Mit der Idee vom Swingerclub fing es an … – Ehefrau schwanger von Affäre


Screenshot forum gofeminin.de

GoFeminin.de – Screenshot von Wirrwarr2013 Frage im Forum für Mama & Co.

Gofeminin.de – Frau – Affäre – Liebe – verzeihen / Diskussion – Im Forum von Gofeminin.de stellt ein verheirateter Mann folgende Frage an die Leser:

Wirrwarr2013:

Hallo.

Ich habe folgendes Anliegen.
Meine Ehefrau ist in der 10. Woche schwanger, jedoch nicht von mir.

Nun zur Vorgeschichte:
Wir sind seit 12 Jahren ein Paar. Sie war 16, ich 20 als wir uns kennenlernten. Wir waren für den jeweils anderen die erste richtige Beziehung und auch der jeweils erste Sexualpartner. Wir hatten eine gute Zeit am Anfang. Leider machte ich jedoch nach einem Jahr kurzzeitig Schluss (3 Monate), wir kamen aber zum Glück wieder zusammen. Nach 4 Jahren Beziehung kam ungeplant unsere erste Tochter zur Welt. Ich im Studium, Sie in der Ausbildung. Es lief aber alles super. Vor zwei Jahren kam dann unsere zweite Tochter (geplant) zu Welt. Wir sind auch nun seit 2 Jahren verheiratet (sowohl aus Liebe als auch aus den Vorteilen einer Ehe). Mit den zwei Kids und dem Alltag trat bei meiner Frau jedoch schleichend eine Unzufriedenheit ein. Sie kümmert sich den ganzen Tag um die Kinder, ich bin arbeiten. Schlechte Laune und Alltag fanden leider Platz in unserem Leben + fehlende Zeit zu zweit. Ich war trotzdem glücklich mit meinem Leben und hatte die Hoffnung darauf, dass wenn die Kinder etwas größer sind sich auch unsere Zweisamkeit wieder mehr wird. Wir haben immer viel unternommen, ich habe alles für die Familie gegeben, unser Sexleben hat auch gestimmt. Eigentlich schien alles ok.
Dann hatten wir jedoch mal ein Gespräch, was wäre wenn wir mal mit einem anderen schlafen würden. Ich sagte, dass es event. ok sei (weil wir ja noch nie mit einer anderen Person GV hatten und nach 12 Jahren Beziehung event. mal Abwechslung interessant wäre), ohne damit zu meinen, dass es nun so sein kann und jeder einfach allein sein Ding macht. Ich hätte event. in Erwähgung gezogen so etw. zusammen durchzuführen (Swinger, Partnertausch, o.ä.). Nun ja. Vor gut drei Monaten wandte sich meine Frau etw. von mir ab und ging aus Unzufriedenheit auf Distanz. Sie sagt und zeigte mit, dass sie mich grad nicht mehr liebe. Dann vor 2 Monaten der Schock. sie schlief mit einem anderen und wollte auch den Kontakt zu dem Mann vorerst aufrecht erhalten. Ich willigte dem bedingt ein, in der Hoffnung, dass es nur eine kurze Affäre sei und unsere Beziehung dadurch vielleicht wieder gestärkt werden könnte wenn wir merken, dass wir uns doch brauchen und lieben. Sie hätte mir eine Affäre zu einer Frau oder Sex mit anderen jetzt auch zugestanden.
Ich litt die letzten 2 Monate sehr und habe nur gehofft, dass sie wieder meine Frau sein würde. Ich habe um sie gekämpft und unsere Beziehung. Nun der nä. Schock. Sie ist schwanger, von dem anderen (hatten nicht verhütet – Abtreibung für sie aus moralischen Gründen kein Thema)! Ich würde weiter zu ihr stehen und ggf. auch das Kind was nicht meins ist aufziehen und dafür da sein. Ich bin stark daran interessiert unsere Ehe weiterzuführen. Es ist komisch, krank, dumm, naiv, was auch immer. Ich liebe sie immer noch. …

Ich bitte um Kommentare, Aussagen wie Ihr das seht.

Meine Antwort dort dazu:

Hi wirrwarr2013,

es gibt einige Paare, die nach langer Beziehungsdauer den Kick suchen und z.B. einen ONS, eine Affäre oder gar einen Swingerclub besuchen. Manche sind dann offen und ehrlich mit einander, andere machen es heimlich. Bei Deiner Geschichte ist für mich nicht ersichtlich, ob ihr beide dann das Abenteuer gemeinsam gewagt hattet oder nicht. Wenn ja, dann stellt sich mir die Frage, ob sie ihre Affäre von dem Abenteuer her kennt. Wenn sie heimlich eine Liebschaft hatte, kann ich Dir nur davon abraten, Dich jemals wieder auf sie einzulassen. Wer einmal fremdgeht, wird wahrscheinlich es auch wieder machen.

Ganz heftig läuteten bei mir die Alarmglocken, als ich las, dass sie sich von Dir und damit von der Institution Familie abgewendet hat. Offenkundig sah sie keinen Wert mehr darin. Doch jetzt, wo Du wieder mehr als Versorger in Frage kommst, wird sie vielleicht nur genau deswegen zugreifen.

Was ist mit dem Kind, was nun kommen wird. Möchtest Du – falls sie es wünscht – das Kind als Kuckuckskind aufziehen, sprich ihm vormachen, dass Du der Vater seist? Gesetzlich wirst Du es ja dank des altmodischen Paragraphen 1592 BGB Abs.1 eh werden. Kinder haben das Recht auf Identität und ein wichtiger Bestandteil der Identität ist die leibliche Abstammung. Das Recht ist in den UN-Kinderrechtskonventionen im Paragraphen 8 festgeschrieben. Nur kennt fast kein Mensch diesen.

