Heute ist Weltkindertag!


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Beschneidung bei Hunden verboten – bei Jungen erlaubt. © by Kathrin Jebsen-Marwedel http://www.flickr.com/photos/98657307@N00/

Heute ist Weltkindertag!
Immer wieder hören wir Politiker und Journalisten von der Wichtigkeit des „Kindeswohles“ sprechen. Doch was passiert wirklich? In den Dritteweltländern verdursten und verhungern täglich tausende Kinder oder sterben an mangelnder medizinischer Versorgung.

Doch auch in den so genannten „kultivierten“ Industrienationen – also auch in Deutschland – wachsen viele Kinder in Armut auf. Sicherlich nicht zu ihrem Wohl. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit haben Hunde, handelt es sich aber um Menschen, dann genießen nur Mädchen Schutz, Jungs nicht. Denn sie sind männlich und scheinbar nicht schützenswert. So titelt der Blog „Brights“ passend: „Verletzung von Kinderrechten in Deutschland – Wie viel darf´s denn sein?

Aber vielleicht bekommen die Kinder ein offenes Ohr geschenkt, wenn es ein Leid für beiderlei Geschlecht ist? Zum Beispiel, bei der Not für Kinder (Mädchen & Jungen), die entsteht, wenn sich deren Eltern trennen und dann ein Elternteil nicht mehr sehen dürfen? Leider Fehlanzeige. Liegt es vielleicht daran, dass meist den Müttern das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen wird und somit offenkundig werden würde, dass auch Frauen fehlbar sein können? Der Verein Gleichmass e.V. veröffentlichte zum heutigen Weltkindertag in seinem Blog den Artikel „Heute ist Weltkindertag„, in dem er feststellt, dass auch das Magazin „Stern“ weiterhin die Nöte von Trennungskindern ausblendet, obwohl täglich weitere 400 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen sind.

Vor einigen Tagen gab es bei „Menschen bei Maischberger“ die Sendung mit dem Titel „Krieg um Kinder – Wenn die Familie zerbricht“. Dort wurden geladen:

  • Richterin und Fernsehmoderatorin Julia Scherf als „Expertin“
  • Fernsehmoderatorin Birgit Schrowange, als Mutter, die das alleinige Sorgerecht nicht mit dem Kindsvater Markus Lanz teilt
  • Schauspielertochter Allegra Curtis, als Trennungskind, das von seinem Vater Toni Curtis von der Mutter getrennt wurde
  • Speditionsunternehmer Tobias Ritter, dessen italienische Ex-Frau die gemeinsamen Kinder entführte
  • Elvira Steffes, stieß auf Richter Jürgen Rudolph, dem Initiator des Cochemer Modells
  • Detlef Bräunig, der sich weigert, für seine ugandische Exfreundin Unterhalt zu zahlen

Auch hier kein Wort über das Wohl des Kindes – obwohl es doch der zentrale Punkt sein sollte. Stattdessen durfte jeder der Betroffenen (außer Herr Bräunig) neben Maischberger Platz nehmen und sich weitgehend unkritischen Fragen stellen. Herr Bräunig hingegen durfte erst zum Ende der Sendung in der Runde – natürlich weit ab von Frau Maischberger – neben der Juristin Scherf Platz nehmen. Klar der wurde dann auch gleich mit einem einstimmenden Trailer angekündigt und mit den härtesten Formulierungen und Anschuldigungen beworfen. Auch hier: Kindeswohl und das Leid der Kinder – kein Thema. Bräunig faßte in seinem Blog „Das Männermagazin“ passend zusammen: „Krieg der Frauen statt um Kinder„.

Man mag über Bräunig denken, was man möchte. Bezeichnend ist jedoch, dass ausgerechnet derjenige, den Frau Maischberger als Unterhaltspreller und Rabenvater brandmarkte, als einziger feststellt, dass es in der Sendung nur um die Frauen statt um die Kinder ging. Das ist befremdlich.

