Das Vaterschaftstestergebnis ist da … – von Tim Berger


Erlebnisbericht

Ich möchte den Vaterschaftstest, damit ich wieder vertrauen kann.

Erlebnisbericht – Frau untreu – Vaterschaftstest – Tim Berger

Hallo Max,

Ich hatte dir vor kurzem meine Geschichte geschrieben, die du ja auch in deinem Blog veröffentlicht hattest.

Es hat eine dramatische Wendung gegeben. Ich habe gestern das Ergebnis des Vaterschaftstests erhalten mit dem Ergebnis: Vaterschaft ausgeschlossen.

Wer meinen ersten Text gelesen hat, kann sich vorstellen, wie überrascht ich bin …

Ich habe jetzt das Gefühl, ich „sterbe“. Ich brauche

wahrscheinlich nicht näher auf meine Gefühlslage eingehen, wahrscheinlich versteht mich fast jeder.

Wie beschrieben sind wir eine kleine Familie 32, 28, 5.
Der kleine ist (war??) mein einziger Sohn, der Sinn und meine Befriedigung im Leben. Meine Frau auch…

Ich sitze jetzt hier und weiß gar nichts mehr.

Bitte schickt mir Links, erzählt mir was über Eure Erfahrungen, gebt mir Tipps. Ich merke, dass mir das im Moment echt hilft.

Ich weiß es jetzt seit 20 Stunden.

Wie kann es jetzt weiter gehen? Was mache ich? Was ist mit dem anderen Mann, der mir bekannt ist (nicht persönlich, nur namentlich).
Was mache ich mit meinen Eltern? Er ist der erste, einzige, geliebte Enkel, sie wissen es auch schon und sind auch noch im Schockzustand und sehr sehr traurig.

Meine Frau (oder bald Noch-Frau??) ist auch fix und fertig, wir saßen letzte Nacht zusammen im Wohnzimmer bei absoluter Stille und haben beide nur geheult, aber was soll sie mir jetzt nach 5,5 Jahren auch erzählen oder raten. Ich habe im Moment keine Fragen mehr an sie.

Oh mein Gott, was jetzt?? :(:(:(

VG, „Tim Berger“

 

 

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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61 Antworten zu Das Vaterschaftstestergebnis ist da … – von Tim Berger

  1. Pingback: Ich habe mich entschieden – von Tim Berger | kuckucksvater

  2. Sammy schreibt:

    Hallo Tim,

    nachdem ich einen Teil gelesen habe möchte ich kurz darstellen, was mir in der akuten Zeit geholfen hat:

    Die ersten Nächte waren der Horror, ich war am weinen und konnte nicht schlafen. Es gingen mir Bilder durch den Kopf. Gedanken, Ängste.

    Geholfen haben mir hier Gespräche mit unbeteiligten, vor allem einem Freund, der eingeweiht ist.
    Des weiteren habe ich sofort Termine ausgemacht mit der Paartherapeutin bei der wir gemeinsam eine Beratung angefangen hatten, aber abgebrochen.

    Meine Frau war geständig, verweigert aber bis heute den Namen des Erzeugers. Sie möchte mit ihm nichts zu tun haben. Zunächst wollte sie das Kind zur Adoption freigeben. Ich habe darüber nachgedacht was das bedeutet und ihr klar gemacht, dass ich nicht glaube, dass sie das schafft. Sie würde daran innerlich zu Grunde gehen.

    Der große unterschied zu Dir ist, dass wir 4 leibliche Kinder haben, 4 bis 11 Jahre. Diese Kinder liebe ich und sie sind es mir wert ein 5. als rechtlicher Vater in dieser Familie aufzunehmen.

    Dann gab mein Körper nach, Hörsturz und Tinnitus. Das war der Moment wo ich mir sagte, jetzt gehe ich vor, es geht erst mal um mich. Ich nahm mir 5 Tage komplette Auszeit. Raus aus dem Beruf, raus aus der Familie, weg von meiner Frau.

    Ich habe mehrere Briefe geschrieben. Zunächst an den Erzeuger. Den habe ich meiner Frau gegeben, er wird aber wohl nie abgesendet. Dennoch hat es mir sehr gut getan dem Erzeuger meine Gefühle zu schildern und auf sein Verhalten einzugehen.

    Das 2. war, dass ich meine Frau um Verzeihung gebeten habe. Das klinkt vielleicht merkwürdig, aber ein Satz eines Psychologen ging mir nicht aus dem Sinn: Bei einem Seitensprung gibt es nicht Opfer uns Täter, sondern nur Täter. Auch ich habe Fehler begangen, sonst wäre meine Frau nicht aus der Ehe ausgebrochen. Das ist natürlich keine Entschuldigung für das Nicht verhüten.

    In diesen Tagen ist mir klar geworden, dass ich meine Familie erhalten möchte. Die einzige Chance dazu ist, das Kind als meinen Sohn zu akzeptieren. Zu dieser Entscheidung stehe ich.

    Bei dir ist es etwas anders gelagert, Du wurdest nicht wie ich 5 Monate belogen , sondern über 5 Jahre.

    Prüfe für Dich Deine Gefühle, zu Deiner Frau und zu Deinem Kind ( ich gehe davon aus ihr seit verheiratet und du der rechtliche Vater ) Da keine weiteren Kinder vorhanden sind, sehe ich es als schwieriger an als bei mir, umgekehrt hast Du Dein Kind bereits 5 Jahre als eigenes anerkannt. Du hat es von Anfang an auf den Armen gehabt und es braucht Deine soziale Bindung als Vater.

    Du musst für Dich die Entscheidung treffen, dann aber abschließend und für die Zukunft. Denn eins ist klar, das Kind kann gar nichts für diese Situation und hat seine Kindheit noch vor sich, die die Basis für seine Zukunft als Erwachsener darstellt.

    Meine Frau will mit dem Erzeuger keinerlei Kontakt mehr haben. Seinen versuch im Januar hat sie abgebügelt. Er weiß nichts von seinem Erfolg beim ungeschützten GV. Ich habe das akzeptiert und verziehen, es bleiben allerdings Fragen. ( siehe die Verlinkung).

    Nimm dir Ruhe, eine Auszeit und finde zunächst zu Dir, um darauf aufbauend Entscheidungen für Deine Zukunft, die Deines Kindes und der Frage ob mit oder ohne Deine Frau zu finden.

    LG Sammy

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Hi Sammy,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und den Blick auf die Situation aus Deiner Sicht heraus. Bitte lese doch Bericht von einem leiblichen Vater, dem der Umgang mit seinem Kind verwehrt wurde und immer noch wird. https://kuckucksvater.wordpress.com/tag/meine-tochter-soll-kein-kuckuckskind-sein/

      • Sammy schreibt:

        Hallo max,

        Danke für den Hinweis, es ist eine bewegende Geschichte, die mich nicht unberührt läßt. Ich habe den Eindruck, du willst mir klar machen, dass der Erzeuger zu informieren ist. Die Einträge hier und dort wo ich meine Frage gestellt habe, führen zum Nachdenken.
        Ich sehe eine Spaltung innerhalb der Antworten, ein Teil rät es dem Erzeuger nicht mit zu teilen, andere sagen steht zur Wahrheit.
        Ich weiß heute nicht, was der richtige Weg ist, habe nur Angst, dass meine Familie zerbricht, wenn ich meine Frau zur Wahrheit zwinge.

        VG Sammy

        • Max Kuckucksvater schreibt:

          „Ich weiß heute nicht, was der richtige Weg ist, habe nur Angst, dass meine Familie zerbricht, wenn ich meine Frau zur Wahrheit zwinge.“

          Die Angst hätte auch ich. Doch sehe es einmal von der Seite: Wenn ihr so tut, als wenn nichts wäre, als wenn dieses Kind nicht einen anderen Mann zum Vater hätte, dann darf das Kind nicht sein, wer & was es ist. Es ist nur zu 50% richtig – der Rest ist falsch, wird geleugnet, darf nicht sein. Es ist die Aufgabe von uns Erwachsenen die Konsequenzen unseres Handelns zu tragen und nicht die des Kindes. Du übernimmst bereits eine Menge Verantwortung, das lese ich, das fühle ich. Es ist an der Zeit, dass auch Deine Frau Verantwortung übernimmt und zu ihrem Kind steht, und zwar zu hundert Prozent. Das ist nicht leicht und verlangt eine Menge Klarheit und Mut.

          • Andrea schreibt:

            Das sehe ich zu 100% genauso wie Max Kuckucksvater. Wie wollt Ihr das denn machen, willst Du sagen Du bist der Vater und jedes Mal zittern, ob es nicht doch irgendwann heraus kommt und die Folgen dann viel schlimmer wären, als wenn man direkt ehrlich damit umgegangen wäre oder willst Du sagen Du bist der soziale Vater und was wirst Du dann später dem Kind sagen, wenn es fragt wer der biologische Vater ist und warum es den nicht kennt und dieser sich nicht gekümmert hat ?
            Willst Du dann sagen die Chance sich zu kümmern haben wir ihm genommen und Dir die Chance ihn kennenzulernen ? Ich denke beides kann nicht der richtige Weg sein.
            Was ich auch nicht verstehe, warum man einen Seitensprung beichtet , aber dann nicht sagen will mit wem. Wäre für mich nur einleuchtend, wenn die Person mit der man den Partner betrogen hat bekannt ist und der Seitensprung gerade mit dieser Person schlimmer wäre für den Partner.

        • Manfred W. schreibt:

          Wenn Du von Deiner Frau nicht die Wahrheit einforderst, wirst Du von ihr als Verlierertyp gesehen, der es „verdient“ hat, von ihr verarscht und ausgenommen zu werden.

          Wenn Du in dieser Situation den „Gentleman“ raushängen lassen willst, hast Du den Ernst Deiner Lage nicht erfasst. Die Wahrheit zu fürchten, wird der Zersetzung Deiner Familienstrukturen auf Dauer in die Hände spielen und Du wirst so zumindest mitverantwortlich dafür sein.

          Was ist der Ernst der Lage? Zum einen ist das die finanzielle Schlinge, die sich um Deinen Hals legt. Zum anderen ist es das Trauma, das einem Kind droht, wenn Du jetzt auf das Einfordern der Wahrheit verzichtest.

          Die Identität eines Kindes ist sehr leicht verletzbar. Das Ichwerdung findet vor allem im Unterbewusstsein statt. Man weiß beispielsweise aus der Adoptionsforschung, dass die Nichtkenntnis der eigenen Abstammung ein Trauma auslösen kann, ohne dass das Kind von seiner Adoption direkt erfahren muss.

          Ich bin mir sicher, dass Dir das nicht gleichgültig ist. Aber Kinder sind schon allgemein sehr sensibel, wenn es um Wahrheit geht. Wenn aber ein Kind erfährt oder auch nur spürt, dass in Bezug auf seine Herkunft gelogen wird, dann tut sich für das Kind ein Abgrund auf.

          Die Wahrheit kann hart sein. Aber sie ist auch ein fester Grund, auf dem man stehen kann. Lügen hingegen sind ein Sumpf, in dem man früher oder später versinkt.

