Kuckucksmutter zieht vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe


Roter Elephant

Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht in Schleswig. Im Volksmund: „Roter Elephant“. – © Foto under CC2.0 by Sven Hagge

Kuckucksmutter – Namensnennung – leiblicher Vater / Oberlandesgericht Schleswig-Holstein – OLG / Deutschland – Ein Scheinvater verklagte erfolgreich die Kuckucksmutter auf Namensnennung des Erzeugers vorm OLG Schleswig-Holstein. Das OLG lehnte den Gang zum Bundesgerichtshof (BGH) ab. Da die Kuckucksmutter sich weiterhin im Recht sieht, den leiblichen Vater des Kindes geheim halten zu dürfen, wendete sie sich nun and das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. (Quelle: shz.de)

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Der BGH hatte 2011 bereits eine Kuckucksmutter zur Nennung des leiblichen Vater verurteilt. Mehr dazu in den Artikeln BGH Urteil gegen Kuckucksmutter – Jetzt das gesamte Urteil zum Nachlesen online und Mütter müssen die Namen der möglichen Väter dem Scheinvater preisgeben! – Ein Meilenstein für die Rechte der Väter!

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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4 Antworten zu Kuckucksmutter zieht vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe

  1. Birgitt schreibt:

    Nach diesem Urteil mein erster Kommentar hier .. trotz Sorge, dass ich mich schon zum Einstieg gleich „unbeliebt“ mache (vermtl. ein kleines Kuckuckskind-Neuröschen) Vornweg: Ich bin jetzt 50 Jahre alt und weiß seit fast einem 3/4 Jahr, dass mein sozialer Vater nicht mein leiblicher Vater war, da ich nach Jahren (Jahrzehnten) des Zweifelns an seinem Sterbebett eine Probe genommen habe und in Österreich auswerten ließ. Mein Verhältniss zu ihm war innig und ich wollte ihn mit meinem Verdacht nicht kränken (er war ein sehr sensibler und defensiver Mann), deshalb habe ich gewartet, gewartet, gewartet .. Meine Mutter hat nach dem Ergebnis (da war er bereits verstorben) mit den Worten “ na dann weißt du es jetzt“ die Richtigkeit bestätigt. Die Nennung meines biologischen Vaters lehnt sie ab: Es geht nur! sie etwas an …
    Vor dem Urteil habe ich immer wieder darüber nachgedacht, mich selbst anzuzeigen und sie auf Nennung zu verklagen, das kann ich nun wohl vergessen. (Sie hat allerdings, nun fast 84 jährig sowieso gesagt, dass sie vor Gericht immer sagen würde, nicht zu wissen, wer mein Vater ist .. „Wie heißt das jetzt .. Onenightstand .. dann war’s eben sowas“)
    Gleichwohl habe ich den Eindruck, dass die Vermischung von Unterhaltsansprüchen und Identitätskenntnis für die Interessen der betroffenen „Kuckuckskinder“ nicht hilfreich ist. Ich kann die Haltung der Scheinväter durchaus nachempfinden, vielleicht als Frau nicht allumfassend — ?! Mich als „Kuckucks“Kind hätte es dennoch schmerzlich berührt, wäre ich nach z.B. 10jähriger Nähe und Zuwendung plötzlich ein Objekt finanzieller Belange geworden. „Ich habe dir gegeben, aber nun wo du nicht mein eigen Fleisch und Blut bist, möchte ich Geld für meine „Mühe/Zuneigung zurück!“
    Das tut weh! Vielleicht besonders Menschen, die (ich finde noch immer keine Antwort darauf, woher diese Ahnungen rühren) sich von klein auf irgendwie „am falschen Platz“, „fremd“, „nicht dazu gehörend“ (etc.p.p) fühlen (und das scheint uns „Kuckuckskinder“ offensichtlich zu verbinden)
    Das Urteil ist ein Skandal, ob eine der urteilenden RichterInnen nun besonders genderorientiert ist oder nicht ! !
    Meine Bitte an alle lügenden Mütter und belogenen Väter: Achtet die Gefühle Eurer Kinder!! Stellt Eure Scham und Eure Kränkungen hinter ihre Interessen, sie sind die tatsächlich Betroffenen. Seelenfrieden ist unbezahlbar

  2. Fatherleft schreibt:

    Vermutlich hat sie einen Anwalt, der hier große Kasse wittert. Gibt’s für den Zug vor’s Verfassungsgericht eigentlich PKH?

    • Bernd Plechatsch schreibt:

      Aus Wikipedia: Der Antrag bedarf der Schriftform und muss ausführlich begründet werden. Die Bevollmächtigung eines Rechtsanwaltes ist hierfür rechtlich nicht erforderlich, empfiehlt sich aber aufgrund der Komplexität der Rechts- und Verfahrensfragen dringend. Das Verfahren ist grundsätzlich gerichtskostenfrei; in Ausnahmefällen kann eine Missbrauchsgebühr verhängt werden. Nur in sehr seltenen Ausnahmefällen gewährt das Bundesverfassungsgericht Prozesskostenhilfe und ordnet einen Rechtsanwalt bei.(Schmidt-Bleibtreu/Hofmann/Hopfauf, Kommentar zum GG, 12. Aufl., 2011, Art. 93 Rn. 56; Art. 94 Rn. 44 ff.)

  3. Bernd Plechatsch schreibt:

    Warum sollte das Bundesverfassungsgericht anders entscheiden wie schon 2011 der BGH? Nicht ohne Grund hat das OLG den Gang zur nächsthöheren Instanz abgelehnt.

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