Kuckuckskinder und der Rückzug aus unhaltbar gewordenen Positionen


Screenshot des Artikels auf 20 minuten (Schweiz)

Jedes Baby soll zum Vaterschaftstest – von N. Glaus in 20 minuten (Schweiz)

Vaterschaftstest ab Geburt – Tageszeitung – 20 minuten – Schweiz – N. Glaus – In der Schweiz hat die kostenlose Zeitung „20 minuten“ die Themen Kuckucks­kinder und Vater­schafts­test aufgegriffen, die Ludger Pütz im Artikel „Nur ein Vaterschaftstest gibt Gewissheit“ als Gastautor im Mamablog thematisierte. Darin forderte er den obligatorischen Vaterschaftstest.
Der Zeitung „20 minuten“ kommt der Verdienst zu, ein drängendes gesell­schaft­liches Problem anzusprechen, das stark tabuisiert ist, Das Problem besteht darin, dass geschätzte 10 % der Kinder um ihre familäre Identität betrogen werden. Kuckuckskind wird ein Kind genannt, das einem Mann unter­geschoben wird, der nicht sein Vater ist. Kuckucks­vater wird ein Mann genannt, der einem Kind als Vater unter­geschoben wird, das aber nicht von ihm abstammt.

Schwere Identitäts­krisen können auftreten, wenn der Betrug mit der Abstammung auffliegt. Für Frauen, die als Mutter meist den Betrug einfädeln, geht es um die Vertuschung von Fremd­gehen, um Macht und häufig um sehr viel Geld in Form von Unter­halts­zahlungen.

Bislang haben feministische Einfluss­kreise mit der Tabuisierung von Kritik an Frauen dieses Thema erfolg­reich aus der medialen Öffent­lich­keit heraus­ge­halten. Nun nimmt sich erstmals eine auflagenstarke Zeitung dieses Themas an. Die Forderung nach einem obligatorischen Vater­schafts­test bei Geburt wird nun aus der öffentlichen Debatte nicht mehr zu tilgen sein.

Screenshot - Onlineabstimmung

In der Online-Umfrage von 20 minuten sprachen sich 70 % für den obligatorischen Vaterschaftstest ab Geburt. 7 % enthielten sich und 23 % stimmten dagegen bei 7300 Stimmabgaben. Auf eine offizielle Meinungsforschung zu diesem Thema darf man gespannt sein.

Ludger Pütz macht sich in dem von ihm gegründeten Kuckucksvater-Blogs dafür stark, durch automatische Vater­schafts­tests sicher­zu­stellen, dass alle Kinder erfahren, wer sie sind und woher sie kommen. Auch Oliver Hunziker, Präsident des Vereins Ver­antwortungs­voll erziehender Väter und Mütter (VeV) kann sich obligatorische Vater­schafts­tests als eine mögliche Antwort auf das Problem vorstellen. Markus Theunert, Präsident des Dach­verbandes der Schweizer Männer und Väter­organisationen, befindet die bestehende Einseitigkeit für unhaltbar: „Heute wird alleine das Interesse der Mütter geschützt.“ Es ist politisch nachvollziehbar, dass er staatlich verordnete, automatische Vater­schafts­test bei der Geburt als übertrieben erachtet.

Anna Hausherr vom schweizerischen Verband allein­erziehender Mütter und Väter reagiert auf die Frage bezüglich der Identität mit einem Hinweis auf Verhütung. Jeder Mann habe die Freiheit, selber zu entscheiden, dass er nicht Vater werden will. Wer kein Kind wolle, könne dies ja mit Verhütungs­mitteln verhindern. In diesem Sinne müsse jeder für sich selber Verantwortung übernehmen.

Ein netter Versuch den Geist zu bitten, doch wieder in die Flasche zurück­zu­kehren. Allein der Erfolg des Kuckucksvater-Blogs zeigt, wie machtvoll sich das Thema auf die Tages­ordnung drängt. Es sind zuviele Betroffene, die ihr Thema behandelt wissen möchten. Für Feminist­innen bleibt jetzt der Rückzug aus unhaltbar gewordenen Positionen.

 

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8 Antworten zu Kuckuckskinder und der Rückzug aus unhaltbar gewordenen Positionen

  1. Pingback: Schweizerische Volkspartei – SVP-Nationalrat Frehner fordert Recht auf diskreten Vaterschaftstest | kuckucksvater

  2. Pingback: Ist den Frauen wirklich nicht zu trauen? – Jeanette Kuster im Mama Blog – unsere Analyse & Antworten | kuckucksvater

  3. Andrea schreibt:

    Also die Selbstbestimmung, die Gleichberechtigung und die Würde der Frau ist bestimmt nicht durch Vaterschaftstests gefährdet lol.
    Ich wüsste jedenfalls nicht wie und wo Feministinnen da jetzt ein Problem verorten würden.
    Ich sehe es eher so, dass Männer im Moment was das Thema angeht eindeutig Frauen gegenüber benachteiligt sind und das ist ja nun auch nicht im Sinne von Gleichberechtigung.

