Warum ich keinen Vaterschaftstest habe machen lassen – von Michael Bach


DNA Paternity Test - Vaterschaftstest

Vaterschaftstest in England – Foto Mark Hillary, London – São Paulo, Brazil – under cc2.0

Vaterschaftstest – Die Beziehung mit der Kindesmutter meines ersten Sohnes war eigentlich schon von ihr beendet. Trotzdem traf man sich kurz nach der Trennung noch mal. Ich wurde fast vergewaltigt von Ihr, aber als Mann sieht man das ja nicht so eng und ich ließ es mir gefallen. Kurz darauf kam die Info, sie sei schwanger. Da die Beziehung ja eigentlich schon beendet war und sie/wir viel zu jung waren, wollte ich, dass sie abtreiben lässt. Als dann dicke Tränen liefen und ich ja eigentlich von der Frau noch etwas wollte, habe ich dann ganz schnell die Abtreibung vergessen und ließ die Dinge ihren Lauf nehmen. Als der Kleine dann 2 Jahre alt war, wollte ich mich von Ihr symbolisch trennen, unter anderem wegen Untreue und anderer partnerschaftlichen Probleme. Sie sah das aber ganz locker und ging, als ob sie froh war, dass die Beziehung vorbei war. Irgendwann im Laufe der Zeit hatte ich den Gedanken, dass das Kind vielleicht gar nicht von mir sei und ich vielleicht für ein fremdes Kind Unterhalt zahle. Ich wollte am Liebsten einen Vaterschaftstest machen lassen. Aber da ich das Kind so sehr geliebt habe und so gerne mit Ihm zusammen war, habe ich den Test gelassen – vor allem aus Angst. Was würde wohl passieren, wenn es nicht mein Kind ist? Dann müsste ich zwar nicht mehr zahlen, aber dann sähe ich das Kind wohl auch nie wieder.

Bei dem zweiten Kind habe ich nie an einen Vaterschaftstest gedacht. Doch! Daran gedacht habe ich schon, nur nie ernsthaft den Schritt getan, auch tatsächlich einen machen zu lassen. Der Grund dafür war, dass ich der Frau kein Fremdgehen zugetraut habe und auch jetzt noch nicht denke, dass sie einfach mal so fremd geht. Sie würde eher einen anderen Mann klarmachen und wenn das steht, macht sie Schluss. So hat sie es mit mir und Ihrem damaligen Ex gemacht, und ebenso mit ihrem Neuen. Der andere Grund ist, dass der Kleine dem Großen sehr ähnlich sieht und beide auch mir, als ich ein Baby/Kleinkind war.

Dazu muss man sagen, dass beide Kinder nicht geplant waren, zumindest nicht von mir. Die Mutter meines ältesten Kindes hat die Pille abgesetzt, ohne mir was zu sagen. Die des jüngeren hat Antibiotika genommen ohne mich davon in Kenntnis zu setzen – sie wusste, was sie tat.

*Michael Bach ist ein Pseudonym

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Hast auch Du Dir die Frage gestellt, ob Du einen Vaterschaftstest machen wolltest? Wenn ja, dann berichte uns davon. Sende Deine Geschichte bitte an: kuckucksvater@hotmail.com

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe gefunden hatte, habe ich dieses Blog gegründet. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Gesellschaft über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither sind sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern entstanden. Der Austausch mit ihnen hat mir geholfen, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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Eine Antwort zu Warum ich keinen Vaterschaftstest habe machen lassen – von Michael Bach

  1. don2alfredo schreibt:

    Vater werden ist ja angeblich nicht schwer. So leicht war es bei mir allerdings nicht. Ich hätte auch gerne mehr als ein Kind beim Aufwachsen begleitet. Darum kann ich es gut verstehen, dass „Michael“ seine beiden Kinder sozusagen „adoptiert“, egal von wem sie sind. Der Unterhalt ist ein angemessener Preis für den, der wirklich liebt. So kann man persönlich die mögliche Kuckucksvaterschaft durchaus erträglich gestalten. Prima!
    Andererseits wird in der Geschichte von „Michael“ wieder etwas ganz anderes deutlich: Es ist extrem wichtig für uns Männer, den Verstand zu bewahren, auch im Moment höchster Erregung. Wenn wir unseren Teil der Verantwortung für Verhütung ernst nehmen, dann werden weniger Kinder und Erwachsene in eine oft missliche Lage gebracht.
    Abtreibung als nachträgliche Korrektur einer Dummheit, das geht ja gar nicht. Die körperlichen und seelischen Belastungen dieses Eingriffs sind oft lebenslang spürbar. Wenn der Mann, wie beschrieben, schon wegen ein bisschen Salzwasser (Tränen) vor seiner eigenen Forderung zurückzuckt, dann möchte ich wissen, was er mit dem Abort (den ausgeschabten Stücken seines Ungeborenen) macht, die er in einen Abfalleimer bringen „darf“ (angenommen „Vater“ ist auch bei der „Nichtgeburt“ dabei). Oder ich möchte mal sehen was der macht, wenn er die Mutter seines nicht geborenen Kindes später jahrelang regelmäßig in einer Psychiatrie besuchen soll.

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