Ich bin schwanger und habe Angst – Kuckucksmutter, das war ich mal – Teil 2 – von Lea Freundt


Erlebnisbericht

Kuckucksmutter, das war ich mal von Lea Freundt

Letztes Jahr im April meldete ich mich bei ihm und dachte, dass ich nach einem Jahr alles überwunden hätte und wollte den doch schlechten Abschluss für mich bereinigen. Wie es das Schicksal so wollte, war nix vergessen und schon gar nicht vorbei. Die Gefühle waren wieder da. Ich dachte mir damals, dass ich es nochmal probiere und in die Sache einfach stärker hineingehen müsste. Dass ich meine Vergangenheit bezüglich des fehlenden Vertrauens bekämpfen müsste. Ich wurde schwanger. Ich hatte solche Angst. Angst davor, dass wir es nicht schaffen würden, dass ich es nicht schaffen würde. Ach, ich hatte Angst vor allem damals. Dazu muss ich sagen, dass ich bereits einen Sohn habe und diesen schon mehr oder weniger allein großziehen musste und die Frage war, ob ich das nochmal schaffen würde, wenn wir es nicht schaffen würden.

Ich habe niemanden mehr. Keine Familie, keine Mutter, keinen Vater oder irgendwen, mit dem ich mich hätte austauschen können. Also stand ich mit meinen Sorgen mehr oder weniger alleine dar. Er meinte damals, dass ich ihm vertrauen solle und dass er, egal was passieren würde, immer da sein wird. Naja, da diese Aussagen für mich nur glaubwürdig nach Taten sind, hat mich das nicht wirklich beruhigt. Ich bat damals darum, seine Mutter anzurufen. Sie war älter und weiser als wir beide und ich hatte das Bedürfnis, eine Mama zu sprechen. Diese freute sich und meinte auch, dass ich mir keine Sorgen machen müsste und dass sie immer da sein werden. Also waren die Zweifel beiseite und ich vertraute. Die Beziehung lief nicht sehr gut und, egal wie hart ich an mir gearbeitet habe, ich konnte das, was er zuvor gesagt und mit mir getan hat, nicht vergessen.

Im nächsten Teil erzähle ich über den Verlauf meiner Schwangerschaft und …

Erster Teil meiner Geschichte: Ich hatte auch einmal Glück, dachte ich. – Kuckucksmutter, das war ich mal – Teil 1

Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe gefunden hatte, habe ich dieses Blog gegründet. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Gesellschaft über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither sind sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern entstanden. Der Austausch mit ihnen hat mir geholfen, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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