Zahlvater machen leicht gemacht – BGH öffnet Tür und Tor für Betrug und Identitätsraub


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Männer laufen nun noch mehr Gefahr Opfer von Falschbeschuldigungen zu werden. – Screenshot Spiegel Online

Kein guter Tag für Männer heute.
Der Mann, der weder leiblicher Vater, noch gesetzlicher Vater war muss Unterhalt zahlen – er ist somit Zahlvater. Wir berichteten bereits über den Fall. Seine Zustimmung zur künstlichen Befruchtung durch Samenspende reichte dem BGH bereits aus, um ihn zum Zahlesel zu degradieren. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat soeben das Urteil zum Fall XII ZR 99/14 gefällt, dass es Frauen ermöglicht, Männer zur Kasse zu bitten, obwohl sie weder leiblicher noch gesetzlicher Vater sind.

Kommentar: Für Männer bedeutet das, dass sie sich von heute an in Deutschland noch mehr denn je vor möglichen falschen Beschuldigungen absichern und schützen müssen. Kann eine Frau dem Gericht glaubhaft machen, dass sie die „Samenspende“ im Einverständnis mit ihrem Lover bekam, so ist er trotz der Abstinenz jeglicher Formalitäten zur Unterhaltszahlung verpflichtet. Rechte am Kind hingegen erwachsenen ihm wahrscheinlich dadurch keine. Warum auch, er hat ja keine Gebärmutter. Die Erfahrung zeigt, dass Gerichte dazu neigen, Frauen eher als Männern Glauben zu schenken. Ein dadurch nun mögliches Horror-Szenario ist, dass die Geliebte fremdgeht, ein Kuckuckskind entsteht, der Geliebte es herausfindet und nicht die Vaterschaftsanerkennung unterschreiben möchte bzw. anfechtet. Die Kuckucksmutter dann aber behauptet, dass er das ja schließlich so gewollt habe und die Samenspende mit seinem „Kumpel, Bruder, Arbeitskollegen etc.“ abgesprochen sei. Der leibliche Vater des Kindes tritt dann – genauso wie die Kuckucksmutter – als Zeuge in eigener Sache auf und bestätigt die Falschbeschuldigung. Voilá! Der Mann ist nicht nur gehörnt worden, nein, er ist von nun auch noch Zahlvater auf Lebenszeit. Dass so etwas eher früher als später eintreten wird, ist sicher – ganz ohne Kristallkugel.

Was kann Mann nun tun um sich bestmöglich zu schützen?

  • Schriftlich der Partnerin, Loverin, Affäre etc. bekunden, dass man keiner Samenspende zustimmt noch jemals beabsichtigt einer zuzustimmen. Wichtig, den Erhalt sich schriftlich bestätigen lassen.
  • Öffentlich dieses auch anderen im Beisein der Geliebten mitteilen.
  • Öffentlich jegliche Form der Samenspende ablehnen.
  • Öffentlich anderen kundtun, dass man nur willens ist, eigene Kinder aufzuziehen und zu alimentieren
  • Bloß niemals äußern, dass man auch für die Kinder aufkommen wird, die mit dem Samen anderer gezeugt wurden.
  • Je nach Glauben kann ein Gebet vllt. auch helfen.
  • Am effektivsten aber vermutlich nur für die wenigsten eine ernsthafte Option wäre es, ganz auf den Kontakt mit dem weiblichen Geschlecht zu verzichten.

(Weitere Quellen: Spiegel, Hamburger Abendblatt)

 

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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24 Antworten zu Zahlvater machen leicht gemacht – BGH öffnet Tür und Tor für Betrug und Identitätsraub

  1. Fiete schreibt:

    Och Mönsch, Norbert….. 😉

    Im Ernst, ein Standartformular, wäre mir lieber, als die lächerlichen Laufereien, die heute Vorschrift sind.
    Heute ist es z.B. so, daß ein Kind zunächst beim Standesamt des Geburtskrankenhauses gemeldet werden muß. Dann i.d.R. am Wohnort der Mutter, dann gff. noch am Wohnort des Vaters und da geht oft schon der Heckmeck los ( von wg. zwei Hauptwohnsitze, damit sind viele Meldestellensachbearbeiter schon völlig überfordert und riskieren lange Gerichtsverfahren ).
    Dann soll man zur Sorgeerklärung in ein Jugerndamt latschen, was absolut hirnfrei ist, was solll das? Dort meint dann eine feministisch angehauchte Sachbearbeiterin oftmals, sie müsse erstmal die Mutter „beraten“ doch bloß nicht dem Kind beide Eltern zuzugestehen. U.s.w…………

