Väterverbände fordern Verursacherprinzip bei Gesetz über Scheinvaterregress


Die Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV) kritisiert in einer kürzlich veröffentlichten Stellungnahme den von der scheidenden Bundesregierung vorgelegten Gesetzesentwurf zur Regelung des Scheinvaterregresses ebenfalls scharf. Dabei liegt die IG-JMV auf derselben Wellenlänge wie wir vom Kuckucksvaterblog und mahnt darin an, den Fokus auf die betrügende Mutter zu legen und damit das Verursacherprinzip als Leitgedanke zu verfolgen, anstatt den Scheinvater weiter juristisch auf den biologischen Vater zu hetzen, wenn er sein Recht auf Schadensersatz geltend machen möchte.  Zudem müsse im Sinne von echter und zeitgemäßer Gleichberechtigung von Mann und Frau auf beiden Seiten gleichermaßen Verantwortung für sexuelles Handeln eingefordert werden können. Laut IG-JMV täuscht die Mutter durch ihr Handeln drei Personen: Das Kind über seine wahre Herkunft, den Scheinvater und möglicherweise auch den biologischen Vater. Dabei kritisieren die Verbände das Verschweigen der Abstammung des Kindes als schwerwiegende Rechtsverletzung.

Um zukünftige Täuschungen zu erschweren regen sie weitergehende Regelungen an: Von der gesetzlichen Neudefinition von Vaterschaft über die biologische Abstammung und standardisiert vorgeschriebene Abstammungstests bei jeder Geburt bis zu strafrechtlich relevanten Konsequenzen für die Frau.

Die Stellungnahmen der IG-JMV liegen dem Rechts- und Familienausschuss des Dt. Bundestages vor.

Wir vom Kuckucksvaterblog unterstützen die Forderungen der IG-JMV vollumfänglich und werden weiter berichten. Zu ergänzen wäre unseres Erachtens unbedingt auch die im Gesetzesentwurf angedachte zeitliche Begrenzung der Regressansprüche auf lächerliche 2 Jahre zu streichen.

Hier geht es zur gesamten Stellungnahme der IG-JMV

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Über Marcus Spicker

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