Ist den Frauen wirklich nicht zu trauen? – Jeanette Kuster im Mama Blog – unsere Analyse & Antworten


Screenshot

Ist den Frauen wirklich nicht zu trauen? – von Jeanette Kuster – Schweizer Mamablog

Debatte – Vaterschaftstest ab Geburt / Mama Blog – Jeanette Kuster – Schweiz – Mit „Ist den Frauen wirklich nicht zu trauen?“ titelte Frau Jeanette Kuster in ihrem Artikel im Mamablog. Doch was war zuvor geschehen?

Vor einigen Wochen wurde mir von Gabriela Braun (Leiterin Mama Blog) angeboten, dort als Gastautor einen Artikel über meine Geschichte zu veröffentlichen. Da mich der Kern der Kuckuckskindthematik beschäftigt, fragte ich nach, was sie davon halten würde, wenn

ich über die Thematik selbst und den Vaterschaftstest ab Geburt schreiben würde, statt nur über mich. Sie stimmte mir zu, dass das durchaus die Leser und Leserinnen des Blogs interessieren könne und genehmigte mir den neu gesetzten Fokus. Das war ein mutiger Schritt und ist es immer noch, denn es ist insbesondere bei der radikalfeministischen Szene mit heftigen Widerständen zu rechnen. Für diese Freiheit und Gelegenheit ein so heißes Eisen anfassen zu dürfen, gilt dem Mama Blog und Frau Braun mein Dank und Respekt.

Als dann der Artikel im Schweizer Mama Blog veröffentlicht wurde, löste dieser bei weitem mehr Reaktionen aus, als ich es mir in meinen kühnsten Träumen erhofft hatte. So rief mich unter anderem Frau Glaus von den Schweizer ’20 Minuten‘ – der auflagenstärksten Zeitung der Schweiz – an und interviewte mich zu meiner Forderung nach dem obligatorischen Vaterschaftstest. Nach einiger Zeit erschien dann ihr Artikel mit dem griffigen Titel: „Jedes Baby soll zum Vaterschaftstest!„. Das bemerkens- und lobenswerte am 20minuten-Artikel ist, dass dort die unterschiedlichsten Positionen zu Wort kamen – also auch Gegenpositionen – so dass sich der Leser eine eigene Meinung bilden kann. (Hierzu empfehle ich die Analyse „Kuckuckskinder und der Rückzug aus unhaltbar gewordenen Positionen“ von Manfred W.)
Seitdem ist die Diskussion allerorts anzutreffen. Offensichtlich ist die Zeit gekommen, in der die Vaterschaftsfrage nicht mehr weiter wie die hundert Jahren davor behandelt werden kann. Denn es hat sich inzwischen einiges entscheidend entwickelt – kulturell, wie auch medizintechnisch. Da ist es nachvollziehbar, dass sich früher oder später diese Entwicklungen auch in den Gesetzen widerspiegeln müssen – denn wenn nicht, klaffen Realität und Rechtsprechung immer weiter auseinander. Ein Bruch mit der Gesellschaft ist die Folge.

Nun reagierte eine der Autorinnen des Mama-Blogs – Jeanette Kuster, zweifache Mutter, Journalistin und Kommunikations-Fachfrau – und schrieb so einiges. Manches stimmt. Hingegen vermeldete sie so manches, das so nicht unkommentiert stehen gelassen werden sollte.

Screenshot - Onlineabstimmung

In der Onlineumfrage von 20 Minuten stimmten von über 7.000 Votern für den obligatorischen Vaterschaftstest ab Geburt. 7% enthielten sich und 23% stimmten dagegen. Mal sehen, wann die erste offizielle Meinungsforschung in diese Richtung unternommen wird.

So stimmt es z.B. dass in der Online-Umfrage auf 20 Minuten bei von 7303 Teilnehmern sich 70% für den Vaterschaftstest ab Geburt aussprachen, 7% es gleichgültig ist und lediglich 23% dagegen sind.

Auch stimmen die anderen Zahlen der Umfrage, die im Umfeld eines einseitigen feministischen Artikels geführt wurde, bei der sich immerhin noch sage und schreibe 56%, also die Mehrheit der Befragten, für den obligatorischen Vaterschaftstest aussprachen und das, obwohl dort alles dafür getan wurde, um eine negative Stimmung gegen den Vaterschaftstest ab Geburt zu machen. Offensichtlich nicht wirkungsvoll genug.

Doch nun zu den Stellen, die einer Antwort meinerseits bedürfen:

„Was mich stört, ist, dass ein solcher gesetzlich verordneter Vaterschaftstest (man stelle sich das bloss mal vor!) unmissverständlich impliziert, dass den Frauen nicht zu trauen ist. Alle Schwangeren stünden fortan unter Generalverdacht. Die allermeisten davon völlig grundlos.“

Wenn sie sagen würde, dass die Mutter stets sicher ist, dann würde dem ungesehen zugestimmt werden. Würde sie dann noch hinzufügen, dass der Vater ebenfalls stets sicher sei, wären unweigerlich Einwände zu vernehmen – zu Recht. Natürlich hat Frau Kuster es nicht so herum formuliert, sondern stattdessen verlangt sie, dass wir weiterhin so tun sollten, als ob alle Mütter stets treu seien. In der Schlussfolgerung erwartet sie von den gesetzlichen Vätern, dass sie zuerst einen Zweifel an ihrer Vaterschaft entwickeln und diesen der Frau gegenüber formulieren sollten, um anschließend den Vaterschaftstest durchführen zu dürfen.
Doch dieses noch aktuell angewendete System hat ein paar entscheidende Schwächen. Welcher Mann vermutet in einer funktionierenden Partnerschaft, dass seine Partnerin mit einem anderen als ihm selbst Geschlechtsverkehr hat? Somit gehen zumeist erst ein paar Jahre ins Land und zwischen Kind und gesetzlichem Vater entsteht eine Bindung, die ab dem Moment des Zweifels ernsthaft in Gefahr ist. Ob er nun der leibliche Vater ist oder nicht, ist dabei nicht einmal geklärt. Immerhin bestätigen über 75 Prozent der Vaterschaftstests die Vaterschaft. So entfacht der Zweifel lange ungeachtet der Vaterschaft sein Gift. Der Zweifel ist Tabu, denn schnell wird es als Anschuldigung ausgelegt, dass die Frau untreu sei, was die Autorin unmissverständlich bestätigt. Doch was glaubt sie wohl, wie lange ein Vater mit dem Zweifel schwanger läuft, bis er sich endlich dann einmal traut, diese verwerfliche Unsicherheit auszusprechen? Ich kann es ihr sagen: Meist viele Jahre und somit viel zu lange.

„Denn wenn ein Mann so wenig Vertrauen zu seiner Partnerin hat, dass er jede Schwangerschaft als unsicher taxiert und das Baby erst nach einem DNA-Test als sein eigenes akzeptieren kann, dann frage ich mich, weshalb er überhaupt ein Kind mit dieser Frau zeugen wollte? Gehört zu einer funktionierenden Beziehung nicht unbedingt auch tiefes Vertrauen? Gerade wenn es um die Gründung einer Familie geht?“

Ihre Begründung klingt auf den ersten Blick schlüssig. Einmal ehrlich: Wollen wir nicht alle diese unschuldige Romantik in unserer Beziehung? Wer möchte denn schon in einer schönen romantischen Beziehung so etwas hässliches wie das Misstrauen dem Partner bzw. der Parterin gegenüber einbringen? Doch mit genau der gleichen Argumentation ließe sich jeglicher Ehevertrag in den Wind schlagen und dann auch gleich jegliche standesamtliche Hochzeit, denn sie ist die vertragliche Absicherung pur – insbesondere für Frauen. Nach der Logik von Frau Kuster müsste sich einem sofort die Schlussfolgerung aufdrängen, dass die Angebetete ihrem Liebhaber misstraue, denn schließlich wolle sie einen Beweis, eine Sicherheit für die Ernsthaftigkeit der Beziehung und der finanziellen Absicherung, auch und gerade dann, wenn sie sich eines Tages trennen. Es impliziere nach kusterischer Logik also, dass sie davon ausgehe, dass die Beziehung nicht dauerhaft sei um final in der Fragestellung zu enden: „Warum will sie überhaupt mit dem Mann zusammen sein, wenn sie ihm doch eh nicht traut?“.
Jede Ehe ist ein Vertrag, auch wenn das manchem nicht bewusst ist bzw. manche das nicht wahrhaben wollen. Dennoch schaffen wir es, aus diesem hochjuristischen Akt etwas sehr romantisches und schönes zu machen und keinen dafür anzuklagen, dass er oder sie Sicherheit im Leben haben möchte.

Ich hoffe, dass es auch Frauen wie Jeanette Kuster bald gelingen wird, den obligatorischen Vaterschaftstest wertzuschätzen, statt ihn zu verteufeln. Denn wenn die Vaterschaftsbestätigung ins Haus flattert, gibt es gleich mehrfach einen Grund zu feiern: Die Vaterschaft ist erstmalig sicher und lässt somit keinen Raum mehr für den giftigen Zweifel und zugleich wird offiziell bestätigt, was jeder Mann von seiner Frau annimmt, nämlich dass sie redlich und treu ist.

Advertisements

Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe gefunden hatte, habe ich dieses Blog gegründet. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Gesellschaft über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither sind sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern entstanden. Der Austausch mit ihnen hat mir geholfen, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
Dieser Beitrag wurde unter Diskussionen, Externe Artikel, Kuckuckskind, Schweiz abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

44 Antworten zu Ist den Frauen wirklich nicht zu trauen? – Jeanette Kuster im Mama Blog – unsere Analyse & Antworten

  1. Pingback: Schweizerische Volkspartei – SVP-Nationalrat Frehner fordert Recht auf diskreten Vaterschaftstest | kuckucksvater

