Kuckucks-News vom 31.08.2015


Kurzmitteilungen aus der Kuckuckswelt

Ab jetzt im K-Blog!

Auf Examensrelevant.de – einer Webseite für angehende Juristen – wird der Auskunftsanspruch des Scheinvaters über sexuelle Beziehungen der Mutter behandelt. Obwohl der Text im trockenen Juristendeutsch verfasst wurde, ist er auch für den interessierten Laien recht gut zu lesen.

Schwarz, weiß, gelb oder doch ganz bunt? Wie wichtig die Hautfarbe manchen ist, kann man an einer Diskussion in Amerika machen. Es geht um den Aktivisten Shaun King, der für die Rechte von Afro-Amerikanern kämpft und von sich selbst sagt, dass er eben diese Wurzeln habe. Nun fand jemand von breitbart.com heraus, dass dieser kaukasischer Abstammung sei.  Zuerst wollte Shaun keine Stellung dazu beziehen, um seine Mutter nicht zu belasten. Doch dann teilte er einem Journalisten von CNN mit, dass er zwar auf dem Papier keine afroamerikanischen Wurzeln habe, aber seine Mutter eine Affäre innerhalb der Ehe mit einem Farbigen gehabt hätte. Er sei deswegen in seiner Kindheit als Bastard etc. in seinem Wohnort beschimpft worden.

„Die Unterhaltsabzocke für Kuckuckskinder“ ist vor einigen Tagen in „Das Männermagazin“ von Detlef Bräunig aka Leutnant Dino veröffentlicht worden.
Die meisten werden ihn als den „dreistesten Unterhaltspreller Deutschlands“ oder als „Rabenvater“ kennen, als denen ihn die deutschen Medien präsentieren. So zuletzt auch bei Maischberger, wo er sich herausragend gehalten hatte, obwohl er dort augenscheinig vorgeführt werden sollte. Auch der linksliberale Männer- und Menschenrechtler Lukas Schoppe hatte in seinem Blog „man-tau“ eine herausragende Analyse zur Sendung und dem darauffolgenden Medienecho veröffentlicht.
Bräunig und vor allem sein Männermagazin scheidet die Geister und deswegen sei jeder vorgewarnt, der den Artikel über die Unterhaltsabzocke zu lesen beabsichtigt. Denn nicht wenige halten ihn für einen Frauenhasser und Frauenverachter, andere für einen Mann, der sich zu recht gegen deutsches Familienunrecht wehre und andere wiederum für jemanden, der einen brachialen Sinn für Sarkasmus, Überzeichnungen und schwarzen Humor habe. Wer sich ein recht umfassendes Bild machen möchte, dem empfehle ich den Artikel über Detlef Bräunig auf Wikimannia.

Gestern Abend lief im ZDF der Film „Sommer der Wahrheit„, in dem es um die Vertuschungsversuche einer Kuckucksmutter geht. Es ist die Verfilmung des Romans „Sommer der Liebe“ von Katie Fforde. Wer sich das Melodrama aus der ZDF-Sonntagsfilmreihe anschauen möchte, der wird in der ZDF-Mediathek fündig werden. Ob die Kuckucksmutter nur die besten Absichten hatte, also so ganz uneigennützig und doch nur zum Wohl des Kindes und des Scheinvaters? Wenn jemand ihn sich angesehen hat bzw. ansehen sollte, würde ich mich über eine Filmkritik hier unten in den Kommentaren freuen.

Und wo wir beim Fernsehen sind: Richter Hold hat sich nun auch wieder der Kuckuckskindthematik gewidmet. Diesmal geht es in der pseudo-dokumentarische Gerichtsshow von Sat.1 um die Frage, ob der gesetzliche Vater seine Tochter entführte, weil er nicht wahr haben wollte, dass sie nicht seine leibliche Tochter sei.

Du hast eine neue Meldung aus der Kuckuckswelt gefunden? Dann  sende diese bitte an kuckucksvater@hotmail.com oder hinterlasse einen Link dazu unten in den Kommentaren.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe gefunden hatte, habe ich dieses Blog gegründet. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Gesellschaft über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither sind sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern entstanden. Der Austausch mit ihnen hat mir geholfen, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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Eine Antwort zu Kuckucks-News vom 31.08.2015

  1. Petra Scholz schreibt:

    Man kann nur hoffen, dass sich „das Blatt letztlich wendet“ und endlich eine Richtlinie, im Sinne der Scheinväter, wie auch der Kuckuckskinder zum Tragen kommt.

