Wie eine Fremde – Gedicht von Steve Stitches


Ariane R. Anderson denkt viel über das Geschehene nach

Foto: Liane R. Anderson

Wie eine Fremde

Du schaust mich an wie eine Fremde?
Vater, bin ich nicht mehr deine Tochter?
Warum mauerst du mich zu mit Schweigen?
Gestern warst du doch noch stolz auf mich?
Gestern war ich dir nah, heute entfernst du mich?
Mutter belog uns beide, ich soll dafür doppelt büßen?
Nur weil ich, ich bin, bin ich nicht mehr deine Tochter?
Bisher hast du mich geliebt, heute strafst du mich dafür?
Wo soll ich hin? Wer hält mich, wenn du mich fallen lässt?
Du versprachst mir, immer für mich da zu sein.
Vater, warum bin ich für dich plötzlich eine Fremde?
Vater auch wenn ich nicht deine DNA bin,
ich liebe dich und brauche dich
mit jeder Faser meines Körpers.

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Schwarzweißkinderfoto von Steve Stitches

Steve Stitches bereits als kleiner Junge mit feschem Hut und legerer Haltung

Weitere Gedichte & Geschichten zum Kuckuckskindthema von Steve Stitches findest Du hier.

Steve Stitches ist Autor und veröffentlicht seine meist satirischen und ironischen Texte auf seiner Seite auf http://www.neon.de/user/SteveStitches.

Auf seinem Facebookprofil finden sich inzwischen auch einige sehr interessante Beiträge.
Wir danken sehr für die Veröffentlichungsgenehmigung seiner Texte und des Bildes.

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Mehr Gedichte & Zitate gibt es in der Übersicht hier.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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