  2. Andrea schreibt:

    So da ich denke dass das für die Allgemeinheit und vor allem für den Frieden zwischen Männern und Frauen von Interesse ist, hier mal die gewünschten Argumente mit Quellenangaben für Max Kuckucksvater
    Hallo Max,
    ich hoffe Du siehst jetzt, dass nicht alle Frauen direkt agressiv sind, nur weil man Ihnen Argumente vorhält. Manchmal kann der Sachverhalt auch einfach sein, dass sie meinen was sie schreiben und das auch begründen können, auch wenn sie Stress hoch 10 haben und dabei noch alle 2 Minuten gestört werden und eigentlich wirklich keine Zeit für solche Diskussionen haben.
    Unrecht gibt es überall in der Welt und immer auf beiden Seiten, da zu generalisieren,
    das würde sich überwiegend auf eine Seite beziehen, in dem man z.B. sagt wenn Kinder Rechte haben dann Mädchen ect oder wenn Kinder Rechte haben dann Jungen… ist beides nicht in Ordnung.
    Es gibt Argumente für beide Seiten und damit für die Gleichberechtigung, die ein Ideal und damit ein Prozess ist,der immer nur angenähert werden kann.
    Bemüht sind viele Pädagogen und auch andere Menschen unserer Zeit dazu beizutragen, ob das in allen Fällen immer gelingt… natürlich nicht. Aber deswegen vorwiegend Stellung für eine Seite zu beziehen und das tatest Du in Deinem zitierten Satz mit den Rechten ist kontraproduktiv für diese wichtige Aufgabe.
    Daher ist diese Aussage für mich unfair in meinen Augen nämlich Mädchen und Jungen und den Pädagogen und anderen Berufsgruppen gegenüber, von denen zwar nicht alle, aber viele versuchen ihr Bestes zu geben.
    Und genau deswegen ist die liebe Dame der Schöpfung sauer geworden !
    LG
    Brigitte, die jetzt gespannt ist ob das doch eine Endlosdiskussion gibt
    Zum Thema Geschlechterrollen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechterrolle
    In neuerer Zeit wird in soziologischen und psychologischen Kreisen zunehmend Geschlecht und Gender nicht mehr gleichgesetzt, um die kulturell und gesellschaftlich vorgegebenen Geschlechterrollen von den biologischen Gegebenheiten zu unterscheiden.
    Kulturelle Geschlechterrollen unterscheiden sich stark zwischen verschiedenen Kulturen.
    Bisher sind keine Kulturen ohne Geschlechterrollen bekannt. Sie sind je historisch entstanden und einem ständigen Wandel unterworfen;
    lediglich die unterschiedlichen biologischen Rollen von Frauen und Männern bei der Fortpflanzung wurden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nicht in Frage gestellt. Seitdem die Medizin hier die Möglichkeiten bietet, diese biologischen Rollen teilweise zu verändern, wird dieser Teil der Geschlechtsrollen ebenfalls diskutiert; allerdings ist diese Debatte auf Randbereiche der Gesellschaft beschränkt.
    Der kulturelle Aspekt der Geschlechtsrollen ist sehr breit gefächert. Auch wenn Haupttendenzen erkennbar sind, sind doch fast alle Möglichkeiten der kulturellen Aufgabenteilung irgendwo und irgendwann praktiziert worden.
    Die bekannteste Norm für kulturelle Geschlechtsrollen dürfte die heteronormative oder patriarchalische sein,
    welche im Westen seit Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend in Frage gestellt und modifiziert wird.
    Wichtige Faktoren waren unter anderem die Verstädterung sowie der Erste Weltkrieg und seine Folgen:
    In der Soziologie tritt im Zusammenhang mit dem Begriff der Geschlechterproblematik auch der Begriff der Rolle auf. Die Gesellschaft hat an Inhaber einer gewissen Position bestimmte Vorstellungen über deren Handeln. Dieses Verhalten wird als Rollenverhalten bezeichnet.[2] In Diskussionen erfährt das Thema der Geschlechterrollen meist eine Gegenüberstellung von soziokulturellen und biologischen Einflüssen. Daneben besteht aber auch noch immer die Ansicht, dass das Individuum aus ausschließlich von der Umwelt geformtem Wesen zu verstehen ist.[3]
    Für jede Position kann aber auch ein Gegenbeispiel gefunden werden.
    (William F. Pollack, Richtige Jungen, Bern 1998, S. 13.
    Esther R. Greenglass: Geschlechterrolle als Schicksal. Soziale und psychologische Aspekte weiblichen und männlichen Rollenverhaltens. Deutsche Erstausgabe. Klett-Cotta, Stuttgart 1986 (Originaltitel: A World of Difference: Gender Roles in Perspective (1982), übersetzt von Urs Aeschbacher und Wilhelm Häberle), ISBN 3-608-91289-4, S. 30.
    Vgl. Paul M. Zulehner/Rainer Volz, Männer im Aufbruch, Ostfildern 1998.
    Beide Zitate nach: Gammler. Schalom aleichem, in: Der Spiegel, Nr. 39 vom 19.9.1966, S. 72.)
    Veränderte Männlichkeit
    Die Männlichkeit ist seit den späten 1960er Jahren dabei, sich prinzipiell anders aufzufächern als in den Jahrhunderten zuvor. Das betrifft nicht nur ökonomische, politische und kulturelle Machtpositionen, sondern geht wesentlich tiefer. Getroffen ist der Androzentrismus, das heißt die absolute Selbstverständlichkeit, dass Männer herrschen, die Gesetze machen, die Welt erklären und alle darauf hören. Der Mann ist die längste Zeit der unbestrittene Herrscher der Außenwelt gewesen. Ökonomische Veränderungen bedingen diese Entwicklung.
    Die landläufige Meinung, dass erst der moderne Feminismus die traditionelle Männlichkeit in Auflösung gebracht habe, ist irrig. Schon in den 1950er Jahren lebten in den USA die Beats neue Männlichkeiten. Die Literatur vor allem von Jack Kerouac dokumentiert dies ebenso wie die Werke von Allen Ginsberg oder Alan Watts. In Deutschland versuchten einige Jahre später die sogenannten Gammler Vergleichbares. Schon äußerlich unterschieden sie sich mit ihren langen Haaren und gewollt ungepflegter Kleidung von der traditionellen Männlichkeit. In ihrer Lebensauffassung klinkten sie sich bewusst aus der “männlichen“ Leistungsgesellschaft aus und beschworen “kontraproduktive“ Werte wie Müßiggang, Unordnung und Spontaneität. Bundeskanzler Ludwig Erhard versprach damals: “Solange ich regiere, werde ich alles tun, um dieses Unwesen zu zerstören.“ Die NPD verlangte “endlich Maßnahmen (…) um das ganze Problem (…) radikal und im Sinne des gesunden Volksempfindens zu lösen“. Kurze Zeit später radikalisierten die Hippies den Lebensentwurf der Gammler. Ihre Kleidung war bunt und “weiblich“, auch Männer trugen Schmuck.
    Dass die Männerwelt inzwischen stark in Bewegung geraten war, dokumentiert die Berliner Männeruntersuchung von 1990. Das Frauenbild der Männer und die Einschätzung und Anerkennung der Frauen hatten sich positiv verändert. Deutlich hatte sich die Mithilfe des Mannes im Haushalt und bei der Kindererziehung verstärkt. Auch das Bild, das sich die Männer von sich selbst machen, hatte sich “enthärtet“. Männer waren vor allem gefühlvoller, partnerschaftlicher und zu besseren Zuhörern geworden. Auffällig und in diesem Ausmaß erschreckend war aber eine generelle Unzufriedenheit der Männer mit sich und ihrer Situation. Auch die Männerrolle wurde nun kritischer gesehen.
    Untersuchungen um die Jahrtausendwende und danach belegen, dass diese Trends sich gefestigt haben. “Männer im Aufbruch“ titelt eine Befragung von 1998 und macht einen steigenden Anteil “neuer Männer“ aus. Unterschiedliche Männlichkeiten können nun gelebt werden. Die traditionelle Männlichkeit hat ihre verbindliche Eindimensionalität verloren. Das gilt nicht nur für sexuelle Präferenzen, sondern auch für Rollenmodelle wie Hausmann, teilzeitarbeitender Vater und andere. Doch sollte diese Entwicklung nicht überschätzt werden. Männlichkeit bleibt eine Gratwanderung zwischen der Hardware-Männlichkeit, wie sie offiziell noch immer gelebt wird, und einer Software-Männlichkeit, wie sie inzwischen in bestimmten Milieus gefordert ist. Aber die Erwartung, leistungsstark, erfolgreich und kämpferisch zu sein, bleibt das Maß für Beruf und Karriere. Privat hingegen wird vermehrt eine Männlichkeit verlangt, die kooperativ, emphatisch, flexibel und irgendwie feminin ist. Das gilt vor allem für die Milieus der mittleren Schichten. Beides ist vor allem dann schwierig zu leben, wenn es simultan verlangt wird. In diesem Sinne merkte William Pollack an: “Wir fordern, dass unsere Jungen den sensiblen New-Age-Mann und den coolen Kerl gleichzeitig verkörpern.“
    http://www.zeitschrift-fuer-familienforschung.de/pdf/2005-1-oberndorfer.pdf
    3.5 Machtverhältnisse in der Partnerschaft
    Insbesondere im Falle einer Rollenumkehr stellt sich die Frage, ob Frauen ihre be-
    rufliche Position und ihre Finanzkraft als Machtmittel einsetzen, um ihren Partner
    zum eigenen Nutzen auf die Rolle des Hausmannes festzulegen. Macht wird viel-
    fach dazu genutzt, ungeliebte Arbeiten anderen zu übertragen. Für die befragten
    Paare war die Hausarbeit ein notwendiges Übel. Ihre Aufteilung zwischen den
    Partnern kann deshalb als ein Indikator für die Machtverhältnisse in der Partner-
    schaft herangezogen werden.
    Ihre Verteilung folgte nicht den jeweiligen Ressourcen der Partner, sondern wurde einerseits
    nach Kompetenzen und Vorlieben, andererseits nach verfügbarer Zeit verteilt. Dabei wurde darauf geachtet, dass kein Partner zu sehr belastet war. Um dies zu erreichen griffen die Paare vielfach auf bezahlte Kräfte zurück. Insgesamt zeigen die Interviews, dass nicht unausgeglichene Machtverhältnisse die Grundlage für die nichttraditionelle Aufgabenteilung bildeten. Ein Indiz dafür war die hohe Zufriedenheit mit der übernommenen Aufgabenteilung. Sehr zufrieden
    waren jene Paare, die eine annähernd egalitäre Verteilung der Erwerbs- und Familientätigkeit
    vorgenommen hatten, am wenigsten zufrieden diejenigen mit Rollenumkehr. Vor allem waren es die Partnerinnen der Hausmänner, die bedauerten, dass ihr Partner nur geringe Aussichten hatte, sich beruflich zu entwickeln und manche empfanden ihre Alleinverantwortung für die
    finanzielle Sicherung der Familie als Belastung. Die Väter waren allgemein sehr zufrieden mit der übernommenen Verteilung von Erwerbs- und Familientätigkeit.
    Sie schätzten vor allem die Nähe zu ihren Kindern und meinten, ihre Partnerschaft
    sei durch die geteilte Verantwortung im beruflichen und familialen Bereich wesentlich bereichert worden.
    Kaum ein Paar strebte für die Zukunft eine traditionelle Aufgabenteilung an. Wenn Veränderungen geplant waren, dann eher in Richtung Egalität.
    Auch wenn von Seiten der Mütter bei der Entscheidung ein gewisser Druck auf die Väter ausgeübt worden wäre, konnte die Erfahrung mit der nichttraditionellen Aufgabenteilung eventuell vorhandene Vorbehalte und Unsicherheiten bei den Vätern offenbar ausräumen.
    http://www.stern.de/lifestyle/mode/metro-sex-neue-maenner-braucht-das-land-529792.html
    Neue Männer braucht das Land
    14. September 2004, 18:33 Uhr
    Er ist durchschnittlich 30 Jahre alt, seine Finger sind manikürt, er geht gerne einkaufen und benutzt regelmäßig Hautpflegeprodukte. Und er ist trotzdem heterosexuell. Das Phänomen hat einen Namen: “Metrosexuell”
    Gilt als Inbegriff des metrosexuellen Mannes. David Beckham, hier mit Ehefrau Victoria© AP
    Aber der neue Mann ist nicht nur ein gepflegter Schönling, er ist auch liebevoller Familienvater und ganzer Kerl, der in die Kneipe und zum Fußball geht. Einfach perfekt. Findet auch die Kosmetikindustrie, denn der Markt für Herren-Hautpflege ist in diesem Jahr um rund 40 Prozent gewachsen. Aus 200 Pflegeserien kann Mann mittlerweile wählen. Ikone und Leitwolf des Metro-Trends ist David Beckham. Domenico Dolce und Stefano Gabbana schneiderten dem Fußballgott eine ganze Kollektion auf den Leib, weil sie seine Stilsicherheit bewundern. Trendsetter David trägt ganz selbstverständlich Haarreif, verwendet gern den Nagellack von Gattin Victoria und ab und zu auch deren Dessous.
    Der Begriff metrosexuell wurde 1994 von dem britischen Journalisten Mark Simpson geprägt: eine Wortschöpfung, um die wachsende Gruppe kosmetikbewusster Männer zu beschreiben. Da Simpson die Käufer von Herrenparfüm, Deo und After Shave zu Recht vor allem in Großstädten vermutete, nannte er sie metrosexuell (von: Metropole = Großstadt). Der Begriff wurde von Marketing- und Kosmetikfirmen für die neue hochinteressante Zielgruppe übernommen.
    Doch niemand konnte damals ahnen, dass sich mit dem Wort Metro-Sex ab 2003 ein neuer Lifestyle und ein neuer Männertyp verbinden würde. Eines der hipsten TV-Formate in Amerika macht es gerade vor: In “Queer Eye for the straight guy” geht es Woche für Woche um fünf Schwule, die heterosexuelle Männer zu metrosexuellen Stil-Ikonen ummodeln. Dazu gehören neben dem modischem Outfit und den manikürten Händen auch Make-up mit Lidschatten und Lip Gloss. Auch in Europa ist der Trend angekommen und prägt vor allem die Hochglanzwerbung. Soeben hat der Pariser Modeschöpfer Jean Paul Gaultier eine komplette Make-up-Linie für Herren entwickelt – mit Bronzepuder, Khajal- und Lippenstift.
    “Schwul leben – heterosexuell lieben” lautet die selbstbewusste Devise der Metro-Sex-Männer. Wie viele kom-mende Modesaisons der neue Trend überleben wird, ist unklar. Aber eines zeigt sich deutlich: Der Umsatz bei der Herrenkosmetik steigt kontinuierlich – dem neuen Mann sei Dank.
    http://www.bibb.de/dokumente/pdf/pr_pr-material_2002_benachteiligte_kollatz.pdf
    Geschlechtsspezifische Segmentierung des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes
    Wie stellt sich die Situation nun für die weiblichen Gruppen dar?
    Die Bildungsbeteiligung von Mädchen und Frauen ist zwar angestiegen: Frauen haben
    mittlerweile die besseren Abschlüsse und weniger Abbrüche in der Schule und in der
    Ausbildung. Beim Zugang zur Ausbildung und zum Erwerbsleben sind sie jedoch
    unterrepräsentiert und somit weiter benachteiligt. Zwar haben neun von zehn jungen Frauen
