Wie sage ich es meinem Vater? – Mutterliebe – Kapitel 9 – von Marion Prinz


Farbfoto

Marion mit ihrem Papa auf der Wörnitz – Foto: privat

Mit dem Vaterschaftstest wollte ich allen beweisen, dass mein Papa mein Vater ist und somit die jahrelangen Gerüchte vom Tisch sind.
Mein Freund Gerhard suchte im Internet ein zertifiziertes Qualitätslabor bei München aus und forderte das Material an. Im zugesandten Päckchen befanden sich die Anleitung zur Durchführung,  vier Mundstäbchen und drei Umschläge. Zu unserer Identität benötigte das Institut eine Geburtsurkunde, eine Kopie des Personalausweises, ein Foto von uns und unser beider Unterschriften.

Ich machte mir sehr viele Gedanken darüber, wann und wie ich es meinem Vater mitteilen sollte. Dabei war es so einfach. Nach endloser langer Einleitung, meinerseits zeigte sich mein Vater über das Anliegen einen Vaterschaftstest durchführen zu wollen, sehr erleichtert. Er habe seit meiner Geburt vermutet, dass ich nicht sein Kind sei. Er hat die Ratschläge seines Arztes befolgt und mich als wäre ich sein eigenes Kind angenommen. Er habe sich nicht getraut mit mir darüber zu reden und möchte jetzt im Alter endlich Gewissheit haben.

Mein Arzt entnahm  die Speichelproben und sendete den Umschlag an das Institut. Nach knapp einer Woche erhielt ich das Ergebnis der Untersuchung in meinen Händen und fuhr damit zu meinem Vater. „Aufgrund der vorliegenden Untersuchungsbefunde ist Herr Franz Ewald Prinz als der biologische Vater des Kindes Marion Prinz auszuschließen“.

Mein Papa ist nicht mein Papa!

Seine Schwester, die Traudl, meine Taufpatin ist nicht meine Tante. Seine Eltern sind nicht meine Großeltern und ich besitze keine böhmischen Wurzeln! Die Hälfte meiner Verwandtschaft  gibt es nicht mehr. Meine Schwester hat mich nicht belogen, sondern die Wahrheit gesagt. Meine Mutter und auch meine Oma gaben mir nie eine Auskunft zum Entstehen des Gerüchtes. Alle wussten Bescheid und schwiegen darüber. Nur ich, die Hauptperson, wurde von allen nach Strich und Faden belogen und benutzt. Mein Vater ist so feige, lieber gibt er sich ein 51 Jahre altes Rätsel, als  sich Gewissheit und Klarheit zu verschaffen. Meine ganze Familie, oder Nicht-Familie ist verlogen. Es ist so, als hätte jeder nur an sich gedacht und ich bin nicht wichtig. Ich bin ein Nichts und spielte nie eine Rolle in ihrem Scheißleben. Die wichtigste Person in meinem Leben hat sich und mich betrogen und das kann ich ihm noch nicht verzeihen. Als nächstes informierte ich meine ahnungslose Mutter  über  den Vaterschaftstest und über das Ergebnis.

Aber darüber das nächste Mal.

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Serientitelbild zu

Mutterliebe – von Marion Prinz

Fortsetzung: Mutter gibt die Wahrheit preis – Mutterliebe – Kapitel 10

Voriges Kapitel: Familienaufstellung führt zum Vaterschaftstest – Mutterliebe – Kapitel 8

Erstes Kapitel: Du bist ein Kuckuckskind! – Mutterliebe

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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15 Antworten zu Wie sage ich es meinem Vater? – Mutterliebe – Kapitel 9 – von Marion Prinz

  1. Manfred W. schreibt:

    Ich kriege eine Hassattacke, wenn ich Kommentare wie die von Marian lese, die mit dümmlichen Suggestivfrage die faktische Realität versuchen wegzuwischen.

    Ist dein Vater nun nicht mehr dein Vater, bloß weil er „biologisch“ nicht an deiner Zeugung beteiligt war?