    Den ganzen Zerbel könnte man mit einem einzigen Formular auf fast gar nichts abkürzen.
    Nämlich beim Melde- oder Standesamt eines der Wohnsitze der Eltern ( könnte aber auch schon in der Geburtsklinik ausliegen und von da elektronisch übermittelt werden ).
    Darauf ist anzukreuzen, ob, resp. daß Person A u. B die Eltern sind, die Vaterschaft anerkannt wird, oder eben nicht und ein Vaterschaftstest terminlich vereinbart, sowie die Sorge erklärt wird, oder eben nicht.
    Wird alles hübsch mit „Ja, OK“ angekreuzt und die entsprechenden Daten eingetragen, ist die Sache praktisch erledigt ( eben noch die Genprobe ziehen und gut is ). Steht irgendwo ein „Nö“, geht die Sache per EDV an das zuständige Gericht, das sich dann per Papierpost ( die leben halt noch im letzten Jahrtausend ) bei den Eltern mit der Terminierung meldet.

    Manchmal ist so ein Formular durchaus eine gute Sache, meine ich.

    Allerdings würde dadurch sicherlich das BIP um einige zig Millionen €uro im Jahr schrumpfen, die dem Steuerzahler aber positiv zugute kämen. Schätze, das ist der „geht-gar-nicht-Faktor“.

  2. Georg Reischel schreibt:

    Warum wird ein Mann dazu verdonnert, Unterhalt zu zahlen? Ist er denn daran Schuld, dass einerseits ein Kind entsteht, andererseits aber die Frau dieses Kind „an der Backe hat“?

    Ist es also das Gegenstück dazu, dass eine Frau über ein Jahrzehnt umsonst die Brutpflege für das Kind übernehmen muss? Das genau ist aber nicht der Fall. Man achtet sehr penibel darauf, dass die Brutpflege weiterhin im Status der „unbezahlten Beschäftigung“ verbleibt.

    Der Staat und der Vater setzen sich dem Vorwurf aus, zusammen zu arbeiten, auf das die Mutter weiterhin umsonst die Brutpflege leistet.

    Solange der Mann die Zahlungen zu leisten hat, muss dieses nicht der Staat übernehmen. Es ist ein staatliches Sparmodell, dass sich wiederum auf die „unbezahlte Mutterschaft“ gründet.

    Die Unterhaltszahlungen für das Kind sichern dem Vater zudem das Umgangsrecht, auf das der Mann allerdings auch verzichten kann.

    Mutter und Kind ist die Sache des Vaters und nicht der Mutter, ganz im Sinne der patriachalen Vorstellungen.

    • Fiete schreibt:

      „Die Unterhaltszahlungen für das Kind sichern dem Vater zudem das Umgangsrecht, auf das der Mann allerdings auch verzichten kann.“
      Eine extrem Steile These, genauer sogar zwei, auf welchen Kulturkreis bezieht sie sich? Im deutschsprachigen Raum ist nirgendwo eine entsprechende Regeluing bekannt.
      Mal ganz davon abgesehen, daß Unterhalt und Barunterhalt zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

      • Georg Reischel schreibt:

        Hast recht.
        Das Zugriffsrecht des Vaters auf das Verfügungsobjekt Kind führt nicht zur Verpflichtung des Umgangs, womit der Aspekt „Identität des Kindes“ auch zum freien Verfügungsobjekt degradiert wird.

        • Alexander schreibt:

          Georg, hör‘ auf, hier sinnfrei rum zu schwadronieren…
          Das “Zugriffsrecht“, wie du es hier nennst, des Vaters auf das Kind impliziert bei Weitem nicht ein juristisch DURCHSETZBARES Umgangsrecht.
          Was möchtest du eigentlich mit deinen Kommentaren bezwecken?
          Übrigens, die Identität eines Kindes ist einzig und allein Verfügungsobjekt der Mutter.

          • Georg Reischel schreibt:

            Mir ist schon bewußt, dass ich auf euren Blog nichts zu suchen hab. Da bin ich wie eine nervige Stubenfliege. Sorry. Aber es gibt für euch ja die Möglichkeit, Kommentare nicht freizuschalten. Ihr habt es also in der Hand.

