Als Baby vertauscht – Opfer fordert 9 Millionen Euro Schadensersatz – Italien


Foto einer Säuglingsstation

Vertauscht auf der Kinderstation – eine Katastrophe für alle Beteiligten – © Foto: Daquella Manera

Eine 26-jährige Italienerin wurde 1989 in einem apulischen Krankenhaus in Italien zur Welt gebracht und den falschen Eltern zugeordnet. Nur durch einen Zufall wurde die Verwechslung aufgedeckt. Eine der betroffenen Familien hatte Fotos von ihr auf Facebook gesehen und dabei die auffällige Ähnlichkeit zur leiblichen Mutter entdeckt. Mittels eines Abstammungstests wurde der Verdacht dann belegt. Nun verklagt die junge Erwachsene das Krankenhaus auf 9 Millionen Euro Schadensersatz. (Quelle: Spiegel Online)

Erst kürzlich wurde in Frankreich im Februar 2015 ein Krankenhaus zu zwei Millionen Euro (2.000.000 €) Schadensersatz verurteilt. Geklagt hatten die Familien und deren inzwischen erwachsenen vertauschten Kinder auf 12 Millionen Euro (12.000.000 €) Schadensersatz. (Quellen: FAZ, die Welt, die Zeit)

Unser Kommentar:
Die falsche Abstammungszuordnung ist ein traumatisches Ereignis mit dramatischen Langzeitfolgen. Mit der juristischen Würdigung des Schadens, der den Kindern UND deren Familien dadurch entsteht, ist der Weg in Richtung Schmerzensgeldforderungen gegen Kuckucksmütter weiter geebnet. In England hat bereits ein Gericht eine Kuckucksmutter zu ca. 30.000 Euro Schmerzensgeld an den Scheinvater verurteilt. Es setzte den Verlust der Vaterschaft mit dem Verlust eines Kindes durch Unfall gleich.
Die Kindesunterschiebung ist KEIN Kavaliersdelikt – auch wenn die deutsche, österreichische und schweizerische Gesetzgebung es derzeit noch als solches handhaben. Nein, noch viel mehr. Die Justiz aller drei DACH-Staaten sichert den Kuckucksmüttern faktische Immunität zu.

Unsere Forderungen:
Wir fordern den OVAG (obligatorischen Vaterschaftstest ab Geburt) und die juristische Würdigung der Schäden, die den Opfern der Kindesunterschiebung entstehen. Dafür muß die faktische Immunität von Kuckucksmüttern beendet werden. Nur wenn man die Kuckucksmütter in die Verantwortung nimmt, ist eine positive Veränderung zugunsten der Kuckuckskinder, Scheinväter, leiblichen Väter und deren Familien möglich.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe gefunden hatte, habe ich dieses Blog gegründet. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Gesellschaft über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither sind sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern entstanden. Der Austausch mit ihnen hat mir geholfen, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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