Es fühlte sich nicht wie mein Kind an – Körperlich und seelisch am Ende – von Sven Denkhaus*


Erlebnisbericht

Körperlich und seelisch am Ende – von Sven Denkhaus

Bis vor einem Monat war ich glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Ich bin 38 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Töchter. Janine* (7) Jahren und Lisa* (1) Jahr.
Leider weiß ich nun seit dem 01.09.2014, dass ich nicht der leibliche Vater meiner zweiten Tochter bin.

Aber um Euch die ganze Geschichte zu erzählen, fange ich halt bei der Zeugung an.

Nach unserer großen Tochter wollten wir noch ein zweites Kind haben, jedoch ließen wir uns ein wenig Zeit. Wir wollten nicht zwei Kleinkinder gleichzeitig haben. Dann hatten wir auch noch gebaut und wollten in diesem Stress kein zweites Kind. Jedenfalls probierten wir nach dieser Phase nun wieder schwanger zu werden und dies zwei Jahre lang. Daniela* – meine Frau – wurde dann auch im Oktober 2012 schwanger und ich habe mich extrem gefreut. Ich hatte auch keinen Zweifel an meiner Vaterschaft. Dass ich nicht der Vater sein könnte, war für mich ausgeschlossen. Ich habe mit ihr zwar nur 1-2 Mal im Monat geschlafen. Nicht weil ich es so wollte, sondern Sie. Jedoch hatte ich echt keine Ahnung was in dieser Zeit wirklich vor sich ging.

Die Schwangerschaft war ein bisschen komisch, da Sie allen Freunden und auch der Familie es erst im sechsten, siebten Monat gesagt hat. Bei Daniela sah man den Bauch bis zum 8 Monat gar nicht, das war auch schon beim ersten Kind so gewesen.
Das Kind kam dann per geplantem Kaiserschnitt zur Welt. Als ich mit dem Kind allein im Kreißsaal lag, hat es sich nicht nach meinem Kind angefühlt. Es hört sich blöd an, aber ich hatte dieses Gefühl.
Das erste Kind war auch durch einen Kaiserschnitt zur Welt gekommen und da war es ganz anders. Jedoch verdrängte ich dieses Gefühl sogleich und lernte das Kind lieben.

Irgendwann um den ersten Geburtstag herum haben viele Freunde und auch die Familie die Kinder miteinander verglichen und auch die Ähnlichkeiten zu mir und meiner Frau ins Gespräch gebracht. Meine große Schwester äußerte echte Zweifel, dass dieses Kind mir nicht ähnlich sieht. Sie brachte mich ins Grübeln und wenig später dazu, der Sache auf den Grund zu gehen. Ich habe dann einen heimlichen Vaterschaftstest in Österreich gemacht und am 01.09.2014 das Ergebnis erhalten. Ich bin zu 100% nicht der Vater.

Da ich nun die Dose der Pandora geöffnet hatte, konnte ich nicht mehr zurück. Ich habe am selben Abend noch Daniela zur Rede gestellt. Ich sprach an, dass ich gerne einen Vaterschaftstest machen möchte. Sie fragte nur warum und willigte ein. Ich konnte das Ergebnis nicht bei mir behalten und stellte Sie zur Rede: „Ich habe schon einen Test gemacht und dieser war negativ. Ich bin nicht der Vater.“ Sie gestand nun, dass Sie einen One-Night-Stand hatte und dass er der Vater sein müsste. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, dass dies die Wahrheit war, doch es ging noch weiter.
Ich war ganz ruhig, habe nicht geschrien oder irgendwelche Beschuldigungen ausgesprochen.
Sie sagte, dass Sie mich liebte und keinen Kontakt zum leiblichen Vater wünschte. Ich sagte Ihr, dass ich gerne alle Informationen sammeln wolle und diese für unsere Tochter deponieren möchte. Wenn Sie alt genug sei, könne Sie die Information nutzen und Ihren Vater finden oder falls sie mal krank ist und der Vater als Spender in Frage kommen würde, dann sollten wir diese Informationen nutzen.
Für den Fall, dass meiner Frau oder mir etwas zustieße, sollte noch eine weitere Person eingeweiht werden. Sie wollte Ihre Mutter, meine Schwiegermutter, informieren. Wir hatten uns auch dann mit ihr getroffen und ihr die Neuigkeit erzählt.

