Arnold Schwarzenegger und das Kuckuckskind


Arnold Schwarzenegger ist nicht nur berühmt für seine Hollywoodrollen & als Politiker

Arnold Schwarzenegger ist der leibliche Vater eines Kuckuckskindes – © Foto: Eva Rinaldi

Arnold Schwarzenegger – Joseph Banea – Kuckuckskind – Mildred Patricia Baena – Kuckucksmutter – Rogelio Baena – Scheinvater – Arnold Schwarzenegger habe erst spät von seiner damaligen Haushaltsangestellten Mildred Patricia Baena von seiner Vaterschaft erfahren.  Zu diesem Zeitpunkt sei Joseph Banea – sein Kuckuckskind – bereits ein Kleinkind gewesen. Nach der Offenbarung, dass er der Vater des Kindes ist, solle der Ex-Gouverneur seine Angestellte gut behandelt haben und sehr großzügig gewesen sein (Bunte, 18.05.2011).

Mildred gab auch bald ein Exklusivinterview im Society-Magazin „HELLO!“. Dort merkte sie an, dass sie nicht ahnte, dass Arnold der Vater ihres Kindes sei und fügte hinzu: „Über die Ähnlichkeit habe ich mich erst gewundert, als Joseph größer wurde – aber es wurde immer offensichtlicher“. (BUNTE, 14.06.2011) Klingt nicht sehr glaubwürdig, dass jemand ungeschützten Geschlechtsverkehr mit seinem Arbeitgeber und außerhalb der Beziehung hat und sich dann darüber wundere, dass ein Kind dabei entstehen konnte. Sprüche, wie man sie nicht selten von Kuckucksmüttern zu hören bekommt.

Die Kuckucksmutter war 20 Jahre lang die Haushälterin der Schwarzeneggerfamilie und nahm ihren Sohn auch zu einigen Familienfesten mit. Joseph Baena ist Arnold Schwarzenegger wie aus dem Gesicht geschnitten, hat blonde Haare, eine markante Kinnpartie und dasselbe Lächeln. Er ahnte wohl nicht, wer wirklich sein Papa ist. (Bild, 22.05.2011) Der damals 13-jährige Junge sei von der Nachricht über die Identität seines Vaters komplett überrascht worden, zitierte ihn die New York Post. Seine Mutter Mildred „Patty“ Baena habe ihm bisher nie erzählt, wer in Wahrheit sein Vater ist. Schwarzenegger bedachte den Kleinen allerdings großzügig mit Geschenken. Das Affären-Kind hielt bis dahin den aktuellen Lebensgefährten seiner Mutter für seinen Papa (Promiflash). Als er davon erfuhr, dass er der Sohn von Arnold Schwarzenegger ist, sei seine erste Reaktion „Cool!“ gewesen – so seine Mutter.

Erst im Januar 2011 gestand der US-Hollywood-Star seiner Frau Maria Shriver den Fehltritt. Sie zog kurz daraufhin, nach 25 gemeinsamen Ehejahren, aus.
Arnold Schwarzenegger teilte wenig später der „Los Angeles Times“ in einer schriftlichen Erklärung mit, dass er die Enttäuschung seiner Familie und Freunde verstehe und den Ärger verdiene. Weiter sagte er: „Es gibt keine Entschuldigung und ich übernehme die volle Verantwortung für all den Schmerz, den ich verursacht habe. Ich habe mich bei Maria, meinen Kindern und meiner Familie entschuldigt. Es tut mir aufrichtig leid.“ (Gala).