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      das ist ja nun auch nicht im Sinne von Gleichberechtigung.

      Feministinnen, die sich so laut dagegen wehren, denen geht es weder ums Kind noch um Gleichberechtigung. Es geht ihnen um Macht. Sie wollen die Bestimmungshoheit darüber, wer der Vater zu sein hat behalten.

      • Andrea schreibt:

        Ja das macht natürlich Sinn. Passt per se dann aber nicht in die Definition von Feminismus, auch nicht in die eines Matriarchats ,sondern dann eher in eine Art weibliches Patriarchat.
        Vielleicht sollten diese Damen wie A.S. dann noch mal die Definition von Feminismus studieren und im Fall von Alice Schwarzer nicht vergessen, dass sie noch nicht die Macht darüber haben zu entscheiden,wann sie Steuern abführen und wann nicht lol kleiner Scherz am Rande

  4. Andrea schreibt:

    Zitate:
    „Das Problem besteht darin, dass geschätzte 10 % der Kinder um ihre familäre Identität betrogen werden.“

    „Es ist politisch nachvollziehbar, dass er staatlich verordnete, automatische Vater­schafts­test bei der Geburt als übertrieben erachtet.“

    Wieso ist es bitte politisch nachvollziehbar wenn geschätzte 10% davon betroffen sind und
    die Dunkelziffer wahrscheinlich noch viel höher ist ?
    Das ist ja keine Kleinigkeit, das ist jedes 10. Kind hallo und damit kein zu vernachlässigendes Randproblem ?!
    Ich kann es mir nur so erklären, dass erstens keiner beabsichtigt für jedes Kind Vaterschaftstests zu bezahlen und 2. Vater Staat eventuell froh ist, wenn er nicht für die `vaterlosen` Kinder zahlen muß und sich statt dessen ein anderer Dummer findet.
    Moralisch eine äußerst fragwürdige Einstellung.
    Ich sehe es so, wenn man sich als Mutter und die ist immer ziemlich gewiss im Gegensatz zum Vater, sicher ist wer der Vater ist, was spricht dann bitte gegen einen Vaterschaftstest ?
    Ich meine wenn man nichts zu verbergen hat, wo ist bitte das Problem ? Vor allem muß man sich doch danach nie wieder Diskussionen anhören wie z.b. Ist das überhaupt mein Kind, ist vielleicht jemand anders mein Papa?
    Es wäre jeder Zweifel für immer ausgeräumt und es würde diese herzzerreißenden zwischenmenschlichen Tragödien der Kuckuckskindgeschichten endlich nicht mehr geben, die das Potential haben ganze Familien zu zerstören und keine Väter könnten darüber hinaus mehr finanziell ausgenutzt werden. Ich meine ich bin selbst ein Kuckuckskind und eine Mutter und ich habe kein Verständnis dafür, wieso viele Frauen mit so einem Thema so ein Problem haben. Wenn Tests grundsätzlich staatlich vorgeschrieben wären gäbe es übrigens auch diese „Du vertraust mir nicht Diskussionen“ der Mütter nicht mehr und die biologischen Väter hätten auch eine Chance zu ihrem Recht zu kommen, wenn nicht ein falscher bereits als Vater eingetragen ist. Außerdem wären dann auch heimliche Vaterschaftstests ausgestorben und viele Gerichtsprozesse..Und der wichtigste Punkt ist, jeder Mensch hat doch ein Recht auf seine Identität und nicht erst später, wenn irgendwer dazu kommt gewisse Dinge einzuklagen, sondern von Geburt an.
    Ich sehe da eigentlich nur Vorteile und ich finde es allerhöchste Zeit, dass in unserer modernen Gesellschaft mit ihren Möglichkeiten dieser Schandfeck endlich nachhaltig beseitigt wird.

    Just my two cents

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Hi Andrea,
      toll, dass Du unsere Forderung nach dem Vaterschaftstest ab Geburt unterstützt. Mit dem Autoren Manfred W. hatte ich vor Veröffentlichung ein Gespräch und kann deswegen zur Intention der Aussage “Es ist politisch nachvollziehbar, dass er staatlich verordnete, automatische Vater­schafts­test bei der Geburt als übertrieben erachtet.” etwas sagen. Übersetzt heißt es, dass es nachvollziehbar ist, wenn jemand in seiner Position solche politischen Statements abgibt, da er sich sonst sehr schnell angreifbar macht. Denn eines ist klar, wer den obligatorischen Vaterschaftstest verlangt, der begeht derzeit noch einen Tabubruch und kann in dem Fall mit heftigsten Reaktionen aus dem radikalfeministischen Lager rechnen. Wie wir an Alice Schwarzer & Co. erkennen können, ist deren Einfluss noch sehr groß und Gott sei Dank schwindend.

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