    Was soll denn die dämliche Frage „Ist dein Vater nun nicht mehr dein Vater?“ Nein! Er war nie der Vater, das ist doch jetzt bewiesen. Man ist nicht ERST Vater und dann nach einem negativen Vaterschaftstest NICHT MEHR – man – war – es – nie!!! Und was heißt hier „bloß biologisch“? So reden Genderisten, die alles Biologische abwerten und despektierlich darüber reden. Und was heißt hier „bloß an der Zeugung beteiligt“? Fakt ist, das gerade die Zeugung und nur die Zeugung einen Mann zum Vater eines Kindes machen. Alles anderes ist dummes Gerede, leeres Gequatsche, Selbstbetrug, Täuschung.

    Was ist denn so ein Akt verglichen mit einem langen Familienleben?

    Dumm nur, dass der Akt über alles entscheidet: Vater sein, oder nicht Vater sein, das ist die Frage. Es handelt sich um eine „lange FamilienLÜGE“, nicht um ein „langes Familienleben“.

    War er denn ein schlechter Vater?

    Nein, die Frage ist falsch. Man kann bei einem Toyota nicht fragen, „War er denn ein schlechter BMW?“ Und wenn ein Mann nicht der Vater ist, kann man nicht fragen, ob er ein schlechter Vater ist.

    Der Kommentar von Andreas ist genau so bescheuert:

    Betrogen wurdest Du. Ja. Aber Dein Papa hat Dich nie betrogen. Er hatte nie eine Wahl.

    Was für ein Blödsinn! Man hat immer eine Wahl. Beispielsweise die Wahrheit zu sagen und nicht feige zu schweigen. Und natürlich hat er das Kind betrogen: Er hat es um die Wahrheit betrogen.

    Wie Prinz Marion schreibt waren ihre Eltern durch diese Muss-Heirat mit den falschen Voraussetzungen 20 Jahre unglücklich. Die Mutter wollte sich umbringen und die Kinder mit in den Tod nehmen. Dann haben die Schwestern noch selbst einen Suizid versucht.

    Und da kommen so bescheuerte Kommentare wie „Ja, war Dein Vater nun nicht mehr Dein Vater“ und „Dein Papa hat Dich nicht betrogen“. Die Kommentatoren scheinen nicht ansatzweise zu begreifen, was da vor sich geht und wie dramatisch so eine Lebenslüge ist. Man tut einfach so, als wenn es unerheblich ist, wer der Erzeuger ist („Was ist schon ein Akt“) und ein Vater mal eben austauschbar ist. Nein, wie der Bericht von Prinz Marion ja wohl unmissverständlich zeigt, kommt es SEHR WOHL darauf an!

    Meine Mutter hat mich verlassen, als ich 2,5 Jahre alt war und beim Vater zurückgelassen. Der hat schnell erneut geheiratet und mir eine „neue Mutter“ vorgesetzt und meine richtige Mutter totgeschwiegen. Die gesamte Verwandtschaft hat mitgemacht und meine Mutter verschwiegen bis sie meine Erinnerung an meine Mutter zerbrochen, zerstört haben. Später habe ich mich dann über einen fremden Namen in meinem Geburtsschein gewundert.
    Niemand in meiner Familie (väterlicherseits, die mütterlicherseits ist mir unbekannt geblieben) fühlt sich verantwortlich oder schuldig. Im Gegenteil, mein insistierendes Nachfragen haben sie als ungebührlich und anmaßend zurückgewiesen.

    Prinz Marion, die Menschen sind grausam und besonders schlimm ist es, wenn diese grausamen Menschen die eigene Verwandtschaft darstellen.
    Prinz Marion, Du schreibst, er hätte aber bei meiner Volljährigkeit, oder spätestens nach der Scheidung, als das Gerücht sich verbreitete, dass Du nicht seine Tochter bist, ein Gespräch mit dir suchen und den Test veranlassen können. Ich bin völlig Deiner Meinung, dass Du ein Recht darauf hast zu wissen, wer dein Vater ist. Dieses elementare Recht hat man Dir verwehrt wie man mir verwehrt hat zu wissen, wer meine Mutter ist. Ich hasse es, wenn sich Leute anmaßen an meiner Stelle beurteilen und entscheiden zu können, was gut für mich sei, besonders dann, wenn man das Kindesalter hinter sich gelassen hat.

    Nach meinem Dafürhalten haben die beiden Kommentatoren nicht den Hauch eines blassen Schimmers, worüber sie sich anmaßen zu reden. Ich habe für diese Kommentare kein Verständnis. Ich habe im realen Leben mit dummen Kommentaren und wohlmeinenden Ratschlägen zu tun gehabt, ich bin da empfindlich und reagiere gereizt. Ich empfinde das als tiefgreifende Manipulation und extreme Fremdbestimmung meines Lebens.

