Simone Schmollack vs. Kinder- und Väterrechte im BaZ-Interview – Analyse


Screenshot BAZ

Linus Schöpfer interviewt Simone Schmollack, die für radikalfeministische und männerfeindliche Positionen bekannt ist.

Simone Schmollack – bekannt für ihre radikalfeministischen und somit männer- und väterfeindlichen Artikel – steht bei der taz „an der feministischen Front“ und führt Rückzugsgefechte gegen den obligatorischen Vaterschaftstest. Aus gutem Grund wird nicht selten die Kommentarfunktion bei ihren Artikeln abgeschaltet.

Ihr geschmeidiger Umgang in der Verbreitung von Falschinformationen und Verdrehung von Tatsachen ist bereits an mehreren Stellen aufgedeckt und belegt worden.
So titelte der Männerrechtler Arne Hoffmann in seinem Blog Genderama:Simone Schmollack blind vor Hass? Deutschlandradio muss Rezension von AGENS-Buch umschreiben und bittet um Verzeihung„. Denn in ihrem Verriß des Agens-Buches hatte sie u.a. Zitate angeführt, die in Wirklichkeit nicht dort zu finden waren.
Auch der Kuckucksvater-Blog hat in einem Beitrag vom 29. Juni 2011 bereits aufgezeigt, wie Simone Schmollack mit Zahlen und Fakten zur Kuckuckskind-Thematik umgeht. Qualitätsjournalismus sieht nicht nur anders aus, sondern es ist noch viel schlimmer, denn ihre Arbeitsweise verstößt elementar gegen die Eckpfeiler der Journalismus-Ethik.

Doch all das scheint Linus Schöpfer – dem Kulturredaktor der Basler Zeitung  – entgangen zu sein. Wie sonst kann man sich erklären, dass ausgerechnet eine so unglaubwürdige und ideologieverblendete Person wie Schmollack ohne eine kritische Gegenposition interviewt wird? (Ludger Pütz schrieb am 18. Juni 2014 Herrn Schöpfer an und bat ihn um Stellungsnahme, die bis heute unbeantwortet blieb.)

So leitet Schöpfer im Anrisstext mit dem Satz „Autorin Simone Schmollack („Kuckuckskinder“) hält das für eine schlechte Idee – obwohl sie den Zorn der Väter gut verstehen kann“ ein.

Was passiert da?

Bevor überhaupt zum Thema gesprochen wird, läßt er die Feministin sich als verständnisvoll und emphatisch inszenieren, während sie gleichzeitig Scheinväter pauschal als zornig, unbeherrscht und aggressiv denunzieren darf.

Für Frau Schmollack sind nicht die Scheinväter das Opfer, wenn Kuckucksmütter ihnen Kuckuckskinder unterschieben, sondern für Schmollack sind die Mütter das Opfer, weil die durch einen Vaterschaftstest ab Geburt unter „Generalverdacht“ gestellt werden würden:

„Diese Forderung geht zu weit, weil sie alle Frauen unter Generalverdacht stellt.

Auch im nächsten Satz stellt sie die Dinge auf den Kopf:

„Überdies geht mir ein solcher Test auch als staatlicher Eingriff in die Privatsphäre des Bürgers zu weit.“

Derzeit wird der gesetzliche Vater vom Staat kriminalisiert, wenn er ohne Zustimmung der Kindsmutter in Erfahrung gebracht hat, ob das vermeintlich gemeinsame Kind wirklich von ihm stammt.
Ein obligatorischer Vaterschaftstest könnte vom Geburtshaus organisiert und von einem Labor anonym durchgeführt und das Ergebnis in einem versiegelten Umschlag nur den beiden mutmaßlichen Eltern mitgeteilt werden. Mit diesem Dokument, das die Vaterschaft bestätigt, kann sich dann der Vater mittels dieser Urkunde als gesetzlicher Vater eintragen lassen.
Der Staat selbst würde in diesen Prozess gar nicht eingreifen, schon gar nicht in die Privatsphäre, er würde sich einfach aus der Sache heraushalten. Er würde lediglich nur nicht mehr jeder Kindsmutter einen Blankoscheck zur Vaterschaftsfrage an die Hand geben, sondern einen Vaterschaftsnachweis verlangen. Die Vermutungsvariante wäre ab dem Moment endlich passé.
Aber er hält sich nicht zurück. Ganz im Gegenteil: Mit dem Verbot des diskreten Vaterschaftstests greift er massiv in die Privatsphäre von Vätern sowie deren vermutlichen Kindern ein und maßt sich dabei an, mittels der Familienrichter die Entscheidungshoheit darüber zu besitzen, wer sich seiner Vaterschaft vergewissern darf und wer nicht.

