Das Leben meines leiblichen Vaters – Mutterliebe – Kapitel 11 – von Marion Prinz


geblieben ist ein Paßbild

Mäx und seine Tochter Marion Prinz auf einem Foto mittels Fotomantage vereint – Fotos & Fotomontage: Privat

Mäx ist auch in Schwaben geboren, kaum 45 Autominuten von meiner Wohnadresse entfernt. Sein Familienname hat ihn bei allen zu einem Italiener gemacht. Er hat ganz einfach einen typischen italienischen Namen.
Mäx ist das jüngste Kind von seinen zwei Geschwistern. Sein Vater ist in der Gefangenschaft verstorben. Ein Kriegskamerad hat 1948 die Nachricht der Familie überbracht. Seine Mutter war wie viele Frauen in dieser traurigen Zeit eine alleinerziehende Mutter. Mäx hat beim Mundinger in Krumbach Bierbrauer gelernt. Von 1961 bis 1963 hat er in Hamburg gelebt und bei der Elbschloss-Brauerei gearbeitet. Irgendwann in dieser Zeit haben seine Mutter und ihr Freund zusammen mit Mäx ein Lokal aufgemacht. Laut Sterbeurkunde wohnte er in Geislingen, Moltkestraße 3. Sein Bruder schrieb, Mäx wäre ein gläubiger sehr verlässlicher Mensch gewesen und hätte nichts auf die leichte Schulter genommen. Mäx hätte Probleme gehabt, mit denen er nicht fertig geworden ist. In der Sterbeurkunde steht, dass er am 26. Februar 1965 um 7 Uhr 15 Minuten in Hamburg tot aufgefunden worden ist.
Wieso wurde er in Hamburg tot aufgefunden? Seine Wohnung war doch in Geislingen. Hat er in Hamburg jemanden besucht? Vielleicht erschoss er sich in seinem Hotelzimmer, oder hat sich sogar erhängt?

Bisher hat sein Bruder auf weitere Fragen von mir nicht mehr reagiert. Ich möchte ihn nicht bedrängen oder unter Druck setzen. Ich hoffe auf die Freiwilligkeit und das Interesse, mich mal kennen lernen zu wollen. In meiner Vorstellung sehe ich Bilder: Es klingelt an meiner Haustüre und verwandte Menschen von Mäx stehen davor und möchten mich anschauen, denn es ist doch was sehr schönes, wenn Mäx durch mich und meine Söhne weiter lebt.

Mit dem Wissen um seine Tochter wäre er da freiwillig in den Tod gegangen? Warum hat er sich getötet und wie?

Wie immer glänzte mein Freund Gerhard mit einer wunderbaren Idee. Im Archiv des Hamburger Abendblattes entdeckte er zwei Artikel eines Unfallgeschehens vom 26.02.1965 und 01.03.1965.

Diese schrecklichen Artikel in der Zeitung werden beim nächsten Mal mein Thema sein.

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Serientitelbild zu

Mutterliebe – von Marion Prinz

Fortsetzung folgt ….

Voriges Kapitel: Mutter gibt die Wahrheit preis – Mutterliebe – Kapitel 10

Erstes Kapitel: Du bist ein Kuckuckskind! – Mutterliebe

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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Eine Antwort zu Das Leben meines leiblichen Vaters – Mutterliebe – Kapitel 11 – von Marion Prinz

  1. Petra Scholz schreibt:

    Mitunter ahnte,- oder wusste er mehr, als Du selbst erfassen kannst und offenbar hängt dies mit jenem Grund des Schweigens, Deiner Mutter, gegenüber Dir zusammen.

    Man scheint oftmals gar nicht zu erfassen, wie weit sich jenes Leid durch eine solche Lüge durchkreuzt- und es anrichtet.

    Ohne eine solche Lüge könnte derartiges, übergreifendes Leid erspart werden.

    Es ist zum Schreien, wenn Mütter letztlich so tun, als sei alles in Ordnung und insgeheim, ihrer Fassade wegen, rücksichtslos auf die Lüge beharren, dabei einerseits alle möglichen Folgen dieses verursachten Leids verdrängen, doch anderseits denen Ehrlichkeit anmahnen, die sie selbst von vorn herein schamlos betrügen.

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