            Sinnfrei schwadronieren?

            Das ist aber leider euer Grundproblem, weswegen es euren Blog gibt. Der Vater ist unbemerkt der mögliche nicht Vater. Und wenn ein DNA Test den Vater bestätigt, heißt das eben nicht, dass er auch ein Vater ist. Und das noch aus allerlei Gründen. Und immer hängt die Mutter dazwischen. Und wenn ein DNA Vater anderweitig Kinder zeugt, ist das halt kein Kuckucksvater – Thema. Und die einfachste Lösung, das man einer Frau kein Kind unterschieben kann, gilt nicht. Matthias Reim (Sänger) hat 6 Kinder von fünf Frauen, so steht es in Wikipedia. Ich vermute jetzt einfach mal, dass die Frauen die Kinder an der Backe haben. Ein eigenartiges Haben, echt „sinnfrei“. Eine Frau bekommt ein Kind (einfach) und dem steht ein Familienministerium und Familiengerichte gegenüber (höchst kompliziert). Was das für Gelder kostet, während die Mutter ihren Job kostenlos erledigt. Ich sehe keine Möglichkeit, das man dort mit gesetzlichen Mitteln Sinn reinzubringen.

            • Alexander schreibt:

              @Georg
              Blödsinn, absoluter Blödsinn was du hier schreibst.
              Ein Mutter bekommt doch wohl ein Kind immer noch freiwillig, oder?
              Auch hat sie (und nur sie) das Recht, auf Abtreibung.
              Zeig mir mal eine Frau, welche nicht gern ein Kind bekommen möchte…
              Und wenn einer Frau die Arbeit, welche ein Kind verursacht, nicht machen möchte, dann kann es das Kind auch zur Adoption freigeben.
              Geht alles Georg, geht alles…!
              Also deine Kommentare zielen doch eindeutig in eine Sackgasse.
              Mir ist nur nicht so recht klar, WAS du hier auf diesem Blog bezwecken möchtest.
              Klärst du mich bitte auf?

            • Georg Reischel schreibt:

              @alexander
              Wie schon gesagt, nervige Stubenfliege. Und ich habe auf eurem Blog nichts zu suchen. Ich dachte auch, dass mein letzter Kommentar nicht freigeschaltet wird, weil ich euch darauf hingewiesen hatte. Nun gut.

              Erklärungsversuch: Das subjektive Erlebnis, wenn man erfährt, dass man ein „Kuckucksvater“ ist, greife ich nicht an und will es auch nicht.

              Ich greife die Vaterschaft als solche an, weil es sie nicht gibt. Vorausgesetzt natürlich, dass man die Vaterschaft biologisch begründen will. Die Vaterschaft im Sinne einer kulturellen Konvention ist damit nicht gemeint. Und da ihr von einem derartigen Rechtsstatus ausgeht, dass ich richtig drollig dabei werde, spiele ich die nervige Stubenfliege. Dabei versuche ich natürlich argumentativ zu bleiben oder zu sein. Ich meine zumindest nicht das Wort „Blödsinn“ benutzt zu haben. Ich habe auf meinem Blog einen Eintrag „Stichwörter“, der 58 Stichworte gegen die Gültigkeit der geschlechtlichen Fortpflanzung auflistet und somit gegen den Samen, gegen die Befruchtung, gegen die Zeugung, gegen die Schwängerung und somit gegen die Vaterschaft als Folge davon. Ihr als Kuckucksväter seid nicht direkt gemeint. Aber euer „Rechtsstatus“ schon eher. Sei’s drum.

              Das reicht erst einmal. Ich bin auf google+ zu finden unter Georg Reischel mit dem Logo einer Burg. Dann muss ich nicht euren Blog verunreinigen.

            • Fiete schreibt:

              Noch ne extrem steile These, geradezu revolutionär:
              „Ich greife die Vaterschaft als solche an, weil es sie nicht gibt. Vorausgesetzt natürlich, dass man die Vaterschaft biologisch begründen will.“
              Ach? Ein Kind hat also keinen Vater? Jungfernzeugung?
              Im Ernst:
              Daß beide Eltern nunmal Biologie sind, ganz egal wie man das „begründen“ möchte, erkennst Du also nicht an.
              Ein Antinaturalist, ganz was seltenes!