          Sprich doch einfach mal einen unbekannten Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren auf der Straße an und sag ihm, dass Du seinen Rat möchtest und frag ihn dann, welchen Weg Du seiner Meinung nach gehen solltest. Die Antwort könnte erhellender als die eines Psychologen sein…

        • Katrin schreibt:

          ##habe nur Angst, dass meine Familie zerbricht, wenn ich meine Frau zur Wahrheit zwinge##
          Denkst du auch an das Kind? Welche Ängste müsste es haben, wenn es eines Tages die Wahrheit erfährt? Es wird sich fragen, wer bin ich, woher komme ich, wo ist meine andere Hälfte? Es wird sich wahrscheinlich seiner nicht mehr sicher sein und könnte in eine schwere Identitätskrise geraten, die nicht immer ohne psychische Folgen bleiben könnte. Deine Frau, sollte so viel A …. (sorry) in der Hose haben!!! Jedes Kind hat das Recht auf Kenntnis seiner Abstammung. Alles Andere wäre Personenstandsfälschung, die leider nicht geahndet wird, da das Kind ehelich geboren ist.
          LG ein Kuckuckskind

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Sammy, gerne möchte ich mit Dir via Email Kontakt aufnehmen. Bitte sende mir eine Email an meine Adresse kuckucksvater@hotmail.com

      • Sammy schreibt:

        Hallo Max,

        ich bin jetzt in der Klinik und komme ganz langsam zur ruhe.
        Wenn Du möchtest kannst Du meine Situation als eigenen Block einstellen, ich würde dann aktuell ergänzen.
        VG Sammy

    • Fatherleft schreibt:

      Hi Sammy,
      Ich muss sagen, dass ich deine Wohlüberlegte Art mit deiner Situation umzugehen und dabei auch die bedürfnisse aller andere mit zu berücksichtigen sehr Reif sinde, und ich möchte einfach mal davor warnen ein wenig vorsichtig mit Pauschalurteilern aus dem Internet zuviel Zweifel einräumen zu lassen, denn die haben gut reden und müssen vor dir deiner Familie und auch deinem kleinen nicht genetischen Sohn nicht die Verantwortung für ihre gut gemeinten Ratschläge übernehmen.
      Wenn du deinem Neugeborenen und deinen leiblichen Kindern nicht gleich alle Wahrheitn um die Ohren Knallst heisst natürlich nicht, dass du dem neugeborenen 50% seiner Identität verweigest (ebenso wie es das bei Adoptivkindern heist, denen die die Eltern auch nicht im ersten Lebensjahrezehnt um die Ohren knallen, dass sie ja eigentlich gar nicht deine Kinder sind.). wenn du die emotionale Stärke aufbringst den kleinen wie ein Vater großzuziehen und du ihn mit 5 Jahren fragen würdest ob er wissen möchte, ob er dein genetisches Kind ist, dann wird er dich vermutlich mit großen Augen ansehen und fragen was du eigentlich willst. Und wenn deine Frau nicht will, dass der biologische Vater involviert wird… Bitte sehr. Vielleicht gibt es dafür Gründe, auch wenn hier gerne so getan wird, als wäre ein biologischer Vater die Lösung aller Probleme, glaube ich das absolut nicht.
      Und halte ich es für eine ziemlich gewagte behauptung so aus dem Internet ohne dich und deine Frau kennengelernt zu haben, dass „Wenn Du von Deiner Frau nicht die Wahrheit einforderst, wirst Du von ihr als Verlierertyp gesehen“, Ist gut wenn man mal drüber nachdenkt, ob es so sein könnte aber den Automatismus dahinter zu vermuten, da sollte man sehr vorsichtig damit sein.
      Ich würde mir als erstes Überlegen, ob du mit dem Vertrauensbruch deiner Frau leben kannst, ob du ihn verzeihen kannst, und da fand ich den Ansatz deines Freundes sehr gut und letztendlich musst du für dich entscheiden, ob du ihre Reue für aufrichtig hältst.
      Dann musst du für dich klären, ob du deinem kleinen die gleiche Liebe geben kannst wie deinen biologischen Kindern. Wenn du das für dich geklärt hast, und mit ja beantwortet hast, kannst du es dem Kleinen durchaus in 10, 15 Jahren sagen, dass er nicht dein Kind ist, und wenn du ihn genauso geliebt hast wie deine eigenen Kinder halte ich es für unwahrscheinlich, dass er dir an den Kopf wirft „Warum hast du mich belogen“ (dafür gebe es eine durchaus Plausible und berechtigte Antwort) sondern „danke dass du mich trotzdem so lieb gehabt hast“. Ich habe hier manchmal das Gefühl, dass einige weil sie in ihrer Kuckucksfamilie nicht Glücklich geworden sind voreilig zu der Vermutung tendieren zu glauben, dass es mit dem biologischen Vater besser geworden wäre. Ich glaube nicht, dass jemand nur weil er mal eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt hat automatisch ein guter Vater wäre und auch nicht dass das Kind in den ersten zehn Jahren etwas vermisst, wenn es ihn nie kennengelernt hätte. Im Gegenteil. Kinder in dem Alter haben ein Recht auf Bindung, Liebe und Fürsorge. Natürlich ist es am Idealsten, wenn sie diese auch noch von ihren genetischen Eltern bekommen, wenn ich die Alwahl hätte zwischen Liebe, Bindung und Fürsorge, durch Pflege- oder Adoptiveltern oder eine solala Bindung, zu den genetischen Eltern (mit einer nicht geringen Chance, dass der Familienverbund das nicht übersteht, diese Angst von dir würde ich durchaus ernst nehmen) und Liebe, familiäre Bindung und Fürsorge Pflege oder Adoptiv Eltern (oder in eurem fall sogar einem genetischen und einem sozialen Elternteil) dann würde ich mich immer für letzteres entscheiden. Die Ehe meiner Eltern ist kaputt gegangen, als ich 9 war, weil meine Mutter fremd gegangen war, schon bei mir gibt es den verdacht, dass ich nicht meines vaters Kind bind, und ich kann nur sagen aus Kindessicht wäre es mir Scheißegal gewesen, ob meine Mutter nun mit meiner Schwester ein weiteres Kuckuckskind in die Familie gebracht hätte. Zwar war bei uns auch nicht alles rosig, aber die Trennung und das Zusammenleben mit dem biologischen Vater meiner Halbschwester war definitv die beschissenere Lösung, und ich bezweifle, dass eine Trennung zu meinen Zeiten, aufgrund der Vagen Hoffnung, dass mein vermuteter Vater plötzlich Superdad Ambitionen machen, und deine Familie für uns verlassen hätte, oder auch nur riskiert hätte, um mir ein adäquater bilogischer vater zu sein, ist glaube ich eher naiv.

      Also wenn du das alles für dich schon emotional so äußerst verantwortlich geklärt hast, würde ich mich hier nicht unnötig um den Schlaf bringen lassen. Ich glaube nämlich, dass deine Sorge ob die Familie das aushält ist durchaus berechtigt ist, ob deine Kinder den kleinen genauso annehmen, wenn sie wissen, dass er ein „Bastard“ ist und ihm das nicht alle Nase lang aufs Brot schmieren, Jedesmal, wenn es um die Verteilung von knappen Familiären-Ressourcen geht (wie zum Beispiel auch Zeit und Fürsorge) würde ich mich nicht darauf verlassen. Insofern glaube ich, dass du mir deiner Haltung schon auf einem guten Weg bist.

      • Sammy schreibt:

        Danke fatherleft !! Nein, ich bin über den Punkt hinweg, wo ich mich durcheinander bringen lasse. Für mich ist nachdem ich hier alles gelesen habe der eingeschlagene Weg weiterhin der richtige.
        VG sammy

    • Florian schreibt:

      Hallo Sammy, ich bin in der gleichen Situation wie du. Ich würde gerne mal mit dir reden.

      gruss

      Florian

      • Sammy schreibt:

        Hallo Florian, du kannst mir unter sammy@onlinehome eine Nachricht zukommen lassen, auch Kontaktdaten. Die Adresse funktioniert aber nur noch diese Woche !!

        VG Sammy

  3. Sammy schreibt:

    Hallo Tim,

    ich denke, dass ich sehr gut mitfühlen kann, denn ich stecke in einer sehr ähnlichen Situation.
    Meine Geschichte findest Du unter :

    http://www.gutefrage.net/frage/gewollter-rechtlicher-vater-eines-kuckuckskindes

    Ich werde die Antworten hier durchlesen und komme sehr gerne wieder auf Dich zu.

    Wie Du sieht geht es anderen Männern wie Dir, alleine das tut mir gut. Das wichtigste ist in Ruhe entscheiden und professionellen Rat suchen.

    Schaue auch mal in das Buch
    Kuckuckskinder, Kuckuckseltern: Mütter, Väter und Kinder brechen ihr Schweigen

    Dort ist genau Dein Fall von einem Vater geschildert. Auch ein gutes Interview mit einer Psychologin.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, bis bald

    LG Sammy

  4. Petra Scholz schreibt:

    Hallo Tim, nachdem ich auf den Post von Max auf Facebook. im Bezug auf Deine Geschichte eingegangen bin, poste ich diesen Text auf das Anraten von Max hier auf Deiner Seite, da Du diesen in Facebook hättest nicht lesen können.
    Sorry, ich hätte ja auch selbst darauf kommen können, daher hier für Dich mein Post in FB.

    Das stimmt, denn raten kann man erst einmal zu nichts.
    Klar sitzt der Schock tief und um eine Entscheidung zu treffen, muss dieser sich erst einmal legen.

    Ich meine erst einmal ist klar, dass das Kind nichts dafür kann und Du es dennoch weiterhin liebst. Wenn Du auch nicht der leibliche Vater bist, der Du trotz dessen bisher für Dein Kind warst, wirst Du für es ohnehin der emotionelle und letztliche Vater bleiben, denn er ist durch Dich geprägt.

    Ich glaube dass mit der Zeit eine Entscheidung fast leichter fällt, als momentan, wo Du die Realität erst einmal verarbeiten musst, denn Deiner Geschichte nach zu urteilen, hat Eure Beziehung durchaus noch eine Zukunft.

    Wichtig und gut ist, dass Ihr Eurem Kind nichts verheimlicht. Somit wirst Du auch Dein Kind nicht verlieren, denn es wächst mit Dir auf, entwickelt eine weitere, emotionale Bindung und wird es letztlich irgendwann verstehen.

    Wozu ich allerdings raten würde, ist, dem Kind nichts verheimlichen, aber ein gewisses Alter abwarten, um ihm die Wahrheit zu sagen. Jene Ehrlichkeit wird sich, wie ich glaube, auch auszahlen und ich glaube dass Du ein Vater sein wirst, der seinem Sohn Rückgrat gezeigt hast, wie auch im Herzen. Wie Du Dich rechtlich dabei entscheidest, ob Du die gesetzliche Vaterschaft anerkennst oder auch nicht, bleibt Dir überlassen.

    Schließlich gibt es mehrere Familien, für dessen Kind der leibliche Erzeuger alimentiert und dennoch der soziale Vater als Vater anerkannt ist.
    Letztlich ist es also durchaus möglich, sich diesbezüglich zu einigen.

    Dort wo noch Liebe ist, wird sich ein Weg finden.

    Ich wünsche Dir , Tim, alles, alles Gute, ich glaube Du wirst einen Weg finden. Nur der Schock braucht erst einmal Zeit zur Verarbeitung, Du bist diesbezüglich nicht allein.

