Beste Freundin hatte eine außereheliche Affäre und ist schwanger – Mitwisserin fragt um Rat


Screenshot von urbia.de

auf urbia.de fragt eine Mitwisserin um Rat

Urbia.de – was tun? / Kuckuckskind – Affäre – Ehe – Schwangerschaft – Arbeitskollege – Auf Urbia.de fragt eine Frau um Rat. Ihre beste Freundin hatte eine Affäre mit einem Arbeitskollegen und ist nun schwanger. Dadurch, dass die Fragestellerin nun Mitwisserin ist, fühlt sie sich nicht wohl dabei, dieses Geheimnis zu hüten. Doch was würdest Du an ihrer Stelle machen?

Hier die Frage von „was tun?“:

Hallo ihr Lieben,

ich befinde mich momentan in einer Zwickmühle. Meine beste Freundin ist schwanger. Sie ist verheiratet und hat bereits ein Kind. Bis vor kurzem hatte sie noch eine kurze Affäre mit einem Arbeitskollegen. Seit der Kollege gekündigt hat, ist die Affäre vorbei. Ich fand es schon schlimm, dass sie ihren Mann betrogen hat und hab ihr das auch gesagt, aber sie ist ja erwachsen und muss das selbst entscheiden.
Jetzt ist es so, dass sowohl ihr Mann als auch der Arbeitskollege als Vater des Kindes in Frage kommt.
Ihr Mann freut sich so sehr über die Schwangerschaft, dass ich echt ein schlechtes Gewissen habe. Ich muss dazu sagen, dass auch er kein unbeschriebenes Blatt ist, was Untreue angeht. Meine Freundin will es ihrem Mann aber nicht sagen. Sie will es auch selbst nicht wissen, wer der Vater ist.
Ihr Mann ist glücklich und sie auch und sie versteht nicht, wo ich ein Problem sehe?#kratz
Wenn ich es ihrem Mann sage, dann verliere ich sie als Freundin, mache vermutlich eine Familie kaputt. Aber ich finde auch das sowohl der Mann, der Arbeitskollege und vor allem das Kind ein Recht darauf hat, zu wissen wer der Vater ist.
Irgendwie kann ich bei diesem Betrug nicht mitmachen. Ich wünschte, meine Freundin hätte mich da nie mitreingezogen! Ich bin einfach nicht so abgebrüht!

Was soll ich denn jetzt machen?

Die bisher beliebteste Antwort (15 Sterne) ist von „gustav-g“:

deinen Mund halten.

Es liegt an deiner Freundin, mit der Ungewissheit zu leben.

Interessante Antworten von „BittersüßesGeheimnis“:

  1. Hallo,
    Hänge dich dabei nicht rein, die Sachlage ist zu bedeutend als das du ein Recht hättest über das Schicksal einer ganzen Familie zu entscheiden. Ist jedenfalls ein gut gemeinter Rat von mir.
    Mein drittes Kind ist auch nicht von meinem Ehemann. Aber er weiß davon, ich teilte es ihm noch in der Frühschwangerschaft mit. Doch diese Angelegenheit war eine ganz private, nur zwischen uns zu klärende. Und auch wie wir damals damit umgingen und was wir daraus machten, geht nur uns was an. Einmischung von „außen“ geht gar nicht, sofern nicht erbeten.
    Du musst es deiner Freundin und ihrem Mann überlassen wie sie damit umgehen.
    Wenn du absolut nicht damit leben kannst, distanziere dich, wie bereits oben geschrieben Lebe dein Leben und gestalte es moralisch für dich besser! (Pass also gut auf, dass du nicht in eine solche Situation jemals kommst.)
    Alles Gute!
  2. Doch! Ich versteh dich… Mehr als du vielleicht denkst.
    Unter anderem waren es auch genau diese Gedankengänge, die mich dazu veranlassten, meinem Mann damals die Wahrheit zu gestehen. Das war der schlimmste Gang meines Lebens, ich hätte solche Angst und wäre lieber tot umgefallen. ;/
    Dennoch hätte sich damals keiner einmischen dürfen, meine beste Freundin war eingeweiht. Sie wusste aber, dass es meine Aufgabe war, die Sache gerade zu rutschen. Alles andere wäre das Ende unsere Freundschaft gewesen.

Ein Kommentator stellte in Frage, wie es denn gehen könnte, dass die Frau und deren Mann es selber zu entscheiden hätten, wie sie damit umgehen, wenn der Mann nichts von dem Umstand seiner fraglichen Vaterschaft weiß.

Einen ähnlichen Fall hatten wir schon: Ich konnte das nicht zulassen – So bewahrte ich einen Mann davor, ein Kuckucksvater zu werden – von Sascha J.*

Wie würdest Du Dich entscheiden? Was würdest Du tun?

Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe gefunden hatte, habe ich dieses Blog gegründet. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Gesellschaft über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither sind sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern entstanden. Der Austausch mit ihnen hat mir geholfen, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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8 Antworten zu Beste Freundin hatte eine außereheliche Affäre und ist schwanger – Mitwisserin fragt um Rat

  1. Manfred W. schreibt:

    Ich schrieb in einem anderen Kommentar, wer Unzucht betreibt, muss sich über die Folgen nicht beklagen. Und er muss (selbst!) mit den Folgen klar kommen. Ich schrieb den Kommentar als Antwort auf einen Mann, der einer verheirateten Frau (möglicherweise) ein Kind gemacht hat und um Rat fragt, was er nun tun solle. Es gilt das Prinzip, ist das Kind erstmal in den Brunnen gefallen, ist es zu spät, den Brunnen abzudecken.