Meine Frau hatte die Aufgabe von mir bekommen, alle relevanten Informationen zum leiblichen Vater zu ermitteln. Sie brachte mir jedoch nur Namen und Firmennamen, welche bei meinen Nachforschungen nur in Sackgassen führten. Diese Person gab es nicht und auch die angebliche Firma war nie im Handelsregister eingetragen.
An diesem Tag, es war eine Woche nachdem ich sie erstmals zur Rede stellte, packte ich meine Koffer – drei Stück an der Zahl. Ich schickte ihr die Bilder per Whatsapp. Sie bat mich zu bleiben. Ich habe gewartet, bis Sie Feierabend gemacht hatte und habe Ihr dann 30 Minuten für die Wahrheit gegeben. Sie gestand, dass Sie wieder gelogen hatte. Sie hatte ein Verhältnis über 5 Monate und 3 Monate mit Geschlechtsverkehr. Es war einer meiner Freunde. Ich habe mit ihm gepokert und auch meine Freizeit geteilt. Offensichtlich auch meine Frau.
Sie sagte, dass beim letzen Mal im Oktober 2012 das Kondom abgerutscht sei und sie nie gedacht hätte, dass der andere der Vater sei. Sie habe auch Schluss mit ihm gemacht, bevor Sie von der Schwangerschaft wusste. Nach diesem Geständnis bin ich gegangen.

Ich bin durch die Gegend gefahren, musste mich sammeln.  Ich fuhr zu meiner Mutter und mit Ihr zu meiner Schwester. Beiden erzählte ich von den Neuigkeiten. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich nicht mehr. Ich wollte jedem ins Gesicht schreien, was ich für eine Schlampe geheiratet hatte.
An diesem Abend bin ich jedoch wieder nach Hause gefahren. Wäre nicht meine große Tochter, dann wüsste ich nicht, wie ich mich entschieden hätte. Ich will mein Kind  aufwachsen sehen und nicht alle 14 Tage nur ein Wochenende. Ich würde niemals das Sorgerecht für die Große bekommen, da kein Familienrichter die beiden Kinder trennt.
Ich sagte ihr, dass ich erstmal bleibe und dass sie mich nicht von meiner großen Tochter trennen kann. An diesem Tag habe ich mich für die ganze Woche krankschreiben lassen. Ich war körperlich und seelisch am Ende. Mehrere Nächte habe ich nicht mehr geschlafen.
An den kommenden Tagen ließ ich mir von Daniela alle Details erzählen. Wo?, Wie oft? Bis hin zu den Stellungen, in denen sie mit ihm Sex hatte. Alles wollte ich wissen, wirklich alles. Ich erklärte ihr, dass ich dies wissen muss, um mit der Sache abzuschließen. Ansonsten kann ich nicht mehr schlafen, wenn diese offenen Fragen sind – Geheimnisse sind jetzt unerträglich für mich.

Momentan glaube ich, dass ich schizophren oder depressiv bin. Ich liebe meine Kinder und meine Frau, genauso wie vor einem Monat. Meine Liebe hat sich nicht geändert.

Ich weiß, dass ich das Kind aufziehen und lieben kann, als sei es mein leibliches, jedoch habe ich die Gewissheit nicht bei meiner Frau. Sie sagt, dass sie mich liebt und nun dies auch wieder wesentlicher spürt. Wir haben uns körperlich wesentlicher genähert im letzten Monat. Jedoch weiß ich nicht, ob dies ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist. Ich denke, dass ich vergeben kann.

Mein Problem: Kann ich die Bilder in meinem Kopf vergessen oder verdrängen? Hat jemand hierzu Erfahrung? Hat jemand seine Beziehung nach so einem Vorfall retten können?
Bin ich egoistisch, dass ich meiner Frau gesagt habe, dass ich gerne noch ein zweites leibliches Kind haben möchte? Sie wollte eigentlich nun keine Kinder mehr. Jedoch  würde sie nun mit mir noch eine Weile probieren, ein Kind zu bekommen. Was haltet Ihr davon?

*alle Namen wurden geändert

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Fortsetzung: Ich habe Ängste, Zweifel, Wut und Hass – Körperlich und seelisch am Ende – Teil 2

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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12 Antworten zu Es fühlte sich nicht wie mein Kind an – Körperlich und seelisch am Ende – von Sven Denkhaus*

  1. stefanhildebrandt schreibt:

    Hallo Beende die Beziehung und verschwende keine unnötige Zeit mit so einer Frau! Das ist weder verzeihlich noch wird das die Beziehung nicht dauerhaft belasten! Du wirst auch einen anderen Weg finden den Kontakt zu deinen kindern aufrechtzuerhalten! Such dir eine Frau ,die dich verdient und verschwende nicht unnötig deine Zeit!

