Denn ich bin an allem schuld – Kuckucksmutter fragt um Rat


titelbild kuckucksmutter

Was kann Kuckucksmutter Marina machen?

Hallo und danke für Eure außerordentlich wichtige Arbeit.

Ich trage mich schon eine Weile mit dem Gedanken, mich auf diesem Wege zu melden. Um es erstmal kurz zu fassen, ich denke, dass der Vater meiner Tochter nicht ihr leiblicher Vater ist. Wir leben seit 2012 getrennt und unsere Tochter wird 7 Jahre jung.

Ich kann nicht in Worte fassen, wie es in mir aussieht. Angst, Scham und Hilflosigkeit sind mein täglicher Begleiter.

Zu Recht. Denn ich bin an allem schuld und verdiene diesen Zustand. Denn ich bin verantwortlich für all das Leid.

Es ist meine Pflicht alle Beteiligten in Kenntnis zu setzen.

Ich weiß nur nicht wo und wie ich anfangen soll. Unser Verhältnis ist sehr schlecht. Ich wäre so dankbar für jede Hilfe und Anregungen.

Hochachtungsvoll
Marina Jäger*

*Marina Jäger ist ein Pseudonym

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe gefunden hatte, habe ich dieses Blog gegründet. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Gesellschaft über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither sind sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern entstanden. Der Austausch mit ihnen hat mir geholfen, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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13 Antworten zu Denn ich bin an allem schuld – Kuckucksmutter fragt um Rat

  1. Marina J. schreibt:

    Hallo in die Gemeinschaft.

    Vorab möchte ich mich ganz arg für euer Feedback bedanken.
    Ich hätte nicht mit soviel Resonanz und Zuspruch gerechnet.
    Im Moment tue ich mich sehr schwer mit mir als Mensch. Ich fühle mich einfach abgrundtief schlecht.
    Diese Last manifestiert sich und macht sich physisch bemerkbar.
    Als würde ich einen Rucksack voll mit Steinen tragen.
    Jeden Tag ein und die selben Gedankenschleifen.
    WIE konnte das passieren? WARUM war ich nicht von Anfang an ehrlich?
    Wir waren knapp 1 Jahr zusammen und der Scheinvater stand vor dem nichts. Finanziell und privat. Ich stand immer hinter ihm. Regelte seine kompletten Schulden. Unterstütze ihn emotional und finanziell.
    Wir sind nach nur knapp 3 Monaten Beziehung zusammen gezogen.
    Er hatte eine kleine Wohnung gut 1h Autofahrt von meiner alten Heimat entfernt.
    Nach gut 6 Monaten fand er eine sehr gut bezahlte Arbeit. Allerdings 800 km entfernt.
    Da er aber drauf angewiesen war, trat er den Job an.
    Ich war bereits in Arbeit. Jedoch kannte ich keine Menschenseele dort.
    So gut es ging arrangierte ich mich mit dem Leben alleine. Er kam sehr unregelmäßig Heim.
    Alle 3 Wochen oder seltener. Ich hatte das Gefühl, es stärkt unsere junge Beziehung.
    „Wenn wir das schaffen, packen wir auch alles andere.“
    Er war anfangs sehr aufmerksam und charmant.
    Das änderte sich radikal mit dem neuen Job.
    Ich musste funktionieren. Zuneigungen und Zärtlichkeiten waren sehr selten.
    In der Öffentlichkeit gar nicht. Aber ich akzeptiere es so. Er war halt recht distanziert und kühl. Über Gefühle konnte er eigentlich gar nicht reden.
    Nach nicht mal 8 Wochen in seinem neuen Job kam der Schock.
    Ich benutzte seinen Laptop wie eh und je.
    Plötzlich kam eine Mail.
    Absender:fi**en.com.
    Ich dachte an Spam. Dem war leider nicht so. Es war sehr unverschämt die Mail zu öffnen. Dennoch…Er hatte ein Profil auf dieser Seite und suchte Damen für den losen Kontakt. Ich kontaktierte ihn umgehend. Er schwor mir, dass es nur aus Spaß sei und er es löschen würde….?
    Wie dumm ich war. Es folgten Wochen der Unsicherheit. Ich stand weiterhin immer zu ihm. Auffällig wenig erreichbar war er in der folgenden Zeit. Fadenscheinige Ausreden folgten.
    Dann war ich mir sicher, er hatte dort gut zu tun.
    Ich war so unglaublich wütend und enttäuscht. Er leugnete alles. Während ich zu Hause seine Gläubiger anschrieb und mich fix und fertig machte, ließ er wortwörtlich die Puppen tanzen.
    Ich hätte mich sofort trennen sollen. Aber die Lage war so aussichtslos. Ganz alleine in einer fremden Stadt mit einem Teilzeitjob. Zurück konnte ich auf keinen Fall. Die Arbeit machte mir riesengroßen Spass. Ich war unter Menschen und konnte was leisten.
    Dann kam ein neuer Kollege hinzu. Er war so absolut ehrlich, aufrichtig und liebevoll.
    Wir lernten uns näher kennen. Eher so im Kollektiv. Dann wurde mehr draus.
    Er war einfach da. Fing mich auf. Lange Zeit redete ich von Freundschaft. Aber es war Liebe. Und sie war aufrichtig.
    Ich konnte es nicht zulassen. Dann kam der besagte Abend. Man kann im Nachhinein wirklich sagen, ein Volltreffer.
    Ich war mir zu 1000% sicher, dass die Verhütung safe war.
    Ein paar Tage später beendete ich alles. Ich schämte mich so.
    Als er von meiner Schwangerschaft erfuhr, war er sich sicher, dass er der Vater ist.
    Ich war wütend über so viel Anmaßung.
    Er sollte recht haben.
    Und erst jetzt. Wirklich vielleicht seit gut einem halben Jahr ist es mir bewusst geworden.
    Wenn ich unsere Tochter anschaue, sehe ich ihren Vater.
    Als hätte ich Jahre lang eine Brille getragen.
    Verdrängung und Selbstbetrug.
    Ich versuche nun den leiblichen Vater zu kontaktieren.
    Eure Ratschläge in Richtung Mediator waren mein erster Gedanke.
    Das Problem ist, das der Scheinvater in einer neuen Beziehung lebt und mich sozusagen ausblenden mag.
    Unsere Kommunikation ist gleich 0. Seine neue Partnerin übernimmt diesen Part.
    Also sehr schwierig.
    Jetzt habe ich eine Menge geschrieben. Und es hilft mir so ungemein.
    Ich werde wenn nötig alleine einen Mediator aufsuchen.
    Pro Famila wäre auch eine gute Anlaufstelle. Sie sind hier sehr kompetent.
    Ich halte euch definitiv auf den Laufenden und danke euch von ganzem Herzen.

