Leibliches Kind eines Deutschen erhält keinen Deutschen Pass, da es von einer Leihmutter geboren wurde


Deutscher Reisepass mit Biometriedaten

Die Auslegung der Gesetze zur Deutschen Staatsangehörigkeit durch die Deutschen Gerichte erweckt den Eindruck der Willkürlichkeit. – Foto: Christian Horvat

Zweierlei Maß – leibliche Vaterschaft – Leihmutter – Deutsche Staatsbürgerschaft – Deutschland – Heuchler – Bundesverwaltungsamt Köln – Bundesverwaltungsgericht (BVerwG)Az.: 10 K 2043/12 – Ein in Israel lebender homosexueller Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit ist der leibliche Vater eines Kindes. Der Haken an der Sache: Das Kind wurde von einer indischen Leihmutter ausgetragen und das passt vermutlich weder ins politische Bild des Bundesverwaltungsamtes Köln, noch des Bundesverwaltungsgerichtes.

Dass dem Kind die deutsche Staatsangehörigkeit verweigert wird, obwohl der leibliche Vater auch in Israel bereits rechtswirksam die Vaterschaft vom dortigem Familiengericht anerkannt bekommen hat, wird vom BVerwG ignoriert.

Die Ablehnung der deutschen Staatsangehörigkeit begründet das BVerwG damit, dass es nicht auszuschließen sei, dass die Leihmutter verheiratet ist, da der Kläger keinerlei Angaben zur Leihmutter macht. Wenn die Leihmutter aber verheiratet sein sollte, dann wäre nach deutschem Recht deren Ehemann der gesetzliche Vater des Kindes.

Dass der Staat die leibliche Vaterschaft immer noch frei nach Gusto als unbedeutend wertet, verstößt gegen den im Grundgesetz verankerten Schutz vor Willkür.

Das Paradox: Wenn das Kind erwachsen ist und eine Vaterschaftsfeststellungsklage einreicht, steht die leibliche Vaterschaft plötzlich auch über allem anderen. Doch dafür muss es erst einmal erwachsen sein, dann erst zählt das Recht des Kindes vor den deutschen Gerichten.

Ergo: Es wird Zeit, dass die Vaterschaft nicht mehr mit schlecht zusammengeschusterten Gesetzen herbeifabuliert wird. Ein Gesetz muss her, was das benennt, was die Natur als Fakt schafft: „Vater ist der, der das Kind gezeugt hat.“

Nachsatz: Die Leihmutterschaft ist als ethisch höchst bedenklich einzustufen und einem Kind die Mutter zu entziehen, ist ein Verbrechen am Kind. Jedes Kind soll das verbriefte Recht auf BEIDE Elternteile vom Staat zugesichert und verteidigt bekommen. Die Rechte des Kindes gehören aus dessen Sicht betrachtet. Ob ein heterosexuelles oder homosexuelles Paar sich ein Kind wünscht, hat hinter den Bedürfnissen des Kindes zu stehen. Ebenso kritisch zu betrachten ist die „Ich lasse meine befruchtete Eizelle von einer Leihmutter austragen, da ich zu bequem bin, es selbst zu tun“- Mentalität, die mittlerweile bei immer mehr Frauen festzustellen ist. Es macht das Kind zur Ware, es verkennt, dass ein Kind im Mutterleib eine Bindung an die austragende Frau aufbaut, die ganz tief im Unterbewusstsein verankert ist.

Pressemeldungen diesem Urteil: Zeit – Online, OP-Online, kostenlose Urteile, t-online

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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Eine Antwort zu Leibliches Kind eines Deutschen erhält keinen Deutschen Pass, da es von einer Leihmutter geboren wurde

  1. Christine schreibt:

    Nach der anfänglichen Kommentierung, der ich durchaus zustimmen würden, ist im Nachsatz dann doch der moralische Zeigefinger sehr weit übers Ziel hinausgeschossen. Wie kann man einem biologischen Vater, der sich nichts sehnlicher wünscht, als sein geliebtes eigenes Kind zu sich zu nehmen, vorwerfen, moralisch höchst bedenklich zu handeln, indem dem Kind eine Mutter „entzogen“ wird, die überhaupt nie vorhatte, das Kind selbst großzuziehen. Es gibt unzählige gescheiterte Beziehungen mit resultierenden alleinerziehenden Vätern oder Müttern, dazu Kinder, die ohne beide Elternteile aufwachsen, weil manch Erzeuger nichts mehr mit einer ehemaligen Affäre zu tun haben will. Dazu gibt es auch viele Kinder, deren Väter oder Mütter leider verstorben sind. Selbstverständlich können Kinder zu glücklichen Menschen heranwachsen, wenn ein biologisches Elternteil ausfällt und verantwortungsvolle Erwachsene (ob allein, als Paar, ob hetero- oder homosexuell) das Kind liebevoll beschützen und begleiten bis es ein eigenes Erwachsenenleben führen kann.
    Vielleicht trägt auch der folgende Bericht zum Nachdenken bei:
    http://www.derwesten.de/panorama/mutter-traegt-kind-fuer-ihre-tochter-aus-id7075305.html

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