    Eine sogenannte „Schonung“ der betreffenden Mütter, die seit dem kürzlichen Beschluss den leiblichen Vater, bzw. ihre sexuellen Kontakte nicht mehr nennen muss, ist genau das Gegenteil von den ursprünglichen, patriarchalischen Strukturen, unter denen in erster Linie Kinder und Frauen,- aber auch Männer leiden und gelitten haben.

    Wenn einige auch glauben, jene Strukturen zu durchbrechen, indem „der Spieß einfach umgedreht wird“, sind sie ebenso auf einem Irrweg.
    Unabhägig ob die Strukturen unter patriarchaler,- oder matriarchaler Vormachtsstellung sind, beides ist Gift für uns alle.

    Ich kann mir gut vorstellen dass manche sogar glauben, eine durch das Matriarchat geprägte Struktur sei besser, da vom weiblichen Geschlecht weniger Agressionspotential ausgehe.

    Das mag in manchen Punkten richtig sein, doch letzten Endes verbirgt sich hinter dieser Form ebenso Gewalt, zumal Menschen unterschiedlich sind und es auch jene Frauen gibt, die glauben, es jetzt den Männern mal so richtig zeigen zu können, dass sie Dinge im Griff haben, hinter dessen Gedanken sich auch ein Stück Übermut oder auch Hass verbirgt, mit dem Gedanken, endlich über das Patriarchat gesiegt zu haben.

    Was dabei herauskommen kann, sieht man ja bereits an jenen Müttern, die meinen, ihren Kuckuckskindern den Vater vorenthalten,- um so ihren Fehltritt verheimlichen zu können und darüber hinaus die betreffenden Väter zu entrechten, wie auch um der Fassade Willen, Freund oder gar Ehemann zu „hörnen“.

    Stattdessen wäre es angebracht, dass sich Mann und Frau nach ihrem jeweiligen Wesen hin ergänzen, ohne dass es eine jeweilige Vormachtsstellung braucht. Das ist,- wie ich glaube, gut möglich und entspricht wohl auch eher der Natur, im Gegensatz zu einer strukturierten Vormachtsstellung.
    Einige Lebewesen zeigen uns diesbezüglich so Einiges auf.

    Der weitere Aspekt ist „die gute, alte, heile Welt“, hinter welcher sich bis heute noch unzähliges Leid verbirgt: Kinder und/-oder Ehemänner/Väter die für das Verhalten derjenigen Mütter, wie auch jener Elternpaare in jeglicher Form büßen müssen und insgeheim als ungewollte Sündenböcke herhalten und darüber hinaus eine Lüge gewahrt wird, die weiteres Leid produziert.

    Dies kann später mit schlimmsten Folgen verbunden sein, über dessen Ursachen,- sind sie erst einmal geschehen,- kaum einer darüber spricht. Stattdessen ist es leichter, den möglich späteren Straftäter zu dämonisieren und mit Fingern auf ihn zu zeigen, insgeheim meist deshalb, um eigenen, bisherigen Frust verdrängt- und „endlich“ einen Sündenbock gefunden zu haben, wo man ihn „legal“ rauslassen kann und sich darüber hinaus noch sicher ist, Fürsprecher auf der Seite zu haben.

    Dass sich oft dahinter Verlogenheit verbirgt, die plötzlich über einer Gesellschaft wie ein Damoklesschwert hängt, die durch eine solche Lüge geprägt wird, möchte anscheinend auch die Politik nicht wahrhaben, die stattdessen lieber an einem, mittlerweile, über 100 Jahre alten Gesetz festhält, welches längst nicht mehr zeitgemäß ist und inzwischen wohl die Mehrheit der Bevölkerung unvorstellbar findet und entgegen des Gesetzgebers ablehnt.

    Demnach darf sich auch jenes Gesetz nicht durchsetzen, dass Müttern das Recht gibt, den wahren Kindesvater zu verschweigen.

    Dies würde zu weiteren Ausuferungend Leid führen und Unrecht begünstigen.

    Hingegen sollten jene Müter auf ihre Verantwortungspflicht gegenüber ihren Kindern hingewiesen werden, anstelle dass man ihnen per Gesetz noch ein Sonderrrecht zur Begünstigung einer Lüge einräumt. Das ist krotesk.

    Vielen Dank.

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