  2. guerrero schreibt:

    Hallo Sven,
    Ich bin immer wieder platt, was die Weiber bringen.

    „Sorry, aber ich halte es für Verantwortungslos in dieser Situation über die Zeugung eines weiteren Kindes nachzudenken. Dazu brauchst Du Stabilität in dir, in der Paarbeziehung zu Deiner Frau und in Deiner Familie ! “
    –>das sehe ich ganz genauso!!! Nichts überstürzen.

    „Sven, ich rate auch zu einem Spermiogram die eigene Zeugungsfähigkeit festzustellen.“
    –>Sehr guter Punkt, alternativ, mache einen Vaterschaftstest mit Deiner großen Tochter.

    „Ich würde niemals das Sorgerecht für die Große bekommen, da kein Familienrichter die beiden Kinder trennt.“
    –>Du bist verheiratet und hast also das (gemeinsame) Sorgerecht für Deine große Tochter. Entscheidend ist im Trennungsfalle das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Was sagt denn Deine große Tochter zu der Sache? Bis die mögliche Scheidung / Trennung über die Bühne wäre, ist sie mindestens 8 Jahre alt. Ab spätestens 11/12 Jahre würde sie im Trennungsfall gehört. Vielleicht auch schon vorher.

    Ganz wichtig: Du mußt jetzt Ruhe zu bewahren und Dir klar werden, was Du willst. Wenn Du eine Trennung / Scheidung willst und Deine große Tochter zu Dir nehmen willst, bereite das kaltblütig (das meine ich genau so) und intelligent vor. Näheres hier: http://trennungsfaq.com/

    „Ich sagte ihr, dass ich erstmal bleibe und dass sie mich nicht von meiner großen Tochter trennen kann. “
    –>das hast Du sehr gut gemacht.

    Pass‘ gut auf Dich auf. Du bist noch jung. Das ist jetzt auch ein große Chance in Deinem Leben. Du hast noch viel Schönes vor Dir. Du bist ein Mann, Geh‘ DEINEN Weg.
    Gruß
    g

  3. tom174 schreibt:

    Kann man eine Affäre verzeihen? Ich denke schon. Kann man das Vertrauen wieder herstellen? Auch das geht, dauert aber.
    Schau dir an, was passiert ist, sie hatte eine Affäre, diese ist beendet, sie ist immernoch mit dir zusammen. Du liebst sie, sie scheint dich auch zu lieben. Monogamie ist etwas, was nur sehr schwer durchzustehen ist. Dass sie erst von einem Seitensprung, einem falschen Namen und alles sowas erzählt hat.. das könnte sie auch versucht haben, um dich vor noch mehr Schmerzen zu schützen. Ging dann halt nach hinten los.
    Ich kenne das nur von der anderen Seite. Meine Untreue hatte kein Kind zur Folge, aber es dauerte lange, bis mir wieder vertraut wurde. Das ist nun 11 Jahre und 2 KInder her und wir sind glücklich verheiratet.
    Wovon ich abraten würde ist, nun noch ein Kind zu bekommen, bevor eure Beziehung wieder stimmt. Kinder lösen da nichts, aber das weisst du ja selbst.

  4. Stefan schreibt:

    Beende die Beziehung und verschwende keine unnötige Zeit mit so einer Frau! Das ist weder verzeihlich noch wird das die Beziehung nicht dauerhaft belasten! Du wirst auch einen anderen Weg finden den Kontakt zu deinen kindern aufrechtzuerhalten! Such dir eine Frau ,die dich verdient und verschwende nicht unnötig deine Zeit!

  5. Sammy schreibt:

    Hallo Sven,

    in Teilen können wir uns die Hand geben. Auch ich wurde von der Mutter meiner Kinder bitter enttäuscht und inzwischen ist das Kind ihres Seitensprunges auf der Welt.

    Mehr kannst Du hier unter Sammy lesen.
    Ich hätte nie geglaubt dass sie mich mehrfach so belügen könnte.
    Ich weiss vom anderen nichts, außer dass er schwarzhaarig ist, die Stadt wo er wohnen soll und dass er wohl Krankenpfleger ist.
    Ja, die Bilder im Kopf, das kenne ich sehr sehr gut. Ja, sie verblassen und du wirst es schaffen mit ihnen zu leben. Bei mir kommen sie auch noch ab und zu hoch, aber ich habe gelernt stopp zu sagen und die Gedanken als unnötig zur Seite zu legen. Es ist eine Übungssache und am Anfang benötigt man eine gute Anleitung.

