Väterverbände fordern Verursacherprinzip bei Gesetz über Scheinvaterregress


Die Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV) kritisiert in einer kürzlich veröffentlichten Stellungnahme den von der scheidenden Bundesregierung vorgelegten Gesetzesentwurf zur Regelung des Scheinvaterregresses ebenfalls scharf. Dabei liegt die IG-JMV auf derselben Wellenlänge wie wir vom Kuckucksvaterblog und mahnt darin an, den Fokus auf die betrügende Mutter zu legen und damit das Verursacherprinzip als Leitgedanke zu verfolgen, anstatt den Scheinvater weiter juristisch auf den biologischen Vater zu hetzen, wenn er sein Recht auf Schadensersatz geltend machen möchte.  Zudem müsse im Sinne von echter und zeitgemäßer Gleichberechtigung von Mann und Frau auf beiden Seiten gleichermaßen Verantwortung für sexuelles Handeln eingefordert werden können. Laut IG-JMV täuscht die Mutter durch ihr Handeln drei Personen: Das Kind über seine wahre Herkunft, den Scheinvater und möglicherweise auch den biologischen Vater. Dabei kritisieren die Verbände das Verschweigen der Abstammung des Kindes als schwerwiegende Rechtsverletzung.

Um zukünftige Täuschungen zu erschweren regen sie weitergehende Regelungen an: Von der gesetzlichen Neudefinition von Vaterschaft über die biologische Abstammung und standardisiert vorgeschriebene Abstammungstests bei jeder Geburt bis zu strafrechtlich relevanten Konsequenzen für die Frau.

Die Stellungnahmen der IG-JMV liegen dem Rechts- und Familienausschuss des Dt. Bundestages vor.

Wir vom Kuckucksvaterblog unterstützen die Forderungen der IG-JMV vollumfänglich und werden weiter berichten. Zu ergänzen wäre unseres Erachtens unbedingt auch die im Gesetzesentwurf angedachte zeitliche Begrenzung der Regressansprüche auf lächerliche 2 Jahre zu streichen.

Hier geht es zur gesamten Stellungnahme der IG-JMV

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Über Marcus Spicker

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2 Antworten zu Väterverbände fordern Verursacherprinzip bei Gesetz über Scheinvaterregress

  1. Marina schreibt:

    Guten Abend,

    grundlegend verstehe ich das Ansinnen und kann es gut nachvollziehen.
    Es muss ja schlussendlich einer dafür gerade stehen und das sollte natürlich der „Verursacher“ sein.
    Jedoch möchte ich zu bedenken geben, dass es die schon schwierige Situation um ein weiteres verschärft.
    Konkret meine ich damit, dass es für betroffene Mütter, und ja das meine ich so wie ich es schreibe, noch weniger Anreiz gibt, zur Wahrheit zu stehen.
    Und dahingehend sollten sie motiviert werden. Auch sie sollten die nötige Hilfe bekommen.
    Und ich meine damit nicht die berechnenden und gewissenlosen Damen.
    Es ist mir ein Rätzel wie man so etwas hinnehmen und vorrangig damit leben kann…
    Aus meiner Perspektive kann ich nur sagen, ich scheue keine Bussgelder, Zivilklagen oder ähnliches.
    Was mir eine unbändige Angst macht, und es gibt Tage da frisst es mich auf, ist diese Unberechenbarkeit. Denn sollte der Scheinvater sich gegen eine Anfechtung entscheiden, wird es die Hölle auf Erden.
    Also nicht nur das mein Kind sich mit der verkehrten Abstammung auseinandersetzen muss, sondern ggf. auch noch einen Sorgerechtstreit über sich ergehen lassen muss.
    Wenn es eine Anlaufstelle gäbe an die man sich wenden könnte, wäre das eine enorme Hilfe.
    Gibt es aber kaum bis gar nicht.
    Interessant finde ich auch, dass jeder männliche Anwalt, und das waren einige, von „Um Gottes Willen nicht die Wahrheit sagen“ bis hin zu “ Warten sie bis das Kind 18 ist“…
    Erst eine Frau reagierte innerhalb von 20 Minuten und zeigte mir mehrere Wege auf.
    In erster Linie alles persönlich zu regeln und so weit es möglich ist, Schadensbegrenzung zu betreiben und vorrangig nicht auf dumme Ideen wie Umgang unterbinden oder ähnliches, zu kommen.
    Was mir im Traum nicht einfallen würde. Denn auch das wäre ein Schaden, ein enormer Verlust für mein Kind. Es ist und bleibt eine gewachsene soziale Verbindung.
    Ich hoffe ihr könnt das verstehen.
    Ganz sicher gibt es so einige Mütter die ebenfalls ehrlich sein möchten, aber es benötigt eine Menge Mut das durch zu ziehen.

    Ich wünsche allen Betroffenen nur das Beste! M.

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