Simone Schmollack fährt viele Argumente zur Verteidigung der Frau auf:

„Manche Frauen wissen ja selber nicht, dass sie ein Kuckuckskind geboren haben. Auch gibt es ganz unterschiedliche Gründe, warum eine Frau mit einem Kuckuckskind schwanger wird. Manchmal ist der Gatte impotent, und die Frau möchte dennoch unbedingt ein Kind – vielleicht möchte ja auch der zeugungsunfähige Mann selber ein Kind. Oder eine Frau will nach einer Affäre aus nachvollziehbaren, ethischen Gründen nicht abtreiben. Die meisten Frauen jedoch schweigen, weil sie die Beziehung und die Familie nicht gefährden und ihrem Kind eine heile Welt bieten wollen.“

  1. Dass Frauen ihre Beziehung und die Familie nicht gefährden und ihrem Kind eine heile Welt bieten wollen würden, transportiert den Anspruch, dass eine Frau das emphatischere und verantwortungsvollere Geschlecht sei und stets altruistisch das Wohl der Familie und des Kindes im Blick habe, während der Mann das gefühlskalte Geschlecht sei, nur egozentriert die biologische Abstammung geklärt wissen wolle und dafür machtbesessen die Bedürfnisse des Kindes zu übergehen bereit sei.
  2. Der Einwand, dass manche Frauen selber nicht wüssten, dass sie ein Kuckuckskind geboren haben, stellt sie auf das Niveau eines Kleinkindes, das nicht weiß, was es tut.
  3. Die Anführung der Impotenz des Mannes ist ein klassischer Fall von Täter-Opfer-Umkehr: Der Mann sei natürlich selbst schuld.
  4. Zu guter Letzt wolle der zeugungsunfähige Mann vielleicht selber ein Kind. Das hat den Charme von: Der „vergewaltigte“ Mann wollte es ja so. Im geschlechterverkehrten Fall wäre ein #Aufschrei der Radikalfeministinnen sicher und in dem Fall dann sogar einmal nachvollziehbar.
  5. Dass auch die untergeschobenen Kinder Opfer der Handlung der Kuckucksmutter und zu schützen sind, blendet sie aus. Denn dieser Fakt gefährdet das von ihr mühselig aufgebaute Heiligenbild der Kuckucksmütter und des boshaften, narzistischen Scheinvaters.

Auf die Frage, ob eine Frau das Geld, das der vermeintliche Vater für das Kuckuckskind ausgegeben hat, zurückzahlen müsse, antwortet Simone Schmollack:

„Davon halte ich nichts. Diese Forderung wird ja immer aus einem Impuls tiefer narzisstischer Kränkung heraus gestellt. Da geht es häufig um einen Rachefeldzug gegen die Partnerin, bei dem das Kindeswohl auf krasse Weise ignoriert wird.“

Auch hier bleibt sie dem feministischen Opfer-Täter-Schema treu:

  1. Nicht die Frau habe durch ihr Verhalten das „Kindeswohl auf krasse Weise ignoriert“, sondern der Mann sei für die Handlungen seiner Frau verantwortlich. Das ‚Kindeswohl‘ dient ihr lediglich als Strohmann.
  2. Nicht die Frau habe das Problem Kuckuckskind aus einem Impuls tiefer narzisstischer Selbstbezogenheit heraus geschaffen, sondern der Mann schaffe erst das Problem mit seiner von ihr unterstellten „narzisstischen Kränkung“.
  3. Nicht die Frau habe einen finanziellen Vorteil zu Unrecht beansprucht oder sogar erschlichen, sondern der Mann führe einen „Rachefeldzug gegen die Partnerin“.

Und vor allem: Die Frau solle weiterhin alles behalten dürfen.

Immer mehr Menschen durchschauen den feministischen Umgang mit der Wirklichkeit  und deren ewig gleiche Inszenierung der Frau als Opfer. Endlich zerfällt das bisherige Opferabo allmählich in seine einzelnen Bestandteile, auch wenn das dem ein oder anderem Redakteur entgangen sein sollte.

Denn kürzlich stellte Kristopher Saad fest, dass der Feminismus unmittelbar für den Aufstieg der Männerrechtsbewegung verantwortlich ist:

„Feminism Is Directly Responsible For The Rise of Men´s Right´s Groups“

Immer mehr Männer sind entschlossen, für sich und auch für ihre Kinder beiderlei Geschlechts einzutreten.