    My two Thumbs for you (y) (y)

  5. Stefan schreibt:

    Hallo Tim,
    es tut mir sehr leid, was Dir da widerfahren ist. Eine Situation, die man niemandem wünscht, und die die ganze Familie und das ganze bisherige Leben in Frage stellt. Ich denke auch, dass es jetzt wichtig ist, dass Ihr Euch professionelle Hilfe sucht, z.B. bei Familienberatungsstellen, die Euch sicher auch gute Familientherapeuten empfehlen können. Allein werdet Ihr vermutlich daran scheitern, denn man muss das alles jetzt gründlich aufarbeiten, gemeinesam, aber auch jeder für sich. Ein paar Gedanken von mir dazu:
    – Wie Max schon schrieb: Jetzt läuft die 2-Jahresfrist für die Vaterschaftsanfechtung. Du musst jetzt keine Entscheidung übers Knie brechen. Lass Dir Zeit, nutze die Beratung, um für Dich Klarheit zu erlangen. Du kannst Deinen Sohn weiterhin lieben wir bisher. Für ihn bist DU sein Papa, egal, wer Erzeuger ist. Das bedeutet aber auch, dass Du Vater sein kannst, auch wenn Du die Vaterschaft anfechtest. Er wird Dich deswegen nicht weniger lieben und Du ihn auch nicht.
    – Dein Kind hat das Recht, seinen biologischen Erzeuger zu kennen. Es würde sich von Euch beiden um seine Identität betrogen fühlen, wenn Ihr es ihm verheimlicht. Denke immer daran: Du bist sein Papa wenn Du es sein willst und Deine Frau es weiter zulässt (für sie ist es ein Charaktertest, gerade wenn Ihr Euch noch trennen solltet), egal, ob es da noch einen Erzeuger gibt. Aber später wirtd es ihm wichtig sein, seinen biologischen Vater zumindest kennen zu lernen und zu sehen, was von diesem in ihm ist. Das ist erstmal hart für Dich, aber damit kann man sich arrangieren.
    – Mein Rat: Lass DIch beraten. Dann fechte rechtzeitig vor Ablauf der Frist die Vaterschaft an. Nehme den Erzeuger in Regress, fordere Unterhalt von diesem zurück und lege es für Dein Kind auf ein Sparkonto. Es wird das Geld sicher irgendwann brauchen. Den Erzeuger würde ich gemeinsam mit Deiner Frau soweit wie möglich aus Eurem Familienleben heraushalten. Am besten erst dann Kontakt, wenn der Junge selbst dazu bereit ist und den evtl. Umgang schon recht eigenständig durchführen kann. Der Erzeuger hat in Eurem Familienleben nichts zu suchen. Dennoch hat er Zahlungspflichten, auch die insbesondere das Kind ein Anrecht hat.
    – Wenn Ihr es schafft, Eure Ehe gemeinsam fortzusetzen und einen gemeinsamen Neuanfang für Euch zu machen, könntest Du überlegen, das Kind zu adoptieren. Sicher erst später, wen das Kind auch selbst etwas dazu sagen kann. Und wenn der Erzeuger dazu bereit ist. Das ändert nichts daran, dass der Junge trotzdem Kontakt zum Erzeuger haben kann – das hängt schließlich von Euch Erwachsenen ab.
    – Kläre Dein Verhältnis mit Deiner Frau. Ihre Ausführungen, dass zwischen Sex mit dem Erzeuger noch eine Regeblutung war, ist nur eine Schutzbehauptung – klarer ausgedrückt eine Lüge – an die sie sebst gern glauben wollte. Aber sei Dir sicher: Ihr war von Anfang an klar, dass der andere mit großer Wahrscheinlichkeit der Erzeuger ist. Sie hat es verdrängt. Und sicher auch all die Jahre unter den Zweifeln und dem Betrug an Dir gelitten. Das macht es aber nicht besser. Und schließlich hat sich Dich auch danach noch mehrmals mit anderen Männern betrogen. Der Schock war also nicht heilsam genug. Sie muss für das, was sie gemacht hat, die Verantwortung übernehmen – vor Dir und ganz besonders vor sich selbst (und irgendwann auch vor dem Kind). Das ganz unabhängig davon, wie Ihr danach weitermacht – gemeinsam oder getrennt.
    – Denke nicht, dass alles zuende ist, wenn Du Dich trennst. Man kann sich in einer solchen Situation nicht vorstellen, dass das Leben danach weitergeht und man wieder neu glücklich werden kann. Aber das ist so. Ich will Dir jetzt nicht zur Trennung raten. Aber lass Dir Zeit und prüfe in Ruhe alle Möglichkeiten. Ich würde mit meiner Frau in so einer Situation nur dann zusammen bleiben, wenn wirklich alle Fragen und Probleme (ganz besonders auch auf ihrer Seite, s.u.) geklärt sind und eine gemeinsame Perspektive für eine ehrliche und treue Beziehung sichtbar ist. Aber das musst DU für Dich allein klären. Niemand kan Dir da wirklich raten.
    – Deswegen rate ich Euch, dass jeder für sich allein zusätzlich zur Ehe-/Familientherapie einen eigenen Therapeuten besucht, der Euch beim Sortieren hilft. Ganz besonders Deine Frau muss sich ernsthaft mit sich selbst und den Grnden für Ihr Verhalten auseinandersetzen. Sie hat irgendwelche tiefer liegenden Probleme.
    – Selbst wenn Ihr Euch trennt, kannst Du regelmäßigen Umgang mit dem Kind haben, wenn die Mutter das zulässt (wie gesagt, ein Charaktertest für sie). Ebenso kannst Du freiwillig Unterhalt oder anderes für das Kind leisten. Niemand zwingt Euch, Deine Beziehung zum Kind abzubrechen, auch wenn Du rein rechtlich Rechte verlierst. Ich kenne ein Beispiel, wo sich ein Paar nach vielen Jahren getrennt hat und der Mann zu den Kindern der Frau aus ihrer ersten Ehe weiter einen regelmäßigen und liebevollen Umgang pflegt. Er war schließlich lange Jahre der (soziale) Papa und als solchen sehen ihn die Kinder immer noch. Der biologische Vater ist natürlich auch noch da und auch zu diesem haben die Kinder guten Kontakt. Aber so ist letztlich Patchwork.

    Dir alles Gute
    S.

  6. Wendelin P. Moser schreibt:

    Hallo Tim,

    ich denke das Kind ist der wichtigste Teil! Es kann und darf nicht rausgelassen werden! Es stellt sich die Frage wie ihr das Kind einbindet und wann ihr was erzählt, erklärt,….. — aber das Kind ist immer dabei! Krisen, Streit, Trauer, Wut, Freude, ….. alle Gefühle nehmen unsere Kinder sehr wohl wahr, oftmals viel tiefer und intensiver als wir es vermuten.

    Sicherlich braucht ihr Unterstützung, da der positive Vaterschaftstest für jeden in der Familie ein Hammer ist. Da gibt es starke Gefühle wie Verletzungen, Ängste, Sorgen, Aggressionen, Wut, Trauer, …. kaum noch Freude. Jeder von Euch hat andere Wege gelernt und erlebt, wie er damit umgehen kann, das macht es dann auch leicht zu verstehen, wenn der Partner es total anders angehen mag. Der Kuckucksfaktor entsteht sicherlich nicht ohne Grund. (Das ist zwar sehr schade) Die Frage ist, was müssen wir daraus lernen? Warum ich? Die Antworten sind nicht so einfach zu finden. Dennoch glaube ich, dass du schon einige Schritte auf dem Weg gegangen bist. Gut gemacht!

    Liebe Grüße

    Wendelin

  7. Olga schreibt:

    Von welchen Unteschied redest du da?
    Fakt ist doch, dass Tim erst nach 5 jahren erfahren musste, dass er gar nicht der leibliche Vater ist, also 5 Jahre lang belogen und betrogen wurde. Wie er damit umgeht muss er für sich selber entscheiden, das braucht Zeit.
    Ich muss nicht wissen wer der leibliche Vater des Kindes ist, das weiss schon seine Frau.
    Ein bisschen viel „Wenn“ in deinen Beitrag aber dadurch ändert sich auch nichts.
    Ob der Vater Bock hat aufs Kind oder nicht, wird sich herausstellen, wenn man ihm lässt.
    Und für eine Abklärung der Vaterschaft gibt es den Vaterschaftstest, da wird sich dann herausstellen ob er nur Vater spielen will oder ob dann doch ganz ein anderer in Frage kommt und er wieder angelogen wurde.
    Das Kind hat jedenfalls das Recht seine Wurzeln zu kennen. Ob es dann weiterhin Kontakt halten will oder nicht, bleibt ihm selber überlassen.
    Also rede dich nicht darauf aus, dass am Rücken des Kindes alles ausgetragen wird. Ich glaube ich habe mich in den anderen Beiträgen wie das zu bewerksteiligen wäre deutlich genug ausgedrückt. Dass du es von Haus aus ablehnst dem Kind die Chance zu nehmen seinen leiblichen Vater kennen zu lernen, DAS nenne ich Kinder und menschenfeindlich!
    Gute Nacht

    • Fatherleft schreibt:

      Du meinst das Verhalten von Tim, wenn er den biologischen Vater des Kindes außen vor lässt in einen Topf werfen zu können, mit einem neuen Lebensgefährten der Mutter, der meint ein Kind, welches vorher einen biologischen und sozialen Vater hatte, von diesem fernzuhalten, weil ernun sozialer Vater sein möchte. Tut mir leid, wenn Du nicht DEN Unterschied nicht erkennst. in letzterem Fall hättest Du sofort meine Zustimmung, aber der hat leider nichts mit Tims Situation zu tun. Denn niemand, weder Tim, noch seine Frau (es sei den sie wäre ähnlich dämlich wie damals Herr Daum) noch sein Kind hatten eine Idee, dass jemand anderes der Vater des Kindes sein könnte.

      Wie Du schon Sagst. Tim muss für sich entscheiden wie er damit umgeht, und das muss er alleine mit der Mutter entscheiden. Der biologische Vater, der bislang keine Rolle gespielt hat braucht bei dieser Entscheidung keine Rolle zu spielen. Das Tim nicht der biologische Vater ist, weiß er ja nun.
      Die zwei Optionen die er jetzt hat um damit umzugehen (um es nochmal zu sagen) sind:

      1.) den Genen oberste Priorität einräumen: das heißt, deinem Ratschlag zu folgen. Reinen Tisch machen, vom Biologischen Vater den Unterhaltsersatz für die letzten fünf Jahre einklagen, und sich jemanden suchen, mit dem er seine eigenen Gene weitergeben kann, denn ich glaube nicht, dass er zu dem Kind noch dieselbe Bindung aufbaut, wenn er ihm erst mal klar gemacht hast, dass er ja nicht der eigentliche Vater ist und alle Nase lang der biologische Vater seine Umgangswochenenden hat.
      2.) Auf die Gene scheißen, und sich daran freuen, dass es jemanden gibt für den er neben seiner Mutter alles ist. ggf. Max’ Sorgen, zwei Jahre Später entsorgt zu werden, durch einen Ehevertrag vorbeugen – und wenn sie wirklich an einer Beziehung und Elternschaft mit dir interessiert ist wird sie auch kein Problem haben diesen zu unterschreiben und ihn ggf. im Hintergrund noch einmal eine Adoption durchführen lassen.

      Und um das mal klar zu stellen: ich habe nirgendwo dem Kind seine Wurzeln verweigert. Aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt spielt das überhaupt keine Rolle. Gegenwärtig hat das Kind das Recht in einer liebevollen Beziehung zu seinen Eltern aufzuwachsen, ob es mit denen die Gene teilt oder nicht, ist dem Kind egal. Kannst ja gerne mal einen beliebigen fünfjährigen in deiner Umgebung, der seinen Papa liebt fragen, ob es ihn interessiert, ob der Mann den er Papa nennt wirklich sein biologischer Papa ist. Ich vermute du wirst zu 99 % in total verwirrte und von der Frage überforderte Kinderaugen schauen. Zu unterstellen, dass es anders wäre ist dein Versuch, dein Erwachsenenproblem auf ein Kind zu projizieren und hat nichts mit Kindeswohlinteresse zu tun.