    im Alter von 25 bis 30 Jahren eine abgeschlossene berufliche Ausbildung, aber der
    Ausbildungsstellenmarkt ist weiterhin geschlechtsspezifisch geteilt.
    Laut Berufsbildungsbericht 2000 waren die Hälfte der Ausbildungsstellenbewerber, die 1999
    nicht vermittelt werden konnten, junge Frauen. Im dualen System sind junge Frauen immer
    noch unterrepräsentiert: Nur etwa die Hälfte (52,2%)
    eines Altersjahrgangs machen eine Ausbildung, aber 74% der jungen Männer. Der Anteil der weiblichen
    Auszubildenden liegt insgesamt bei 40%, dabei haben weibliche Schulabgänger häufiger höhere Schulabschlüsse
    erreicht als männliche Vergleichsgruppen. Das bedeutet, dass das duale System männlichen
    Schulabgängern auch weiterhin deutlich bessere Chancen für eine qualifizierte Berufsausbildung bietet
    als weiblichen.
    http://www.good-practice.de/bibb_doku_gesamt.pdf
    1999 wurden im Rahmen der beruflichen Benachteiligtenförderung
    bundesweit 106.800 Teilnehmer/innen betreut, davon waren 33%
    Mädchen und junge Frauen (Berufsbildungsbericht 2000).
    Das bedeutet zum einen, die weiblichen Teilnehmer sind unterrepräsentiert,
    zum anderen aber auch, dass die berufliche Benachteiligtenförderung
    über wiegend an männlichen Jugendlichen ausgerichtet wird.
    Die überwiegende Mehrzahl der jungen Frauen in der beruflichen
    Benachteiligtenförderung ist zwischen 18 und 27 Jahre alt und befindet sich
    damit in einem Lebensabschnitt, in dem partnerschaftliche und familiäre
    Zukunftsplanungen eine große Rolle spielen.
    Die Beteiligung von Migrantinnen an der beruflichen Benachteiligtenförderung
    ist unverändert gering und liegt je nach Maßnahme zwischen 5 % und 7%.
    Artikel aus 2014
    http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/pisa-studie-jungen-besser-als-maedchen-a-961921.html
    Pisa-Ergebnisse: Jungs sind besser als Mädchen
    Von Frauke Lüpke-Narberhaus und Michael Niestedt (Grafik)
    Schule in Schweden: Warum sind Jungs besser als Mädchen? Zur Großansicht
    Corbis
    Schule in Schweden: Warum sind Jungs besser als Mädchen?
    Jungs können mehr und erzielen Spitzenleistungen, Mädchen landen nur im Mittelfeld. Die Pisa-Studie offenbart einen großen Geschlechterunterschied in allen Ländern. Warum ist das so?
    Jungen erzielen bei dem neuen Pisa-Test häufiger Höchstleistungen als Mädchen. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für fast alle 44 teilnehmenden Länder. “Wir sollten darüber nachdenken, ob wir Jungen und Mädchen gleichermaßen zu Spitzenleistungen anspornen”, sagt Francesco Avvisati, einer der Autoren der Studie.
    Was bei der Auswertung der Pisa-Studie auffällt: Unter den leistungsstärksten 15-jährigen Deutschen sind deutlich mehr Jungen (60 Prozent) als Mädchen (40 Prozent). In fast allen teilnehmenden Ländern erreichten mehr Jungen Spitzenleistungen als Mädchen, unter den schwächsten Schülern verteilen sich Jungen und Mädchen hingegen gleichermaßen. Insgesamt zeigen Jungen eine größere Bandbreite an Leistungen, von sehr guten bis sehr schlechten, während Mädchen tendenziell eher im Mittelfeld verharren. Das kennt Studienautor Avvisati schon von früheren Pisa-Studien zur Mathe- und Lesekompetenz. Für die Studie haben Schülerinnen und Schüler in Computeranimationen alltägliche Probleme gelöst, am Automaten eine Fahrkarte gekauft oder eine Klimaanlage bedient. So untersuchten die Forscher – wie auch schon im Jahr 2003 – die Problemlösekompetenz. Die Ergebnisse hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag vorgestellt.
    Pisa-Studie: Wie Mädchen abschneiden
    In der Pisa-Studie erreichen die Länder je nach Leistung der Schüler unterschiedlich viele Punkte. Mit 385 Punkten erbrachten Mädchen in Kolumbien die geringsten Leistungen. Am besten schnitten Schülerinnen in Korea ab, sie erreichten 554 Punkte. Klicken Sie auf die Länder, dann sehen Sie die Ergebnisse.
    Pisa-Studie: Wie Jungen abschneiden
    In der Pisa-Studie erreichen die Länder je nach Leistung der Schüler unterschiedlich viele Punkte. Mit 394 Punkten erbrachten Jungen in Bulgarien die geringsten Leistungen. Am besten schnitten Schüler in Korea ab, sie erreichten 567 Punkte. Klicken Sie auf die Länder, dann sehen Sie die Ergebnisse.
    Immer wieder untersuchen Bildungsforscher, wie sich die Leistungen von Jungen und Mädchen in der Schule unterscheiden. Mal gelten Mädchen als die neuen Sorgenkinder, mal Jungen. An der Pisa-Studie beteiligen sich alle drei Jahre weltweit Zehntausende 15-Jährige. Sie schreiben dabei auch Tests in Mathe und Naturwissenschaften, ihr Leseverständnis wird getestet. Diese Ergebnisse präsentierte die OECD bereits im vergangenen Dezember. Damals schnitten Jungen insgesamt besser in Mathe, Mädchen besser beim Leseverständnis ab. In den Naturwissenschaften machten die Forscher keinen klaren Vorteil für Jungen oder Mädchen aus. Warum erzielen Jungen in dieser Auswertung häufiger Spitzenleistungen? Vielleicht hängt die Problemlösekompetenz mit einem Grundverständnis für Mathe zusammen, wo die Jungen auch leicht vorn liegen. Womöglich hat den Jungen auch geholfen, dass sie die Aufgaben am Computer lösen mussten. Avvisati und seine Kollegen können derzeit nur vermuten. Dafür schauen sie auch auf jene Länder, in denen Mädchen insgesamt besser abgeschnitten haben als Jungen. Darunter sind beispielsweise die Vereinigten Arabischen Emirate und Bulgarien. Das mag überraschen, liegt aber daran, dass hier insgesamt weniger 15-Jährige Spitzenleistungen erreicht haben. Die Mädchen im Mittelfeld ziehen den Schnitt nach oben.
    ANZEIGE
    Anders in Ländern wie Schweden, Norwegen und Finnland, Gesellschaften also, in denen Männer und Frauen schon relativ gleichgestellt leben: Hier landeten in der Spitzengruppe gleich viele Mädchen wie Jungen. Avvisati mutmaßt, dass die Lehrer hier gleich hohe Erwartungen an Jungen und Mädchen haben, dass die Lehrer Mädchen hier anders motivieren. Oder ist es die Angst davor, Fehler zu machen, die Mädchen eher im Mittelfeld landen lässt? Denn die Autoren der Studie schreiben: Wer beim kreativen Problemlösen gut abschneiden will, der müsse offen für Neues sein, müsse “Zweifel und Ungewissheit zulassen und es wagen, intuitiv vorzugehen”. Wenn die Mädchen nicht wagen, gewinnen sie nicht. Aber auch das ist nur eine Vermutung, betont Avvisati.
    Was empfiehlt er nun den Lehrern? Sie sollten Jungen und Mädchen gleichermaßen ermutigen, fördern, unterstützen, sagt er. Und vielleicht sollten sie besonders Mädchen häufiger an ein altes Sprichwort erinnern: Aus Fehlern wird man klug.
    Pisa-Studie: Wie Mädchen und Jungen abschneiden
    In der Pisa-Studie erreichen die Länder je nach Leistung der Schüler unterschiedlich viele Punkte. Exemplarisch für China stehen hier die Werte aus Shanghai. Klicken Sie auf die Länder, dann sehen Sie die Ergebnisse.
    http://www.sueddeutsche.de/karriere/foerderung-von-jungen-geschlechterkampf-naechste-runde-1.8218
    Die Annahme, dass das Übermaß an weiblichen Bezugspersonen in Hort und Grundschule die Bildungsnachteile verursacht, ist weitverbreitet. Einen empirisch unstrittigen Beweis, dass – wie es im Fachjargon heißt – “die feminine schulische Subkultur” Mädchen bevorteilt, gibt es nicht, sagt Wissenschaftlerin Heidrun Stöger. Besser belegt ist, dass die Art der Sozialisierung eine Rolle spielt: Wie verhalten sich Jungen? Womit spielen Mädchen? “Jungen experimentieren gerne, toben sich aus. Mädchen bekommen mehr zum Basteln geschenkt und arbeiten still, ordentlich und ruhig vor sich hin. Kompetenzen, die später auch beim Lernen in der Grundschule von Vorteile sind”, sagt die Professorin.
    3
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/taschengeld-maedchen-bekommen-weniger-als-jungen-1900495.html
    Mädchen bekommen weniger als Jungen
    Die Welt ist nicht immer gerecht. Nach einer Umfrage unter Kindern im Alter von 9 bis 14 Jahren bekommen Mädchen weniger Taschengeld als Jungen. Der Trend zur Benachteiligung der Mädchen ziehe sich durch alle Milieus und Regionen.
    http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/111054.html
    2. Gesellschaftliche und rechtliche Stellung der Frau in Indien
    Die gesellschaftliche und rechtliche Stellung der indischen Frau ist seit Jahrtausenden durch Religion und Tradition geprägt und stellt sie zumeist als Mensch zweiter Klasse dar. Wie es im Gesetz des Manu – eine der wichtigsten heiligen Schriften der Hindus – heißt, darf sie nicht selbstständig handeln und sie habe „stets abhängig von einem Mann zu sein – zuerst als Tochter von ihrem Vater, dann als Gattin von ihrem Ehemann und schließlich als Witwe von ihren Söhnen.“
    [1]Ein Mädchen dagegen ist oft unerwünscht und bedeutet meist den finanziellen Ruin der Familie, da es später zur Heirat mit einer umfangreichen Mitgift ausgestattet werden muss. Bereits in jungen Jahren, werden die Töchter zu guten Ehefrauen erzogen und dürfen seltener eine Schule besuchen, im Gegensatz zu ihren Brüdern.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenrechte_in_der_T%C3%BCrkei
    „In der Türkei reicht das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen von der Nichterfüllung wirtschaftlicher Mindestbedürfnisse über verbale und psychologische Gewalt bis zu Schlägen, sexueller Gewalt und Mord. Erzwungene Heirat, auch von Minderjährigen, berdel (die wechselseitige Verheiratung von Frauen, um Mitgift und andere Hochzeitskosten zu sparen) und beşik kertmesi (eine Form der arrangierten Hochzeit, bei der Familien neugeborene Mädchen „austauschen“ und sie zwingen zu heiraten, sobald sie als alt genug dafür betrachtet werden).[7]“
    Auch bezüglich dieser Tatbestände ist es schwer, genaue Informationen über deren Ausmaß und regionale Konzentration zu erhalten. Dennoch lässt sich die Schwere und die Verbreitung der an Frauen begangenen Verbrechen anhand von mehreren kleineren Studien, die von amnesty international zusammengetragen wurden,[7] ungefähr einschätzen:
    So gaben 1994 einer vom „Amt für den Status der Frauen“ durchgeführten Untersuchung zufolge 40 Prozent der befragten Männer an „es akzeptabel zu finden, Frauen und Mädchen mit Gewalt zu ´disziplinieren´. Eine andere Studie schätzte, dass 58 Prozent der Frauen familiäre Gewalt erlitten hatten, nicht nur von ihren Männern, Verlobten, Freunden und Brüdern, sondern auch von Familienangehörigen ihres Mannes.[10]
    In einer Gruppe von Frauen der Mittel- und Oberschicht hatten 63,5 Prozent sexuelle Angriffe erlebt.[11]
    Nach einer anderen Studie zu Frauen in Ankara erlebten 64 Prozent Gewalt von ihren Ehemännern, 12 Prozent von Ehemännern, von denen sie sich getrennt hatten, acht Prozent von Partnern, mit denen sie zusammen lebten, und zwei Prozent von der Familie. Es wurde festgestellt, dass 59 Prozent der Frauen Opfer von Gewalt waren.[12]
    Laut einer Untersuchung der Stiftung Mor Çatı (Lila Dach) zwischen 1990 und 1996 lebten 88,2 Prozent von 1259 Frauen in einer gewalttätigen Umgebung. 68 Prozent wurden von ihren Ehemännern geschlagen.[13]
    16 Prozent gaben an, dass ihre Männer sie vergewaltigt hatten.[14]
    Eine Studie über 599 Frauen in der Südost-Türkei fand heraus, dass 51 Prozent Vergewaltigung in der Ehe und 57 Prozent körperliche Gewalt erfahren hatten.”[15]
    In jüngerer Zeit nimmt die Anzahl der gemeldeten gewalttätigen Übergriffe gegen Frauen in erheblichem Maße zu.[16]
    http://www.helles-koepfchen.de/artikel/2970.html
    Gleiche Rechte für Frauen? Die Situation heute
    Teil 3: Frauenrechte aktuell
    von Silvia Hähnel und Britta Pawlak
    [vorherige Seite] Teil 3 von 4 [nächste Seite]
    Werbung (warum?)
    In Deutschland sind Männer und Frauen vor dem Gesetz gleich – sie haben also dieselben Rechte und Pflichten. Mädchen und Frauen besuchen heute die Schule, sie studieren und gehen arbeiten – und dass Frauen wahlberechtigt sind, kommt uns ganz selbstverständlich vor. Auch politische Posten sind heute oft von Frauen besetzt. Aber sind Frauen in Deutschland wirklich in allen Bereichen gleichberechtigt oder gibt es für sie doch noch Nachteile in der heutigen Gesellschaft? Und wie steht es in anderen Ländern dieser Welt um die Rechte von Mädchen und Frauen?
    [Mädchen und Frauen besuchen heute ebenso wie Jungen und Männer die Schule, studieren und gehen arbeiten – doch sind sie wirklich in allen Bereichen gleichberechtigt? ] Mädchen und Frauen besuchen heute ebenso wie Jungen und Männer die Schule, studieren und gehen arbeiten – doch sind sie wirklich in allen Bereichen gleichberechtigt? (Quelle: p0psicle | sxc.hu)Es ist gerade einmal knapp 100 Jahre her, dass Frauen in Deutschland das Recht zu wählen erhielten, und erst vor knapp 60 Jahren wurde die Gleichberechtigung von Mann und Frau ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. In der Schweiz sind Frauen sogar erst seit dem Jahr 1971 wahlberechtigt. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die rechtliche Situation von Frauen wesentlich verbessert. Trotzdem gibt es nach wie vor Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen – besonders im Beruf sind Frauen oft benachteiligt, und das nicht nur, wenn sich ein Kind ankündigt.
    Es ist normal für die meisten von uns, dass Frauen ebenso ihrem Beruf nachgehen wie Männer. Sehr viele Frauen können es sich heute nicht mehr vorstellen, nicht arbeiten zu gehen. Schließlich ist der Beruf auch eine Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit zu entfalten, seine Interessen zu verwirklichen – und vor allem, finanziell von anderen Menschen unabhängig zu sein und damit freier über sein Leben bestimmen zu können.
