Kuckucks-News vom 06.03.2016 – 11 Meldungen


Kurzmitteilungen aus der Kuckuckswelt

Ab jetzt im K-Blog!

(1.) In Vietnam ist ein Zwíllingspaar von zwei unterschiedlichen Männern gezeugt worden.

>>…Das eine Mädchen hat dicke Locken, das andere

dünne und glatte Haare. Die äußerlichen Unterschiede eines Zwillingspaares aus Vietnam machten Verwandte stutzig. Sie überredeten den Vater zu einem DNA-Test – und der lieferte ein erstaunliches Ergebnis: Die Mädchen haben zwei Väter. Das berichtete die Zeitung „Vietnam News“. …

… Hat sie innerhalb dieser Zeit Sex mit verschiedenen Männern, konkurrieren auch die Spermien der verschiedenen Männer um die beiden Eizellen. Dann kann es passieren, dass die Frau gleichzeitig Mutter von Halbgeschwistern wird. Die Frau hat inzwischen laut Presseberichten gesagt, dass sie mit verschiedenen Männern geschlafen hat.

Um auszuschließen, dass den Eltern im Krankenhaus versehentlich ein anderes Baby gegeben wurde, unterzog sich die Frau ebenfalls einem DNA-Test. Dieser bestätigte, dass sie tatsächlich Mutter beider Kinder ist. …<<

Was für ein Glück, dass die Kuckucksmutter nach der erdrückenden Beweislage endlich im Stande war, ihr Fremdgehen einzugestehen. Ansonsten hätte die unbefleckte Empfängnis in Rom gemeldet werden müssen. Ein weiblicher Messias wäre mal etwas ganz neues.
Natürlich wurde vorher von einer Kindesvertauschung im Krankenhaus ausgegangen. Auch interessant ist, dass Verwandte den putativen Vater der Zwillinge zum DNA-Vaterschaftstest überredet haben. Ebenso bemerkenswert ist die fehlende Angabe darüber, ob es sich dabei um die direkte Verwandtschaft des Mannes oder der Kuckucksmutter handelt. Für Väter ist es schwer, die Vaterschaft anzuzweifeln, da dieser Zweifel von der Mutter jederzeit geen ihn als Waffe mit Sprüchen wie „Dein Vater wollte Dich nicht. etc.“ eingesetzt werden könnte. Ein wichtiger Grund dafür, dass der Diskrete Vaterschaftstest in Deutschland und der Schweiz eingeführt wird. In Österreich ist er bereits erlaubt.

(2.) Für die Tierliebhaber unter unseren Lesern: Im SPON (Spiegel Online) wurde vor einigen Monaten eine Fotostrecke von Tieren veröffentlicht, die andere Tiere adoptieren.

(3.) Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat am 23. Februar 2016 im Deutschen Bundestag den Antrag mit dem etwas schwerfälligen Titel „Elternschaftsvereinbarung bei Samenspende und das Recht auf Kenntnis eigener Abstammung“ eingereicht. Die Argumentationsführung hat viele Parallelen zu der unsrigen. Unser Kommentar dazu im Artikel „Von Samenspenderkindern, Adoptivkindern, Kuckuckskindern … und deren Rechten“.

(4.) Jeannette Hagen erfuhr mit 8 Jahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. In Mona Lisa berichtet die Buchautorin über ihr Schicksal. Der Beitrag „Vom Vater nicht gewollt“ ist noch für eine Weile in der Mediathek zu sehen.

(5.) Jeannette Hagen, zum Zweiten. Vor einigen Monaten veröffentlichte sie das Buch „Die verletzte Tochter: Wie Vaterentbehrung das Leben prägt„. Ich habe ein Rezensionsexemplar erhalten und es gerade zu lesen begonnen. Rezension wird folgen.

(6.) In der Schweizer Männerzeitung erschien „Der Stress des Samenspenders„, ein Interview, in dem der Samenspender Martin Bühler über seine Tätigkeit berichtet. Er ist inzwischen leiblicher Vater von weit mehr als hundert Kindern. Im ganzen Interview kommt nicht ein einziges Mal das Wort Vaterschaft vor. Auch wird die Unterhaltspflicht, die dem Samenspender jederzeit latent droht nicht behandelt.
Brisant am Interview: Es wurde ausgerechnet von dem Feministen und „Männerrechtler“ Thomas Gesterkamp geführt. Zitat über Gesterkamp: „… Seine Spezialität ist das „In-die-rechte-Ecke-stellen“ von feminismus­kritischen Männerrechtlern. …
Obwohl viele Fragen ungestellt bleiben, wahrscheinlich aufgrund der ideologischen Positionierung Gesterkamps,  ist das Interview interessant zu lesen.
Auch der Gymnasiallehrer und Meschenrechtler Lucas Schoppe hat sich auf seinem Blog man-tau.com im Artikel „Vom donnernden Schweigen aufrechter Männer“ mit Gesterkamps männerfeindlichen Äußerungen befasst.