    Was bleibt ist die bittere Erkenntnis, dass manche Menschen in ihrem Leben mit der Familie die Arschkarte gezogen haben. Dazu kommt, dass 99,5% der Menschheit nicht versteht und begreift, was das im Leben eines Menschen bedeutet. Das bedeutet zusätzlich, dass man damit alleine ist und bleibt. Tröstlich ist das wenig. Der KuckucksvaterBlog macht zumindest sichtbar, dass dieses Schicksal auch andere teilen. Auch wenn auch das wenig tröstlich ist, so ist es doch zumindest etwas.
    Leider huren zuviele Menschen rum, getrieben von ihrer Lust, ohne Rücksicht auf die Kinder, die dabei entstehen. Sie verschaffen sich ihre sexuelle Befriedigung und dann erleben die Kinder, dass nicht einmal die Charakterstärke da ist, ihnen die Wahrheit zu sagen und sich dem zu stellen. Ich empfinde tiefste Verachtung gegenüber Menschen, die sowas Kindern antun.
    Man sollte auf ihre Gräber pinkeln als Warnung an die Lebenden, dass man mit Kindern so nicht umgehen darf.
    Und wer diesen meinen Kommentar für überzogen und unanständig hält, der hat immer noch nicht begriffen, was man uns Belogenen und Betrogenen, die unserer Herkunft Beraubten angetan hat. Ich bin meiner Vergangenheit beraubt worden, da ist (aus Kindheitstagen) nichts. Nur die dumpfe und dunkle Erinnerung, belogen, verraten und verkauft worden zu sein.

    • Prinz Marion schreibt:

      Lieber Manfred!
      Du bist ein Schatz und verteidigst und beschützt mich wie ein großer Bruder. Es fühlt sich gut an wenn jemand für mich kämpft.

    • Marian schreibt:

      Ich staune, was für Hasstiraden mein kurzer Kommentar auslöste -. und was für Unterstellungen da auch gleich folgen (Was ist ein „Genderist“?)
      Und was die verschiedenen Väter und Papas angeht: Es wird doch auch hier nicht geleugnet, dass es einen „gesetzlichen Vater“ gibt, der nicht unbedingt der biologische sein muss – oder etwa nicht?

      Und es gibt auch die „soziale Vaterschaft“, die auch in meinem Bekanntenkreis vorkommt. Ich finde es durchaus nicht absurd, zu sagen, dass jemand, der Jahre und Jahrzehnte Vaterpflichten erfüllt und aus ganzem Herzen „sein“ Kind liebt deutlich mehr „Vater“ für das Kind ist als jemand, der evtl. nur mal einen ONS mit der Mutter hatte und sich nie für die Folgen interessiert hat (das ist im übrigen außerhalb der Kuckuckskinder-Blog-Bubble eine ziemlich normale Meinung!)
      Jemanden, der so vehement nur den biologischen Vater als Vater gelten lässt, könnte ich auch einen Biologisten nennen: nur Gene zählen, reales Familienleben mit allem Drum und dran ist nichts.
      Davon abgesehen bin ich dafür, dass Menschen erfahren, wer ihre biologischen Eltern sind.

      • Max Kuckucksvater schreibt:

        Hi Marian, der Vater eines Kindes ist der, der es gezeugt hat. Natürlich kann ein anderer Mann als Ersatz in die soziale Vaterschaftsrolle schlüpfen. Doch er wird immer nur ein Ersatz sein und niemals die Lücke ganz füllen können. Es ist ein Fehler, wenn man den Vater mit einem anderen Mann vergleicht und dann auch noch den anderen als „mehr wert“ betitelt. Vergleiche, wer mehr wert und bedeutender sei, sind in dem Fall nicht dienlich, auch außerhalb der Kuckuckvaterblogs-Bubble.
        Wenn Kinder der Vater im Leben fehlt, warum auch immer, dann ist es sehr erfreulich, wenn sie wenigstens eine Vaterfigur (Papa) finden, der Ihnen Schutz bietet und das Gefühl vermittelt, geliebt zu werden.
        Es ist erfreulich, dass Du Dich als Nichtbetroffener für die Kuckuckskindthematik interessierst und Dir dazu auch Deine eigenen Gedanken machst. Vielen Dank dafür und von uns ein herzliches Willkommen. Sorry, dass hier manchmal der Wind ein wenig heftig weht.