    • Kuckuckstochter schreibt:

      Liebe Marina,
      ich finde deine Haltung und deinen Mut toll! Nicht alle Mütter reagieren so und offenbaren sich. Das ist ein großer Schritt, den nächsten wirst du sicherlich gehen können. Ein Kind möchte immer wissen wo seine Wurzeln sind, wenn nicht jetzt, dann später irgendwann.
      Über meinen langen Weg auf der Suche nach Wahrheit und Identität habe ich gerade ein Buch herausgebracht und mehrere Gastartikel zu dem Thema geschrieben.
      Seit der Veröffentlichung meines Buches konnte ich endlich mit dem Thema: „Kuckuckskind“ abschließen, aber es war ein verdammt langer und harter Weg. Ich habe meine Wurzeln gefunden und weiß wer ich bin, woher ich komme, was mich ausmacht usw.
      Die andere Seite, die der Kuckucksmütter, zu betrachten war mir vor einigen Jahren noch nicht möglich, dies kann ich aber jetzt! Ich hatte Verachtung verspürt und hielt Kuckucksmütter generell für Lügnerin, das dem nicht immer so ist, zeigt deine Geschichte. Ich wünsche dir alles Gute und die Kraft es bald deinem Kind zu sagen, je jünger das Kind ist, umso eher kann es „das“ verkraften.