      Niemand bestreitet, dass er zu gegebener Zeit wissen soll, dass er einen anderen biologischen Vater hat. Auch Adoptiveltern sollten das tun, aber nicht im Alter von 5 Jahren.

      Wie gesagt: Die Frage ist „Gene oder soziale Bindung“ und ich würde mich in diesem Fall wenn ich das Problem mit der Untreue meiner Frau für mich in den Griff bekomme immer für die soziale Bindung entscheiden, aber letztendlich ist es Tims Entscheidung, ob er „sein“ Kind mit fünf Jahren diesem Konflikt aussetzen soll.

      Letztendlich gibt es gegenwärtig keinen Grund zu vermuten, dass der biologische Vater jubelt, wenn ihm plötzlich 5 Jahre Unterhaltsnachzahlungen ins Haus stehen und ich habe echt keine Ahnung wieso Du davon ausgehst, dass der biologische Vater nicht einfach nur eine Affäre mit der Frau haben wollte und sich – nachdem sie sich doch für ihren Mann entschieden hat – vielleicht anderswo eine Familie gegründet hat, oder auch gar nicht an so was interessiert ist. Soll durchaus bei Männern vorkommen.

      Vielleicht ist das das eigene Kuckskindwunschdenken, dass die eigene verkorkste Kindheit besser gelaufen wäre, wenn der biologische Vater da gewesen wäre. Ich kenne aber auch einige erwachsene Adoptivkinder, die es mit 15 oder 16 erfahren haben, und die drauf scheißen, ob da irgendein Kerl mit ihren Genen rumrennen. Klar gibt es auch einige, die dann losrennen und ihre Eltern kennenlernen wollen, und niemand will ihnen das Recht absprechen, aber das tun sie in einem anderen Alter.

      Dein Standpunkt ist letztendendes eine Legitimation, eines genetischen Egoismus‘. Kann man machen, aber dann sollte man auch so ehrlich sein und dazu stehen und nicht das Kindeswohl als edle Motivation vorschieben, denn letztendlich vertrittst du es, unter der Voraussetzung dass Tim und seine Frau ihr Probleme gelöst bekommen, dem Kind eine heile Familie zu nehmen, damit der 5 Jährige seine biologischen Wurzeln kennenlernt, die ihn als 5 Jährigen nicht die Bohne interessieren. DAS ist Kindeswohl- und Menschenfeindlich.

  8. Olga schreibt:

    Ich verstehe deine Niedergeschlagenheit und „Wut“ Deine Frau betrügt dich und das nicht nur mit 1 Mann. Wahrscheinlich war sie sich zu sicher, dass das Kind von dir ist, sonst würde sie einen test nicht so einfach zustimmen. Der Punkt dabei ist, dass sie dich nicht nur betrügt, sondern auch nicht schützt!!! Hast du schon mal daran gedacht, dass sie dir das nächstemal mit Aids! oder einer anderen Geschlechtskrankheit daher kommen könnte??? Ich nenne das oberflächlich und gefährlich. Mit so einer Frau würde ich nicht zusammen leben wollen. Das Kind kann natürlich nichts dafür, da muss dein Herz entscheiden, wie du weiter vorgehen willst. Vorallem brauchst du Zeit um das erstmal zu verkraften. Bleibst du trotzdem mit ihr zusammen, würde ich mit ihr keinen Geschlechtsverkehr mehr ohne ausreichenden Schutz haben, zu deiner eigenen Sicherheit.

  9. Fiete schreibt:

    Ein Fall, der den meisten unbedarften Lesern vermutlich zunächst wie eine seltene Ausnahme erscheint.
    Ich vermute allerdings, daß lediglich die Aufdeckung nach relativ langer Zeit nicht gerade gewöhnlich ist.
    Sicherlich ein nahezu unvorstellbarer Schock für den Kuckucksvater, der jetzt, nach langem Vertrauensverhältnis, entdecken muß, daß er die ganze Zeit belogen wurde und seine Partnerin sogar den Test noch abgewartet hat, wahrscheinlich in der Hoffnung, nicht aufzufliegen.
    Ich vermute mal, daß das noch eine Rand- u. Folgewirkungen nach sich zieht.
    Wäre sicher sinnvoll, wenn es noch einige Fortsetzungen davon zu lesen gibt.

    Den Kommentaren nach scheint es ja so, als ob das Paar möglw. in der Lage wäre, sich ohne großen Streit zu verständigen. Das ist schon mal eine gute Voraussetzung, auf der man m.E. versuchen sollte, zunächst das beste für das Kind und ansonsten für sich selbst aus der Situationen zu machen.
    Wobei ich es nur fair finden würde, auch den ( wahrscheinlichen ) Vater des Kindes mit in’s Boot zu holen zu versuchen.

  10. Kathrin Klein schreibt:

    Lieber Tim,

    Ich bin Kuckucksmutter und lebe seid Februar mit meinem Mann getrennt. Mein Mann hatte vor meiner Schwangerschaft eine op bei der sein hirntumor entfernt wurde. Ich wurde kurz darauf schwanger. Ich wusste von Anfang an das ein anderer Mann in Frage kommt aber auch eben mein Mann. Die Chancen das wir ein Kind miteinander haben könnten standen schlecht. Er wusste davon nichts ich hatte damals nicht den Mut aufgebracht es ihm zu sagen weil er eben sich auch so über die Schwangerschaft gefreut hat und das Kind unbedingt wollte. Ich hatte die Wahl zwischen ich sage es ihm er schmeißt mich vor die Tür oder ich gebe dem Kind die Chance. Ich wollte eigentlich auch eine Abtreibung weil ich noch sehr jung bin. Aber was wenn es doch sein Kind ist? Dann würde ich vielleicht das einzige Kind das wir je hätten haben können abgetrieben. Es ist und bleibt sein Wunschkind unabhängig davon ob es nun seine Gene hat oder nicht. Ich hatte dann irgendwann einen Zusammenbruch und habe es ihm gesagt das es sein könnte das es nicht sein Kind ist (sie kommt sehr nach mir man konnte es nicht eindeutig sagen). Ich konnte mit dem innerem Konflikt einfach nicht mehr leben. Wir haben daraufhin einen Test gemacht in dem die Vaterschaft auch ausgeschlossen worden ist.

    Im erstem Moment sind Enttäuschung und Wut da und Steuern unsere Handlungen. Aber langfristig muss man sich überlegen was man nun macht. Möchte ich trotz dessen mit meinem Partner zusammenbleiben schlicht weil man über die Jahre eine Familie aufgebaut hat und sich liebt. Oder verlasse ich sie und stehe an einem Nullpunkt in meinem Leben.

    Wir haben uns dafür entschieden das die Vaterschaft angefochtet wird und wir uns auch scheiden lassen um unabhängig von finanziellen Verpflichtungen unserer Beziehung eine zweite Chance zu geben.

    Wir treffen uns jetzt wieder regelmäßig haben auch mal „Dates“ ohne das Kind und versuchen damit uns daran zu erinnern warum man sich eigentlich in den andern verliebt hat. Wir lieben uns aber das Kernproblem ist da. Wir haben eine Therapie angefangen erst mal jeder für sich und später dann zusammen um eine neutrale Basis für wichtige Gespräche zu haben.

    Es gibt kein Rezept das alle Probleme weg wischt das habe ich mittlerweile auch verstanden aber man muss sich der Thematik widmen und nicht die Augen davor verschließen. Das geht zusammen oder allein. Wie und was musst du für dich entscheiden.

    Ich empfehle dir wirklich mit einem Psychologen darüber zu sprechen um deine Gefühle und Gedanken zu ordnen bevor du wichtige Entscheidungen triffst.

    Toi toi toi!

    • Tim schreibt:

      Hallo,
      vielen Dank für Deine Geschichte, das war ja so ähnlich.
      Das Ende gefällt mir jetzt natürlich noch nicht so, auf mich bezogen.
      Ansonsten wirklich sehr interessant für mich! VG

    • Olga schreibt:

      Und darum wäre es für alle Beteiligten so wichtig, wenn ein Vaterschaftstest gleich nach der Geburt des Kindes zur Pflicht wird! So hat endlich Lug und Trug ein Ende!
      Väter haben ein Recht darauf zu wissen, was ihr Eigen ist. Alles andere ist Glaubensfrage.

  11. Ich – wäre ich der Papa – würde nie vor einer solchen Gewissensfrage stehen wollen; insofern ist dies was von mir zu dieser Thematik hervorgebracht wird eher als Denkanstoss zu sehen. Einen sinnvollen Rat kann da wohl kaum jemand geben.

    Erst einmal „Herzlichen Glückwunsch zu 5 Jahren Papa-Sein“.

    Als ich meinen Mann kennnenlernte hatte ich bereits 4 Kinder aus einer sehr kurzen Ehe und zwei langjährigen Beziehungen. Gern wäre ich „alleinerziehend“ geblieben.
    Wer sich allerdings für ein Kind – oder auch mehrere – entscheidet, kann/darf seine eigenen Bedürfnisse nicht permanent im Vordergrund halten.

    Nun bin ich seit mittlerweile über 12 Jahren mit diesem Mann verheiratet und wir sind ein Familie mit nun noch mehr Kindern. Er ist in diese Rolle reingewachsen und es stellt sich bis ihm heute nicht in den Weg, dass er nicht der genetische Vater von vieren ist.

    Da gibt es einen Zwerg, der seit 5 Jahren Sohn ist. Warum sollte sich daran etwas ändern? Wischt ein solches Stück Papier etwa bei einigen Menschen die Vorfreude noch während der Schwangerschaft, das Erlebnis der Geburt, den ersten Augenkontakt, erste Gehversuche, die Freude über die ersten Gehversuche oder das Empfundene beim ersten „Papa-Wort“ weg? – Ich denke, dass dem nicht so ist.

    Insofern wird sich an den Gefühlen zum Zwerg sicherlich nichts ändern.

    Fraglich ist natürlich wie man mit seiner Beziehung umgeht … da kann einem niemand etwas raten.

    Zur Frage, was mit dem „genetischen“ Vater ist kann ich meiner Meinung Luft machen: Jedes Kind hat ein Recht auf seinen Vater! Dass dieser Zwerg nun optional zwei hat, könnte für ihn eine Bereicherung werden. Sicherlich wird dies nur unter optimalen Bedingungen sinnvoll sein.

    Mein Mann musste sich mit den anderen Vätern gut verstehen. Ich wollte keinen „Kleinkrieg/Konkurrenz“ auf dem Rücken meiner Kinder ausgetragen wissen. Insofern profitieren die Kinder heute von ihren 3 Papas (mein geschiedener Mann fällt wegen seines Komplett-Versagens hier raus).
    Aus meiner Erfahrung ergeben sich lediglich Probleme, wenn die Frage von unseren „ehelichen“ Kindern aufkommt, weshalb die anderen denn immer wieder mal einige Tage bei ihrem Vater sind und dort „zusätzliche“ Dinge erhalten. Sie fühlen sich dann ein wenig zurückgesetzt und ungleich behandelt. Dies birgt Erklärungs- und Gesprächsbedarf.
    Dies nur dazu, sollte die Beziehung diesem Blatt Papier standhalten und noch Nachwuchs hinzukommmen.

    Viel wichtiger ist – und dies muss jeder Mann sich an dieser Stelle bewusst sein – wie man mit dem Vertrauensbruch umgeht.