        • Marian schreibt:

          @Max Kuckucksvater:

          Tut mir leid, aber ich hab kein so dickes Fell, dass ich hier als Projektionsfläche für aufgestauten Hass herhalten möchte. Mal spontan eine etwas andere Meinung posten geht an vielen Orten einfach nicht mehr – ich finde das traurig, bin aber kein Kämpfer gegen Windmühlen. Wünsche dir noch alle Gute für dein Anliegen und dein Blog!

      • Fiete schreibt:

        Ach Marian, Deine Polemik ist einfach nur billig und verlogen.
        Ich zitiere mal:
        „und was für Unterstellungen da auch gleich folgen (Was ist ein “Genderist”?)“
        gefolgt von:
        „Jemanden, der so vehement nur den biologischen Vater als Vater gelten lässt, könnte ich auch einen Biologisten nennen: nur Gene zählen, reales Familienleben mit allem Drum und dran ist nichts.“
        Willst Du uns tatsächlich unterjubeln, daß ein Mensch, der primitivste feministische Textbausteine in eindeutiger Absicht ( Argumentum ad hominem ) verwendet, nicht weiß, was ein Genderist ist?
        Lächerlich!
        Es ist kein „Biologismus“ sondern eine einfache Tatsache, daß ein Kind exakt zwei Eltern hat, einen Vater und eine Mutter. Und es ist wissenschaftlicher Konsens in der gesamten westlichen Welt, daß diese beiden eben nicht mal eben gegen irgendein Surrogat austauschbar sind. Das hat mit einer „Filterbubble“ überhaupt nichts zu tun, im Gegrenteil, die Weigerung der Feministen/Genderisten diese Tatsache zu akzerptieren und ihre Vorgehensweise irgendwelche esotherischen „Regenbögen“ und „Flickenteppiche“ als „der Familie überlegen“ zu beschwören, ist nur aufgrund ihrer hermetischen Weltsicht ( ergo: eine radikale Filterbubble ) überhaupt möglich.
        Da hat Manfred absolut recht!
        Daß es ihn auch emotional ziemlich betrifft, mit solchen Dünnrabulismen beaufschlagt zu werden, ist nachvollziehbar, wie er ja unmißverständlich erklärt, immerhin hat er die Mutter – nicht zuletzt durch solche Lügereien – verloren.
        Schon allein, daß Du nur das immerwieder gern an den Haaren herbeigezerrte Beispiel vom ONS, der sich nie um das Kind kümmern wollte als verallgemeinerungsfähig darstellst, zeigt deutlich, daß Du offenbar gar nicht sachlich zu diskutieren bereit bist.

        • Marian schreibt:

          Wie ich merke, ist ein sachliches Gespräch hier nicht möglich. Ich muss mich ampflaumen lassen, die wilden Unterstellungen setzen sich fort – das muss ich mir nicht antun.
          Habt noch viel Freude mit Eurer Debattenkultur hier!

  2. Marian schreibt:

    Der Rat des Arztes war doch das Beste, was er raten konnte. Ist dein Vater nun nicht mehr dein Vater, bloß weil er „biologisch“ nicht an deiner Zeugung beteiligt war? Was ist denn so ein Akt verglichen mit einem langen Familienleben? War er denn ein schlechter Vater?

    • Prinz Marion schreibt:

      Liebe Marian, vielen Dank für deine Meinung. Natürlich ist er mein Papa und natürlich liebe ich ihn sehr und bin ihm gegenüber auch sehr dankbar. Wenn du meine vorherigen Kapitel gelesen hast, wirst du wissen, das meine Eltern durch diese Muss-Heirat mit den falschen Vorraussetzungen 20 Jahre unglücklich waren. Meine Schwester und ich sind in Streitereien bei denen auch immer der Alkohol eine Rolle spielte groß geworden. Außerdem habe beide Eltern vor unseren Augen ihren Suizid angekündigt. Unsere Mutter hat vor unseren Augen mehrfach einen weichen Suizid ausgeübt und wollte uns auch mit in den Tod nehmen. Meine Mutter hat mir die Schuld an ihrem Unglück gegeben und meiner Schwester alle „schlechten“ Eigenschaften vom Vater mündlich zugesprochen. Ist das Familienidylle?
      Ich weiß du meinst es ja nur gut! Aber meine Schwester und ich haben sehr darunter gelitten und leiden auch heute noch darunter. Nach einem Streit unserer Eltern haben meine Schwester und ich beschlossen zu sterben, weil wir so unglücklich waren und schluckten eine Handvoll Vogelbeeren, aber wie du liest haben die Vogelbeeren nicht gewirkt.