              Also, hier in der normalen Welt, gibt es schon seit Jahrmillionen Kinder, seit einigen zehn- o. hunderttausend Jahren auch menschliche, je nach Definition.
              Und, ob Du es anerkennst, oder auch nicht, die haben alle exakt zwei Eltern, ausnahmslos.
              Das ist übrigens einer der Kernpunkte, auf denen die Charta der allgemeinen Menschenrechte basiert, die Eleonore Roosevelt kurz nach WW II mal iniziiert hat. Daraus wurden, um es noch ein wenig zu konkretisieren, die Kinderrechte ( und zwar als vorrangig zu beachten ) abgeleitet. Beide Werke sagen eindeutig aus, daß es Rechte gibt, die auf Naturzuständen beruhen, weil es sie schon immer als solche gab. Das sind die sog. Naturrechte. Und eines der höchsten Überhaupt, ist das Recht des Kindes auf seine Eltern.
              Ein vorstaatliches Recht, das man wohl als solches feststellen, nicht jedoch verhängen oder entziehen kann, weil es per se existiert.
              Und nu kommst Du und sagst, daß es gar keine Eltern gibt?
              Und versuchst scheinbar daraus abzuleiten, daß es somit auch keinen Vater und keine Mutter gibt, das Kind also auch kein Recht auf sie haben könnte.

              Ich vermute mal, daß Du da auf einer feministischen Hypothese, die in der Wissenschaft übrigens als grober Unfug betrachtet wird, aufzupfropfen versuchst. Nämlich, daß es völlig egal wäre, wer ein Kind erzieht.

              Nunja, von solchen Thesen haben auch schon Hitler, Stalin, Honecker, Mao und einige weitere Diktatoren geschwärmt, sie haben sich aber stets als irrsinnig erwiesen. Resultat waren immer Massen von schwerst verhaltensgestörten Kindern, die auch ihr ganzes Erwachsenenleben lang schwerste Defizite mit sich herumschleppten.

              Die Gründe sind simpel:
              A – braucht ein Kind eine ganze Menge mehr, als irgendeine Erziehung nach Lehrbuch, es muß unter recht bestimmten Bedingungen aufwachsen und unterstützend und fördernd großgezogen werden. Und dazu gibt es als Mindestforderung exakt zwei kompetente Personen, nämlich

              B – die Eltern, seine Eltern!
              Die sind i.d.R. am besten geeignet, das sicherste Bindungserlebnis und nahtlos daraus folgend die beste soziale Grundbildung zu garantieren.

              Sagt die Wissenschaft
              sagt der gesunde Menschenverstand
              sagen zigtausend Jahre elterlicher Erfahrung

              Kurz gesagt: Deine Thesen sind frei und vollkommen substanzlos phantasiert und bauen auf Unfug auf.
              Wobei ich hier, der Einfachheit und Übersicht halber, die weitere Familie und das gewachsene äußere soziale Umfeld mal unerwähnt gelassen habe, obwohl sie natürlich eine wichtige Rolle spielen.

              Aber nun, Du negierst ja auch die Genetik selbst:
              „Und wenn ein DNA Test den Vater bestätigt, heißt das eben nicht, dass er auch ein Vater ist.“
              Doch! Exakt das heißt es!
              Einen anderen Vater kann das Kind nicht haben.
              Ich vermute mal, daß Du irgendwelche rein umgangssprachlichen Vehikel, mit der Realität verwechselst, also den Unterschied zwischen Original und Surrogat nicht verstanden hast.
              Ein sog. „Ziehvater“, ein „Herbergsvater“, ein „Vater des Grundgesetzes“, sind lediglich sprachliche Krücken, um einen Ausnahmezustand möglichst kurz an einem hinkenden Vergleich zu beschreiben.
              Ein Herbergsvater z.B. ist kein Vater, sondern eher eine Art Kindergärtner, ein kurzfristig von den Eltern erlaubtes Surrogat also.
              Ein Vater des Grundgesetzes ist überhaupt nicht notwendigerweise Elternteil, er braucht noch nichtmal ein Mann zu sein, er kann eine 70jährige Jungfer sein, die mit Kindern nie etwas anfangen konnte oder wollte. Also noch nicht mal ein Surrogat, sondern lediglich eine ganz krumme rein populärsprachliche Krücke.
              Und auch ein Ziehvater ist nicht Vater, sondern entweder Adoptierender, der ein elternloses Kind aufzieht, oder neuer Partner der Mutter. Also bestenfalls ein Surrogat.