    Werbung (warum?)
    Frauen sind mittlerweile in so gut wie allen Bereichen der Berufswelt tätig, auch dort, wo einst nur Männer arbeiteten: Zunehmend gibt es bei der Bundeswehr auch Soldatinnen und immer mehr Frauen überzeugen in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen oder in der Wirtschaft, wo früher so gut wie keine Frauen anzutreffen waren. In diesen Berufszweigen ist der Anteil an Frauen jedoch noch immer gering, und allgemein sind Frauen seltener in Führungspositionen anzutreffen.
    Beruf: Schlechtere Bezahlung und Benachteiligung
    [Immer mehr Frauen arbeiten heute erfolgreich in Bereichen, in denen Männer stets die Überhand hatten.] Immer mehr Frauen arbeiten heute erfolgreich in Bereichen, in denen Männer stets die Überhand hatten. (Quelle: connor212 / piqs.com)
    Frauen leisten in allen möglichen Berufsfeldern ebenso viel wie ihre männlichen Kollegen, doch sie verdienen in Deutschland bis zu ein Viertel weniger Geld! In anderen europäischen Ländern fällt der Unterschied nicht so hoch aus. Vernünftige Erklärungen gibt es hierfür eigentlich nicht, denn es ist erwiesen, dass Frauen im Allgemeinen hoch motiviert sind und im Durchschnitt sogar bessere Hochschulabschlüsse als die männlichen Mitarbeiter vorweisen können.
    Gründe für die schlechtere Bezahlung sind zum einen Vorurteile, zum anderen ist es schlicht die Tatsache, dass Frauen Kinder bekommen: Viele denken noch immer, dass Frauen weniger produktiv sind als Männer, sich nicht durchsetzen können und sich deshalb für Führungspositionen nicht “eignen” – oder eben, dass sie ohnehin irgendwann ausfallen oder kürzer treten, weil sie Mutter werden. Deshalb werden junge Frauen oft gar nicht erst eingestellt oder müssen sich in vielen Firmen von vorneherein mit einem niedrigeren Gehalt zufriedengeben – unabhängig davon, ob sie bereits Mutter sind oder überhaupt Kinder bekommen möchten.
    Seit einiger Zeit gibt es in Deutschland eine so genannte Frauenquote – das bedeutet, dass in bestimmten Bereichen Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden sollen, damit der Anteil von Frauen und Männern angeglichen wird. Das gilt allerdings nur für Stellen im öffentlichen Dienst – private Unternehmen können nach wie vor selbst darüber entscheiden, ob sie die Gleichstellung von Frauen im Berufsleben berücksichtigen und fördern oder nicht.
    Job und Familie: Für viele Frauen schwierig zu vereinbaren
    [Generell werden Männer im Berufsleben oftmals bevorzugt – insbesondere, weil Frauen Kinder bekommen und deshalb beruflich ausfallen könnten. Berufstätige Frauen stoßen auf Probleme, wenn sie schwanger werden.] Generell werden Männer im Berufsleben oftmals bevorzugt – insbesondere, weil Frauen Kinder bekommen und deshalb beruflich ausfallen könnten. Berufstätige Frauen stoßen auf Probleme, wenn sie schwanger werden. (Quelle: Alexandra Bucurescu | Pixelio.de)Tatsächlich ist es insgesamt noch immer schwierig für Frauen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Für die meisten Paare ist es heute ganz normal, dass sie eine gleichberechtigte Partnerschaft führen – der Kampf der Geschlechter aus früheren Tagen ist zumindest in der jüngeren Generation nicht mehr aktuell. Mann und Frau planen ihre Zukunft gemeinsam und in den meisten Beziehungen wird es als normal und wichtig erachtet, dass man finanziell nicht voneinander abhängig ist.
    Deshalb machen sich besonders junge Frauen oft nicht mehr so viele Gedanken über das Thema Gleichberechtigung – das ändert sich meist, wenn Kinder geplant sind oder ein Kind unterwegs ist. Es ist nämlich noch immer die Frau, die zumindest für eine gewisse Zeit aus dem Berufsleben ausscheidet – auch wenn es zunehmend Männer gibt, die nach der Geburt einen Teil der Kinderbetreuung übernehmen. Möchten Mütter schon bald nach der Geburt wieder anfangen zu arbeiten, ist es gar nicht so leicht, die richtige Betreuung für das Kind zu finden. Es gibt viel zu wenige freie Plätze in Krippen, wo sich auch um kleinere Kinder gekümmert wird. Wer nicht auf die Hilfe von Großeltern oder anderen zählen kann, steht vor einem großen Problem.
    Vorurteile und zu wenig Unterstützung in der Gesellschaft
    [Noch immer sind Frauen gesellschaftlich in einigen Bereichen nicht gleichberechtigt, weil sie als Mütter zu wenig Unterstützung bekommen.] Noch immer sind Frauen gesellschaftlich in einigen Bereichen nicht gleichberechtigt, weil sie als Mütter zu wenig Unterstützung bekommen. (Quelle: AD-Passion | sxc.hu)Viele Menschen denken weiterhin, dass die Kindererziehung allein die Aufgabe der Mutter sei – und manche bezeichnen Mütter, denen ihr Beruf wichtig ist, sogar als “Rabenmütter”. Das ist natürlich eine zusätzliche Belastung für Frauen, schließlich wird es doch bei Vätern als ganz normal angesehen, wenn sie sich um ihren Beruf kümmern!
    Weil aber auch viele moderne Männer gern mehr für ihre Kinder da sein wollen, bemühen sich nicht wenige Paare darum, die Kindererziehung möglichst gleichmäßig aufzuteilen. Mittlerweile können auch Väter Erziehungsurlaub beantragen, um ihre Kinder zu betreuen. Eine solche “Elternzeit” kann von Müttern und Vätern für maximal drei Jahre in Anspruch genommen werden – sie setzen dann für einige Zeit aus und können später ihre berufliche Arbeit wieder aufnehmen. Eltern, die sich nach der Geburt um ihr Baby kümmern und deshalb nicht arbeiten gehen können, erhalten vom Staat für maximal 14 Monate ein “Elterngeld”. Bei Berufstätigen bemisst sich dies nach der Höhe des vorherigen Einkommens (im Allgemeinen entspricht das Elterngeld 67 Prozent des Gehalts). In manchen Familien arbeiten Mann und Frau in Teilzeit weiter, damit sich immer jemand um das Kind oder die Kinder kümmern kann. Leider ist das in vielen Fällen schwer umzusetzen, weil geeignete Teilzeitstellen fehlen oder es nicht möglich ist, sich die Arbeitszeit flexibel einzuteilen.
    In der Praxis bedeutet dies: Obwohl Frauen und Männer heute dem Gesetz nach gleichberechtigt sind, ist die Gesellschaft in wichtigen Lebensbereichen weiterhin nicht darauf eingestellt, Frauen auch tatsächlich dieselben Rechte und Freiheiten zu ermöglichen, die für Männer ganz selbstverständlich sind. Denn dass eine Frau zumindest für eine Zeit beruflich ausfällt, wenn sie ein Kind bekommt, ist normal. Jedoch gibt es noch immer viel zu wenig Unterstützung für Mütter, die nach einiger Zeit (wieder) arbeiten gehen, sich weiterbilden und nicht “nur” Mutter und Hausfrau sein möchten. Gerade alleinerziehende Mütter sind besonders häufig von Armut betroffen, weil sie nicht oder nur eingeschränkt arbeiten gehen können. Das heißt, viele Frauen sind weiterhin von den Gehältern der Männer abhängig, da ihnen als Mütter oftmals zu wenig Geld zur Verfügung steht.
    Bemängelt wird von vielen, dass das Großziehen von Kindern, was viel Arbeit und Verantwortung mit sich bringt und ein wichtiger Beitrag für unsere Gesellschaft ist, viel zu wenig Anerkennung findet. So bekommen Frauen, die aufgrund ihrer Kinder lange Zeit nicht gearbeitet haben, im Alter eine geringe Rente, weil Hausfrau- und Muttersein von der Gesellschaft nicht als “Arbeit” anerkannt wird – im Gegensatz zu einem Beruf, bei dem man offiziell Geld verdient. Viele Frauenrechtler/innen fordern deshalb, dass die Leistung von Frauen, die Kinder bekommen und großziehen, als Arbeit anerkannt und auch finanziell berücksichtigt werden müsse.
    Frauenrechte weltweit
    [In China herrscht auf dem Papier Gleichberechtigung, aber die Meinung, dass Frauen und Mädchen weniger wert seien als Männer und Jungen, ist noch immer tief verwurzelt. Bild: Chinesische Schüler ] In China herrscht auf dem Papier Gleichberechtigung, aber die Meinung, dass Frauen und Mädchen weniger wert seien als Männer und Jungen, ist noch immer tief verwurzelt. Bild: Chinesische Schüler (Quelle: mforman | sxc.hu)In Deutschland gibt es also besonders in den Bereichen Beruf und Familie noch immer Probleme, die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau umzusetzen. In manch anderem Land haben Frauen jedoch weiterhin nicht einmal auf dem Papier die gleichen Rechte wie Männer. Es gibt noch immer Länder, in denen Frauen nicht wählen dürfen. Sie werden von ihren Männern als Eigentum betrachtet und auch dementsprechend behandelt.
    Oftmals liegen der Benachteiligung und Unterdrückung von Mädchen und Frauen religiöse Überzeugungen und kulturelle Traditionen zugrunde. Gerade in streng islamischen Ländern steht es um die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau meist noch ausgesprochen schlecht. So wird von vielen Frauen erwartet, dass sie sich dem Willen der Männer in ihrer Familie beugen. Sie haben kaum Freiheiten und müssen beispielsweise in der Öffentlichkeit ihren Körper – teilweise sogar ihr ganzes Gesicht – verhüllen, weil keine anderen Männer sie sehen dürfen. In einigen Ländern der Welt haben Männer und Frauen zwar laut Gesetz die gleichen Rechte, aber in den Köpfen der Menschen ist das noch lange nicht angekommen.
    Das ist zum Beispiel in China der Fall. Dort herrscht auf dem Papier Gleichberechtigung, aber dennoch ist die Meinung, dass Frauen und Mädchen weniger wert seien als Männer und Jungen, tief verwurzelt – das ist besonders in ländlichen Gebieten der Fall. Da es in China gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Ehepaare nur ein Kind haben dürfen, sind viele Paare darauf aus, einen Jungen großzuziehen. Das geht so weit, dass ungeborene Kinder weiblichen Geschlechts immer wieder abgetrieben oder weibliche Säuglinge ausgesetzt werden. Mittlerweile befürchtet man, dass es schon bald einen Frauenmangel in China geben wird – deshalb wird mittlerweile seitens des Staates sogar Werbung für Mädchengeburten und die Gleichwertigkeit von Männern und Frauen gemacht.
    Unterdrückung und Misshandlung von Mädchen und Frauen
    [Nicht nur in einigen streng islamischen Ländern sind die Frauen noch weit von der Gleichberechtigung entfernt.] Nicht nur in einigen streng islamischen Ländern sind die Frauen noch weit von der Gleichberechtigung entfernt. (Quelle: Wikipedia)An einigen Orten der Welt steht es um die Frauenrechte besonders schlecht: So dürfen Mädchen im Iran schon ab einem Alter von nur 13 Jahren verheiratet werden, und der Ehemann darf völlig über seine Frau verfügen. Möchte eine Frau sich von ihrem Mann trennen, ist das nicht so einfach möglich, denn ihr Recht auf Scheidung ist stark eingeschränkt. Dasselbe gilt für das Sorgerecht für ihre Kinder – nach einer Scheidung würden die Kinder automatisch dem Mann zugesprochen werden. Wenn der Frau Ehebruch vorgeworfen wird, kann sie dafür zu Tode verurteilt und gesteinigt werden – es kam sogar immer wieder vor, dass Frauen des Ehebruchs beschuldigt wurden, weil sie Opfer von Vergewaltigungen wurden!
    Steinigungen von Ehebrecherinnen gibt es auch in Afghanistan. Dort hat der Ehemann auch das Recht, seiner Frau “unnötige” Beschäftigungen außerhalb des Hauses zu verbieten. Befindet er es zum Beispiel für überflüssig, dass sie allein spazieren geht, kann er ihr dies ohne Weiteres verbieten. Auch Schläge und Misshandlungen sind keine Seltenheit. Außerdem regelt ein Gesetz, wie häufig ein Mann das Recht auf Geschlechtsverkehr mit seiner Frau hat – der Wille der Frau tut dabei nichts zur Sache.
    In zahlreichen afrikanischen und asiatischen Ländern haben Frauen kaum Rechte, Gewalt und Verstümmelungen sind weit verbreitet. So hat die “Beschneidung” von Mädchen und Frauen weiterhin grausame Tradition: Insbesondere in afrikanischen Ländern, aber auch in asiatischen Staaten, werden heute noch viele weibliche Babys, Mädchen und junge Frauen an den Genitalien (Geschlechtsorganen) “beschnitten” – oft bis zur völligen Verstümmelung, sodass die Frauen ihr Leben lang Schmerzen und gesundheitliche Probleme haben. In vielen Fällen geschieht dies unter schlechten Hygienebedingungen und es kommt zusätzlich zu Entzündungen bis hin zu gefährlichen Komplikationen. Mit diesem Ritual soll oft der “Übergang zur Frau” betont werden – der Eingriff dient vor allem dazu, dass Frauen keine sexuelle Lust empfinden und entweder keinen oder nur eingeschränkt und unter Schmerzen Geschlechtsverkehr mit Männern haben können. Insgesamt sind weltweit etwa 150 Millionen Mädchen und Frauen im Genitalbereich beschnitten, jährlich fallen ungefähr weitere drei Millionen Mädchen dieser Praktik zum Opfer.
    In anderen Ländern wie zum Beispiel der Türkei hat sich in den vergangenen Jahren viel bewegt. Die Türkei präsentiert sich zunehmend als offenes und modernes Land. Gerade in den städtischen Gebieten gibt es viele selbstbewusste junge Frauen, die studieren oder arbeiten gehen und ihr Leben selbst bestimmen. Türkische Migranten, die in Deutschland und anderen Ländern leben, legen hingegen oft besonders großen Wert auf ihre Traditionen. Nicht selten werden bei uns lebende Türkinnen von männlichen Verwandten stark unterdrückt. In türkischen Vierteln deutscher Städte sieht man meist sogar mehr verhüllte Frauen auf den Straßen als in den größeren Städten der Türkei. Auch in der Türkei konnte eine Frau noch bis zum Jahr 1999 gerichtlich verurteilt werden, wenn sie ihrem Ehemann untreu geworden war. Und weil es noch sehr viele Menschen gibt, die an ihren traditionellen Vorstellungen festhalten, ist es bis zur tatsächlichen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wohl noch ein weiter Weg.
    Berichte über Kindersoldaten in Afrika
    http://www.fireball.de/ajax.asp?q=kindersoldaten+in+afrika&Button=Daten+absenden&lang=de
    … Jede Position hat eine Gegenposition und das ist gut so, denn das macht die Welt bunt…

