Das Urteil – Unser Kampf gegen die Ungerechtigkeit und den Krebs – von Claudia Paul


Claudia Paul erzählt vom gemeinsamen Leid mit dem Kuckuckskind aus erster Ehe des Mannes

Unser Kampf gegen die Ungerechtigkeit und den Krebs – von Claudia Paul

Am 09. Februar 2012 hatten wir dann die Urteilsverkündung in Halle/Saale. Jens hätte eigentlich nicht erscheinen brauchen, aber unsere Rechtsanwältin hat darum gebete, weil sie nicht persönlich dabei sein konnte und ihren Vertreter in Halle zur Verhandlung geschickt hat. Jens sollte ihr später den Ablauf berichten.

Die Kindesmutter erschien auch. Sie hätte auch nicht persönlich erscheinen brauchen, aber ich denke, sie wollte wissen was, auf sie zukommt. Sie war auch sehr erschrocken,  Jens und mich zu sehen. Sie lächelte dann aber künstlich und alberte mit ihrer Schwester herum, die mit zur Verhandlung kam, um auf ihr 4. Kind aufzupassen.  Jens und ich waren wohlgestimmt. Wussten wir doch das Ergebnis und was aus der abschließenden Verhandlung herauskommen würde. Auch Jens Vertretungsanwalt hatte überaus gute Laune. Hatte er doch wieder einen Prozess gewonnen. Er erklärte Jens nur noch, was auf ihn zukommen wird. Es war eine nicht öffentliche Verhandlung. Kaum Jens Anwalt zuendegesprochen, wurden sie auch schon von der Richterin hereingerufen

Es dauerte nicht lange, da war die Verhandlung auch schon beendet. Es erfolgte ja nur noch die Verlesung des Ergebnisses vom Vaterschaftstest und die Frage, ob nun auf die 2-Jahres Frist verzichtet wird. Zu guter Letzt wurde ein neuer Termin auf den 01. März 2012 festgelegt, bei welchem Jens als Vater aus der Geburtsurkunde des Kindes gestrichen werden sollte.

Die Kindsmutter hatte auf die 2-Jahres Frist verzichtet. Es blieb ihr auch nicht viel übrig. Die Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen war nicht mehr gegeben, denn bei den vorherigen Verhandlung im November erschienen die Hälfte ihrer Zeugen nicht und einer ihrer Zeugen revidierte seine Aussage und bestätigte, dass er zur Lüge angehalten wurde. Die Briefe – aus denen hervorging, dass Jens nichts wußte – taten als Beweismaterial ihr übriges.

Seit dem 01. März 2012 ist nun Jens auf dem Papier kein Vater mehr. Das Jugendamt hat ihm jeden Cent des gepfändeten Lohns zurückgezahlt. Und last but not least: Jens hat auch den Krebs besiegt. Wir können wieder aufatmen.

* Namen geändert

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Claudia Paul erzählt vom gemeinsamen Leid mit dem Kuckuckskind aus erster Ehe des Mannes

Unser Kampf gegen die Ungerechtigkeit und den Krebs – von Claudia Paul

Fortsetzung folgt …

Vorangegangener Teil: Wenn sie sterben, hab ich weniger zu tun! – Unser Kampf gegen die Ungerechtigkeit und den Krebs – von Claudia Paul

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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