Offener Brief von Ralf Lankau an den Arbeitskreis Abstammungsrecht


Marcus Spicker in einem Offenen Brief an die Senatorin Jana Schiedek

Offener Brief an den Arbeitskreis Abstammungsrecht – © Foto: Miguel Ugalde

Ralf Lankau
Hasenwinkel 9
29225 Celle

 

Bundesministerium der Justiz
und für Verbraucherschutz
Mohrenstraße 37
10117 Berlin

 

Bezug: Arbeitskreis Abstammungsrecht

 

Sehr geehrter Herr Billen,

sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin der leibliche Vater eines Kindes, das von einer Mutter und einem „Scheinvater“ großgezogen wird und kämpfe um das Recht Zugang zu meinem leiblichen Kind zu erlangen.

Der kurze Sachverhalt ist, dass meine Ex-Freundin, D. Köster, mir im Januar 2005 mitgeteilt hat, dass sie schwanger ist und ich mich unendlich gefreut habe, nach längerer Beziehung mit ihr eine Familie zu gründen. Im März 2005 teilte sie mir mit, dass sich ihre Gefühle verändert hätten und sie wieder zu ihrem Ex-Freund, heutigen „Scheinvater“, zurückgeht. Sie teilte mir einen falschen Geburtstermin mit und setzte ihren damaligen Ex-Freund, schon vor Geburt des Kindes, als Vater ein.

Als nachweislich (mit inoffiziellem DNA-Test) leiblicher Vater habe ich dadurch kein Recht meine Tochter, Mara, zu sehen. Jeder Versuch mein Kind sehen zu wollen, ist ein Grund für die Mutter, mir mit Anwälten und Richtern auf den Leib zu rücken.

In den vergangenen Jahren habe ich wirklich schon viel versucht, um das Recht auf Umgang mit meiner leiblichen Tochter zu bekommen. Durch Flyer und Plakate habe ich versucht die Öffentlichkeit auf meinen Fall aufmerksam zu machen. RTL und auch ARD Fernsehen (Brisant) haben schon berichtet. Auf Internetseiten wie Youtube oder unter www.Engel 20.de finden Sie weitere Informationen zu meinem Fall. Hunderte Menschen haben mir inzwischen ihr eigenes Schicksal und ihre Probleme geschildert, als sie erfuhren, dass ein Elternteil von ihnen gar nicht der leibliche Elternteil ist.

Nur weil ich Zugang zu meinem Kind haben möchte und mich auch um meine Tochter kümmern möchte, werde ich vor Gericht gezerrt, wie ein Verbrecher behandelt, als Stalker, Spinner und gekränkter Liebhaber von Richtern und Staatsanwälten bezeichnet und dies alles, obwohl ich einen schriftlichen Beweis, in Form eines inoffiziellen DNA-Tests habe, den das deutsche Recht aber nicht anerkennt.

Das Gericht ist bislang der Meinung, dass das Kind in einer wohlbehüteten Umgebung aufwächst, in der ich nur ein Störenfried wäre.

Durch die Änderung im Vaterschaftsrecht von 2008 bin ich jetzt in der Situation, dass der sog. „Scheinvater“, wenn er sich ggf. von seiner Ehefrau trennt, mich als leiblichen Vater sogar rückwirkend auf Unterhaltszahlungen belangen kann. Dann werde ich durch das Gericht zum leiblichen Vater gemacht. Habe damit alle Rechte und Pflichten und bin auf einmal kein Spinner, Stalker und Störenfried mehr. Das ist zur Zeit geltende deutsche Rechtsprechung!!!

Um Ihnen bei der Entscheidungsfindung für eine eventuelle Gesetzesänderung behilflich zu sein, um Willkür von Richtern und leiblichen Müttern Einhalt zu gebieten bei der Festlegung des leiblichen Vaters, hätte ich den Vorschlag zu unterbreiten, dass bei allen neugeborenen Kindern ein DNA-Test mit dem von der Kindesmutter angegebenen leiblichen Vater, abgeglichen wird. Sollte das Ergebnis positiv sein, kann dieser ohne Einschränkung in die Geburtsurkunde eingetragen werden. Sollte jedoch das Ergebnis negativ ausfallen, wäre der angegebene Vater in der Geburtsurkunde z.B. als Vater mit Einschränkung einzutragen.

Bei der letzten Variante hätte dann ein tatsächlich leiblicher Vater die Möglichkeit, per DNA-Test die Abstammung ohne Einverständnis der leiblichen Mutter anzufechten. Auf Antrag des nachgewiesenen leiblichen Vaters, sollte dieser auch in die Geburtsurkunde des Kindes eingetragen werden. Rückwirkende Forderungen auf Unterhaltsansprüche an den leiblichen Vater müssten ausgeschlossen werden.

Ein Kind, egal welchen Alters, muss das Recht und die Möglichkeit bekommen auch ohne Einverständnis der Eltern seine wahren Wurzel in Erfahrung zu bringen, allein um Spätfolgen in Form von Psychotherapien, aufgrund einer Lebenslüge oder körperlichen Gebrechens, wie einer Organspende entgegen wirken zu können.

Lt. § 3 Abs. 1-3 des deutschen Grundgesetzes sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichgestellt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Zur Zeit trifft dieses Grundrecht für mich nicht zu, solange nur die leibliche Mutter oder der rechtliche Vater darüber entscheidet, ob ein DNA-Test durchgeführt wird.

Damit das deutsche Grundgesetz auch für mich Anwendung findet, bitte ich Sie sich diesen Fällen anzunehmen und auch mir zu meinem Recht zu verhelfen.

In der Hoffnung, dass sich für die Kinder, denen der leibliche Vater vorenthalten wird in Zukunft etwas ändert, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Ralf Lankau

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500 ste Sendung von frontal21

ZDF Frontal 21 – Ralf Lankau – Screenshot

Ralf Lankau kämpft seit 2005 um sein Recht als Vater, für sein Kind da sein zu dürfen. Über seinen Kampf berichtet er auf seiner Homepage www.mara-celle.de.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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Eine Antwort zu Offener Brief von Ralf Lankau an den Arbeitskreis Abstammungsrecht

  1. Eevo schreibt:

    Scheiß Fxxx… (Korrektur durch Administration. Wir bitten um eine zivilisierte Sprache)

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