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Hallo Andrea,

      „… ich hoffe Du siehst jetzt, dass nicht alle Frauen direkt agressiv sind, …“

      Diese Behauptung ist falsch. So einen Unsinn würde ich nicht von mir geben. Nicht gerade ein guter Einstieg für eine vermeintlich sachliche Diskussion jemanden haltlose und rufschädigende Anwürfe zu machen.

      • Andrea schreibt:

        Eine Behauptung wäre es gewesen, wenn ich geschrieben hätte Max sieht alle
        Frauen als direkt aggressiv an. Das habe ich aber nicht geschrieben und daher ist das auch keineswegs rufschädigend.
        Aber wenn Dich das trotzdem stört, dann streichen wir halt den halben Satz kein Problem.

        • Max Kuckucksvater schreibt:

          „… ich hoffe Du siehst jetzt,…“

          … impliziert, dass ich es vorher nicht gesehen hätte und das Gegenteil behaupten würde. Wenn dieses „jetzt“ nicht drin wäre, könnte ich Deiner Argumentation folgen, doch so ist sie – wiedereinmal – falsch. Es sind Feinheiten, die einen bedeutenden Unterschied ausmachen können. Selbst ein fehlendes Komma kann entscheidend die Aussage verändern. z.B.: „Er wollte, sie nicht.“ oder „Er wollte sie nicht.“

          • petpanther schreibt:

            Das das System hat kommt mittlerweile langsam heraus.

            Es findet in allen Gesellschaftsbereichen statt. Von in Frauenrechtsorganisationen umfrisierten Menschenrechtsorganisationen, die z.B. und u.a. versuchen auch Mörderinnen straffrei zu stellen und Bevorzugungsgesetzgebung für Frauen zu erreichen über ein Top-Down via Superstrukturen. Alles immer mit Arbeitsplätzen für Aktivistinnen per Steuergelder bezahlt. Wie auch die Professorinnenprogramme in den Gender Studies, die nichts anderes sind als Wissenschaft unterlaufende Politpropaganda.

            Auch das Bundesfamilienministerium ist indoktriniert.

            Die gesamte Presse hat mittlerweile diesen Spin und ist dementsprechend auch nicht mehr als vertrauenswürdig anzusehen. Insbesondere auch irgendwelche Auftragsstudien.

            Beispiele:

            http://fff.org/explore-freedom/article/the-big-lie-of-a-rape-culture/

            Auch und insbesondere der ganze Apparat der Psychologie mit seinen Gutachtern, der ebenfalls misandrisch indokriniert ist, weltweit. Insbesondere im Hinblick auf Konflikte innerhalb von Familien wird das radikal-feministische sogenannte Duluth-Modell verwendet. Erin Pizzey ist heute eine der herausragenden Persönlichkeiten, die versucht hier Ehrlichkeit hineinzubringen.

            Wenige wissen um diese Dinge. Hier wird viel hinterm Berg gehalten und man ist sehr lichtscheu. Auch im Bundesfamilienministerium.

            Auffällig ist auch, dass dafür meist einige wenige Fanatiker verantwortlich sind, wie z.B Kimmel oder im Fall der Psychologie (siehe 4ter Link, Misandry in Psychology by Tom Golden):

            “ … One of the influential writers in the late 20th century was feminist R W Connell. It was in the mid 1980’s that Connell began writing about “hegemonic” masculinity. Connell’s book on Masculinities and specifically hegemonic masculinity came out in 1995 and was considered a top resource by academic psychologists on the study of masculinities. Since that time these ideas about hegemonic masculinity have become entrenched into academic psychology. But just what does Connell mean by hegemonic masculinity? According to an article in the Journal of Clinical Psychology in 2005 Connell defines hegemonic masculinity as “the dominant notion of masculinity in a particular context which serves as a standard upon which the “real man” is defined. Connell claims it is built on two legs, one being the domination of women and the other the hierarchy of intermale dominance. It is also shaped to a lesser extent by the stigmatization of homosexuality.”

            Now in the academic psychology world masculinity through its perceived domination is seen as THE problem. We have gone from an overly simplistic trait view to an even more overly simplistic view of masculinity as being bad, as being responsible, as being the problem. It is amazing to me that so many educated people can take such a misandrist viewpoint. …

            …It is worthwhile noting that R W Connell changed sexes from male to female in 2006. He was Robert W Connell and then became Raewyn W Connell. I have heard that Connell went to a professional conference after this change and presented a paper as a woman, Raewyn Connell, without giving any sort of notification to many of his peers of his profound change.“

            http://www.avoiceformen.com/series/tom-goldens-mental-health-misandry/misandry-in-psychology-part-one/
            http://www.avoiceformen.com/men/boys/misandry-in-psychology-teen-violence/
            http://www.avoiceformen.com/updates/misandry-in-psychology-reproductive-coercion/
            http://www.avoiceformen.com/series/tom-goldens-mental-health-misandry/mni-misandry-in-psychological-research/

            Die unmenschliche Ideologie des Gender-Mainstreaming, dass das Männliche weiter untergräbt, hat seine Wurzeln neben der Ideologin Butler u.a. im eugenischen experimentieren mit Jungen des Sexologen John Money mit der Kastration von David Reimer. Wenige wissen das. Hier z.B. ein kürzlich erschienener Artikel von Bettina Röhl dazu

            http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-was-hinter-der-marke-alice-schwarzer-steckt-seite-all/10088332-all.html

            Hier sind sehr viele Scharlataninnen zum Eigennutz und Prellerei mit männlicher Dämonisierung unterwegs. Nicht nur werden hier Väter und Vater-Kind Beziehungen mißbräuchlich behandelt, hier etabliert sich etwas was man eigentlich nur noch mit einer Form des zur Norm gewordenen Genderrassismus gegen Männer, Väter und Jungen bezeichnen kann. Was das heutzutage für die Identität von Jungen bedeutet kann sich jeder denken.

            Ich würde sogar die Ursache für die aufkeimenden School-Shootings, wie auch der kürzliche Fall des Elliott Rodger, genau hier vermuten.

            Kann man(n) Frauen heutzutage trauen?

      • Tina Ammer schreibt:

        Nun werdet mal nicht dünnhäutig. 😉
        Face to face wäre das alles ganz schnell ausgeräumt. 😉

        • Andrea schreibt:

          stimmt 😉

          • Tina Ammer schreibt:

            Andrea,
            du hast das Thema sehr umfrangreich auf der wissenschaftlichen Ebene abgearbeitet.
            Aber darum geht es nicht. Es geht um die machtpolitische Ebene, auf der von einigen wenigen Protagonisten gezielt Gesellschaftsstrukturen in Richtung einer bestimmten Ideologie verändernt werden sollen.
            Da redet ihr wohl aneinander vorbei. 😉

    • petpanther schreibt:

      Da sind eine Menge falscher Informationen drunter.

      Offenbar wird alles was heutzutage mit Frauen zu tun hat absichtlich unehrlich dargestellt bzw. weibliche Privilegierungen bewusst unterdrückt. Sie müssen immer die armen Hilfsbedürftigen sein. Eine sehr wirkmächtige wie widerliche Sündenbockideologie von denen viele Frauen auf Kosten von Männern aber auch vor allem Jungen profitieren. Dabei geht es immer auch um weiteres Funding oder politische Macht. Das ist eigentlich schon Korruption, ist aber auch ein Treibriemen und Vehikel für alle Arten von Korruption geworden, da sich so der Rechtsstaat umgehen lässt.

      Auch dann wenn links und rechts davon Menschen regelrecht krepieren … siehe z.B. Berichterstattung in Fall Boko Haram. Aber auch andere dämonisierende „Big Lies“ wie die Koss’sche 1-in-4.

      • Max Kuckucksvater schreibt:

        Unter dem Artikel von Frau Kuster fand ich einen Kommentar, der wie die Faust auf’s Auge passt:

        „Im Geschäftsleben ist es ein höchstes Alarmzeichen, wenn jemand aktiv Vertrauen einfordert. Meistens ist dies die Masche von Betrügern.
        Die Frauen, die sich über mangelndes Vertrauen beschweren, werden schon wissen, warum.“ (von Klicki, 22. Juni 2014, 22:31)</blockquote

      • Andrea schreibt:

        http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_69950862/terrorgruppe-boko-haram-verschleppt-dutzende-kinder-in-nigeria.html

        Titel
        Nigeria
        Boko Haram verschleppt erneut Dutzende Mädchen und Jungen

        24.06.2014, 13:13 Uhr | dpa, AP/dpa

        Boku Haram ist übrigens eine Terrorgruppe bzw. eine islamistische Sekte als Info für die Leser, die sich noch nicht damit beschäftigt haben sollten.

        Komisch ganz aktuell und über Mädels und Jungen wird berichtet wieso das denn
        wenn Eure Theorie stimmen würde ?

        Es gibt noch mehr Beispiele dazu, aber das wird dann wieder umfangreich 😉
        Wer möchte, muß nur bescheid sagen, dann bekommt Ihr die Links wieder von mir.