Schnell finden sich mehrere Zeugen, die davon erzählen, dass Arnold Schwarzenegger wohl eher auf hässliche Frauen stehe und wohl mehrere Affären mit weniger Attraktiven Frauen gehabt habe. Die BILD stellte auch sogleich die Frage, ob hässliche Frauen besser im Bett seien. Naja, BILD halt. 😉 (BILD, 24.05.2011)
Dass Arnie wohl zu den weniger treuen Ehemännern gehöre, war spätestens nach Brigitte Nielsens Autobiografie „Du hast nur ein Leben“ bekannt gewesen. Dort schrieb sie über ihre Affäre mit Arnold bei den Dreharbeiten zu „Red Sonja“, bei denen sie ihre sexuellen Spannungen schnell abgebaut hätten. Zum Zeitpunkt der Affäre war er bereits mit Maria Shriver in einer Beziehung. (Hessische/Niedersächsische Allgemeine)

Wenige Wochen nachdem die Kuckuckskind-Geschichte aufflog, findet sich die Kurzmitteilung darüber, dass Rogelio Baena – der Ex-Ehemann von Schwarzeneggers Hausangestellten und Scheinvater des Kuckuckskindes – den US-Schauspieler auf Schadensersatz verklagen wolle. Über den Ausgang des Vorhabens findet sich bisher keine Meldung.

Joseph trägt zwar nicht Arnies Nachnahmen, doch auf aktuellen Bildern beweist der Junior, dass er völlig nach seinem Vater kommt. Der Mund, die Statur – nur mehr Haare besitzt der Sohnemann noch. Auch in Sachen Muckis zieht Joseph mit seinem Vater gleich: Er pumpt ab jetzt im eigenen Fitness-Studio – ein Geschenk vom Papa zum 16. Geburtstag. Genau rechtzeitig: Denn auch Schwarzenegger begann mit 16 Jahren mit dem Muskeltraining. (Promiflash, 02.10.2011) Joseph hat die Conan-Gene vom Papa im Blut und überragt seine Mutter Mildred locker um einen Kopf. Knapp 1,90 Meter soll er mittlerweile schon groß sein und ein stattliches Kampfgewicht besitzen  (Blick am 03.10.2013). Joseph Baena lebt bei seiner Mutter im entfernten Bakersfield, dennoch telefoniere Arnie mit ihm regelmäßig und habe seinen Jungen schon zu diversen Premieren mitgenommen.

Fazit zu Arnold Schwarzenegger: Er scheint wenigstens jetzt offiziell für sein Kuckuckskind Verantwortung zu übernehmen. Nicht jedes Kuckuckskind hat das Glück, dass der leibliche Vater zu seinem Kind steht. Das kann man Arnie bei allem Übel zu Gute halten.

Fazit zu den Medien: Es wird in den Medien nie von einem Kuckuckskind gesprochen. Stattdessen wird stets die Formulierung ‚uneheliches Kind‘ verwendet. Es ist schade, dass diese Meldung von den Medien nur zum Klatsch und Tratsch genutzt wurde. Ernsthafter Journalismus sieht anders aus.
Die Kuckuckskindthematik hätte durch den Schwarzenegger-Skandal endlich eine mediale Aufmerksamkeit erhalten können. Diese ist notwendig, damit eine Debatte über das Gesetz § 1592 BGB geführt wird. Statt – wie bisher – die Vaterschaft kompliziert juristisch herbeizufabulieren, sollte er auf „Vater eines Kindes ist der, der das Kind gezeugt hat“ geändert werden.  Alles andere gehört mit dem Adoptionsgesetz geregelt.

Der Kindesunterschiebung, schwarzen Adoption und der damit verbundenen Identitätsberaubung der Kinder muss politische und juristische Entschlossenheit entgegengesetzt werden. Möglich ist das durch einen Vaterschaftstest ab Geburt und Änderung des § 1592.

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Über Liane R. Anderson

Bin ich mit 44 Jahren noch einmal Tochter geworden? Ich wurde im Oktober 1967 geboren, bin verheiratet und habe zwei tolle Kinder. Mein gesetzlicher Vater war Alkoholiker und sehr gewalttätig. Schon früh übernahm ich die Verantwortung für meine Mutter und meinen Bruder und organisierte mit nur 13 Jahren, unsere Flucht aus dieser Hölle. Mit viel Ehrgeiz und Kampfgeist erschaffte ich mir ein schöneres Leben. Bis ein einziger Satz mir den Boden unter den Füßen wegriss und meine komplette Identität in Frage stellte.
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