Schauspieler Bernd Herzsprung – Identitätsraub am Sohn nach 21 Jahren aufgeflogen


Bernd Herzsprung im Fotostudio - © Futur Film / Foto: Miko Ramelow

Bernd Herzsprung beim Fotoshooting von Futur Film GmbH © Futur Film / Foto: Miko Ramelow http://www.mikographie.com/

Bernd Herzsprung – Affäre – München – Marvin Eckert – vaterlose Kindheit – In den Klatsch- und Tratschecken dieser Republik finden sich immer wieder Schicksale, die in ihrer Tragweite für die Betroffenen in der schnöden Jagd der Regenbogenpresse nach Promischlagzeilen unterzugehen drohen und eines genaueren Hinsehens bedürfen:

Wie dieser Tage bekannt wurde, hat Schauspieler Bernd Herzsprung vor 22 Jahren bei einer außerehelichen Affäre ein Kind gezeugt und es über all die Zeit verleugnet. Auch wenn er in einer Stellungnahme über seinen Anwalt nun den „Überraschten“ gibt und sich großmütig „zu seinem Sohn bekennt“, schien er doch von

Anfang an gewusst zu haben, dass er vor 21 Jahren Vater eines Jungen geworden ist. Sein Sohn Marvin Eckert (21) berichtet jedenfalls, dass er ihm bei ihrem ersten gemeinsamen Treffen erzählt habe, dass Herzsprung die Mutter seinerzeit kurz nach der Entbindung in der Klinik besucht habe. Dass Marvin erst vor vier Jahren davon erfuhr, wer sein Vater ist und er sowohl unter der vaterlosen Kindheit als auch unter dieser späten Wahrheit gelitten zu haben schien, gibt er zwar nur zwischen den Zeilen zu. Dass dem aber so ist und er wohl dieselbe emotionale Achterbahnfahrt durchmacht wie viele andere sogenannte „Kuckuckskinder“ auch, wird in den unterschiedlichen Artikeln der Mainstream-Presse aber doch immer wieder recht deutlich:

TZ München: Der junge DJ arbeitet seine autobiografische Geschichte und die Kindheit ohne Vater in seinem neuesten Album „Die Offenbarung“ auf. Da fallen Zeilen wie „… und auch wenn meine Mama mich getröstet hat, warum warst du weg?“ Marvin wünscht sich aber auch eine Familienzusammenführung: „Ich will dich kennenlernen und auch die Halbgeschwister.“

BUNTE: Marvin sagte, seine Mutter Angela habe ihm vor vier Jahren offenbart, wer sein Vater sei. Er habe dann irgendwann beschlossen, ihn auf eigene Faust kennenzulernen. „Ich konnte einfach nicht mehr so weiterleben.“ Er habe seinem Vater einen Brief geschrieben, anschließend hätten sich beide am Tegernsee getroffen.
„Es war eine komische, unerklärliche Situation“, erinnerte sich Marvin. „Zuerst habe ich geschaut, was ich von ihm habe: seine Gesichtszüge, wie er lacht, wie er seine Hände bewegt – alles sieht genauso aus wie bei mir.“ Herzsprung sei nicht überrascht über seinen Sohn gewesen. „Nein, er hat mir sogar erzählt, wo ich gezeugt worden bin und dass er uns nach der Entbindung im Schwabinger Krankenhaus besucht hat“, sagte Marvin. Er sei nicht enttäuscht, dass sein Vater sich nie bei ihm gemeldet habe.
„Ich würde ihm mein Herz geben, es für ihn aufschließen, wenn er seines öffnen würde. Aber das tut er noch nicht.“ Jetzt freue er sich auf seine Stiefschwestern Hannah (32) und Sara (34) und ändere seinen Namen ab sofort in Herzsprung, erklärte der 21-Jährige.

Focus: „Die erste Frage war, als ich ihn zum allerersten Mal in meinem Leben am Telefon hatte, wieso ich ihn über eine Zeitschrift kontaktieren würde. Ich meinte, dass es anders nicht funktioniert hatte. Dazu sagte er dann nichts“, sagt Marvin. …
Marvins Mutter wollte, dass er vor der Öffentlichkeit geschützt werde und das habe Bernd Herzsprung respektiert, berichtet der 21-Jährige weiter. … Bereuen würde er die Kontaktaufnahme trotzdem nicht, meint er. Er rät sogar jedem, der sich in einer ähnlichen Situation befindet, das Selbe zu tun: „Jedes Kind hat das Recht, seine Eltern kennenzulernen“.

Der Kuckucksvater-Blog wünscht Marvin auf seinem Weg zur Identitätsfindung alles Gute und einen Vater, der sich (endlich) dafür öffnet.

Katia Miko R.

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