        Aber wer möchte kann gerne das hier genauer sichten.
        http://www.fireball.de/ajax.asp?q=Boko+Haram&lang=de
        5000000 Ergebnisse

  3. Herwig schreibt:

    Bei den Vorschlägen und Gegenargumenten geht es doch nicht um die Eltern sondern um die Kinder, dachte ich zumindest. Ich habe häufig erlebt wie die Kinder gelitten haben und noch immer leiden weil es die Eltern, so es beide wussten, nicht für nötig fanden den Kindern die Wahrheit zu sagen über ihre Herkunft. Leider hat sich für mich herauskristallisiert das es mehr Frauen waren die sich die Welt durch eine Lüge so gebaut haben wie es ihnen in den Kram gepasst hat. Sind die Kinder dann verletzt und enttäuscht können es die „Mütter “ gar nicht fassen.
    Auch die Tatsache das Jungs heutzutage aufgrund radikalfeministischen Mainstreams bereits als Kinder um ihre männliche -naturgegebene- Rolle betrogen werden entspricht diesem Trend.
    Diese ganze Gleichmacherei entspricht doch nur ideologischen Träumereien fernab jeder Vernunft.
    Und der aktuelle Transgender Hype ist genauso ein Schwachsinn irgendeiner albernen Meinung meiner Ansicht nach linksgrüner Phantasten denen offensichtlich jeglicher Bezug zur Realität verlorengegangen ist. ich bin 52 Jahre alt , kein Macho, habe meine Stieftochter adoptiert mit ihrem Einverständnis und dem der Mutter weil in dem Fall der leibliche Vater sich dünn gemacht hat.
    Und damit bin ich für sie ihr Vater.
    Eigene Kinder habe ich nicht. Allerdings war und ist Bestandteil für mich das ich meiner Tochter niemals den Kontakt zum leiblichen Vater verbieten oder untersagen würde, wenn sie den wünscht.
    Dennoch halte ich den Test für gut und angebracht weil er einfach auch die Erwachsenen zur Ehrlichkeit zwingt und den Kindern im späteren Leben böse Überraschungen erspart.
    Ich denke man darf als Erwachsener den Kindern nicht verwehren was wir selber für normal ansehen nämlich Gewissheit und Vertrauen.
    Bei allem Verständnis für das weibliche Gefühl unter Verdacht zu stehen und das männliche nicht betrogen werden zu wollen, geht es doch eigentlich um das Wohl der Kinder und deren Identität.
    Mag sein ich bin etwas zu weit abgewichen aber das Thema kann man auch nicht in einem Beitrag abhandeln.

  4. Bombe 20 schreibt:

    gesetzlich verordneter Vaterschaftstest (man stelle sich das bloss mal vor!)

    Männer können sich so einiges vorstellen. Zum Beispiel bis zu anderthalb Jahren gesetzlich verordnete militärische Zwangsarbeit. Glücklich die Frau, für die schon die Prüfung, ob der angegebene Vater ihres Kindes dieses auch wirklich gezeugt hat, einen fast unvorstellbaren Eingriff in ihr Persönlichkeitsrecht darstellt.

    Denn wenn ein Mann so wenig Vertrauen zu seiner Partnerin hat, […] dann frage ich mich, weshalb er überhaupt ein Kind mit dieser Frau zeugen wollte? Gehört zu einer funktionierenden Beziehung nicht unbedingt auch tiefes Vertrauen?

    Diese Argumentation ist natürlich komplett verquer. Ein obligatorischer Vaterschaftstest würde ja gerade diejenigen schützen, die ihrer Partnerin rückhaltlos vertrauen und eben überhaupt nicht auf die Idee kommen, ihre Vaterschaft anzuzweifeln.

    Frau Kuster scheint allerdings der Meinung zu sein, ein Mann, der mit einer Betrügerin eine Familie gründet, sei ja selbst Schuld, daß er sie nicht als solche erkannt habe und entsprechend mißtrauisch gewesen sei. Womit sie letztlich doch genau das fo(e)rdert, was sie vorher so entsetzt zurückweist, nämlich einen Generalverdacht gegen alle Frauen, nur weil einige sich falsch verhalten.

    Sie verkennt, daß der automatische Test -eben ohne Ansehen der Person- Beziehungen stabilisieren und einen Verdacht schon im Keim ersticken würde. Wenn in der U-Bahn meine Fahrkarte kontrolliert wird, rege ich mich doch auch nicht auf, daß ich persönlich und alle Fahrgäste generell verdächtigt werden, Schwarzfahrer zu sein, sondern freue mich, daß diejenigen, die ein solches die Allgemeinheit schädigendes Verhalten vielleicht in Betracht ziehen, dadurch schon im Vornherein abgeschreckt oder jedenfalls enttarnt werden.

    Bombe 20

  5. Joachim schreibt:

    Ich möchte da noch eine Anregung zum „Argument“ des Vertrauen abgeben; für viele, vor allem junge, Menschen gehört es mittlerweile und zum Glück zu einer Beziehung dazu, einen HIV Test zu machen, bevor man ungeschützten Geschlechtsverkehr hat. Das geht sogar ganz romantisch, indem man gemeinsam hingeht. Man sieht bei AIDS-Hilfen immer wieder Pärchen, die dieses Ritual als wichtig und richtig ansehen.
    Kein aufgeklärter Mensch würde nun auf die Idee kommen, dass ein HIV Test bedeutet, dass man kein Vertrauen zum Partner hat. Keiner würde argumentieren, dass man vielleicht nicht mit jemand zusammen sein möchte, der einen HIV Test fordert. Dabei kann sich der Partner auf exakt die selbe Weise mit HIV anstecken wie ein Kuckuckskind entsteht: durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Ein Interviewpartner soll doch bitte erklären, ob er HV Tests auch als vertrauensbedrohend sieht und wenn nein, warum dann den DNA Test?

    Und weil wir grad beim Thema HIV sind: Fremdgehen mit einem Kind als Ergebnis heißt auch ungeschützter Geschlechtsverkehr. Und das ist in Zeiten von HIV noch gravierender als ein Kuckuckskind. Das sollte in Interviews ebenfalls als wichtiges Argument auf den Tisch kommen.

  6. Breitseite schreibt:

    De facto GEHEN Beziehungen in die Brüche, z.Zt. ca. roundabout 50 Prozent.
    Vorgespielte Romantik darf also bezüglich solch monetär belasteter Angelegenheiten eher als Geschäftskalkül angesehen werden. Und das war jetzt noch milde ausgedrückt.

    Aber es gäbe angesichts dieser Tatsachen Alternativen zum *direkten* Vaterschaftstest:
    Einen Vertrag, der dem Vater bei Bekanntwerden einer Fremdvaterschaft die Kosten rückerstattet, incl. Kosten für entgangene eigene Vaterschaft (Schmerzensgeld, da ja offensichtlich gewünscht) und Zeitaufwand.
    Damit sollte jede ehrliche Person problemlos übereinstimmen können.

  7. Christine schreibt:

    Das Problem fängt doch schon damit an, dass man Männern keine oder kaum Gefühle zuspricht, weshalb man anscheinend davon ausgeht, dass ein Kuckuckskind kein „Weltuntergang“ sein kann. So ähnlich wurde es ja öfters in diversen Artikeln beschrieben. Männer sollen sich nicht so haben.
    Wenn Mütter allerdings davon betroffen sind, dann folgt ein Geschrei, dass unüberhörbar ist. Wären Frauen im allgemeinen so empathisch, wie man ihnen immer wieder attestiert, dann könnten sie sich in die Situation eines Kuckucksvaters hinein versetzen.
    Kennt zufälligerweise jemand den Film „Im falschen Leben“ mit Anna-Maria Mühe? Es ist ein Film über den Tausch von 2 Mädchen im Krankenhaus und wurde als Drama zweier Mütter beschrieben. Bild hat das dann auch dementsprechend emotional ausgeschlachtet: http://www.bild.de/unterhaltung/tv/anna-maria-muehe/bewegendes-tv-drama-ueber-vertauschte-babys-21044572.bild.html
    Für Frauen ist es ein Drama, Männer müssen das hingegen aushalten 😦

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Christine, Deine Ausführung kann ich nur bestätigen. Gerade wo Du die Kindesverwechslung angesprochen hast. Ich bin fest davon überzeugt, dass wenn auch nur jedes 10.000ste Kind im Krankenhaus vertauscht werden würde und keine andere Maßnahme helfen könnte, dann würde der Vaterschaftstest ab Geburt schneller eingeführt sein, als dass wir „Hallo!“ sagen könnten. Aber es geht ja hier um die Bedürfnisse von Kindern und Männern und die haben derzeit noch keinen politischen Wert. Wenn Kinder Rechte haben, dann nur Kinder weiblichen Geschlechts und wenn dann doch beiderlei Geschlechts, dann nur um andere Ziele durchzusetzen, also als Strohmann mißbraucht.

      • Andrea schreibt:

        Wieso haben nur Kinder weiblichen Geschlechts Deiner Meinung nach Rechte ?

        Zu der Sache mit dem Zuspruch von Emotionalität an Männer denke ich dass es sich um eine Generationenfrage handelt. In den 50 igern z.B. sah das noch ganz anders aus als in unserer Generation den 70ern und 80ern.
        Heute haben Männer eher ein emotionales Softie Image im Gegensatz zu dem harten Mann der kein Tränchen vergießen durfte in den 50ern.
        Und unsere Teens heute sind sogar eher metro lol.
        Also wie gesagt es ist eine Generationenfrage was die Sicht der Dinge auf das was als typisch männlich und weiblich angesehen wird angeht.
        Was die älteren Generationen angeht finde ich hat Christine durchaus recht.

        • Max Kuckucksvater schreibt:

          Wieso haben nur Kinder weiblichen Geschlechts Deiner Meinung nach Rechte ?

          Schaue doch einmal nach, ob Kinder in der Schule gefördert werden oder doch nur Mädchen. Empfehlenswerter Artikel dazu ist von Lucas Schoppe auf seinem Blog man-tau. http://man-tau.blogspot.com/2013/11/wenn-erwachsene-gegen-kinder-hetzen.html

          Bei der Gelegenheit bitte ich auch gleich, diese Petition mit zu unterschreiben. https://www.openpetition.de/petition/online/petition-zur-foerderung-von-jungen-das-potential-von-jungen-begreifen

          Der jüngste Beleg dafür, dass in Politik und den Medien Mädchen wertvoll und Jungen wertlos sind ist die Aktion „Bring Back Our Girls“. In Nigeria sind von der Terrorgruppe Boko Haram 276 Mädchen entführt worden. Das hat international für ein riesiges politisches wie mediales Spektakel gesorgt, sogar Militäreinsätze werden gefordert und erwogen. Was dabei nicht erwähnt wird ist, dass diese Gruppe über 59 Jungen entweder bei lebendigem Leibe verbrannten oder erschossen. Ist ja nicht schlimm, denn offensichtlich sind für Politiker und die Leitmedien Jungs keine Kinder.
          Auch nach der Meldung, dass im Mai und Juni diesen Jahres über 400-500 Männer, darunter viele Jungs, von der Terrorgruppe kaltblütig niedergemetzelt wurden, wird man in den Deutschen Medien vergeblich suchen. Denn: Diese Opfer sind männlich. Die ermordeten Kinder sind für die Medien unbedeutend, denn sie sind männlich. Doch deutsche Blogs tragen die Meldungen von Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, CNN, Human Rights Watch, etc. in die deutschsprachige Gesellschaft und immer mehr lesen es. Irgendwann werden die Medien sich der Frage stellen müssen, warum sie nicht darüber berichtet haben bzw. nicht berichten. Zur Erinnerung, wir befinden uns im Juni 2014. Lesetipp: OK, Kill Their Boys. Bring Back Our Girls. http://man-tau.blogspot.de/2014/06/ok-kill-their-boys-bring-back-our-girls.html

          Also wie gesagt es ist eine Generationenfrage was die Sicht der Dinge auf das was als typisch männlich und weiblich angesehen wird angeht.

          Nein, die Klischees bleiben weiterhin erhalten, denn sie bauen auf natürliche Präferenzen der Geschlechter auf. Das ist auch OK. Kritisch wird es nur dann, wenn es an der Fähigkeit mangelt, diese Klischees nicht als eben solche auszumachen, sondern jemand meint, dass sie auf alle der Gruppe 1zu1 zuträfen.
          Hierzu empfehle ich ein Video des Schweden Harald Eia. Er ist Komiker und Soziologe, der mit einer ernsthaften Reportage über die Genderideologen geschafft hatte, dass darauf hin in Schweden die finanzielle staatliche Förderung der Gender-„Forschung“ eingestellt wurde, da sie jeglicher Wissenschaft entbehrt. Fun Fact: Kein deutsches Medium berichtete über das schwedische Waterloo der Genderideologen. Das Video ist in Deutsch untertitelt.

          • Andrea schreibt:

            Also ich kann Deine Meinung da absolut nicht teilen und habe andere Erfahrungenn gemacht. Solche Beispiele wie die genannten würde ich in einem ganz anderen Kontext sehen als Du.
            Aber wir müssen ja auch nicht in allem einer Meinung sein.

            • Max Kuckucksvater schreibt:

              Das nur Mädchenförderung stattfindet, aber Jungenförderung nicht ist Gleichberechtigung von Jungs und Mädchen? Wie soll der Kontext aussehen, der zu einer anderen Schlußfolgerung führt, als dass Jungen nicht die gleichen Rechte wie Mädchen haben?