              Das können alles ganz nette Menschen sein, die sich gern und gut um das Kind künmmern, aber Vater dieses Kindes wird keiner davon.
              Denn der ist nunmal ein rein biologisches Faktum, nämlich eben der Vater des Kindes und sonst ist es niemand.

              An noch anderer Stelle schreibst Du etws von einem „Zugriffsrecht“ des Vaters.
              Hallo?
              Wie soll man ein Kind aufziehen, auf das man keinen „Zugriff“ hat? Schon mal darüber nachgedacht? Dieses „Recht“ hat die Mutter selbstverständlich auch. Genauer gesagt, ist es gar kein Recht sondern eine Pflicht, festgehalten u.a. im Art. 6 ( 2 ) GG und den höheren Rechten. Es ist ein Recht des Kindes, das umzusetzen die Eltern verpflichtet sind. Beide in gleichem Maße. Ihr höchstes Recht in D. ist es, dieser Pflicht nachzukommen. So etwas nennt man „Pflichtrecht“ in der Juristik .

              Und das ist gut so ( s.o. )!

              Auch behauptest Du, nur die Mutter müßte das Kind umsonst aufziehen.
              Nö!
              Keineswegs, im Gegenteil. Zunächst ist es ja nicht umsonst, ein Kind durch das Leben zu begleiten, sondern in der Regel vom bestmöglichen Erfolg gekrönt, nämlich der Tatsache, daß das Kind irgendann erwachsen wird und seinen eigenen Weg gehen kann.

              Aber vermutlich wolltest Du unterstellen, die Aufzucht des Kindes wäre sozusagen gratis, w.h.: niemand zahlt der Mutter einen Geldlohn dafür.
              Auch da liegt Du diametral falsch!
              Zunächst mal ist festzuhalten, daß es, wenn überhaupt, die Väter sind, die i.d.R. nichts für die Aufzucht der Kinder bezahlt bekommen ( bis aus Ausnahmen ), die Mütter aber fast immer.
              Im Trennungsfall wird sogar ganz selbstverständlich verlangt, daß der Vater, zusätzlich zu seiner Elternpflicht, die er i.d.R. selbst zu finanzieren hat, auch noch die Mutter bezahlt, wenn auch nominal über das Kind.

              So wird es in der deutschsprachigen Rechtsprechung üblicherweise gehandhabt, z.T. sogar entgegen der Wortlaute der entsprechenden Gesetze und noch öfter gegen geltendes Recht.

              Also bitte, wenn Du hier kommentieren möchtest, dann gebe Dir doch nächstes mal ein wenig Mühe und überlege zunächst was Du überhaupt zum Ausdruck bringen möchtest, ob das gewünschte irgendeinen Realitätsbezogenen Sinn macht und wie man es einigermaßen sachlich formulieren kann, okay?

            • Georg Reischel schreibt:

              @Max (für Fiete)

              1) Stubenfliegen – Kind
              2) Grizzlybären – Kind
              3) Vogel – Kind
              4) Menschen – Kind

              An diesen vier verschiedenen Beispielen erkennt man gut, welches Mutterbild und/oder welches Vaterbild jeweilig angewendet wird.

  3. Georg Reischel schreibt:

    An Max
    Wichtig!
    War es dieselbe Charge der vom Freund besorgten Samenspende und war es derselbe Artzt? Das mehrere Versuche notwendig würden bis es klappt, war wohl allen klar. Die Zustimmung des Freundes galt eindeutig einem anzunehmenden Kind, der Same war nur das Mittel zum Zweck. Und dem Freund war von Anfang an bewußt, das es nicht beim ersten Mal geklappt hatte und dann wird sie dennoch schwanger.

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Die Lösung dieser Geschichten liegt darin, dass der Gesetzgeber klare Gesetze schafft, die die Identität der Kinder schützen. Das kann nur erreicht werden, indem der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) eingeführt wird, Vaterschaftsanerkennungen nur in Zusammenhang mit einem Vaterschaftstest erfolgen können und alle anderen Situationen wie Adoptionen behandelt werden. Das bedeutet, dass dann Samenspende etc. von da an vernünftig dokumentiert stattfinden und so die Kinder im Erwachsenenalter recherchen über ihre Herkunft anstellen können. Der Willkürlichkeit der Vaterschaft gehört ein Ende gesetzt.

