfach ein gutes Team sein und an einem Strick ziehen, uns gegenseitig unterstützen als Eltern, das ist die Hauptsache.» Sabrina hat auf Familyship…

5. Rapper Tyga will von Kylie Jenner einen Vaterschaftstest

… Offiziell haben sich die beiden im März 2017 getrennt, doch sollen sie sich auch danach immer wieder getroffen haben. Seit April 2017 ist Kylie allerdings mit Travis Scott (25) liiert, der auch als Vater der kleinen Stormi Webster gilt. …

… Tyga und Kylie noch vor neun Monaten eine sexuelle Beziehung miteinander hatten. Der 28-Jährige fordert deshalb nun einen Vaterschaftstest, um alle Zweifel aus der Welt zu räumen. …

Wenn der Rapper Tyga tatsächlich der Vater des neugeborenen Mädchens sein sollte, dann hätte er durch seine Hartnäckigkeit eine Kuckuckskindschaft verhindert. Der ganze Artikel ist auf heute.at zu finden.

6. „Ein Findelkind sucht seine Eltern“auf Migrosmagazin.ch berichtet Monika Müller über die inzwischen 27-jährige Marina*, die seit 9 Jahren erfolglos nach ihren Eltern sucht und dafür auch bereits öffentlich nach Hinweisen bat. (*Name geändert)

7. Ebba D. Drolshagen berichtet in der FAZ in „Unbekannte Halbgeschwister : Warum hast du mir das verschwiegen?“ über die Dynamiken, die entstehen, wenn auf einmal klar wird, dass die Familie mehr Mitglieder als angenommen hat. Ein in Gänze lesenwerter Artikel.

… Familiengeheimnisse üben eine große Faszination aus. Sie sind ein uralter, immer aktueller Topos, ohne sie wären nicht nur Hollywood und die Schreiber von Fernsehschmonzetten, sondern auch viele renommierte Schriftsteller verloren. Ödipus und Luke Skywalker verbindet über einige tausend Jahre hinweg, dass sie ihren wahren Vater nicht kennen, Luke wusste zudem nichts von seiner Zwillingsschwester Leia Organa. …

8. Buchneuerscheinung: „Dein Kind, oder ein Kuckuckskind?“ Wechselbalg oder der Höllische Proteus, von Heinz Duthel

„Ich verbrachte also meine Kindheit im Umfeld des Nichtausgesprochenen, der Lüge.“

Es wird zwar auch unter Belletristik geführt, doch das Buch im Selbstverlag erscheint in der Leseprobe eher als Sachbuch. Es spricht auch dafür, dass es ein Sachbuch ist, da der Autor ansonsten auch nur Sachbücher erstellt. Kann einer unserer Leser hier mehr dazu sagen? Gerne per Email an mich oder hier in den Kommentaren.

9. Es gibt wieder einmal Zweifel an Prinz Harrys Abstammung. Die Klatschseite OK-Magazin titelt: „Mark Dyer: Ist dieser Mann der echte Vater von Prinz Harry?
Kann diese Ähnlichkeit wirklich nur ein Zufall sein?“

10. Der reale Kuckuck – er scheint in Thüringen vom Aussterben bedroht zu sein. Anders als bei uns, spielt der Vaterschaftstest diesmal keinerlei Rolle. „In Südthüringen.de“ berichtet.

Nun zu den älteren Mitteilungen, die dennoch erwähnenswert sind:

11. Zum Weltfrauentag 2018 präsentierte die Parfümeriehandelskette Douglas ihren neuesten Werbespot, in dem die Protagonistin ihr erstes „Date“ hat. Sie trifft darin ihren leiblichen Vater zum ersten Mal. Artikel und Video auf horizont.net. Das Video ist leider nicht in allen Ländern verfügbar.

12. „Nina hatte lange einen Verdacht und plötzlich Gewissheit: Sie ist ein Kuckuckskind“ titelte 2016 Bento. Nina vermittelten wir damals an Bento. In Gänze ist der immer noch aktuelle Artikel lesenswert.

 

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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6 Antworten zu Mann gegen künstliche Befruchtung und muss trotzdem Kindesunterhalt zahlen – Kuckucks-News vom 17.03.2018

  1. Anja schreibt:

    Ein Mann wird verurteilt und an den Pranger gestellt, wenn der Frau im Nachhinein einfällt, dass sie irgendwann zwischen schickem Abendessen, ausziehen und GV mal ein kleinen “Nein” gestöhnt hat und er sich nicht sofort zurückgezogen hat. Eine Frau kann wissentlich gegen den Willen des Mannes ein Kind zeugen und dann heißt es nur lapidar, denken sie an das Kind. Kindeswohl fängt vor der Zeugung des Kindes an. Eine Frau die wissentlich gegen den Willen ihres Ex ein Kind zeugt, handelt gegen die Interessen des Kindes. Zur Krönung müsste der Vater, wenn er wollte, noch hart um Sorgerecht oder Umgang kämpfen, während die Mutter per se “sorgefähig” ist. Als nächstes heißt es noch, der Vater würde sich nicht um das Kind kümmern und die Mutter wäre mega benachteiligt, weil er sie mit dem Kind alleine ließe. Was für eine Umkehr der Fakten.

  2. Pingback: Schwerer Betrug – Wienerin fälschte Vaterschaftstest – Kuckucks-News vom 19.03.2018 | kuckucksvater

  3. Christian Maurer schreibt:

    „Peter A. kehrte zurück. „Weil ich dachte, Susanne sei schwer an Krebs erkrankt – und durch eine anstehende Chemotherapie könnte ihr Kinderwunsch für immer zerstört werden“, erklärte er. Zwei Wochen später merkte er aber, dass Susanne gesund war. „Es stellte sich heraus, dass alles großer Mist war“, sagt Peter A.“
    Genauso kam auch Heidi Külzer, die Falschbeschuldigerin von Horst Arnold, zu Ihrer Mutterschaft.
    Auch sonst liest sich die Beschreibung der Dame, wie die von Heidi Külzer.
    .

  4. FS schreibt:

    Rein rechtlich hätte der Arzt nicht einmal Peter A.s Einverständnis einholen müssen. Denn über die Eizellen können Frauen ab der Befruchtung alleine verfügen.

    Da wäre mal interessant, ob Peter A. über diese Rechtslage aufgeklärt wurde. Wenn ja, trägt er eine Mitverantwortung.

  5. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

  6. Petra Scholz schreibt:

    Unsere Gerichte scheinen immer verrückter zu werden.
    Wie können Richter derartige Urteile dem gesunden Menschenverstand zumuten, die offensichtlich nicht mehr fähig sind, sich emotional in Dinge hineinzuversetzen?

    Kein Wunder wenn Universitäten längst zu Uniformitäten geworden sind, in denen man sich zunehmend aus Angst vor dementsprechender Benotung lieber zu beugen, als zu hinterfragen scheint und stattdessen lieber auswendig lernt.
    Deswegen heißt es wahrscheinlich auch „AUSgebildet,“ dessen Resultate sich letztendlich in der Politik-, deren Gesetze- und in so manchen Urteilen widerspiegelt.

    Gegen diese Entwicklung des zunehmend, immer menschenverachtender, werdendes System in Richtung Diktatur-, dessen Anfänge längst schon greifen, hilft nur noch massiver Widerstand!!!

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