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5 Antworten zu Simone Schmollack vs. Kinder- und Väterrechte im BaZ-Interview – Analyse

  1. Pingback: Ist den Frauen wirklich nicht zu trauen? – Jeanette Kuster im Mama Blog – unsere Analyse & Antworten | kuckucksvater

  2. Andrea schreibt:

    Also ehrlich gesagt finde ich gibt es auf beiden Seiten egal ob bei den Feministinnen oder
    den Männerrechtsbewegungen Leute, die Probleme mit Männer- oder Frauenhass haben und dann fängt es natürlich an an dem Sinn der Sache vorbei zu gehen und wird kontraproduktiv, weil es dann eben um andere Dinge als um Gleichberechtigung beiderseits geht.
    Und dieses Ping Pong Spiel führt ja nun wirklich zu nichts, wenn man anfängt zu allgemeinern
    Frauen wollen… Frauen sind… Männer…wollen… Männer sind xyz
    Jeder ist ein Individuum und dieses Schubladendenken, dass da von einigen Individuen manchmal an den Tag befördert wird ist einfach unerträglich.

    Recht hat die Dame natürlich mit einer Aussage wie dieser:
    Die meisten Frauen jedoch schweigen, weil sie die Beziehung und die Familie nicht gefährden und ihrem Kind eine heile Welt bieten wollen.“

    Und genau das ist des Pudels Kern.

    Die meisten Frauen schweigen tatsächlich aus diesem Grund und wie ich mit der Weile festgestellt habe, einige Männer auch ihren Ziehkindern gegenüber, wenn sie von der Sache erfahren haben und dieses Verhalten egal ob nur auf Frauen- oder zusätzlich auch auf Männerseite führt nun mal wie wir mit der Weile wissen ins eigentliche Verderben.

    Das ist genau die Einstellung, die im späteren Verlauf zu all den Problemen führt
    mit denen wir Kuckuckskinder zu kämpfen haben, weil man mit einer Lüge nun mal
    keine heile Welt bieten kann und weil man seine Familie bereits durch das Fremdgehen
    gefährdet hat und das auch nicht mehr zu ändern bzw. durch Schweigen/ Nichtwissen nicht rückgängig zu machen bzw. zu beheben ist.

    Aufgeschoben ist nun mal nie aufgehoben und statt direkt einen Berg von Problemen zu lösen hat man je länger man die Sache aufschiebt anschließend einen immer größeren Giganten an Problemen zu lösen und das hilft nun wirklich niemandem. Im Gegenteil…

    Außerdem ist es nun einmal so, dass Kinder sehr feine Antennen haben und es spüren,
    wenn irgendetwas nicht stimmt und nicht erst dann anfangen zu leiden, wenn sie die Wahrheit
    erfahren haben.

    Bei dem, was ich bisher aus Gesprächen und aus dem Internet erfahren habe, würde ich sogar sagen, dass viele Kuckuckskinder manchmal bewusst und manchmal unbewusst anders
    behandelt werden als eheliche Kinder und natürlich leiden sie darunter.

    Das widerlichste überhaupt was uns widerfahren kann ist allerdings, wenn uns nicht nur das Recht auf Identität abgesprochen wird, sondern auch noch das Recht auf Leben.
    Denn einige Mütter meinen das `Problem` wäre das Kind und ohne gäbe es keines und die die unehelichen Kinder dann auch noch heimlich abtreiben.

    Und oft merken diese Damen dann später, oh das Problem ist doch nicht gelöst, ich denke mein ganzes Leben lang daran, jetzt wäre das Kind 3 jetzt wäre es 10, jetzt wäre es so alt wie
    das Kind meiner Freundin. Sie haben psychische und manchmal auch physische Folgen zu tragen.

  3. Albert Seeger -Wiesinger schreibt:

    In Österreich ist es dem Staat egal wer fürs Kind zahlt..3,5 Jahre nach dem Bekannt werden meines Fall ,Kuckucks-Kinder aus Laussa -Oberösterreich habe ich noch keinen Cent meines Geldes zurück bekommen dass ich für die 4 Kinder ausgegeben habe..Der Staat ist schult an meiner Finanzlage da er die Gesetze 2005 änderte und keine Rechtliche Handhabe für Kuckucks-Väter gegen Mütter wegen Betrug schuf..DNA -TESTS bei der Geburt würden dem Staat viel Geld sparen ,da man beim Jugendamt , weniger Personal brauchte und von Anfang klar wäre wer der Vater des Kindes ist…,Bei vielen Kinder muss der Staat zahlen weil es der Gesetzes -Geber versäumt hat hier klare Gesetze zu schaffen..

    • Sabine schreibt:

      Lieber Albert,

      es wäre nicht zwangsläufig klar, wer der Vater ist. Leider 😦

    • Manfred W. schreibt:

      Es ist nach meinem Dafürhalten eine offene Frage, ob der Gesetzgeber es „nur“ versäumt hat, klare Gesetze zu schaffen, oder ob es nicht gerade Vorsatz ist.
      Viele Menschen glauben naiverweise, dass die Dinge etwa zufällig geschehen. Das ist aber oftmals nicht der Fall. Wir werden mittels Steuer- und Unterhaltsforderungen ausgeraubt wie in einem Raubritter-Staat.

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