      • Georg Reischel schreibt:

        Bei jedem Artikel in einer Zeitung entdecke ich bei näherem Hinsehen, dass immer wichtige Informationen fehlen. Sei’s drum!

        Deine Idee, dass bei Geburt grundsätzlich ein DNA – Test zu machen ist, ist mir klar. Als Frau/Mutter würde ich das vielleicht sogar akzeptieren. Allerdings nur unter der unabdingbaren Voraussetzung, dass auch alle fremdgehenden Männer dingfest gemacht werden. Oh, das wird ein riesen Spaß!!!

        • Fiete schreibt:

          „Allerdings nur unter der unabdingbaren Voraussetzung, dass auch alle fremdgehenden Männer dingfest gemacht werden“
          Genau das wird ja hier auch gefordert. Denn ein Vaterschaftstest ist ja nichts anderes, als der Versuch zu „Dingfestmachung“ des tatsächlichen Vaters, resp. zunächst zur Falsifizierung des Nichtvaters, beizutragen.
          Damit rennst Du hier also offene Türen ein.
          Nur sind es eben sehr oft die jeweiligen Mütter, die derartiges zu verhindern versuchen, sei es, weil sie jemanden anders für finanziell lohnenswerter erachten, sei es weil sie den Vater unsympathisch finden, oder was auch immer.
          Das ist dann das klassische Kuckuckskind.

      • Max Kuckucksvater schreibt:

        Auch der Jurist Prof. Dr. Dr. Herbert Grziwotz fordert die Aktualisierung der veralteten Vaterschaftsgesetze. (Quelle: Legal Tribune Online – lto.de)

        … Kinder brauchen aber nicht nur „Zahleltern“. Deshalb sollte der Gesetzgeber das der Lebenswirklichkeit nicht mehr entsprechende deutsche Abstammungsrecht der Kinderwunscherfüllung im Wege der modernen Fortpflanzungsmedizin anpassen. Dies ist zum Schutz der Kinder längst überfällig.

      • Alexander schreibt:

        @Max
        Sperr bitte den Georg.
        Ich kann mir solch einen gequirlten, vermeintlich! intellektuellen Dünnschiss, nicht durchlesen.
        Nach wie vor verstehe ich nicht, worum es Herr Reischel hier geht.
        Hat er Elternprobleme? Ist er adoptiert?
        Darf er sein Kind nicht sehen? Ist er vielleicht impotent?
        Fragen über Fragen….

        “Wie schon gesagt, nervige Stubenfliege. Und ich habe auf eurem Blog nichts zu suchen. Ich dachte auch, dass mein letzter Kommentar nicht freigeschaltet wird, weil ich euch darauf hingewiesen hatte. Nun gut.

        Erklärungsversuch: Das subjektive Erlebnis, wenn man erfährt, dass man ein “Kuckucksvater” ist, greife ich nicht an und will es auch nicht.

        Ich greife die Vaterschaft als solche an, weil es sie nicht gibt. Vorausgesetzt natürlich, dass man die Vaterschaft biologisch begründen will. Die Vaterschaft im Sinne einer kulturellen Konvention ist damit nicht gemeint. Und da ihr von einem derartigen Rechtsstatus ausgeht, dass ich richtig drollig dabei werde, spiele ich die nervige Stubenfliege. Dabei versuche ich natürlich argumentativ zu bleiben oder zu sein. Ich meine zumindest nicht das Wort “Blödsinn” benutzt zu haben. Ich habe auf meinem Blog einen Eintrag “Stichwörter”, der 58 Stichworte gegen die Gültigkeit der geschlechtlichen Fortpflanzung auflistet und somit gegen den Samen, gegen die Befruchtung, gegen die Zeugung, gegen die Schwängerung und somit gegen die Vaterschaft als Folge davon. Ihr als Kuckucksväter seid nicht direkt gemeint. Aber euer “Rechtsstatus” schon eher. Sei’s drum.