    Pass auf Dich auf !!! Du bist erst am Anfang der Verarbeitung. Mich hatte es einen Monat nach Kenntnis körperlich umgehauen. Hörsturz, Tinnitus, burn Out.
    Hol Dir professionelle Unterstützung. Mir haben die Stunden bei meiner Therapeutin geholfen um mich für einen Weg für die Zukunft zu entscheiden. Dann war ich in einer Klinik für Psychosomatik und auch jetzt bin ich wöchentlich bei einer Therapeutin. Auch mit Deiner Frau wäre eine Paartherapie anzudenken. Es lässt sich nicht einfach so auf Alltag umstellen, auch wenn die Frauen das so schnell wie möglich wollen.

    Ich kämpfe noch heute mit der Situation. Du hast zumindest Klarheit und Wissen. Mir fehlt diese noch. Die Ergebnisse aus den Vaterschaftstest stehen noch aus, nochmal eine Woche, da gerade die 2. Runde gefahren wird.

    Wir versuchen unsere Beziehung zu retten, aber meine Hoffnung schwindet von Woche zu Woche.
    Mir geht es um den Schutz meiner leiblichen Kinder, so wie dir um Deine große Tochter.

    In meinem 2. Text habe ich ein Buch empfohlen, das wird auch Dir helfen.

    Es ist gut möglich, dass Du in eine Depression rutscht, bei mir wurde eine mittelschwere Depression und Anpassungsstörungen aufgrund einer schwierigen familiären Lebenssituation diagnostiziert. Die Bilder sprechen für eine Traumatisierung. Nach 6 Wochen Klinik bin ich nicht geheilt, aber gestärkt.

    Deine Idee mit einem 2. leiblichen Kind halte ich für viel zu früh. Du musst erst mal zur Ruhe kommen und DICH finden. Du wirst die nächsten Wochen Veränderungen spüren und es ist gut möglich, dass sich auch Deine Einstellung zu manchen Dingen nochmal ändert. So war es auch bei mir. Kläre das weitere mit dem unehelichen Kind und dessen Vater. Weis er es, soll er es wissen, Du willst die Familie erhalten wie sie ist, das kann ich sehr gut verstehen. Soll der Erzeuger mit ins Boot geholt werden. Wann soll Eure Tochter die Wahrheit erfahren. Bleibst Du rechtlicher Vater. Was macht der leibliche wenn er von der Sache erfährt, erzwingt er die Aberkennung Deiner Vaterschaft ?
    Es sind einige nicht beantwortete Fragen vorhanden.

    Zu denken Du könntest verzeihen reicht nicht, Du musst es von innen spüren, dass Du gewillt bist zu verzeihen und es wirklich tun ! Das schaffst DU nicht 4 Wochen danach.

    Sorry, aber ich halte es für Verantwortungslos in dieser Situation über die Zeugung eines weiteren Kindes nachzudenken. Dazu brauchst Du Stabilität in dir, in der Paarbeziehung zu Deiner Frau und in Deiner Familie !

    Nimm DIr zeit, hole Dir professionellen Beistand. Übe Dich in Achtsamkeit und Geduld.

    VG Sammy

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Sven, ich rate auch zu einem Spermiogram die eigene Zeugungsfähigkeit festzustellen.

    • Sven Denkhaus schreibt:

      Hallo Sammy,

      Ich bin nicht naiv und ich glaube nicht, dass ich es nach 4 Woche geschaft habe. Ich habe mir nun zwei Jahre gegeben, in denen ich meine Entscheidungen immer wieder überdenken werde. ich denke auch, dass ich ein Trauma habe oder unter Deppressionen leide. An einem Tag ist es gut an dem anderen bin ich am Ende. Ich weiß jedoch wie ich damit umzugehen haben und wo ich mir Hilfe suchen kann und dies natürlich auch mache. Schreiben hilft auch ein wennig.

      Vielen Dank für Deine Antwort …

      Sven Denkhaus

      P.S.: Deine Geschichte hat mich auch berührt und ich hoffe, dass Du schnell wieder auf die Beine kommst. Und Dir alles alles Gute.

      • Sammy schreibt:

        Hallo Sven,

        Danke für Deine guten Worte ! Auf den Beinen bin ich, aber das Geschehene läßt sich nicht in kurzer Zeit abarbeiten, zumal derzeit die Mutter meiner Kinder das Problem ist und am Rande des Absturzes lebt, leider hat sie bis heute professionelle Hilfe abgelehnt.

        Ja, schreiben hilft und Mitgefühl anderer, die ähnlich betroffen sind.