    Ich würde jedem an dieser Stelle die Frage stellen: Soll Dein Kind etwa unter den Folgen des verantwortungslosen Handelns der Mutter leiden?

    So viel von mir als Denkanstoss …

    • Tim schreibt:

      Hallo Jaqueline,

      vielen Dank für den Text, ich habe den dreimal gelesen.
      Der ist wirklich sehr schön, hilfreich und interessant.
      VG

  12. Max Kuckucksvater schreibt:

    Hi Tim,
    es gibt in dieser Situation einiges zu berücksichtigen.

    Ab spätestens jetzt läuft die zweijährige Frist zur Vaterschaftsanfechtung. Wenn Du diese verstreichen lassen solltest, dann wirst Du immer und ewig finanziell für das Kind aufkommen müssen. Viele Scheinväter haben mir davon berichtet, dass sie damals nicht die Vaterschaft angefochten hatten, um nicht die Beziehung zu gefährden und auch das Kind nun einmal so lieben, als sei es das eigene. Doch die Trennung kam dann doch eines Tages – meist nach dem Ablauf der Zweijahresfrist. Ihnen wird fast immer der Umgang mit dem Kuckuckskind vereitelt oder gar untersagt. Die Kuckucksmutter zog nicht selten darauf weit weg vom Scheinvater und nicht selten sogar hin zum leiblichen Vater. Diese Scheinväter dürfen nun bis zum Sankt-Nimmerleinstag weiter löhnen. Dass Kind sehen sie nicht mehr. Selbst im Erwachsenenalter lehnen viele Kuckuckskinder dank jahrelangem PAS (EKE) den sozialen Papa (Scheinvater) ab und verweigern jeglichen Kontakt.
    Diese Männer sind dann gleich mehrmals traumatisiert und werden vom Gesetzgeber in einer Situation juristisch festgesetzt, aus der es fast kein Entkommen gibt. Die letzte und einzige Hoffnung für sie ist es, dass deren Kuckuckskind mit erreichen der Volljährigkeit selbst die Vaterschaft fristgerecht anfechtet. Die Erfahrung jedoch zeigt, dass dieses späte Glück im Unglück dann nur den wenigsten Scheinvätern zuteil wird.

    Die Vaterschaftsanfechtung wird von manchen Leuten als das Böse dargestellt. Dabei ist es lediglich eine formelle Angelegenheit, die aber für Deine eigene Sicherheit und Zukunft von Bedeutung ist. Wer sagt denn, dass eine soziale Vaterfigur – sprich ein Papa – auch der gesetzliche Vater sein muss? Lasse bloß von keinem – weder hier, noch in Deinen Kreisen – Dir ein schlechtes Gewissen einreden, wenn Du Dich für die Vaterschaftsanfechtung entscheidest.

    Andere haben gut Reden, Dir von einer Vaterschaftsanfechtung abzuraten, denn sie werden nicht ein Leben lang für dieses Kind finanziell haften müssen. Du hingegen schon und zwar gleichgültig, wie die Beziehung zwischen dem Kind und Dir sich entwickeln und in der Zukunft aussehen wird.
    Wenn nach 20 Jahren immer noch der Wunsch bestehen sollte – und zwar auch vom inzwischen erwachsenen Kind – dass Du der gesetzliche Vater bist, dann könnt ihr immer noch ein Adoptionsverfahren beantragen. Denn das hingegen geht ein Leben lang, denn der Staat ist stets heilfroh, wenn er der finanziellen Verantwortung entkommt und umgekehrt hat er ein großes Interesse daran, einen anderen in die Haftung zu nehmen und möglichst nicht mehr dort hinaus zu lassen. Das berühmte Kindeswohl hat damit nichts zu tun.

    Das Kindeswohl hängt davon ab, wie Du und die Kuckucksmutter von nun an mit ihm umgehen werdet. Vermittelt ihm das Gefühl, dass es richtig ist, dass es sein darf, der es ist. Dazu gehört auch die Akzeptanz seiner Abstammung.
    Geht zu einem sehr guten Kinderpsychologen und bittet ihn um Rat, wie ihr Eurem Sohn dramafrei erklären könnt, dass Du nicht sein leiblicher Vater bist und wer wirklich sein Vater ist. Das Kind und der leibliche Vater haben ein Recht darauf, zu wissen, dass es sie gibt und den Umgang mit einander zu haben. Die Fakten sind wie sie sind. Jetzt heißt es, diese nicht auf dem Rücken des Kindes und des leiblichen Vater auszutragen. Die Schwarze Adoption verstößt gegen die Menschenrechte, auch wenn der Staat das derzeit noch anders sieht.

    Es gibt genügend Beispiele dafür, dass auch Stiefväter eine herzensgute Beziehung zu ihren Stiefkindern haben – ganz ohne Papiere, die wider besseren Wissens haupten, dass eine Vaterschaft bestünde.
    Wie gesagt, die leibliche Vaterschaft ist nicht alles und genauso wenig ist sie auch nicht bedeutungslos. Anders formuliert: Sei ein Papa für das Kind und lasse es seinen Vater haben. Lasse es nicht zu, dass Dein Junge weiterhin ein Kuckuckskind ist.

    • Tim schreibt:

      Hi Max,
      zunächst einmal vielen Dank für das Angebot des Telefonats gestern. Nichts hat mir in der akuten Phase des Schocks mehr geholfen als das und der Blog hier. Das muss ich ganz klar sagen, Danke!

      Es gibt jedoch einen Punkt in deiner Argumentation, dem ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht folgen kann und das ist das rechtliche Ablegen der Vaterschaft. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass wir unterschiedliche Frauen hatten/haben. Ich habe dazu nochmals deine sehr interessante Geschichte gelesen und bin der Meinung, dass deine Ex sich viel schäbiger und abgebrühter verhalten hat als meine.

      Du hast mir gestern schon deinen Standpunkt gesagt, dass betrügen gar nicht geht. Ich sehe das in meinem Fall ein bisschen anders. Ich hatte diesen Seitensprung schon vor ca 4 Jahren verziehen, weil ich meinen Anteil daran hatte. Ich lebe ja weiterhin mit ihr zusammen und habe, Stand jetzt, nicht die Absicht mich zu trennen, solange das in meiner Entscheidungsgewalt liegt und das Herz bei mir hier keinen Knacks bekommen hat.
      Ich habe damals eine 22-jährige, hübsche sympathische Frau, links liegen gelassen. Hatte mehr Interesse nachts online zu zocken und war froh, wenn sie mit ihrer damaligen Clique feiern gegangen ist. Ich hatte keine Lust auf Sex, über Monate. Auch waren wir noch nicht verheiratet. Deshalb mein Anteil…

      Meine Frau ist jetzt genauso traurig und wünschte der Test wäre anders ausgefallen.

      Soll ich jetzt wirklich meinen Sohn, bei dem ich bis vorgestern davon ausgegangen bin, er ist mein leiblicher, rechtlich abschieben? Klar kann es sein, dass wir uns irgendwann doch mal scheiden lassen. Aber bereue ich das dann? Das kann ich mir jetzt noch gar nicht vorstellen.

      Ein großes Fragezeichen ist für mich weiterhin der leibliche Vater. Klar will ich das meinem Sohn nicht vorenthalten. Aber jetzt mit 5 schon? Der fällt ja aus allen Wolken, auch mit Psychologe. Er liebt mich so doll als Vater wie ich ihn als Sohn.
      Wir haben sogar ein sehr inniges Verhältnis weil meine Frau oft abends arbeitet. D.h. wir schlafen zusammen, kuscheln, er will in meinen Armen einschlafen usw.

      Das sind die Gründe, warum ich das Ablegen der rechtlichen Vaterschaft weiterhin in meinem Fall als sehr diskussionswürdig ansehe.

      Der Schmerz über die Tatsache dominiert halt noch sehr, im Moment.

      VG

      • Olga schreibt:

        Lieber Tim,
        Es ist falsch, wenn du jetzt die Schuld bei dir selber suchst. auch wenn du früher lieber gezockt hast, ist das kein Grund dir ein Kind unterzuschieben. Auch wenn du das Fremdgehn eher locker siehst, ist es gefährlich heutzutage, sich nicht zu schützen. Wie ich schon in meinem ersten Post erwähnt habe, könntest du dir noch andere „nette Dinge“ einfangen. Und woher willst du wissen, ob deine Frau nicht weiter fremdgeht und dir vielleicht ein weiteres Kuckuckskind beschert? Wann wirst du es erfahren? Wieder durch Zufall oder wenn der Hut schon brennt?
        Natürlich wird das Kind aus allen Wolken fallen, wenn du ihm sagst, dass du nicht sein richtiger Vater bist. Auch wenn er älter ist, wird er aus allen Wolken fallen. Du kannst es ihm aber auch kindlicher beibringen z.b. dass er 2 Väter hat, einer bist du und der andere, der weiter weg wohnt. Das Rechtliche kann man ihm dann erklären wenn er älter ist.
        Es ist ein Fehler dass Kinder zu ihren sozialen Vätern Papa sagen sollen. Schon alleine dadurch ergibt sich das Problem für das Kind, den leiblichen Vater und den „Onkel“ auseinander zu halten und verwirrt das Kind nur. Ich würde sagen, auch die Ansprache mit dem Vornamen reicht, da es weder ein Onkel noch der Vater ist.

      • Wendelin P. Moser schreibt:

        Hallo Tim,

        du gehst schon sehr behutsam mit dir, deinen Gefühlen und deiner Familie um. In solch einer Situation ist dies sehr wertvoll und hilft dir vielleicht die Verletzungen und den Schmerz im Moment zu ertragen. Ein wichtiger Punkt finde ich, ist jetzt gar nichts zu überstürzen! Es ist für alle Beteiligten, Dich, deine Frau, die Großeltern und auch fürs Kind eine große Krise. Denn nun ist etwas ausgesprochen, was unterschwellig lange gegärt hat. Diese Klärung hat etwas Gutes an sich auch wenn sie sehr weh tut. Nun hat jeder Einzelne von Euch sowie die Familie als Gemeinschaft eine Chance zu „heilen“.

        Ist es nicht toll, dass ihr am Abend nach der Übersendung des Testes, gemeinsam in Stille und weinend eure Trauer und Verletzungen gespürt und erlebt habt? Ist es nicht beruhigend, wenn du trotz der Fehler/Fehltritte/was auch immer von deiner Frau, du noch mit ihr nach einer Lösung suchst? Sicherlich ist eine rechtliche Klärung möglich, die wird dir und deiner Frau sowie dem Kind nicht helfen!

        In eurer/deiner Situation gibt es viele Fragen, auch von der Mutter an sich selbst: Warum habe ich es getan? Was hat mir gefehlt? War es das wirklich wert? Hätte ich mich damals wegen der Wahrheit nicht trennen sollen? Wie tief liebe ich Tim? Sie mag sich an die vielen schönen Momente der letzten gemeinsamen 5 Jahre erinnern, und hat möglicherweise keine direkte oder plausible Antworten. Vielleicht hasst sie sich für das ganze? Vielleicht zieht sie sich zurück, weil nun alle „Welt“ es besser weiß und auf ihr herum hackt? Wer weiß………

        Lieber Tim, ich mag dir empfehlen, versuche mal an einem Ort, der dir gut gefällt, an dem du für ein paar Stunden alleine sein kannst, alles aufzuschreiben, was dich an deiner Frau, an der Beziehung zu deiner Frau und an den Erlebnissen mit deiner Frau, an die lustigen und freudigen Momente mit „deinem“ Kind erinnert. Notiere auch die Zeiten des Zweifels, der Ängste und Sorgen. Danach lege den Text für eine Nacht zur Seite, lass ihn ein oder zwei Tage ruhen. Dann suche nochmals einen stillen angenehmen Ort und lese die vielen Punkte durch. Markiere nun die 3 bis 5 wichtigsten Gegebenheiten/Erlebnisse und lasse diese dir vor geschlossenem Auge vorüberziehen. Sie mögen ein guter Ratgeber für die nächsten Schritte dir sein!