        Das reicht erst einmal. Ich bin auf google+ zu finden unter Georg Reischel mit dem Logo einer Burg. Dann muss ich nicht euren Blog verunreinigen.“

        Lies dir das bitte durch!
        Welchen Informationsgehalt bringt dieser Text?
        Oder verstehe ich es nur nicht?
        Bitte um Aufklärung…

        • Max Kuckucksvater schreibt:

          @Alexander

          tatsächlich sind Georgs Positionen, dass es Väter nicht gäbe etc., bizarr. Seine Postings haben tatsächlich mit der Thematik wenig bis gar nichts zu tun. Dennoch wollte ich ihm die Möglichkeit lassen sich zu äußern.

          @Georg
          wenn Du noch etwas konstruktives beitragen möchtest, bist Du weiterhin willkommen. Bitte lasse aber die ganzen Themeneinstreuungen, die vom eigentlichen Thema ablenken aus. Es gibt sicherlich Foren, die für Dich besser geeignet sind, als dieser hier.

  4. Georg Reischel schreibt:

    Ich habe den Artikel vor mir liegen (Westfälischen Volksblatt)
    Und da steht „Das Kind konnte nur durch die Einwilligung des Mannes gezeugt und geboren werden“, was ich so verstehe, dass eine Frau ohne Begleitung eben keine Samenspende erhält.
    Ich vermute, dass du deinen Kommentar schlicht streichen kannst.

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Zitat aus der Pressemitteilung des BGH:

      …Nach den Feststellungen des Oberlandesgerichts gab es im Dezember 2007 und Januar 2008 weitere einvernehmliche Versuche, von denen der letzte zum Erfolg führte. Der Beklagte hat seine Beteiligung an den weiteren Versuchen bestritten.

      In diesem Fall erhielt die Frau offenkundig OHNE seine Begleitung die künstliche Befruchtung. Sonst wäre seine Zustimmung nicht strittig.

      Wenn in Deutschland die künstliche Befruchtung durchgeführt wird, so gibt es keine gesetzliche Verpflichtung, die Zustimmung des Partners einzuholen. Es gibt bisher lediglich Richtlinien der Bundesärztekammer, die keine bindende Wirkung haben.

      Es gibt aber auch Ärzte, die bei Alleinstehenden oder Frauen mit Partnerin Inseminationen durchführen.

      Zitat aus taz.de

      Wenn der Mann unstrittig den weiteren künstlichen Befruchtungsversuchen zugestimmt hätte, dann hätte er die moralische Verpflichtung, die Vaterschaft anzuerkennen und die sich daraus resultierende Pflicht finanziell aber auch als sozialer Vater einzustehen. Hauskauf, Hochzeit, Scheidung … all diese Dinge sind nur mittels amtlicher Abläufe rechtmäßig. Aber eine Samenspende, die einer Adoption gleichkommt, die soll sich wie auf dem Viehmarkt abwickeln lassen können?

      • Max Kuckucksvater schreibt:

        Auf Rechtslupe.de fand ich folgende Passage:

        „… Die Erklärung des Mannes bedarf nach Auffassung des Bundesgerichtshofs keiner besonderen Form, was der bewussten Entscheidung des Gesetzgebers in § 1600 Abs. 5 BGB entspricht. …“

        Das heißt, dass es bereits ausreichen kann, wenn die Kindsmutter dem Mann eine subtile Zustimmung unterstellt. Da geht der Gesetzgeber und der BGH zu weit und vor allem gegen jegliches gesundes Rechtsverständnis.

    • Alexander schreibt:

      @Georg
      Dir fehlen schlicht und ergreifend einige Informationen. Wichtige Informationen.

  5. Alexander schreibt:

    Was bedeutet diese Entscheidung eigentlich in Folge?
    Ist das Kind nun auch voll erbberechtigt?
    Oder bezieht sich alles nur auf die Unterhaltspflicht des “Vaters“?
    Und noch weiter…bei unverheirateten Paaren müsste ja nun logischerweise auf eine Vaterschaftsanerkennung verzichtet werden können.
    Eine formlose Anerkenntnis (muss ja noch nicht mal schriftlich vorliegen) für das Kind Sorge tragen zu wollen, sollte dann ja auch ausreichend sein, um Vater zu werden!
    Verkehrte Welt langsam!

  6. Norbert Potthoff schreibt:

    Wir brauchen Standardformulare.
    Darf ich in Ihren Ausschnitt schauen? Unterschreiben Sie bitte hier.
    Darf ich etwas zu ihrem Busen sagen? Unterschreiben Sie bitte hier
    😉

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