      • Marian schreibt:

        Ich hatte nur diesen Artikel gelesen! Du hattest ja wirklich eine schlimme Geschichte, das konnte ich nicht wissen. Wünsche dir, dass die neue Entdeckung dabei hilft, in eine positivere Zukunft zu erleben – und ich werde auch deine anderen Postings lesen!

  3. Andreas schreibt:

    Betrogen wurdest Du. Ja. Aber Dein Papa hat Dich nie betrogen. Er hatte nie eine Wahl. Er hat seinerzeit mit einer Entscheidung gehadert. Deshalb fragte er eine Vertrauensperson. Seinen Arzt. Danach hat er eine Entscheidung getroffen. Und zu ihr gestanden. Genauso, wie er zu Dir stand.
    Es ist für Dich hart. Für Deinen Vater wohl auch, oder? Hätte er auf einen Test bestanden und – sagen wir es so – ein Fass aufgemacht, was wäre dann passiert?
    Scheidung?
    Wäre er vielleicht zum Zahlpapa und mit etwas Glück, zum Besuchsonkel degradiert worden?
    Denn manche sehen ihre Kinder nach Scheidungen gar nicht mehr …
    Auf der Suche nach „Verantwortlichen“, solltest Du den klaren Blick nicht verlieren. Auch wenn es schwer ist.

    • Prinz Marion schreibt:

      Hallo Andreas, du hast schon recht mit dem was du schreibst. Er hätte aber bei meiner Volljährigkeit, oder spätestens nach der Scheidung, als das Gerücht sich verbreitete dass ich nicht seine Tochter bin, ein Gespräch mit mir suchen und den Test veranlassen können. Andreas, ich habe ein Recht darauf zu wissen wer mein Vater ist.
      Scheidungen müssen nicht im Chaos enden. Viele Ehepaare trennen sich und bleiben trotzdem gute Eltern und Großeltern. Auch Scheidungskinder sind glücklich und zufrieden, besuchen das Gymnasium und studieren und werden anständige Menschen.

      • Petra Scholz schreibt:

        Trotz Deines letztlichen Empfindens in Bezug auf Deinen gesetzlichen Vaters teile ich Deine Meinung.
        Ganz unabhängig davon, wie Du ihn empfunden hast, er hätte Dir spätestens mit dem Erreichen Deiner Volljährigkeit über die Wahrheit in Kenntnis setzen Können/müssen, doch hat er sich dagegen entschieden und Dir letztlich die Wahrheit bewusst vorenthalten.

        Letztlich warst Du es nicht wert, die Wahrheit zu erfahren und hast,- trotz dessen Du Euer Verhältnis als liebevoll erlebt hast,- in dem Sinne als Person keine Rolle gespielt und wurdest nicht ernst genommen.
        So hart es auch scheint, hat er sich letztlich wohl doch aus Feigheit und Bequemlichkeit,- wie wohl auch um der Fassade und dem Schein des „heilen Familienbildes“ Willen, nach außen hin,- für die „kollektive Lüge“ entschieden, letztlich zum Nachteil und zu Ungunsten Deiner Person.

        Die Gewissheit, letztlich derart hintergangen,- schamlos hintergangen und nie ernst genommen worden zu sein,- tut ihr Übriges und zieht sich oft durch das ganze Leben, besonders dann, wenn Eltern sich,- wie in meiner Situation entscheiden,- dreist weiter zu leugnen, koste es was es wolle, obwohl es bereits Hinweise/Verdachtsmomente durch das Jugendamt oder durch weitere Behörden, wie auch Aussagen durch Dritte gegeben hat.
        Besonders schockierend ist es auch dann, wenn letztlich erworbene Hinweise von Dritten plötzlich und unerwartet, wieder zurückgenommen werden.

        Unabhängig also, wie Du das Verhältnis zwischen Deinem Vater empfunden hast: Du bist ebenso durch ihn betrogen und hintergangen worden.

        Alles Liebe.

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