            • Andrea schreibt:

              Das hast Du falsch verstanden. Jungen und Mädchen sollen die gleichen Rechte haben und meiner Meinung nach haben sie das auch in der Regel hier in Deutschland.
              Es gibt natürlich immer wieder einige Ausnahmen, in denen Jungen oder Mädchen nicht vernünftig behandelt werden, aber ich denke nicht, dass das gängiger Weise etwas damit zu tun hat, dass der Allgemeinheit Mädchen wichtiger wären als Jungen.
              Warum die Presse jetzt über bestimmte Fälle nicht oder weniger berichtet hat, kann auch ganz andere Gründe haben. Über die entführten Jungen in Afrika, die als Kindersoldaten mißbraucht wurden wurde z.B. ganz viel berichtet und Beispiele dieser Art lassen sich noch viele aufführen.
              Auch in der sozial integrativen Kindergartengruppe in der ich gearbeitet habe oder zu meinen Schulzeiten wurden Jungen genauso liebevoll betreut und gefördert wie die Mädchen.
              Und mir als Mama ist mein Sohnemann genauso lieb als wenn er ein Mädel wäre, mir ist das Geschlecht schnuppe.
              Man darf auch nicht vergessen das Mädels in Indien, China oder teilweise im islamischen Raum immer noch weniger Rechte und Ansehen haben als die Männer und Frauen in D durchschnittlich immer noch weniger in Führungspositionen sind und durchschnittlich weniger verdienen als Männer.
              Dass Männer als Scheinväter in D weniger Rechte als Frauen haben ist natürlich zutreffend und sollte dringend geändert werden.
              Mal gibt es eben bei den Rechten der Mädels Defizite, die aufgedeckt und geändert gehören und mal bei den Rechten der Jungs, was ebenso aufgedeckt und geändert gehört.
              Aber ein Satz wie dieser:
              Wenn Kinder Rechte haben, dann nur Kinder weiblichen Geschlechts und wenn dann doch beiderlei Geschlechts, dann nur um andere Ziele durchzusetzen, also als Strohmann mißbraucht.
              ist für mich eher eine Generalisierung als Ausdruck und Folge einer tiefen Verletzung
              der männlichen Seele durch Frauen und unterscheidet sich nicht maßgeblich von Deinem Vorredner, bei dem Du noch versucht hast die Wogen zu glätten.
              Da Du ein starker Mann bist, traue ich es Dir zu diese vermeintliche unverschämte Ehrlichkeit von mir zu verkraften.

            • petpanther schreibt:

              @Andrea

              Du übersiehst die mittlerweile eingetretene Systematik. Wir Männer merken das sehr stark.

              Sicher meinst du es gut. Aber die „Sache“ hat eine Wendung bekommen, die beim besten Willen menschlich nicht mehr akzeptabel, witzig oder sonstwie zu übersehen ist.

              Und das ist kein Strohmann oder hat nur etwas mit Verletzungen zu tun. Warum habe ich in meinen Kommentaren angedeutet. Max hat ja versucht das mit dem Boko Haram Beispiel zu verdeutlichen.

            • Max Kuckucksvater schreibt:

              Warum die Presse jetzt über bestimmte Fälle nicht oder weniger berichtet hat, kann auch ganz andere Gründe haben.

              Hast Du den Artikel von Lucas Schoppe dazu gelesen und auf Fakten basierend geantwortet oder ist das nur ein gefühlter Eindruck?

              Über die entführten Jungen in Afrika, die als Kindersoldaten mißbraucht wurden wurde z.B. ganz viel berichtet und Beispiele dieser Art lassen sich noch viele aufführen.

              Bitte Links, denn das ist mir neu. Hinzukommend werden die nicht als Kindersoldaten eingesetzt, sondern ganz schlicht und einfach verbrannt oder erschossen. Tote können keine Soldaten werden.

              Auch in der sozial integrativen Kindergartengruppe in der ich gearbeitet habe oder zu meinen Schulzeiten wurden Jungen genauso liebevoll betreut und gefördert wie die Mädchen.

              Ich freue mich über jeden einzelnen Lichtblick.

              Und mir als Mama ist mein Sohnemann genauso lieb als wenn er ein Mädel wäre, mir ist das Geschlecht schnuppe.

              Hat das jemand angezweifelt?

              Man darf auch nicht vergessen das Mädels in Indien, China oder teilweise im islamischen Raum immer noch weniger Rechte und Ansehen haben als die Männer

              Ist das jetzt ein Grund dafür, dass Jungen und Männer hierzulande weniger Rechte als Mädchen und Frauen haben? Warum lenkst Du das Thema jetzt auf die Mädchen in Indien und China? Im Gegensatz zu den Jungs, die dort sexuell mißbraucht werden, wird über die Nöte der Mädchen in Inden und China breit und regelmäßig berichtet. Viele Hilfsorganisationen, die sich angeblich für die Kinder dort einsetzen, helfen in der Tat dort alleinig Mädchen. Wie erklärst Du denn, dass z.B. Ulrich Wickert gemeinsam mit PLAN nur für Mädchen Gelder sammelt? Schon einmal irgendwo gehört, dass jemand nur für Jungs Hilfsgelder einsammelt? Wickert erhielt aus gutem Grund dafür die Lila Kröte. http://www.maskulist.de/DIE-LILA-KROETE/Die-Lila-Kroete-7-an-das-Kinderhilfswerk-PLAN-und-Ulrich-Wickert.

              Männer und Frauen in D durchschnittlich immer noch weniger in Führungspositionen sind und durchschnittlich weniger verdienen als Männer

              Das ist falsch. Die Genderpaygap-Lüge ist reine feministische Propaganda und hinreichlich wissenschaftlich widerlegt. Leider fallen immer noch genügend Leute darauf rein – also nicht nur Du. Lesenswerte Artikel dazu finden sich auf dem wissenschaftlichen Blog ‚alles Evolution‘ von Christian Schmidt, der alles mit Quellverweisen belegt.
              1. „Gehaltsunterschiede Mann Frau“ https://allesevolution.wordpress.com/2010/11/11/gehaltsunterschiede-mann-frau/
              2. „Nochmal: Gender Pay Gap“ http://allesevolution.wordpress.com/2013/02/22/nochmal-gender-pay-gap/
              3. „Und Nochmal: Gender Pay Gap“ http://allesevolution.wordpress.com/2013/03/21/und-nochmal-gender-pay-gap/
              4. „Gender Ambitionen Gap” statt “Gender Pay Gap” http://allesevolution.wordpress.com/2014/02/02/gender-ambitionen-gap-statt-gender-pay-gap/
              5. “Wo Frauen besser bezahlt werden als Männer” http://allesevolution.wordpress.com/2014/04/14/wo-frauen-besser-bezahlt-werden-als-manner/

              Aber ein Satz wie dieser: Wenn Kinder Rechte haben,…ist für mich eher eine Generalisierung als Ausdruck und Folge einer tiefen Verletzung der männlichen Seele durch Frauen

              Im Gegensatz zu Dir wurde ich nicht persönlich. Meine Aussagen fundieren auf Tatsachen, die ich benenne und belege. Hingegen wurden von Dir bisher nur Glaubensätze geliefert. Klar, dass dazu keine Belege geliefert werden, denn es wird in diesen Fällen nicht möglich sein substanzielles zu verlinken. Auch ist es ein klassischer Trugschluß, meine Kritik am Feminismus und seinen Auswirkungen mit einer Frauenfeindlichkeit zu verknüpfen, die Du mir mit „… Verletzung der männlichen Seele durch Frauen …“ unterschwellig unterstellt hast.

              Da Du ein starker Mann bist, traue ich es Dir zu diese vermeintliche unverschämte Ehrlichkeit von mir zu verkraften.

              Danke für das Kompliment. Ich sehe es nicht als unverschämt an, sondern gehe davon aus, dass es einfach mit Unwissenheit zu tun hat und bin mir sicher, dass Du nicht absichtlich Fehlinformationen verbreitest. Ich hoffe, dass meine sachlichen Widerlegungen Deiner Aussagen Dich neugierig gemacht haben. Bitte lese die von mir empfohlenen Artikel. Es wäre schade, wenn Du weiterhin an diesen Glaubenssätzen festhalten und Dich so den Fakten verschließen würdest.

            • Andrea schreibt:

              Na dann haben wir unsere verschiedenen Positionen ja jetzt geklärt.
              Wenn ich jetzt mit Dir weiterdiskutiere sind wir definitiv noch in 10 Jahren beschäftigt
              und einig werden wir uns dann trotzdem nicht.
              Nimms mir nicht krumm, aber das macht keinen Sinn mehr an dieser Stelle.
              Ich will auch niemanden zwingend von meiner Ansicht überzeugen, daher lasse ich das so stehen.
              Ich wünsche Dir einen schönen Abend.

            • Max Kuckucksvater schreibt:

              Einfache Quellverweise, die Deine Behauptungen / Ansichten belegen oder zumindest stützen, hätten mir schon genügt. Ich bin jederzeit bereit, aufgrund von Fakten meine Meinung & Urteil zu korrigieren. Natürlich werde ich hier im Blog dafür sorgen, dass Falschinformationen als solche enttarnt werden und mich diesen fundiert entgegenstellen.

            • Andrea schreibt:

              Zitat:
              Einfache Quellverweise, die Deine Behauptungen / Ansichten belegen oder zumindest stützen, hätten mir schon genügt.

              Weißt Du ich habe genug Erfahrung um zu wissen, dass sich das endlos fortsetzen lässt in dem der eine eine Untermauerung seiner Ansichten in Quelle xyz sieht und der nächste wieder in einer anderen und nachher diskutieren wir darüber wer mehr oder wer bessere Quellen dafür genannt hat oder welche Quellen seriöser oder vertrauenswürdiger sind oder wie diese Quellen genau zu interpretieren sind.
              Und dafür ist mir meine Freizeit zu schade.
              Und wenn ich dann irgendwann aufhöre diese Sache mitzumachen, kommt dann eventuell durchs Blümchen dass es sich ja dann um ´Falschinformationen` gehandelt hat.
              Seit wann ist eine ehrliche Meinung übrigens eine Falschinformation.
              Da gewinne ich den Eindruck Du redest über eine Ideologie und weniger über eine Meinung. Und das hatten wir hier ja schon mal denn Ideologien müssen nicht zwingend religiöser Natur sein.
              Wenn Du hingegen einmal eine interessante Selbsterfahrung machen möchtest,
              dann suche Dir eine x beliebige Menschengruppe auf der Straße, die Du nicht für Radikal Feministinnen oder sonstige voreingenommene Menschen hältst und stellst einfach mal Deinen Satz:

              Wenn Kinder Rechte haben, dann nur Kinder weiblichen Geschlechts und wenn dann doch beiderlei Geschlechts, dann nur um andere Ziele durchzusetzen, also als Strohmann mißbraucht.

              zur Realitätsüberprüfung in den Raum und berichtest uns hier anschließend davon.

              Lieben Gruß

            • petpanther schreibt:

              @Max Kuckucksvater

              Hab ja grrsd einen Kommentar dazu geschrieben.

              Sie sehen und begreifen es nicht. Oder wollen nicht. Selbst das Boko Haram Beispiel reicht dazu nicht.

              Jungs, Väter und Männer beobachten das mittlerweile fassungslos. Sie merken nicht, dass sie in ihrem Menschsein angeschaut werden. Durch die Maske hindurch, weltweit. Und was sie sehen … hab ich ja schon kommentiert.

              Die Kaiserin verliert ihre Kleider und merkt es nicht.

            • Max Kuckucksvater schreibt:

              Sie sehen und begreifen es nicht.

              Wir können keinem Vorwerfen, dass er/sie den von den Massenmedien jahrzehntelang verbreiteten Falschinformationen irgendwann ungefragt glauben schenkt. Ich muss zugeben, dass ich früher auch glaubte, dass nur Mädchen und Frauen Benachteiligt und Opfer sein können, dass Frauen weniger verdienen würden. Woher auch sollte man auch sonst es wissen, wenn man sich nicht selber – also proaktiv – um fundierte Informationen zu diesen Themen bemüht? Gerade bei denen, die diesen Falschinformationen aufgelaufen sind und sie nicht aus Boshaftigkeit verbreiten, lohnt es sich, Informationsquellen aufzuzeigen, wo sie für sich selber nachvollziehen können, dass sie tatsächlich jahrzehntelang in den Medien fehlinformiert wurden? Das ist doch so unglaublich, dass es auch bei mir eine ganze Weile gedauert hatte, bis ich verstand, dass ich seit Lebensbeginn mit feministischer Propaganda zugedröhnt wurde.

  8. petpanther schreibt:

    Frauen haben heutzutage offenkundig ein Problem damit, dass auch sie sich rechtfertigen müssen und auch sie Verantwortung gegenüber anderen haben.

    Die ganze Rhetorik von weiblicher Seite ist meist bigott und verlogen. Eine einzige epische Projektion zum eigenen Nutznießertum auf Kosten anderer, auch und im Besonderen zu lasten von Kindern. Der Zeitgeist lässt das zu und es wird auch weidlich (aus)genutzt.