  2. Defren Katja schreibt:

    Schuld oder Unschuld ist eigentlich egal . ich selber weiß nicht wirklich wer mein Vater ist. Ob der Mann der letztes Jahr verstorben ist mein Vater war oder der Mann den ich nicht kenne und in meiner Geburtsurkunde steht kann ich nur erahnen. Aber seit Kindheit bekam ich bei Streit immer zu hören ich wäre nicht sein Kind und meine Mutter hat ihm ein Kuckucksei ins Nest gelegt.Ich wollte die Wahrheit aber bekomme sie nicht. Also habe ich mich daran gemacht nach zu Forschen ( aufgrund Blutgruppe) Da Mutter 0 hat er B hatte kann ich eigentlich nicht das Kind sein den ich habe A. Jetzt habe ich vor einer Woche den Mann den ich nicht kenne einen Brief geschrieben ob dieser ankommt weiß ich nicht denn die letzte Anschrift war nur die Stadt und sein Name die ich hatte .Hoffe das das Glück mit Spielt.Und jetzt war ich bei Gericht wegen dem Erbnachlass und zeigte dort meine Geburtsurkunde.Ich Sprach mit dem Sachbearbeiter das es Fraglich ist das ich Erbe sein Kann denn aufgrund Blutgruppe und auch das Jahr 1971 lassen darauf schließen das der Mann in meiner Geburtsurkunde mein Vater sein muss. Grund: im Jahr 1971 war man durch Gesetz verpflichtet den richtigen Vater an zu geben und der neue Partner konnte ein Kind nur Adoptieren wenn der richtige Vater zustimmte. Ansonsten gab es eine Urkunde das das Kind in die Familie mit einbezogen wurde und den Namen des Neuen Mannes tragen durfte.Als ich dem Sachbearbeiter sagte ich habe nur eine Urkunde bei meiner Mutter gesehen wo Anerkennung drauf stand war er verdutzt.Er fragte mich warum ich dann den Namen habe und ich sagte ich weiß es nicht und es gibt auch keine Unterlagen die eine Adoption belegen.Darauf sagte er Wortwörtlich also nach allen zu Grunde liegenden Fakten kann ich nicht die Tochter des Verstorbenen sein und auf Grund der originalen Urkunde ist der Mann auf der Urkunde mein Vater. So soll ich jetzt jemand die Schuld geben das ich ein Leben hatte wo ich der Sündenbock der Familie war und immer das Gefühl hatte ich gehöre nicht dazu und wäre fehl am Platz.Was bringt es mir. Als Kind sehe ich es so das ich ein Recht habe zu wissen wer ich bin und woher ich viele meiner Eigenheiten habe. Und aus Angst und Moral Glauben wird es mir verwehrt.Denn Mütter denken wenn das jemand erfährt oder es raus kommt ist der Ruf ruiniert.andere denken der Partner lässt einen sitzen.Doch seien wir ehrlich wer hat sich in diese Lage geflüchtet aus Angst.Und irgendwann kommt es eh an das Tageslicht denn spätestens bei Schweren Erkrankung oder benötigten Blut wird es Partner oder Kind erfahren.Ich selber habe 2 Kinder ,eines Ehelich und eines nach der Ehe doch sobald sie denken konnten habe ich ihnen immer von ihren Papa erzählt. Und mein Neuer Mann hat es ihnen überlassen ob sie Papa sagen oder nicht. Aber ich habe es ihnen überlassen ihren Vater kennen zu lernen. Denn schon als Kind wollten sie wissen wie Papa ist ,wer er ist und was sie von ihm haben. Und ich selber bin froh denn alle diese Fragen sind bei mir unbeantwortet aber meine Kinder brauchen nie suchen .Als Mutter sollte man zu seinen Entscheidungen stehen wenn man was verheimlicht hat .Auch die Gründe benennen damit alle sie verstehen.Ja dieser Moment wird vielleicht vieles durcheinander bringen aber Ehrlichkeit zum Partner und zum Kind das es selber entscheiden kann können oft Lösungen finden die Mann jetzt noch nicht sieht. Und wer nur auf Grund Kirchlicher Erziehung,Familie,Freunde wegen der Moral,Ruf und Gesellschaft schweigt hat in Wirklichkeit keine Achtung noch Anerkennung verdient weil derjenige sich nur durch Lüge schützt . Mein Rat Rede mit ihnen erkläre deine damalige Notlage und sei ehrlich .Egal wie die ersten Tage sind es wird sich legen und es hilft allen.

  3. luenzer schreibt:

    Liebe Marina.
    Es ist sehr begrüßenswert, dass Du (hier) diese Fragen stellst und dass die hier diskutiert werden.

