Forderungen nach dem obligatorischen Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) werden lauter


Blutentnahmeröhrchen im Labor

Immer mehr fordern den obligatorischen Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG)
wwww.changestock.com © by Nick Casberg

Nachdem die Bundesregierung am gestrigen Mittwoch, den 31. August 2016 dem Gesetzesentwurf zugestimmt hat, fordern immer mehr Stimmen den obligatorischen Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG).

Der
Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV e.V.) titelt «Gesetzentwurf “belohnt” Betrug und “bestraft” Scheinväter» und fordert:
„… Damit Kinder nicht mehr als Kuckuckskinder missbraucht werden können, schlagt ISUV nach jeder Geburt ein entsprechenden Gentest vor, so dass klar ist, wer die natürlichen Eltern sind.“

Buchautorin und Vorstandmitglied von New Women For Europe (Brüssel) Birgit Kelle fordert die legalisierung des heimlichen Vaterschaftstests: „… warum man nicht zuerst ein Gesetz macht, dass den Männern endlich erlaubt, ohne das Einverständnis der Mutter einen Vaterschaftstest machen zu lassen?… Mein Vorschlag wäre übrigens ein ganz anderer: Lasst den Kuckucksvater doch einen Anspruch gegen die Mutter bekommen, den Unterhalt von ihr zurück zu holen. Sie hat ihn doch getäuscht, und nicht ein Unbekannter, dessen Namen er nun sucht. In der Regel weiß sie doch wer es ist. Und wenn sie weiterhin Unterhalt haben will, dann eben vom echten Kindsvater. Soll sie es sich doch bei ihm holen. Dann kann Frau ganz alleine entscheiden und durchkämpfen, was sie vermasselt hat. Auch im Sinne der Fairness kann ich nicht begreifen, warum wir diesen juristischen Kampf dem getäuschten Mann aufbürden, anstatt der „Täterin“. …“

Screenshot - Onlineabstimmung

In der Onlineumfrage von 20 minuten stimmten von über 7.000 Votern für den obligatorischen Vaterschaftstest ab Geburt. 7% enthielten sich und 23% stimmten dagegen. Mal sehen, wann die erste offizielle Meinungsforschung in diese Richtung unternommen wird.

MANNdat e.V. (Deutschland), Männerpartei (Österreich), Mannschafft (Schweiz) & wir vom Kuckucksvaterblog fordern den OVAG schon seit vielen Jahren und in der Schweiz wurde er bereits diskustiert.
Auch der Präsident vom „Verein für elterliche Verantwortung“ [VeV (Schweiz)], Oliver Hunziger begrüßte 2014 die Idee zum automatischen Vaterschaftstest ab Geburt (AVAG), als dieser aufgrund meines Gast-Artikels im schweizer Mamablog breit in den schweizer Medien und Politik diskutiert wurde. Hunziger: „Wenn der Mann von sich aus etwas unternimmt, um die Vaterschaft zu prüfen, schürt dies Misstrauen. Wenn der Staat aber jedes Baby testen würde, gäbe es dieses Misstrauen nicht mehr.“

In der Online-Umfrage der größten Schweizer Tageszeitung, „20 Minuten“, stimmten über 70% der 7.303 Teilnehmer für den automatischen Vaterschaftstest ab Geburt. Diese hohe Akzeptanz ist ein klares Signal dafür, dass die Zeit reif ist, den OVAG/AVAG endlich in die politischen und breitenmedialen Debatten zu bringen. Dass der OVAG noch nicht in Deutschland debattiert wird, liegt sicherlich am Patriarchat, das die Frauen bekanntlicherweise organisiert unterdrückt.

Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe gefunden hatte, habe ich dieses Blog gegründet. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Gesellschaft über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither sind sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern entstanden. Der Austausch mit ihnen hat mir geholfen, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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4 Antworten zu Forderungen nach dem obligatorischen Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) werden lauter

  1. Georg Reischel schreibt:

    Der obligatorische Vaterschaftstest bei Geburt würde jedes Genom der Säuglinge erfassen und eine Generation später würden die Prostituierten in Deutschland bei Zeiten mehrmals schwanger werden, da dann die Väter ja ausfindig zu machen sind. Dann würden sich die Zuhälter der Prostituierten über die Schwangerschaften ihrer Schützlinge gesund stoßen. Und welches Gesetz würde dann von dieser Betroffenengruppe gefordert werden? Frag mal Boris Becker?

  2. Kritischer Beobachter schreibt:

    Die Einleitung des obigen Textes enthält noch eine Ungenauigkeit: Der Gesetzentwurf ist noch gar nicht im Bundestag gewesen sondern bisher nur vom Bundeskabinett, also der Ministerrunde der Bundesregierung, verabschiedet worden. Die Bundestags-Parlamentarier werden sich mit dem Gesetz im Lauf des üblichen Gesetzgebungsverfahrens erst noch zu befassen haben. Die haben den also bisher noch nicht durchgewunken.

  3. luisman schreibt:

    Das erinnert mich an eine Begebenheit aus meiner Bundeswehrzeit (lang lang ist’s her). Eines Morgens beim Appell wurde einer aus der Kompanie heraus zitiert und ein Brief des Amtsgerichts uebergeben. Er musste zum Vaterschaftstest antreten. Grund genug fuer unflaetige Witze bis zu seiner Abreise. Beim Test fand er heraus, dass neben ihm sechs weitere (ja, 6) aus seinem Dorf zum Test im selben Fall antreten durften. Es handelte sich wohl um eine sexuell hyperaktive „Dame“. Einige Wochen spaeter dann das Reslutat, dass er nicht der Vater ist. Glueckwuensche allerseits und noch mehr aufgewaermte Witze. Er fand dann waehrend des Heimaturlaubs heraus, dass keiner der 7, von der Tussi benannten, potentiellen Vaeter der Erzeuger ihres Kindes war. LOL

    Und Frau Kelle hat Recht. Die Betruegerin sollte das erschlichene Geld plus Zinsen zurueck zahlen muessen und zusaetzlich eine Strafe wegen Betrugs erhalten. Alles andere ist Frauen-Privilegierung und hat mit Gleichberechtigung nichts zu tun. In wieweit sie dann das moralische Recht hat vom wirklichen Vater, den sie ja ggf. auch jahrelang betrogen hat (wenn er nichts von seiner Vaterschaft wusste), Unterhalt (nach) zu fordern sollte man vielleicht neu ueberdenken.

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