        Zu den Kommentaren der Anderen:

        Lasse 2 gerichtsverwertbare Vaterschaftstest machen, dann hast Du einerseits gleich die Basis für eine ev. Aberkennung Deiner rechtlichen Vaterschaft, andererseits schwarz auf Weis, dass Du so wie Du dir sicher bist auch der Vater Deiner älteren Tochter bist. Es wird Verunsicherungen geben und ich habe heute noch die Stimme eines Therapeuten im Ohr, sind Sie sich sicher, dass ihr 4. Kind von ihnen ist…

        Denke an die 2 Jahres Frist ab Kenntnis bzw. Deiner Vermutung, dass Du nicht der Vater bist. Nach ABlauf hast Du keine Chance mehr Deine rechtliche Vaterschaft aberkennen zu lassen, je nach Kenntnis nur noch der leibliche Vater und das Kind selbst !

        Den Scheidungsprozess dürftest Du erheblich beschleunigen können. Es gibt hier die Härtefallregelung, nachdem dir ein längeres Zusammenleben mit der Mutter eines fremdgezeugten Kindes nicht zugemutet wird.

        Nach meiner Kenntnis wird ein 7 Jähriges Kind sehr wohl gefragt wo es leben möchte.
        Für mich geht es um die Qualität der Zeit mit Deinem Kind und nicht die Quantität.

        Nochmal die Frage zu Eurem Umgang mit dem leiblichen Vater des Kindes.
        In der ganzen Situation bei mir ist mir auch hier klar geworden, dass er nicht nur Pflichten hat, sondern auch Rechte, genauso wie das gezeugte Kind ein Recht auf seine wahre Identität hat, Dinge mit denen ich mich derzeit weiterhin befasse.

        LG Sammy

        • Max Kuckucksvater schreibt:

          Ich kann mich Dir nur anschließen Sammy.

          Kleiner Hinweis: Zitat:“Nach ABlauf hast Du keine Chance mehr Deine rechtliche Vaterschaft aberkennen zu lassen, je nach Kenntnis nur noch der leibliche Vater und das Kind selbst !“
          Der leibliche Vater hat bisher keinerlei Chancen, die rechtliche Vaterschaft des gesetzlichen Vaters anzufechten.

          • Sammy schreibt:

            Hallo Max,

            das ist eben unklar, weil aus den Erzählungen von Sven für mich nicht hervorgeht, ob der leibliche Vater etwas weiß. Sein Recht zur Anerkennung seiner Vaterschaft besteht und ab seiner Kenntnis hat er wiederum 2 Jahre Zeit es gerichtlich durchzusetzen. Un jeder Familienrichter wird ihm das zugestehen.

            Also doch Vaterschaftstests bei jeder Geburt !
            Kann parallel zum Screening der U1 durchgeführt werden.

            VG Sammy

            • The lastAvenger schreibt:

              die Chancen als leiblicher Vater eine rechtliche Vaterschaft anzufechten sind in Deutschland gleich Null!

            • Sammy schreibt:

              Hallo, „last Avenger“,

              wie groß die Chancen sind kann ich nicht einschätzen.
              Rechtlich möglich ist es. Leider steht der Schutz der Ehe hier im Vordergrund. Ich kann dir aber versichern, dass ich mit der rechtlichen Situation nicht wirklich klar komme.
              Auch wenn Du es kaum glauben magst, aber neben der Tatsache, dass ich mich rechtlich nicht in der Verantwortung für das 5. Kind meiner Frau sehe, geht es mir auch darum, dem Kind und dessen leiblichen Vater die Zukunft nicht zu verbauen.
              Ich wurde als Ehemann zwangsweise als Vater im Stammbuch eingetragen und konnte mich nicht dagegen wehren. Ich musste nun aktiv werden und bin letztendlich gezwungen, obwohl ich den Nachweis meiner Zeugungsunfähigkeit vorliegen habe, einen gerichtsverwertbaren Vaterschaftstest durchzuführen. Der läuft gerade. Ich kenne den leiblichen Vater nicht, ich kann keinen Kontakt aufnehmen, ich weiss nicht wie er die Situation sehen würde. Es wäre mir lieber er wüsste es, aber meine Frau sagte mir erst gestern, dass ich denn Namen derzeit nicht erfahren werde. Sie hat Angst davor, dass ich Kontakt aufnehmen würde und damit eine weitere Familie belastet würde. Das hätten sich beide vorher überlegen müssen.
              Ich habe ihr klar gemacht, dass es in ihrer Verantwortung liegt und sie zum Zeitpunkt X dem Kind und dessen leiblichen Vater erklären muss, warum sie so gehandelt hat.

              VG Sammy

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