    Da ist nichts mehr wirklich ehrlich. Alles was heutzutage mit Frauen zu tun hat, ist auf die ein oder andere Art schmerzhaft bigott. Das merken sogar schon kleine Jungs.

    Das Vertrauen ist bereits mehr als verspielt.

    Es ist mehr als höchste Zeit, dass Männer, Väter wie auch bereits Jungs anfangen das ernsthaft zu hinterfragen. Und das passiert mittlerweile. Und zwar weltweit.

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      @petpanther

      Es ist nur eine kleine aber sehr einflussreiche Gruppe von Frauen, die so denkt und handelt. Die meisten Frauen, denen ich begegne distanzieren sich von den radikalfeministischen Positionen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das auch in der Politik ankommt.

      Ich stimme Dir zu, dass immer mehr Männer, Väter und Jungs ernsthaft das heutige Geschehen und die heutigen Regelungen hinterfragen. Aber auch eine erstaunliche Anzahl an Frauen, Müttern, und Mädchen stehen ihren Männern, Vätern, Brüdern und Kindern zur Seite. In den Medien sind deren Stimmen immer häufiger zu vernehmen.

      • petpanther schreibt:

        @Max Kuckucksvater

        Es ist eine kleine einflussreiche Gruppe. Das stimmt.

        Und die Distanzierungen, wenn es sie denn überhaupt gibt, sind weder ausreichend noch energisch genug.

        Der heutzutage eingetretene Missbrauch damit wird weitreichende ernste Folgen haben. Es ist vor allem die damit zusammenhängende Dämonisierung von Männlichem, die alles bisher erreichte in Frage stellen wird.

        Menschen (man sollte es nicht meinen, aber Männer, Väter und Jungs zählen auch dazu) reagieren auf so etwas i.d.R. nicht sehr positiv. Und auf das In Fragestellen ihrer Menschlichkeit schon gar nicht. Sehr zurecht und noch erstaunlich friedlich, betrachtet man sich einmal die entgrenzte Maßlosigkeit, die hier bereits eingetreten ist.

        Da ist Urvertrauen zerstört worden, da nicht nur diese hier behandelten Themen die Wahrnehmung einer gegenüber Jungen, Vätern und Männern tatsächlich auch achtenden Menschlichkeit zweifeln lässt. Gerade Jungen haben hier ein recht sensibles Gespür. Und sie erfahren es tagtäglich. Und das greift mittlerweile sehr tief. Man möchte ihnen ja sogar ihre Identität absprechen.

        Es ist wirklich schlimm, was Frauen (ich gruppiere sie jetzt einmal so. Habe mit diesem kollektivistisch verdammenden Unsinn ja nicht angefangen.) aus der Jahrhundert- vielleicht Jahrtausendchance gemacht haben. Auch das, was hier in Deutschland an Bevorzugungs- (gegenüber Frauen, Müttern und Mädchen) und Diskriminierungspolitik (gegenüber Männern, Vätern und Jungen) tatsächlich betrieben wird. Alles unter dem Deckmantel eines missbrauchenden wie ausgesprochen verlogenen Opfernarrativs und unter absichtlicher Fabrizierung von Männer verhetzenden „Big Lies“.

        Mein Eindruck ist, dass der Zug hier wieder Vertrauen zu schaffen abgefahren ist. Das wird über Generationen nicht mehr hergestellt werden. Und sie (die Frauen) sind sich in ihrer nicht einmal darüber bewusst. Wenn versucht wird es ihnen nahezubringen, z.B. mit der Annahme von Selbst- und Mitverantwortung, die Freiheiten mit sich bringen, bekommt man nur Ausreden, Ideologie und Rhetorik. Und natürlich die große Riege an männlichen Andienern, die bei Widerrede gleich machomäßig lospoltern als seien sie Freisler selbst. Man trifft sie auch an den Gerichten unter Richtern etc.

        Und sie (die Frauen) kommen damit mittlerweile zunehmend weltweit in den Fokus der Betrachtung. Als Reaktion aber keinerlei Selbstreflektion über eigenes schlechtes Verhalten und menschlich mehr als zweifelhaft bigotte Haltungen. Das bestätigt dann noch mehr.

        Vielleicht irre ich mich ja auch. Kann alles sein. Aber wenn ich die Beiträge im Internet weltweit so deute, hab ich vielleicht auch noch stark untertrieben.

        • Max Kuckucksvater schreibt:

          Wenn wir etwas erreichen wollen, dann ist es notwendig, dass wir differenzieren zwischen Frauen allgemein und den Radikal-Feministinnen. Wie soll Dir eine Frau zustimmen, wenn Du in Deinen Kommentaren sie vorher mit in den Sack gepackt hast? Ganz im Gegenteil, diese Frauen, die sich sonst gerne von den Radikal-Feministinnen distanzieren würden, werden so erst einmal in die Bedrullnis gebracht, sich erst einmal verteidigen zu müssen, dass eben nicht alle Frauen, sondern nur ein kleiner Teil so krass drauf sind und erst recht sie selber nicht. Dass Radikal-Feministinnen es geradezu lieben uns Männer alle in einen Topf zu werfen, kann kein Grund dafür sein, spiegelbildlich zu reagieren. Denn dann würde man sich selber von diesen ideologisch verblendeten Radikal-Feministinnen nicht unterscheiden. Wer es dennoch tut, erweist der Männerrechtsbewegung und den Humanisten einen Bärendienst.

          • petpanther schreibt:

            Ich weiß, dass das nicht alle Frauen so sind. Nur ist es auch so, dass es viele unbedarfte Mitläuferinnen gibt. Die meisten aus einer mehr oder weniger naiv unwissenden Oberflächlichkeit heraus. Undves ist ja auch bequem immer einen Sündenbock zu haben.

            In den USA ist frau da schon weiter. Dort sind auch erste offene Unterdrückungsgesetze wie VAWA oder inquisatorische Femegerichte in den vollkommen ideologisch unterwanderten Unis erstmalig sichtbar.

            Dort sind es Vertreterinnen wie Christina Hoff-Summers, Barbara Kay, Wendy McEllroy, Camille Paglia und weitere (z.B. Erin Pizzey, die kanadische Senatorin Ann Cools), die sich mittlerweile den Männerrechtsorganisationen, die ja im Kern eine aufgeklärte humanistische und zukunftsorientierte gleichberechtigte Geschlechterbeziehung wie sie Dr. Warren Farrell propagiert anstreben, näher fühlen.

            Neuerdings gibt es sogar Aktivistinnen ( häufig Mütter, aber auch bunt gemischt), die sich hier engsgieren wie z.B. Karen Straughan aka GirlWritesWhat.

            • Max Kuckucksvater schreibt:

              Ich sehe, Du weißt, wovon Du sprichst und ich werbe dafür, die klar beim Namen zu nennen, die Du kritisierst. Werbe bitte auch in Deinen Kreisen für klare Abgrenzung zwischen den Frauen allgemein und den Hetzerinnen unter ihnen.

  9. Tina Ammer schreibt:

    Trau, schau, wem. ( Herman Hesse)
    Wem soll man noch trauen?

    Wenn heute schon nahezu alles getestet wird, jede nur denkbare Form von Schadstoffbelastung in der Luft, im Wasser, im Fleisch, im Gemüse, DNA Tests in der Krimonologie üblich sind, wenn die Krankenkassen schon erblich bedingte Krankheiten und Risiken beim Versicherten erfassen wollen, warum soll man nicht dann auch gleich von Geburt an den Nachweis der Vaterschaft in den Katalog mit aufnehmen?

    Wäre doch irgendwie logisch. 😉

  10. Stefan schreibt:

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob ein obligatorischer Vaterschaftstest tatsächlich ein geeignetes Mittel zur Wahrheitsfindung darstellt. Mir scheint es wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Besser wäre meines Erachtens, die unmöglichen und nicht nachzuvollziehenden Folgen und Einschränkungen bei Aufdeckung einer Scheinvaterschaft zu ändern.
    – Warum sind heimliche Vaterschaftstests verboten? Hat ein Vater kein Recht, seine Zweifel erst einmal für sich zu klären? In den meisten Fällen sind diese doch unbegründet und ein heimlicher Test schafft Klarheit, ohne zuviel Porzellan zu zerschlagen. Die Kuckucksmutter darf ungestraft lügen und verheimlichen.
    – Warum gibt es eine Anfechtungsfrist von nur 2 Jahren? Warum setzt man Väter so unter Druck. EIne solche Wahrheit zu verarbeiten und für sich zu bewerten braucht doch Jahre. Warum zwingt man Väter, sich so kurzfristig zu entscheiden? Es steht schließlich eine Familie und die soziale Bindung zum Kind auf dem Spiel.
    – Warum verlieren Scheinväter, die ja in den meisten Fällen gute soziale Väter waren und sind, mit Aberkennung der leiblichen Vaterschaft alle Rechte? Vorher waren sie doch gut genug? Warum räumt man ihnen nicht gleiche Rechte wie leiblichen Vätern ein – auch nach einer Trennung (meinethalben unter der Voraussetzung, dass das Kind schon ein gewisses Alter hat und eine gefestigte Bindung zwischen Kind und Scheinvater besteht)? Das Kind hat in solchen Fällen nun einmal mehrere Väter; ist es für das Kind nicht das Beste, wenn es zu allen guten Kontakt halten kann, ohne dass dies in das Belieben / die Willkür der Mutter gestellt ist?
    – Warum kann der Scheinvater nur finanzielle Forderungen gegen den leiblichen Vater stellen? DIe Mutter hat ihren erheblichen Anteil an der Situation, warum kann sie nicht auch finanziell zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie den leiblichen Vater nicht nennen will oder der sich der Verantwortung entzieht?

    Ich denke, damit wäre Kuckuckskindern und Scheinvätern viel mehr geholfen, als mit obligatorischen Vaterschaftstests.

    • Andrea schreibt:

      Zitat:

      – Warum verlieren Scheinväter, die ja in den meisten Fällen gute soziale Väter waren und sind, mit Aberkennung der leiblichen Vaterschaft alle Rechte? Vorher waren sie doch gut genug? Warum räumt man ihnen nicht gleiche Rechte wie leiblichen Vätern ein – auch nach einer Trennung (meinethalben unter der Voraussetzung, dass das Kind schon ein gewisses Alter hat und eine gefestigte Bindung zwischen Kind und Scheinvater besteht)? Das Kind hat in solchen Fällen nun einmal mehrere Väter; ist es für das Kind nicht das Beste, wenn es zu allen guten Kontakt halten kann, ohne dass dies in das Belieben / die Willkür der Mutter gestellt ist?

      Ich stimme Dir hier völlig zu, es sollte für solche Scheinväter einen ganz eigenen rechtlichen Status mit Umgangsrecht für das Kind geben nur dann natürlich ohne Zahlungsverpflichtungen.
      Super Idee das sollte direkt zu dem Recht auf Identität für Kinder mitgefordert werden !

    • Breitseite schreibt:

      „Warum sind heimliche Vaterschaftstests verboten? Hat ein Vater kein Recht, seine Zweifel erst einmal für sich zu klären? In den meisten Fällen sind diese doch unbegründet und ein heimlicher Test schafft Klarheit, ohne zuviel Porzellan zu zerschlagen. Die Kuckucksmutter darf ungestraft lügen und verheimlichen.“

      guter Aspekt. Bedeutet eine seitens der Mutter verheimlichte Kuckuckskindschaft nicht bei vorher beim Vater vorhandenen Unwillen, jemandes fremdes Kind zu bezahlen, de facto eine Erschleichung von Geldern in erheblichem Umfang?
      Des weiteren eine Erschleichung von Fürsorgeleistung, was sich auch in Geld umrechnen liesse?
      Warum propagiert Zypries solche betrügerischen Machenschaften, Männerhass?

      Ein routinierter Vatersch.-Tests würde nicht mehr viel kosten, und nach kurzer Weile würde auch keiner mehr fragen.
      Zudem würde bei künstl.Befruchtungen auch Irrtümer direkt aufgedeckt, bei Verwechslungen ebenso, so dass noch Korrekturen möglich wären.
      Viele Vorteile, keine wirklichen Nachteile ausser dem gekränkten Ego einiger weniger Frauen, die sich offensichtlich gewisse Möglichkeiten vorbehalten wollen…

  11. Andrea schreibt:

    Bis auf diesen Satzteil s.u. stimme ich Dir absolut zu, super geschrieben übrigens.

    („Was jeder Mann von seiner Frau annimmt, nämlich das sie redlich und treu ist.“
    Also nicht jeder Mann nimmt automatisch an, dass seine Frau redlich und treu ist.
    Da hätten wir z.B. noch die unbegründeten Eifersuchtsfanatiker unter den Männern und Frauen ähem… und natürlich diejenigen Leute mit begründetem Verdacht.
    Der eine vertraut in seiner Beziehung voll und bedingungslos, der andere wieder nicht.
    Das kann man nicht pauschalisieren denke ich.)

Was ist Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s