    Zunächst gratuliere ich Dir ganz herzlich zu dem Mut, dieses Tabuthema aufzugreifen.

    Ich bin selbst ein Kuckuckskind, das erst mit 42 davon erfahren hat – und ich hätte mir sehr gewünscht, sehr viel früher davon zu erfahren.

    Also ich bin sicher, dass Du insbesondere für Dein Kind handelst – aber letzten Endes auch für Dich (weil Du Dich damit von jahrelangen Belastungen befreist).

    Den bisherigen Antworten kann ich mich anschließen.

    Insbesondere der Vorschlag, eine Vertrauensperson bzw. einen Mediator einzubinden finde ich sehr gut.

    Stehst Du auch in Verbindung zu dem eigentlichen Vater? Der sollte ebenfalls einbezogen werden.

    Deine Tochter, die beiden ‚Väter‘ und Du selbst – ihr bildet eine ‚Schicksalsgemeinschaft‘, ihr habt alle vier damit zu tun und ihr solltet so vertrauensvoll wie möglich – und möglichst gemeinsam – an das schwierige Thema herangehen.

    Sicherlich kannst Du auch Freunde finden, die Dich dabei unterstützen und Dir hilfreich zur Seite stehen können.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut für Deine weiteren Schritte.

    Immo

    Falls Du Dich persönlich an mich wenden möchtest, kannst Du das gerne tun
    (ich habe viele Kontakte zu Menschen, die vom Kuckucksfaktor betroffen sind):
    kuckucks-kind(Klammeraffe)gmx.de

    • Marina J. schreibt:

      Lieber Immo.

      Hab dank für deine Antwort und dein Angebot des persönlichen Kontaktes.
      Gerne komme ich darauf zurück.
      Den leiblichen Vater versuche ich zu kontaktieren.
      Bis dato ist es leider noch nicht zustande gekommen.
      Er ahnt sicher, warum ich mich nach so langer Zeit melde.
      Ausgang offen….
      Herzlichen Dank und liebe grüße! M.

      • luenzer schreibt:

        Liebe Marina.

        Sorry, ich habe Deine Antwort erst Immoment entdeckt.

        Ich hoffe sehr, dass sich für Dich neue Möglichkeiten entwickelt haben – und dass Du Deinen leiblichen Vater entdecken konntest.

        Alles Liebe

        Immo

  4. Manfred W. schreibt:

    Einen Rat kann ich nicht geben. Ich kann als Betroffener – meine Mutter ließ mich (2,5J.) mit meinem Vater sitzen und dieser schob mir seine zweite Frau als Mutter unter – nur sagen, dass jedes Jahr schmerzt, in dem die Lüge (weiter) aufrechterhalten wird.

    Die Idee mit der vertrauenswürdigen Person zum Gedankenordnen ist gut. Ob so eine Person gefunden werden kann, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Alles Gute!

  5. Norbert Potthoff schreibt:

    Schuld – Unschuld – Macht der Umstände
    Solche Lebensgeschichten entstehen nicht einfach aus dem OFF.
    Sie haben meist eine lange Vorlaufzeit. In der eigenen Lebensgeschichte und in der des Partners.

    Ein Gespräch darüber kann man nicht erzwingen, man sollte es aber anstreben.

  6. Max Kuckucksvater schreibt:

    Hallo Marina,
    der erste Schritt ist der schwerste. Du hast bereits sogar zwei wichtige Schritte getan.

    Zum einen übernimmst Du für Deine Entscheidungen und Handlungen selber die Verantwortung. Das klingt leicht, doch bisher habe ich das nur in sehr wenigen Erlebnisberichten zu hören bekommen, dass die Kuckucksmutter nicht andere, sondern sich selber für ihre Aktionen verantwortlich macht. An dieser Stelle meinen außerordentlichen Respekt an Dich.

    Zum anderen suchst Du nach Hilfe. Auch das ist ebenfalls eine Fähigkeit. Danke für Dein Vertrauen darin, dass wir Dir offen und helfend begegnen werden.

