Morddrohung & Körperverletzung wegen fehlerhaften Vaterschaftstest – Deutschland


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Attacke nach falschem Vaterschaftstest in Mühldorf an der Inn, Deutschland- OVB online – screenshot

Ein bereits als gewalttätig aktenkundiger Mann hatte einen Vaterschaftstest durchführen lassen. Er gehörte offensichtlich zu den ungeduldigen und drängte das Labor das Ergebnis schnellstmöglich zu nennen. Die A-Probe war negativ und wurde ihm so telefonisch als auch schriftlich mitgeteilt. Üblicherweise wird dann auch eine B-Probe gemacht, damit ein Fehler ausgeschlossen werden kann, doch der 59-jährige Gutachter ließ sich vor dieser zur Auskunft hinreißen. Bisher hatte er stets das gleiche Ergebnis bei negativen A- und B-Proben gehabt. Bei diesem Fall war die zweite Probe jedoch positiv und er unterrichtete den Kunden, dass er doch der Vater des Kindes sei.

Nach dem negativen Vaterschaftstestergebnis war in der Familie die Hölle los und die Ehe ging – obwohl die Falschinformation später richtig gestellt wurde – in die Brüche. Der Ehemann stattete dem Laborinhaber in Mühldorf einen spontanten Besuch ab. Dort soll er dann ein Klappmesser gezogen und ihm angedroht haben, ihn umzubringen. Danach habe er das Messer weggesteckt und ihm mit der Faust auf die Nase geschlagen und sei wortlos verschwunden, als eine Zeugin aufgetaucht war. Der Täter wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung am Traunsteiner Landgericht verurteilt. (Quellen: ovb-online.de / heimatzeitung.de)

Fazit: Vaterschaftstests können fehlerhaft sein, weswegen stets eine Gegenprobe gemacht wird. An dem Fall wird auch das hohe Konfliktpotential, dass ein Vaterschaftstest birgt deutlich. Doch anstatt die Vatersicherheit ab Geburt durch einen Vaterschaftstest herzustellen, behandeln die Politiker das Thema weiterhin nur an den Symptomen. Ein Vaterschaftstest ab Geburt ist zeitgemäß und zwingend, wenn man das Recht des Kindes auf Identität und den Schutz der Familie ernst nimmt und das Kindeswohl nicht nur ein Lippenbekenntnis ist.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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Eine Antwort zu Morddrohung & Körperverletzung wegen fehlerhaften Vaterschaftstest – Deutschland

  1. Paula Heidrich schreibt:

    Tja, ein Labor sollte sich ans Gesetz halten und an alle Vorgaben (gemäß DIN ISO Akkreditierung) durch das Gesetz, dann wärs dazu schon mal nicht gekommen. Zugelassen in dem Sinne ist das Labor ja wohl nicht, oder?
    Klar, schlagen geht natürlich gar nicht!

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