Wenn eine Journalistin bereit ist, jemanden so ins Kreuzfeuer zu stoßen, dann muß man sich die Frage stellen, warum ausgerechnet Frau Julia Scherf als „Expertin“ geladen wurde, ohne darauf hinzuweisen, dass sie in einer lesbischen Lebensgemeinschaft lebt, ihr Kind mit der Samenspende von einem schwulen Paar gezeugt wurde und dieses Kind nun vier Eltern hat. Dieses Hintergrundwissen hätte mit Sicherheit einige ihrer Aussagen in einem völlig anderem Licht stehen lassen – doch diese relevanten Informationen wurden den ARD-Zuschauern vorenthalten.
Da stellt sich die Frage, warum die gesamte Runde nahezu nur aus Exoten (außer Elvira Steffes) bestand und nur Gast den Kampf um Kinder so beschreiben konnte, wie er tagtäglich im persönlichen Umfeld eines jeden Zuschauer anzutreffen ist.

Wer zugunsten der (Trennungs-)Kinder etwas bewegen möchte, der hätte folgende Menschen in die Runde einladen müssen:

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe gefunden hatte, habe ich dieses Blog gegründet. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Gesellschaft über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither sind sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern entstanden. Der Austausch mit ihnen hat mir geholfen, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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4 Antworten zu Heute ist Weltkindertag!

  1. Andrea schreibt:

    Die Beschneidung von Jungen ist eine ganz grosse Sauerei und nichts anderes als eine schwere Körperverletzung. Ich kann es nicht fassen, wie man so etwas hier erlauben kann. Vor allem wird es manchmal so stuemperhaft durchgeführt, dass es im schlimmsten Fall lebensgefährliche Folgen haben kann oder bis zu einer Amputation fuehren kann.

  2. Manfred M schreibt:

    „Die gesamte Runde nahezu nur aus Exoten bestand“

    So war das!!!
    – Birgit Schrowange. Reich genug, um alleine klar zu kommen. Primär die Frauen aber nicht wiedergibt, da sie ihrem Mann alles zubilligt, bzw. zubilligen soll. In der Regel hat das nur der Stecher der Frau, was bekanntlich nicht der Vater sein muss, sondern auch irgendeiner welcher frisch von der Straße sein kann.

    – Elvira Steffes, stieß auf Richter Jürgen Rudolph… Gerade Familienrichter, die in der Tat positiver bezüglich Kindeswohl auffallen, sind in diesem Fachgebiet mehr als rar. Dass der Mann im Gerichtssaal nur von Frauen umgeben ist, ist inzwischen die Regel.

    – Tobias Ritter, der die Kinder bekam und dafür ein Vermögen bezahlte. Die meisten Männer bezahlen ein Vermögen und sehen dennoch irgendwann ihre Kinder nicht einmal jedes zweite Wochenende. Das geflügelte Wort „vergebene Liebesmühe“ passt nicht mehr als der Einsatz der Väter um ihre Kinder in diesem Land. Kinder werden zu 90% der Mütter zugewiesen. Mit einem relativ halbintelligenten Roulette-System hat man beim Roulett mehr Chancen anstatt als Mann im Familiengericht.

    – Allegra Curtis, als Trennungskind, das von seinem Vater Toni Curtis von der Mutter getrennt wurde… Auch eher selten. Fast 80% der entzogenen Kinder wurden von Frauen entzogen/entführt.

    Die Frage bleibt: Wieso wurden hier nur die Sonderfälle behandelt? Wieso werden Mäuse zu einem Elefanten aufgeblasen?

  3. Christine schreibt:

    Danke Dir Max Kuckucksvater für diesen ausführlichen und gut gelungenen Beitrag.

  4. Tristan Rosenkranz schreibt:

    Vielen Dank für den Verweis und viele Grüße! Kleine Ergänzung: ich bin seit 2013 Geschäftsführer, 1. Vorsitzender ist Klaus Rosenkranz.

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