        Schaue mal was sich dir alles zeigt. Ich wünsche dir dabei viel Achtsamkeit, vielleicht kannst du das ein oder andere schon annehmen.

        Ein Kuckucksvater zu sein, ist eine der schwersten Hürden und Krise in unserem Leben. Keine dieser Mütter ist wirklich glücklich, und hat sich bestimmt schon öfters bewusst oder unbewusst gefragt, warum ihr dies geschehen sollte. Wir Kinder wollen unsere Wurzeln kennen! Es ist sehr wichtig für unser Wohlbefinden, unsere Zugehörigkeit und für unsere systemische Einbindung in die Familie. Alle Kinder haben ein Recht zu erfahren, wer sie sind und von wem sie abstammen. Uns Kinder geht es bestimmt besser, wenn wir möglichst früh erfahren, wer wir sind und woher (Eltern) wir kommen . (Auch hier gibt es Ausnahmen, dies sollte der Einzelfall entscheiden). Selbst wenn der Kontakt danach „Null“ wäre, kann auch die Kinderseele eher heilen.

        Du bist auf einem guten Weg. Sicherlich brauchst du/ihr noch professionelle Hilfe, egal welchen Weg du gehen magst. Spüre in dich hinein, und lasse alles zu, was da kommen mag. Alles ist richtig und deine Wahrheit, sei offen für Argumente und Hinweise auch von deiner Frau, sie können dir nützlich sein.

        Liebe Grüße

        Wendelin

      • Brigitte schreibt:

        Hallo Tim,

        ich lese aus Deinen Texten, dass Du und Deine Frau sich nach wie vor lieben und dass Du auch Dein Ziehkind liebst wie ein eigenes Kind, genauso Deine Eltern als Oma und Opa..
        Wenn das für Euch alle Ok ist, muß sich doch nichts ändern, außer dass Ihr Eurem Kind zu gegebener Zeit die Wahrheit sagen solltet und eventuell auch dem leiblichen Vater Gelegenheit geben solltet seiner Vaterrolle nachzukommen, wenn er das möchte.
        Ich habe 2 Väter einen Ziehvater und einen biologischen Vater und ich liebe beide gleich auch wenn mein Ziehvater nichts mehr mit mir zu tun haben möchte.
        Wenn die Liebe beiderseits groß genug ist, kann sie alles heilen.
        Wenn sie nicht groß genug ist, sollte man aber auch nicht zwanghaft an Dingen festhalten, die nicht funktionieren.
        Nimm Dir einfach alle Zeit die Du brauchst, um herauszufinden was Du wirklich möchtest.
        LG

  13. laimaklemas schreibt:

    Sehr schwer hier einen Rat zu geben. Die Frau hat für 5 Jahren gelügt, aber das arme Kind, der Junge hat keine Schuld hier!

    Wenn ich „Tim“ wäre, wurde ich dann die Situation verteilen (abteilen? Sorry auf mein Deutsch…). Also, ich meine, eine Sache ist die Beziehung mit seiner Frau und andere ist die Beziehung mit dem Kind.
    a) Frau: sehr schwer so einen Verrat durchgehen zulassen… Ich wurde mich einfach von so jemand trennen.
    b) Kind: ist ja nicht sein biologischer Sohn, aber sind 5 Jahren schon. Für das Kind ist „Tim“ sein Vatter. Ich wurde weiter sein Vatter sein und dann einfach das Kind nichts erzählen bis er gross genug ist, um die Wahrheit zu verstehen, damit er alles richtig entnehmen kann.

    Nur eine erste Idee… Man muss hier wirklich Zeit nehmen um ihm einen richitigen und kompletten Ratschlag geben.

  14. Fatherleft schreibt:

    Was soll och da sagen, wo die Biologie aus dieser Seite oft zum wichtigsten erklärt wird. Ich glaube das nicht. Frage dich wie wichtig dir der kleine unabhängig davon ob er deine gene tragt. Wenn es dir nur darum geht. Verlasse deine Frau, wenn nicht, und wenn du deiner Frau trotz ihres Seitensprungs wichtig bist liebe deinen Sohn so wie zuvor. Mir wäre es relativ egal meine Kinder meine gene teilen. Dafür sind sie viel zu toll

    • Tim schreibt:

      Hi Fatherleft,
      Zunächst vielen Dank für den Kommentar.
      So hätte ich es vor zwei Tagen wahrscheinlich auch jedem geraten.
      Es ist auch bei mir so, dass die Gene nicht das Wichtigste sind, jedoch ist das ungeahnt schmerzhaft jetzt. Natürlich liebe ich ihn, wie den eigenen Sohn, ich kann noch gar nicht begreifen, dass es jetzt nicht mehr so sein soll.
      Ich soll also wählen zwischen:

      A: Aufarbeiten, verzeihen, so tun als wenn nichts war, Sohn wie den Eigenen aufziehen.

      B: Alles was bis vorgestern mein Leben war, jetzt hinter mir lassen bzw. verlassen.

      Ich komme bei den beiden Lösungen zu keinem Ergebnis momentan.

      Was denkst Du denn über den richtigen Vater, was sollte er nun davon mitbekommen?

      • Norbert Potthoff schreibt:

        Hallo Tim,
        aus deiner Sicht sollten die Gene wirklich keine Rolle spielen. Man heiratet ja auch eine Frau, mit der man keine gemeinsamen Gene hat.
        Aber eines Tages wird dieses Kind unweigerlich die Frage danach stellen, woher habe ich diese oder jene Anlage? Das Kind wird eine ganz andere Perspektive haben als du jetzt, und seine Frage nach dem richtigen Vater kann zu einer Schicksalsfrage werden.

        • Tim schreibt:

          Ja beim Thema Gene sehe ich es im Moment auch so, denke ich.
          Aber was mache ich jetzt mit dem anderen Mann? Oder soll ich das Thema erst in 5-10Jahren angehen?

      • Fatherleft schreibt:

        Wenn es nur a und b gäbe, wäre es für mich nur B. Die Frage ist inwiefern der andere Vater bislang schon involviert ist. Weiß er es schon? wenn nicht und auch wenn er keine Anstalten macht plötzlich die Vaterrolle zu übernehmen. wäre mir der relativ egal.
        Schwer stelle ich mir die Entscheidung vor, wenn der von dem ergebnis schon weiss und sich jetzt als Vater einbringen will. Dann würde ich mir auch die Frage stellen, welchen Sinn das macht. Wenn das Kind das sowieso zwangsweise mitbekommt, dass du nicht sein Vater bist… dann wäre der Vorteil (nämlich das Urvertrauen, welches dein Sohn jetzt noch zu dir als dein Vater weg. wäre ohnehin zerrissen.
        Wie ist denn die Situation mit dem anderen Vater?

        • Tim schreibt:

          Der andere Vater weiß es noch nicht, da auch ich es erst vor zwei Tagen erfahren habe.

          • Fatherleft schreibt:

            Dann würde ich mit deiner Frau (wenn du dir trotzdem vorstellen kannst mit ihr zusammenzubleiben) klären, ob sie das trotzdem den Jungen wie euer gemeinsames Kind groß ziehen wollt, und den biologischen Vater aussen vor lassen wollt (wenigstens erstmal). Fairness gegenüber dem Biologischen Vater halte ich nicht unbedingt für angebracht, denn der den Werdegang deiner Frau nach der Affaire nicht weiter verfolgt hat, um selber auf die Idee zu kommen, dass er auch der Vater sein könnte. Wichtiger ist die Fainess gegenüber dem Kind. und das hat erstmal ein stabiles Familienumfeld verdient. Wenn du und deine Frau ihm das trotz dieser erkenntnis geben könnte, hätte das für mich vorrang. Wie gesagt mit 12- 15 würde ich da ehrlich mit ihm drüber reden.
            Und wegen maxens sorgen, er Entsorgung durch deine Frau, wenn die einspruchsfrist verstrichen ist. Man kann einen ehevertrag auch in der Ehe aufsetzen, und dass würde ich wenn du zweifel an deiner Frau hast vielleicht einfach fordern. Einen Ehevertrag in dem festgehalten wird, dass wenn sie sich nach Ablauf der Widerspruchsfrist von dir trennt, du das aufenthaltbestimmungsrecht für den Jungen bekommst, bzw. das recht bekommst zu entscheiden, bei wem das Kind nach der trennung den lebensmittelpunkt haben soll. damit bist du wenn ihr das ordentlich notariell machen last gegen den Fall der Fälle gefeit.
            Wie gesagt unter der Voraussetzung dass du deiner Frau und sie dir, nach der Erkenntnis der Untreue noch genügend bedeutet, dass ihr das weiterhin zusammen machen wollt.
            Ich persönlich vertrete da ja eher den weiblichen Standpunkt, auch wenn dein Fall zeigt, warum Männer das eher anders halten.

            • Olga schreibt:

              Fatherleft,
              Deine Rat den leiblichen Vater aussen vor zu lassen, ist genau die Einstellung die viele neuen Partner haben und dem Kind damit die Freiheit rauben, mit seinem Vater zu kommunizieren, Umgangsrecht zu haben und eine soziale Bindung aufzubaun. Die Mütter spielen die Rolle meistens nur um des Friedenswillen oder wegen Abhängikeit mit.
              Glaubst du wirklich, wenn du dem Kind mit 12 oder 15 die Wahrheit sagst, dass er dir um den Hals fallen wird? , wohl kaum im Gegenteil, es wird dich fragen warum du ihm solange belogen hast. Was wirst du antworten?, dass die Gene wurscht sind? und irgendwas von Biologie und Erhaltung der Menschheit erzählen??,oder ihm wieder anlügen und Geschichten erfinden, dass sich Vater nicht gekümmert hat?
              Wie soll er sich denn kümmern, wenn man ihm nicht lässt oder wie bei Tim, wenn er gar nicht weiss, dass er ein Kind hat? Eifersucht und Sturheit sind hier weiss gott fehl am Platz, meinst du nicht?
              Es ist doch besser den leiblichen Vater schon im Kleinkindsalter mit einzubeziehn und das spielerisch. Kinder sind nicht blöd und verstehen auch mit 5 Jahren schon vieles.

              Zu deinem „Vertrag“ in der Ehe kann ich nur lachen. Solche Verträge sind gesetzwidrig und daher ungültig. Ein Kind ist kein Möbelstück. Du kannst in der Ehe Verträge schreiben wieviele du willst, die sind das Papier nicht wert.

              Wie hast du dir das denn in der Praxis vorgestellt, wenn die Frau sich dann nicht von dir trennt nach 2 Jahren? Lässt du sie dann mit der Polizei entfernen? Kein Gericht der Welt kann bestimmen, wann sich einer vom anderen zu trennen hat.

              Die einzige Möglichkeit wenn Zweifel an der Vaterschaft aufkommen, ist eine Vaterschaftsanfechtung. Sind die 2 Jahre um, hast du keine Möglichkeit mehr und musst für das Kind aufkommen bis es selbstständig sein Geld verdient. Dem Staat ist es egal wer zahlt. Die 2 Jahre beginnen aber erst mit der Erkenntnis ein Scheinvater zu sein.