    Nun mein Rat zu Deiner Frage:
    Deine Tochter ist hier die Person, die es am meisten zu schützen gilt. Sie sollte es auf einer möglichst schonenden Art und Weise erfahren. Auch – oder gerade weil – das Verhältnis zum möglichen Scheinvater nicht gerade gut ist, wäre es toll, wenn Du ihn bittest, mit Dir zu einem Mediator zu gehen. Suche Dir einen Mediator, der sich mit Elter- und vor allem Kinderthemen auskennt und spreche mit ihm über Dein Anliegen, den gesetzlichen Vater über seine mögliche Nichtvaterschaft aufzuklären und seine Zustimmung zu einem privaten Vaterschaftstest zu erzielen.
    Ein paar Fragen, die Du Dir vorab stellen solltest:
    Was machst Du, wenn er nicht der leibliche Vater ist? Bist Du bereit, dass Deine Tochter ihren leiblichen Vater kennenlernt? Wünschst Du, dass der gesetzliche Vater weiterhin für Deine Tochter da ist? Wofür wertschätzt Du ihn? Unterstützt Du es, wenn er die Vaterschaft anfechten wird? Warum hast Du es nicht früher gesagt? (Die Frage wird in dem Mediationstermin sicher mindestens einmal gestellt werden).
    Es wäre sicherlich hilfreich, wenn im Mediationsgespräch geklärt wird, wie das Kind über den anstehenden Vaterschaftstest aufgeklärt wird. Kinder sind recht unkompliziert in diesen Fragen. Je einfacher und einstimmiger die Erklärung, desto leichter für alle. Und genau diese Einstimmigkeit sollte das Ziel des Termins sein. Auch den Test gemeinsam machen – sofern der gesetzliche Vater zustimmt.
    Und – aus meiner ganz persönlichen Erfahrung: Ein ausgesprochenes Entschuldigung an ihn, dass er jetzt gerade mit dem Zweifel umgehen muss. Das wird auch Dir helfen, Dir selber zu verzeihen und ihm das Gefühl geben, gesehen zu werden. Mir hätte es damals sehr geholfen.

  7. don2alfredo schreibt:

    Hi Marina*, es ist sicher in Ordnung, dass Du Dir Gedanken dieser Art machst. Aber so wie Du das in der Kürze ausdrückst, ist Dein Ausgangspunkt destruktiv, für Dich selbst herabsetzend. Meiner Meinung nach solltest Du Dir eine vertrauenswürdige Person suchen, die Dir hilft, Deine Gedanken zu ordnen. – Ganz oberflächlich gesagt, liegt bei Beziehungsprobleme niemals die Schuld nur bei einer Seite. Wenn Du mit Deinem Kummer konstruktiv umgehen wirst, dann kann auch etwas Gescheites dabei heraus kommen. Dazu würde Dir sicher eine „außenstehende“ Person als „Spiegel“ gut tun. Viel Erfolg!

    • Marina J. schreibt:

      Lieber Don,
      Ich danke dir aufrichtig für deine Worte.
      Im Moment fällt es mir sehr schwer, mich nicht herabzusetzen.
      Das liegt im Kern der Sache.
      Denn ich habe mich damals getrennt vom Scheinvater und das bekomme ich bis heute zu spüren.
      Ich habe wirklich Angst. Meine Vermutung ist, dass, mit Bekanntmachung der Vermutung der Scheinvaterschaft, er mich zerstören wird.
      Oder es zumindest versuchen wird und der wundeste Punkt ist das Kind.
      Ich denke, er wird die rechtliche Vatetschaft nicht anfechten wollen.
      Denn dann hat er so gut wie keine Macht mehr über mich.
      Es war eine schwierige und zerstörende Beziehung.
      Noch heute erpresst und bedroht er mich. Nicht öffentlich, aber hintenrum. Sehr gekonnt und effektiv.
      Gruss, M.

      • Manfred W. schreibt:

        Es gibt diesen vielbemühten Satz „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“. Vielleicht sollten Sie die Karten auf den Tisch legen, um so (erpressen, drohen) der Sache den Stachel zu nehmen. Wer mit offenen Karten spielt, kann weniger leicht erpresst und bedroht werden. Manchmal muss man „den Stier bei den Hörnern packen“, noch so ein Spruch, aber möglicherweise gibt es diese Sprüche nicht ohne Grund.

        Viel Glück und Daumendrücken meinerseits.

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