(7.) In den letzten Tagen sind Aufrufe vom „Sat 1 Frühstücksfernsehen„, „Bambule TV“ und „BILD der FRAU“ hier im Kuckucksvaterblog veröffentlicht worden. Es werden Kuckuckskinder, Scheinväter und auch Kuckucksmütter für Interviews gesucht. Gebe den vielen Betroffenen Deine Stimme und unterstütze uns dabei, auf die Kuckuckskindthematik aufmerksam zu machen.

(8.) In der Rechtslupe wird unter dem Titel „Vaterschaftsanfechtung – und der Tod des anfechtenden Vaters“ kurz wie folgt zusammengefaßt:

„Aus dem grundrechtlichen Schutz familiärer Bindungen zwischen nahen Verwandten (Art. 6 Abs. 1 GG)1 folgt nicht umgekehrt, dass den Eltern des Vaters von Verfassungs wegen die Möglichkeit eingeräumt werden müsste, durch Fortführung des von ihrem Sohn eingeleiteten Vaterschaftsanfechtungsverfahrens die rechtliche Verbindung zu ihrem – nach Einschätzung des verstorbenen Sohnes mutmaßlich nicht biologisch von diesem abstammenden – Enkelkind zu lösen.
Damit bestätigt das Bundesverfassungsgericht die entsprechende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs2.
Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 23. November 2015 – 1 BvR 2269/15″

(9.) KINDESVERTAUSCHUNG I – „Mögliche Baby-Verwechslung vor 25 Jahren am LKH Graz“ und „Nach Babyverwechslung: Erste DNA-Tests in Graz negativ“ so titelt derStandard.at gleich zweimal und geht auf den Skandal ein, in dem im LKH Graz ein Mädchen vertauscht wurde und dessen leibliche Mutter und die vertauschte leibliche Tochter nun gesucht werden. Im fraglichen Zeitraum kamen dort ca. 200 Mädchen zur Welt. Wenn Babys vertauscht werden, dann ist das verständlicherweise selbst nach 25 Jahren noch ein Skandal und jeder empfindet zu Recht mit den Betroffen mit. Dann wird Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um die Verwandten zusammenzuführen und das Rätsel zu lösen. Warum geschieht das nicht mit den Kuckuckskindern und deren Familien? *Ironie an* Sicherlich wegen des Patriarchats (Männerherrschaft). *Ironie aus*

(10.) KINDESVERTAUSCHUNG II – „Das Leben des Anderen“ heißt der Artikel über zwei vertauschte Jungen in Kanada. Die beiden wurden vor 40 Jahren im Krankenhaus vertauscht. Lange gab es Gerüchte über eine mögliche Vertauschung. Nun endlich wurde diese aufgedeckt und geklärt. Auch wieder ein Drama, auch wieder wurde glücklicherweise alles dafür getan, um den Fall aufzuklären. Leider ist einer der Väter bereits verstorben. Er wird seinen Sohn nie kennen lernen und sein Sohn ihn niemals. Auch hier wird gleich jedem klar, dass es sich um ein Tragödie handelt. Autor Jörg Michel beschreibt in seinem Bericht sehr deutlich die Verlorenheit und die Identitätskonflikte, in denen sich die beiden erwachsenen Männer und deren Eltern nun befinden. Ein Schicksal, das wir Kuckuckskinder und Scheinväter nur zu gut kennen.

(11.) Nicht-Feminist hat einen wunderbaren Ausschnitt von Dr. House (Staffel 1, Episode 16) in Bezug auf die Kuckuckskindthematik online gestellt.

Du hast eine neue Meldung aus der Kuckuckswelt gefunden? Dann  sende diese bitte an kuckucksvater@hotmail.com oder hinterlasse einen Link dazu unten in den Kommentaren.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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5 Antworten zu Kuckucks-News vom 06.03.2016 – 11 Meldungen

  1. Pingback: Warum ich Dr. House in Ordnung finde – Geschlechterallerlei

  2. elmardiederichs schreibt:

    Willkommen im exklusiven Club der news-blogger! 🙂

    Ich habe jetzt auf die Kategorie Kuckucks-News verlinkt.

  3. wollepelz schreibt:

    Leider ist der Clip von NICHT-Feminist mit dem Ausschnitt von Dr. House auf youtube in manchen Ländern gesperrt.

    Den Clip gibt es aber noch auf Vimeo:

    Vielen Dank!

    Im Artikel Kuckuckskinder in den Medien ist der Clip kurz kommentiert.

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