              Darum sollte sich Tim auch gleich ans Jugendamt wenden oder besser gleich ans Jugendgericht, damit alles festgelegt und bestätigt wird.

              Es ist natürlich wichtig, dass Kinder ein stabiles und liebvolles Umfeld haben aber sie haben auch das Recht ihren Ursprung zu kennen, genauso wie der leibliche Vater das Recht hat mit seinem eigenen Kind Umgang zu haben, egal wo es aufwächst!

              Bei einer Scheidung wirst nicht du bestimmen wo das Kind leben wird, auch das Kind wird gefragt und entscheiden tut das dann im Streifall das Gericht.

            • Fatherleft schreibt:

              Hallo Olga,
              es gibt einen sehr großen Unterschied, zwischen einem Mann, der seit fünf jahren in der festen Überzeugung der Vater eines Kindes zu sein, zusammenlebt, bei dem der bioologische Vater nie im Bewustsein von Mutter Kind und „Vater“ war und einem neuen Lebenspartner, der Mutter eines Kindes, welche ihr Kind in den ersten Jahren mit dem Bewustsein groß gezogen hat, dass es einen anderen Vater hatte. Wenn Du den Unterschied nichts siehst, tust du mir leid.
              Das Umgangsrecht hat auch nur der juristische Vater, was das EuGh sogar abgesehen von Ausnahmefällen (wenn z.B. der Vater und das Kind somit auch eine andere Hautfarbe hat), durchaus als Kindeswohlkonform bestätigt hat.
              Ich weiss, dass ich nie Posterboy dieser Seite werde, weil ich eine sehr differenzierte Ansicht über biologische Vaterschaft habe, aber Ich finde es immer schreckend wenn Erwachsene Menschen meinen ihre erwachsenen Befindlichkeiten auf so ein Kind zu projizieren. Du weißt erstmal nichts über den biologischen Vater des Kindes. Ob der Bock auf diese Rolle hat, oder wenn überhaupt vielleicht nur aus verletzter Eitelkeit Vater sein will, weil er eigentlich nie damit klar gekommen ist, dass die Mutter nach einer kurzen Affäre festgestellt hat, dass er definitiv kein Mann war, für den sie ihre Beziehung mit Tim aufgeben will (und dann wäre sie nicht eine verlogene Schlampe, sondern eine ziemlich vernünftige Frau).
              Der Vorteil, den man als Mann in dieser Situation hat ist ganz klar derjenige: Du kannst Sex mit Frauen haben, und solange sie dir nicht die Bude einrennen mit Unterhaltsforderungen hast du da keine Bindung und kein Wissen, wenn dabei ein Kind entstanden ist.
              Hierzu mal ein Beispiel aus meiner Geschichte.
              Als ich zwanzig war, bin ich mal nach Spanien getrampt und kurz bevor ich wieder zurück getrampt bin habe ich eine Dänin getroffen, die gerade ein ziemliches Katastrophenerlebnis hinter sich hatte. Sie hatte zwei Wochen zuvor ihren dänischen Freund verlassen, und war mit einem Südamerikaner nach Spanien gefahren. dort hatte sie leider relativ schnell festgestellt, dass der Typ ein Psychopath war und war auf der Flucht vor ihm als mir in die Arme lief. Sie wusste gerade nicht, was sie tun sollte. Ihr Flugticket wollte sie nicht benutzen, weil sie erstens Angst hatte, dass der Südamerikaner am Flughafen auf sie wartete würde, und außerdem hatte sie Schiß, was ihr alle zu Hause sagen würden, wenn sie jetzt nach Hause flog. Und Geld für einen anderen Weg hatte sie auch nicht. Ich schlug vor, sie könne ja mit mir nach Hause trampen, in Hamburg könnte ich ihr dann das Geld fürs Bahnticket leihen. Machten wir dann auch. Wir unterhielten uns viel über ihren Freund und die Situation und wir hatten dabei auch Sex. einmal ist dabei auch das Kondom runter gerutscht, und technisch besteht somit die Chance, dass sie von mir hätte Schwanger werden können. Als wir in Hamburg angekommen waren hatten wir ihre Situation durchgekaut, und sie wusste dass sie zu ihrem Freund zurück wollte. Beim Abschied hatte er ihr sogar als echter Romantiker gesagt, wenn sie es sich anders überlegen würde, würde er auf sie warten.
              Einen Monat später schickte sie mir einen Brief voller Danksagungen, dem Fahrgeld, und der Ankündigung dass sie und ihr Freund jetzt heiraten würden.
              Mal angenommen Sie wäre wirklich von mir Schwanger geworden, aber Ihr Freund hätte in der Vermutung, er sei der Vater bei ihrem grandiosen Welcome back-Sex geworden das Kind angenommen, und fünf Jahre später würde durch eine Blutgruppenbestimmung o. ä. herauskommen, dass er nicht der Vater sein könnte und er würde auf dieser Seite (weil es so was vielleicht nicht in Dänisch gibt) dieselbe Frage stellen, und es plötzlich bei mir rattern würde, das ich ja der Vater sein könnte. Ich würde ihm denselben Rat geben, wie ich Tim gegeben habe. Ganz einfach weil man Vater nicht einfach dadurch wird, dass man seinen Samen in der Gegend verteilt. Vater wird man, weil man als Männliche Bezugsperson für ein Kind da ist ihm seine Liebe gibt. So einfach ist das.
              Deshalb halte ich deinen Ratschlag für einen furchtbar erwachsenen Ratschlag mit dem du das Bedürfnis eines Kindes nach Bindung leider grandios ignorierst. denn der Junge hat einen Vater, auch wenn der nicht seine Gene teilt, und solange Du nichts über den biologischen Vater weißt ist dein Tipp meiner Meinung nach leider völlig Kindeswohlmißachtend.
              Es gibt zweifelsohne einen Grund warum Adoptiveltern ihrem im Babyalter adoptierten Kind nicht bereits mit fünf sagen, dass sie ja nicht seine biologischen Eltern sind.
              Einem Kind in diesem Alter, ist diese Tatsache nämlich relativ egal, solange sie in einem liebevollen Zuhause aufwachsen. Klar, wenn sie vielleicht wie der kleine Leolo aus dem gleichnamigen Spielfilm ein so fürchterliches Elternhaus haben, dass sie partout nichts damit zu tun haben wollen, dann kommen von alleine die Gedanken ob das wirklich die Wurzeln sind, aber selbst dann setzt diese Reflektion erst ab dem 9. Lebensjahr ein. Und nach Tims Beschreibungen bezweifle ich, dass das Elternhaus, welches er und seine Frau “ihrem” Sohn geschaffen haben dieser Natur ist.
              Für mich gäbe es zwei Alternativen in der Situation:
              1.) den Genen oberste Priorität einräumen: das heißt, deinem Ratschlag zu folgen. Reinen Tisch machen, vom Biologischen Vater den Unterhaltsersatz für die letzten fünf Jahre einklagen, und mir jemanden suchen, mit dem ich meine eigenen Gene weitergeben kann, denn ich glaube nicht, dass du zu dem Kind noch die Bindung aufbaust, wenn du ihm erstmal klar gemacht hast, dass du ja eigentlich nicht sein Vater bist und alle Nase lang der biologische Vater seine Umgangswochenenden hat.
              2.) Auf die Gene scheißen, und mich daran freuen, dass es jemanden gibt für den ich neben seiner Mutter alles bin. ggf. würde ich wie gesagt Max’ Sorge, zwei Jahre Später entsorgt zu werden, durch einen Ehevertrag vorbeugen, und wenn sie wirklich an einer Beziehung und Elternschaft mit dir interessiert ist, wird sie auch kein Problem haben dir alle Rechte einzuräumen.
              Und ich weiß, wenn ich meine eigene Kindheit betrachte, wäre ich als Kind dankbar gewesen, wenn sich meine Eltern für zweitens entschieden hätten, denn egal, ob meine Mutter im Sommer vor meiner Geburt Sex mit dem Pastor der Gemeinde hatte, mit dem sie in den Sommerurlaub gefahren sind (und ich dem nach Aussage meines Bruders wie aus dem Gesicht geschnitten aussehe) oder nicht. Ich bezweifle, dass mein Leben besser verlaufen wäre, wenn meine Eltern sich schon damals getrennt hätten, und ich schon drei Jahre vorher keinen Vater gehabt hätte, denn das der sich deshalb von seiner Frau getrennt hätte oder sie von ihm ist sehr unwahrscheinlich.
              Letztendlich ist es Tims Entscheidung, und offensichtlich macht er es sich nicht einfach damit. Über den biologische Vater würde ich mir da erst mal überhaupt keine Gedanken machen, sondern für mich einfach klären, ob ich dem Genen die höhere Priorität einräume, und ob ich mit dem Betrug meiner Frau leben könnte. Das sind die beiden Fragen, auf die er sich konzentrieren und die er mit seiner Frau klären sollte.

            • Tim schreibt:

              Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, keine Beiträge mehr mit „Danke, tolle Geschichte, toller Text“ zu kommentieren, wenn es nicht um eine Frage an mich o.ä. geht. Ich denke das ist nicht notwendig, da sich die Diskussion hier schon hervorragend entwickelt hat, finde ich.
              Ich habe bisher JEDEN Beitrag mehrmals und intensiv gelesen und es sind eigentlich alle inhaltlich auf ihre Arten sehr wertvoll, wenn man in manchen Details doch auch anderer Meinung sein kann.

              Bei der Geschichte hier muss ich doch noch mal Vielen Dank an Fatherleft sagen, weil ich sie klasse finde und hier anscheinend auch komplett meine Situation verstanden wird. Das Fallbeispiel mit der Dänin ist eine absolut hilfreiche Story für mich. Auch die Situation mit meiner Frau ist hier klasse mit einbezogen und nachvollzogen worden.

              Das soll aber überhaupt nicht heißen, dass die anderen Meinungen nicht auch sehr interessant und auch „mit bestem Wissen und Gewissen“ geschrieben wurden. Eigentlich geht es allen um das Kind und das ist die Hauptsache!

              Ich werde zeitnah noch mal einen Erlebnisbericht zum aktuellen Stand an Max senden, der dann entscheiden kann, ob das noch interessant für diesen Blog ist.

            • Fatherleft schreibt:

              Hi Tim,
              Gerne geschehen.
              Ich kann verstehen, wie ätzend die Situation für dich ist, und ich bin echt dankbar, dass sich für mich die Frage nicht stellt (und wie gesagt, da meine Kinder bei mir leben, würde ich wegen eines solchen Befundes nichts ändern, abgesehen davon, das meine schon alt genug sind, dass ich ihnen dann gleich die Wahrheit sagen könnte).
              Ich finde es ausgesprochen reif, dass du dich nicht hinstellst, und deine Frau wegen ihrer Affäre verdammst, sondern auch deinen Anteil daran siehst und so wie du auch die Reaktion deiner Frau beschreibst sollte euer primäres Ziel sein sortiert zu bekommen, ob ihr euch noch eine gemeinsame Zukunft vorstellen könnt und unter welchen Bedingungen (und die solltest du für dich ganz klar definieren).
              Alles andere ob ihr Juristisch die Vaterschaft aufhebt und du den kleinen Mann dann adoptierst, oder ob ihr das einfach so laufen lasst wird sich dann vermutlich finden.
              Letztendlich hast du den kleinen Mann auch so geliebt, auch wenn er nicht deine Gene hat.