    Ich schließe mich „Fatherleft“ und „Leonie“ an, dass die Betroffenen mit den Konsequenzen ihres Handelns selbst klar kommen müssen und auch alleine(!) die Verantwortung übernehmen müssen. Wie beide Kommentatoren richtig hervorhoben, ist es nicht die Sache der Freundin, sich in die Ehe dieses Paars einzumischen.

    Es ist ein innerfamiliärer Konflikt deiner Freundin und man kommt meist in „des Teufels Küche“, wenn man sich da (noch dazu ungefragt) einmischt. Das geht meistens schief und verschlimmert nur die Situation, die durch Unzucht und ehelicher Untreue nun mal unumkehrbar schon geschaffen wurde.

    Früher war Unzucht noch gesellschaftlich geächtet, weil es ein gesellschaftliches Bewusstsein darüber existierte, dass man aus so einer Nummer kaum mehr heil rauskommt. Aber dann kamen ja die 68er, wussten alles besser und belehrten die Gesellschaft, dass das nur „überkommenen Moralvorstellungen“ seien. Da fragt man sich doch, warum es zwischen Männern und Frauen immer schlimmer und komplizierter anstatt besser und einfacher wird. Offenbar hat die Gesellschaft da auf die falschen Ratgeber gehört.

    Es ist nun müßig, aber verschüttete Milch zu weinen. Aber eine Einmischung der Freundin dürfte die nun eingetretene Situation kaum verbessern, möglicherweise aber verschärfen. Verhindern kann die Freundin den Seitensprung nicht mehr und auch nicht nachträglich aus der Welt schaffen. Es ist auch nicht ihre Aufgabe, denn die Suppe müssen die Beteiligten auslöffeln, die sie sich eingebrockt haben…

    Ich kann den Kommentatoren „Fatherleft“ und „Leonie“ nur beipflichten.

    PS:
    1. Die Tatsache, dass der Ehemann selbst „kein unbeschriebenes Blatt ist, was Untreue angeht“ tut nichts zur Sache.
    2. Die Freundin beteiligt sich nicht am Betrug, wenn sie zu dem Thema einfach schweigt (und nicht durch etwaige Lügen ihre Freundin deckt). Da sie aber unwillentlich zur Mitwisserin geworden ist, kann man ihr anraten, die Begegnung mit dem Ehegatten der Freundin (Geburtstage, Ausflüge) zu vermeiden, um zu vermeiden, dass er ihr delikate Fragen stellt, die sich nicht guten Gewissens beantworten könnte.
    Ich würde mich in solch delikaten Situationen bemühen, den größtmöglichen Abstand zu halten und alles zu tun, nicht in den Paarkonflikt hineingezogen zu werden.

  2. Daniel S schreibt:

    Da hat der Marcus Spicker nicht ganz unrecht, seltsamer weise findet der § aber beim Jugendamt Anwendung und das in Verbindung mit Betrug. Sowas wird denn gerne beim Sorgerechtsstreit mit berücksichtigt. (die Angaben sind nicht verbindlich, je nach JA oder Gericht)

  3. Fatherleft schreibt:

    Also ich kann mich das nur der Meinung von „BittersüßesGeheimnis“ anschließen. ist nicht dein Ding dich da reinzuhängen und die Situation bei Sascha J war ja auch eine etwas andere. Wenn die Frau sich irgendeinen Typen raussucht, dem sie das Kind unterschieben will, weil er mehr geld verdient, dann für ich dem guten Herren auch zum Vaterschaftstest raten, bevor er da irgendwelche Verpflichtungen eingeht. Das ist was anderes als der innerfamiliäre Konflikt, deiner Freundin. Der kannst du nur gut zureden, dass sie doc ehrlich mit ihrem Mann sein soll. Allerdings würde ich sie auch nicht zur wahrheit nötigen, wenn sie die Sorge hat, dass daran ihre Ehe zerbrechen würde und andere Kinder involviert sind, welche deswegen einer Familie beraubt werden. Ist halt ein komplexes thema, und die einzige, die damit ihr Gewissen belasten muss ist deine Freundin, denn letztendlich ist sie auch jene, welche die Konsequenzen dafür tragen muss.

  4. Leonie schreibt:

    Es ist nicht Sache der Freundin, sich in die Ehe dieses Paars einzumischen. Dass sie überhaupt damit hausieren geht ist schon ein trauriges Zeichen, dass es heute vielen offenbar schier unmöglich ist, eine „interessante Info“ mal einfach bei sich zu behalten. Sie kann ja persönliche Konsequenzen ziehen. wenn das Verhalten der Freundin ihr so schlimm erscheint, dass die Freundschaft enden muss – aber ansonsten hat sie nicht das geringste Recht, in irgend einer Weise übergriffig auf andere Beziehungen zu werden!

  5. Daniel S schreibt:

    Mal abgesehen das die Mutter sich Strafbar macht wenn sie wissentlich den leiblichen Vater verheimlicht…zumindest in Deutschland.

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