Kuckucksmutter sucht Rat zur Ausgrenzung des leiblichen Vaters auf gutefrage.net


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Vaterschaftsanfechtung vom Biovater (leiblichen Vater) – screenshot gutefrage.net

Auf gutefrage.net sucht eine Kuckucksmutter Rat.

Hallo zusammen,

Meine Frage ist folgende.. ich habe im Juli meine Tochter bekommen. Mit dem (normalerweise)bio Vater aber bin ich nicht mehr zusammen sondern mit meinem Freund mit dem ich vor der On/Off Beziehung mit dem „biologischen“ Vater auch schon

2 Jahre zusammen war. Mein jetziger Freund hat die Vaterschaft anerkannt indem wissen eventuell nicht der vater zu sein. Ich weiß das wir auch zur Empfängniszeit etwas miteinander hatten zwar verhütet aber ich kann nicht 100% sagen wer der vater ist leider. Obwohl beide davon ausgehen mein Ex Freund.

Vaterschaftsicherheit sieht anders aus. Aber es gibt leider einige Männer, die in ihrer Liebestrunkenheit auch jeden Mist mitmachen. Statt die Vaterschaft nach einem Vaterschaftstest anzuerkennen, wird entgegen begründeter und bekannter Zweifelhaftigkeit die Vaterschaft anerkannt. Doch wehe, das Kind sieht später dem Nebenbuhler immer ähnlicher oder die Beziehung geht in die Brüche. Spätestens dann, wenn diese Männer nüchtern werden, wird vielen unter ihnen klar, wie wichtig ihnen die leibliche Vaterschaft ist.

„Da er das Kind nicht wollte mir auch Geld für eine Abtreibung geboten hat hab ich mich endgültig von ihm getrennt . Seit dem hatte ich eigentlich meine komplette Schwangerschaft nur stress und probleme mit ihm + Freunden von ihm die mir drohten und unteranderem nachts randale vor meiner Tür machten. Durch den stress musste ivh auch ins Krankenhaus. Ich hatte eigentlich nur Probleme mit ihm. Irgendwann waren die spielchen zu langweilig und wir hatten kurz normalen kontakt und dann wieder streit. Ab April war funkstille komplett. Mein jetziger freund war rund um die uhr für mich da und sieht das Kind als sein eigenes. Auch die Bindung zwischen denen zwei , wahrscheinlich auch durch den Kaiserschnitt, wird immer intensiver. ….“

Klingt doch sehr danach, als ob es sich um ein Eigentumsrecht handelt – die Schwarze Adoption läßt grüßen.

„… Jetzt ein Tag nach dem ich wieder Zuhause war nach der Entbindung lag ein brief vom Anwalt im kasten, mein ex wollte den kleinen zwei wochen nach Entbindung schon alleine an einem samstag abholen und abends wieder bringen. …“

Offensichtlich möchte der leibliche Vater für das Kind dasein und darf es nicht. Da gibt es einige Parallelen zum Fall von Andreas Haft, der derzeit sich durch alle Gerichtsinstanzen kämpft, damit er für seine Tochter dasein darf. Nur mit dem entscheidenden Unterschied, dass sein Kind in der Ehe eines anderen Mannes geboren wurde und eine Vaterschaftsanerkennung gar nicht erst nötig war.

„… Natürlich habe ich darauf nicht reagiert …“

Warum auch? Väter haben für gewöhnlich kaum Rechte vor Gericht, Erst recht nicht, wenn sie nur der leibliche jedoch nicht der gesetzliche Vater sind.

„…  jetzt zwei wochen später kam ein brief vom gericht zur Aufklärung der Abstammung von unserer Tochter und anfechtung der Vaterschaft da das Kind laut dem Anwalt meines ex Freundes kein soziales Verhältnis zu meinem Freund haben kann nach einem Monat. Anhörung ist erst ende September. Kann die Vaterschaft wirklich angefochten werden?“

Es sieht ganz danach aus, dass ihr Ex-Freund und vermutliche leibliche Vater des Kindes einen fähigen Anwalt für Familienrecht hat. Durch das Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) war die Bundesregierung gezwungen, leiblichen Vätern mehr Rechte einzuräumen. Seither ist nun unter ganz bestimmten Umständen der Vaterschaftstest gerichtlich einforderbar. Unter welchen genauen Bedingungen und ob die gesetzliche Vaterschaft anfechtbar ist, das wird demnächst Rechtsanwalt Herr Hoheisel-Gruler in der Reihe „Vater ist der, … – Recht & Gesetz“ hier im Kuckucksvaterblog erleutern.

Wer der guten Dame einen Rat geben möchte, der kann es dort auf gutefrage.net gerne tun.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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5 Antworten zu Kuckucksmutter sucht Rat zur Ausgrenzung des leiblichen Vaters auf gutefrage.net

  1. Joachim Seise schreibt:

    Ein „Biovater“ der sein Recht war nehmen möchte, sollte sich auch über seine Pflichten im klaren sein, ein Kind ist kein Spielzeug, dass man in die Ecke legt, wenn es mal schwierig wird. Die Mutter sollte ihren Ego zurücksetzen, auch wenn viele der Meinung sind “ Kinder seien ihr persönliches Eigentum“, dem ist nicht so. Wenn es um das Wohl des Kindes gehen soll, dann geht alle einen Schritt zurück und erst denken, dann handeln.
    Kinder brauchen Liebe, Zuneigung, eine Mutter und einen Vater, eine klare Linie und das ganze ohne Stress.
    Zum aktuellen Freund. „Liebe macht blind“, ist nicht nur ein Spruch, sondern sehr real.
    Ein Kind anerkennen ist eine schwerwiegende Entscheidung, sie begleitet dich bis in den Tot.
    Was ist wenn eure Liebe dem Altag weicht, Ihr euch eventuell trennt? Auch in diesem Fall wirst du weiterhin die Vaterrolle behalten… 450,00€ Unterhalt ist keine Seltenheit.
    Es gibt eine 2 Jahresfrist, die tritt ein ab dem Kenntnisstand, dass er nicht der Vater ist, aber das Kind duldet.
    Wen hat die Mutter als Vater angegeben, bei der Geburt?
    Mein Rat ist:
    Der Biovater, sollte ohne Stress die Vaterschaft übernehmen. Seiner Verantwortung gerecht werden. Die Mutter sollte dem Erzeuger Stressfrei die Möglichkeit geben „Vater“ zu sein.
    Der Freund der Mutter: Geh einen Schritt zurück und halt dich bitte raus.

    Joachim Seise
    selber Kuckucksvater

  2. wollepelz schreibt:

    Es ist traurig, dass die wahren Verantwortungslosen rechtlich immer noch so gedeckt werden. Die Sache machen diese „das Kind ist für mich als wäre es meins“-Vaterschaftsanerkenner nur noch schlimmer.

    Die Halbschwester meines Sohnes hat auch den falschen Vater in den Papieren. Gar nicht lustig. Sie darf das aber anfechten, wenn sie volljährig ist, soweit ich weiß.
    (Die Halbschwester meines Sohnes lebt bei einem Vormund.)

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