            • Fatherleft schreibt:

              Und was die Verträge angeht: Schön mir einer Juristin zu sprechen. Eine Scheidungd Folgevereinbarung ist dann vermutlich auch nicht das Papier wert auf dem man sie schreibt nicht war?
              Und wenn die zusammenbleiben? Wenn die Zusammenbleiben ist das Scheissegal was in dem vertrag steht, dann bleiben sie eine Familie bis der Junge auszieht. Keine Ahnung womit du ein Problem hast. Das ist ebenso wie bei jedem anderen Ehevertrag. Den setzt du natürlich auf für den Fall einer Trennung auf und da kannst du durchaus drin festgehalten werden, wie im falle der Trennung mit dem Sorgerecht umgegangen werden soll und welche Unterhaltsregelungen (solange sie nicht gesetzliche Mindeststandards verletzen). Aber schön mit einer Fachfrau gesprochen zu haben.
              Und wenn das Kind dann sogar schon zwölf ist, dann wird es natürlich gehört (in ganz besonderen Fällen, wenn das Kind partout nicht bei der Mutter bleiben will auch schon mal mit sechs, wie ich aus eigener Erfahrung weiß). Aber Max ging es ja darum, dass Mutti sich dann absetzen könnte, und ihn als Vater entsorgt (was nebenbei bemerkt heute gegen den Willen des Vaters auch nicht mehr so einfach ist), und dem kannst du vorbeugen.

            • Olga schreibt:

              Sicher kann man Eheverträge machen aber die sind nur gültig, wenn sie VOR der Ehe gemacht werden und nicht wie du schreibst IN der Ehe, die sind das Papier nicht wert.
              Wie ich hier sehe, liegt niemanden daran an seinem Problem etwas zu ändern. Leibliche Väter werden ignoriert und Kuckucksmütter „verehrt“. (ist ja nicht so schlimm…),da frage ich mich, was die ganze Diskussion hier soll? Nur um selbst bemitleidet zu werden?
              Wenn das alles ist, erübrigt sich das ganze Palavar hier für mich. Ich verteile keine virtuellen Streicheleinheiten, das mache ich real bei meinen Hunden.
              Schönen Tag noch.

            • Fatherleft schreibt:

              Liebe Olga ich glaube auch nicht, dass es in der Gegenwärtigen Diskussion darum geht leibliche Väter zu verehren denn noch einmal: Seinen Samen in der Gegend zuverteilen, und auf die Eizelle eine Frau mit der Mann mal sex hatte treffen zu lassen, macht einen Mann weder zu einem guten Menschen, noch zu einem Vater. Zu Mindestens nicht in der Bedeutung, welche dieses Wort jenseits der Biologie hat. und niemand Verehrt hier die Kuckucksmutter. Und die wäre Tims Konflikt sicherlich nicht entstanden.
              Es geht hier darum, jemanden in einer Konfliktsituation bei der Entscheidung zu helfen. Das hat nichts mit Streicheleinheiten zu tun, aber es hat auch definitiv nichts mit einer blinden Verehrung eines biologischen „Vaters“.

            • Max Kuckucksvater schreibt:

              An der Stelle hilft es, wenn man einen Unterschied zwischen den Begriffen Vater und Papa macht. Kontraproduktiv ist es, wenn man den Vater (leiblicher Vater) oder den Papa (sozialer Vater) seine Bedeutung für das Kind abspricht. Besser ist es da, wenn man beide Rollen wertschätzt. Optimal ist es sicherlich, wenn Vater und Papa ein und dieselbe Person sind. Das ist im Fall von Tim leider nicht der Fall. Er ist der Papa. Er kann auch weiterhin der Papa bleiben – selbst dann, wenn er die Vaterschaft anfechtet. Das er als gesetzlicher Vater eingetragen ist, bringt dem Kind im zwischenmenschlichem Bereich nichts.
              Die Uhr tickt und viel Zeit bleibt einem nicht für die Vaterschaftsanfechtung. Weiterhin als gesetzlicher Vater eingetragen zu bleiben kommt einer schwarzen Adoption gleich.
              Zudem zeigen mir die Geschichten, die mir im Kuckucksvaterblog zugesendet werden, dass die Gefahr enorm groß ist, dass später im Falle der Trennung die Kuckucksmutter dem Scheinvater das Kuckuckskind entzieht. Zahlen darf er dann aber weiterhin noch. Diese Scheinväter, die wirklich selber die Anfechtungsfrist haben verstreichen lassen, beißen sich nun kräftig in ihren Allerwertesten, die Kuckucksmütter freuen sich über eine gefüllte Brieftasche und deren Kuckuckskinder bleiben dabei emotional auf der Strecke.

            • Fatherleft schreibt:

              Deshalb sage ich auch man kann auch bei bestehender Ehe einen Ehevertrag schließen kann um die Option der Trennung zu klären (und Sorgerechtsübertragung kann darin geregelt werden), Ggf, kann auch die Vaterschaft angefochten und die Adoption durchgeführt werden (ohne dass das Kind jetzt involviert wird), um das juristisch in sauber Tücher zu packen.

              Aber die primäre Frage ist, ob die beiden Eltern mit dem Vertrauensbruch klar kommen und an der Beziehung festhalten können, wenn das nicht bejaht wird erübrigen sich die anderen Fragen.

            • Fatherleft schreibt:

              Nochmal das gleich für Eheverträge:
              „Ein Ehevertrag kann sowohl vor als auch nach Eingehung der Ehe geschlossen werden, also insbesondere zu einem Zeitpunkt, zu dem die Partner an ein Scheitern ihrer Ehe gar nicht denken und nur eine Regelung für den „schlimmsten Fall“ aufstellen wollen. “

              http://www.bnotk.de/Buergerservice/Informationen/Familie/Ehevertrag.php

            • Fatherleft schreibt:

              Zum Thema, ob man Eheverträge nachträglich abschließen kann: „Auch wenn die Ehe bereits gefährdet ist und die Eheleute eine Trennung für möglich oder sehr wahrscheinlich halten, ist der Abschluss eines Ehevertrages zur Regelung der Scheidungsfolgen möglich.“
              http://www.bnotk.de/Buergerservice/Informationen/Familie/Scheidung.php

    • m schreibt:

      Ich finde die Gene spielen eine übergeordnete Rolle. Ich könnte das nicht ertragen und es ist wohl auch eine der größten Strafen, welche die Natur zu vergeben hat: die eigenen Ressourcen in fremde Gene zu stecken.

      Ich bin dann immer etwas baff, wenn das so harmlos gesehen wird.

      • Fatherleft schreibt:

        Das hat vielleicht etwas damit zu tun, dass ich seit meines Biologie-Abit in evolutionstheorie den gröten Vorteil des Menschen darin sehe, das sich bei ihm die evolution nicht rein auf die Gen-weitergabe beschränkt. ein Mensch kann seinen Teil zur weiterentwicklung der Menschheit durchaus dazu betragen, indem er aus einem „fremden“ Kind einen außerordentlichen Menschen erzieht. Klar wäre es toller wenn ich auch damit meinen außerordentlich beeindruckenden Gen-Pool weitergeben könnte;-), aber das ist evolutionsthearisch eher irrellevant. Intelligenz wird sowieso nicht vererbt, sondern meist geprägt und wie mir eine Psychologin mal sagte: Meist von der Väterlichen Bezugsperson. Insofern bin ich da vielleicht etwas entspannter, weil ich weiß das meine Tochter und mein Sohn ihren überdurchschnittlichen IQ auch hätten, wenn sie nicht meine Gene teilen würde.

        • Olga schreibt:

          Da hast du was verwechselt. Intelligenz hat mit Prägung nichts zutun.
          Intelligenz liegt in der Gene, sie sind gewissermaßen das Grundkapital, das man mitbekommt. Setzt man es nicht ein, erwirbt man kein Wissen, ist es völlig nutzlos.

          Prägung wirkt auf Kinder als Summe aller Eindrücke, die sie von den Menschen ihres Umfeldes erhalten. Diese Eindrücke können sowohl bewusst als auch unbewusst vermittelt werden und sind Teil der Erziehung im Sinn der Weitergabe, von Normen und Wertvorstellungen sowie Ausdrücke der Gefühlswelt aller an der Prägung Beteiligten.

          Das Kleinkind zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr nimmt in dieser frühen Phase alle Eindrücke ganz objektiv auf.

    • Olga schreibt:

      Hallo Fatherleft,
      Im Grund genommen ist es auch nicht so wichtig, ob das Kind die eigenen Gene hat, wenn man sich dazu entschliesst eine Frau zu heiraten, die schon Kinder hat.
      Der Unterschied aber liegt darin, dass man das bewusst tut und nicht belogen und betrogen wird. Noch dazu, wenn man sich eigene Kinder wünscht und einem trotzdem ein Kuckuckskind beschert wird.
      Und wo bleiben die Rechte des Kindes?, wann will man ihm sagen, wer der leibliche Vater ist oder soll es sich selber einen Reim drauf machen?
      Ich glaube nicht daran, dass du das einfach alles so wegstecken würdest wie du schreibst.
      Schönen Sonntag

      • Fatherleft schreibt:

        Keine Ahnung ob ich das so „leicht“ weg stecken würde. Die Frage stellt sich für mich zum Glück nicht aber wenn sie sich wider erwarten stellen würde, weiß ich, dass ich meine Kinder nicht einfach wieder zum Leben bei der Mutter zurückschicken würde, oder sie dem Mann aufs Auge drücken würde, der zwar mit ihnen die Gene aber keine soziale Geschichte teilt.
        Ich kann mir nur als Kind eines Mannes dessen Vaterschaft ich heute gelegentlich durchaus ernsthaft an zweifel nur sagen, wenn die Erkenntnis, dass er nicht mein Vater gewesen wäre, mit 4 oder 5 herausgekommen wäre, dass ich als Kind dankbar gewesen wäre, wenn meine „Eltern“ dann so gehandelt hätten, denn letztendlich hat mir die Trennung meiner eltern mit 9,5 schon mehr als die Hälfte meines sozialen Umfeldes geraubt. im Alter von 5 wären die Schäden vermutlich noch schlimmer für mich als Kind gewesen.
        Insofern würde ich bei meinen Kindern nicht anders handeln, obwohl die jetzt natürlich schon alt genug wären, dass ich ihnen das gleich sagen könnte. Und dass mir das so leicht fallen würde wie das jetzt klingt, und ich mich von meiner Ex-Frau nicht betrogen fühlen würde will ich deshalb nicht behaupten.
        Allerdings bin ich auch nie jemand gewesen, der eine Beziehung die ansonsten Funktioniert und auf Respekt aufbaut wegen einer affäre in die Tonne getreten hatte. Aber das kann jeder für sich halten wie er will.

  15. Norbert Potthoff schreibt:

    The worst case.
    Woran kann man sich in einem solchen Fall wieder aufrichten, wenn man sich so verletzt fühlt? Wie soll man das Kind in dieser angespannten Lage aus den Turbulenzen heraushalten wäre meine erste Überlegung.
    Vermutlich braucht ihr jetzt einen neutralen Moderator, um die anstehenden Gespräche zu führen. Mehr kann ich von aussen und aus der Ferne kaum dazu sagen.

    Aber hier sind ja Männer im Forum, die ähnliches durchstehen und überstehen mussten. Eine Patentlösung gibt es wohl nicht.

    • Tim schreibt:

      Ja das Kind muss da irgendwie rausgehalten werden, das stimmt.

      Klar gibt es weitere und schlimmere Schicksale, das tröstet mich aber erst später bzw. langsam, denke ich. VG

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