Bedenke, dass mit der Geburt des Kindes die Zweijahresfrist zur Vaterschaftsanfechtung beginnt, da Du ja bereits einen Zweifel an Deiner Vaterschaft bzw. Kenntniss über Deine Nichtvaterschaft hast. Danach wirst Du für immer der Zahlesel bleiben.

Mein Tipp: Mache gleich nach der Geburt die Vaterschaftsanfechtung, damit Du nicht der gesetzliche Vater des Kindes bist. Du kannst – wie in anderen Patchworkfamilien auch – der gute Stiefvater sein. Lass dem Kind seinen Vater, ob er es will oder nicht, ist völlig unbedeutend. Der Staat wird Deiner Frau und dem Kind schon helfen, dass der Vater des Kindes zumindest finanziell zur Verantwortung gezogen wird.

Was ist, wenn der Vater des Kindes Umgang mit seinem Kind möchte? Wirst Du Dich dann der Vater-Kind-Beziehung in den Weg stellen, so wie es gerade Andreas Haft erleben muss?

Hier seine Geschichte, aus der Sicht des Vaters.
https://kuckucksvater.wordpress.com/2012/10/01/meine-tochter-ist-ein-kuckuckskind-meine-tochter-soll-kein-kuckuckskind-sein-teil-6-von-andreas-haft/

Im Kuckucksvaterblog werde ich über Deinen Fall berichten, mal sehen, wie dort die Reaktionen sein werden.

Wie seht ihr das und was ratet ihr ihm? Was sollte er tun?

Quelle: Forum Gofeminin.de

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe gefunden hatte, habe ich dieses Blog gegründet. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Gesellschaft über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither sind sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern entstanden. Der Austausch mit ihnen hat mir geholfen, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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3 Antworten zu Mit der Idee vom Swingerclub fing es an … – Ehefrau schwanger von Affäre

  1. Hakort schreibt:

    Ihr wart einfach zu jung. Ich kann Euch beide unglaublich gut verstehen. Die Vaterschaft
    würde ich nicht anfechten, aber mit Deiner Frau ganz offen darüber reden, ob Eure Bezie-
    hung noch Sinn ergibt oder ob Ihr Euch nicht einmal trennt, probeweise. Vielleicht braucht
    Ihr einfach Abstand. Könnt Ihr noch glücklich mit einander werden oder nicht. Auf die
    Frage werdet Ihr eine Antwort finden müssen.

  2. Alfred Mignon schreibt:

    Es ist sicher sinnvoll, unterschiedliche Meinungen zu haben und gerade jemand wie Max kann zu der Problematik von Wirrwarr2013 sicher viel beitragen. Aber trotzdem kommt mir der Rat zu einseitig vor. Als professioneller Seelsorger war ich in vierzig Jahren nicht einmal mit einer solchen Situation konfrontiert, bin also blutiger Anfänger in dieser Hinsicht. Mir ist aber anders zumute als dem erfahrenen Kuckucksvater. Ich würde anders raten:
    Geht offen und ehrlich miteinander um. Lügt weder das Kind an noch euch als Partnern gegenseitig was vor. Entscheidet mit rechtlichem Beistand, ob die Vaterschaft abzuweisen das sinnvolle Vorgehen ist oder nicht. So eine Rechtsberatung kann nicht die Welt kosten, jedenfalls weniger als spätere Streitigkeiten. Wegen der Kinder vor allem, muss die Doppeldummheit (1. Fremdgehen ohne Durchblick, 2. mangelnde Verhütung) nicht noch mit einer (teueren und schmerzhaften) Trennung gesteigert werden. Vertrauen basiert auf Offenheit und kann damit auch wieder hergestellt werden. Vergebung, persönlich und geistlich, ist eine Voraussetzung für diesen anspruchsvollen aber lohnenden Weg. Unterstützt von einer Paartherapie und dauerhaften Begleitung kann sehr wohl ein Neuanfang gelingen. Das ist schwere Arbeit, aber Trennung und getrenntes Weiterleben ist auch kein Zuckerschlecken, schon gar nicht für die nächste Generation. Ehrlichkeit, Offenheit und Demut sind vorauszusetzen und immer wieder herzustellen, wenn dieses Vorhaben gelingen soll. Ich kann nur dazu drängen, diese Option zu prüfen!

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Hallo Alfred,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. In den meisten Punkten sind wir somit einer Meinung. Lediglich in der Frage der Vaterschaftsanfechtung sind wir es nicht. Es ist grundsätzlich bedenklich, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz die schwarze Adoption legal ist. Wer ein Kind adoptieren (annehmen) möchte, der sollte auch den dafür vorgesehenen Weg gehen – ganz offiziell und somit dokumentiert. Durch ein offizielles Adoptionsverfahren kann – sofern der leibliche Vater angegeben und ermittelt wurde – sichergestellt werden, dass der leibliche Vater kein Interesse daran hat, für sein Kind dazusein. Ohne ein solches Verfahren, ist die Vaterschaft willkürlich und nach meinem Rechtsempfinden ein Verstoß gegen mehrere Grundgesetze und Menschenrechte.

      Es ist gut, von Dir Deine Position zu erfahren. Sie gibt mir die Möglichkeit, meine Meinung zu hinterfragen und erneut auf den Prüfstand zu stellen. Auch fatherleft, der bei anderen Artikeln jüngst kommentierte ist mir mit seiner gegensätzlichen Meinung dabei eine Hilfe. Ein Danke an dieser Stelle.

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