Wie Du mir, so ich Dir – Gedanken einer jungen Mutter – Spiegelwelten Teil 29


Femenwerbebild - Feme, die die angeschnitten Hoden hochhält

Femen sind wohl die extremste Form von Feministinnen – Doch so weit von den üblichen Feministinnen á la Alice Schwarzer sind sie mit ihrem Gedankengut nicht enfernt. – http://www.berufszyniker.com/2013/02/ein-paar-worte-zu-den-femen/

Kuckuckskind – Radikalfeministin – Anwältin – Beichte / Autorin – Claudia Knieriem – Wie hatte alles nur so kommen können? Haben wir uns je geliebt?

Wahrscheinlich siehst Du Dich nun als triumphalen Sieger, nachdem Du mich und unsere Tochter so radikal vor die Tür gesetzt hast. Dein blödes Grinsen wird Dir schon noch vergehen. Zu gerne wäre ich dabei, wenn Du den Brief von meiner Anwältin in Händen hältst.

Ich gebe zu, ein wenig mulmig ist mir schon, Dich darin zu beschuldigen, mich geschlagen zu haben. Die Rechtsverdreherin hat mir die Worte nahezu in den Mund gelegt, es wäre äußerst schwer für Dich, das Gegenteil zu beweisen. Und wenn

eine Beschuldigung erst einmal ausgesprochen ist … Sie hat ausreichend Erfahrung auf dem Gebiet, hat sich als „Frauen-Anwältin“ einen Namen gemacht und ist selbst betroffen (es wird gemunkelt, sie sei bereits dreimal geschieden) – bei den Männern ist sie verhasst, gilt als radikalfeministisch. Doch was interessiert mich das?! Ich will Dich nur noch loswerden, es Dir heimzahlen. Und dazu ist mir jedes Mittel recht.

Allmählich frage ich mich allerdings auch, was das Ganze noch soll? Warum ich nicht in der Lage bin, Dir reinen Wein einzuschenken. Anfänglich war es die Angst alles zu verlieren – und immer noch bin ich mir nicht sicher, wer denn nun der Vater meines Kindes ist. Wäre jetzt nicht der ideale Zeitpunkt, Dir zu beichten? Doch wie stünde ich dann da? Nein, wer sich einmal entschieden hat zu schweigen, ein Konstrukt zu bauen, der muss dabei bleiben. Es ist meine Wahrheit. Punkt.

Seit einiger Zeit hat sich allerdings eine neue Angst dazu gesellt. Was, wenn Ihr zwei Männer Euch über den Weg lauft oder gar verabredet? Reinen Tisch unter Männern macht? Und er Dir vielleicht erst den Floh ins Ohr setzt, die Kleine könnte möglicherweise nicht Dein Kind sein, sondern seines?

Hört das denn nie auf? In meinem Kopf dreht sich alles. Welcher Weg? Welcher Weg ist der richtige, der einfachere? Was soll ich nur tun? Ist das jetzt Panik? Nur eine beschissene Nacht … mit solch fatalen Folgen.

Das Gequake meiner Tochter reißt mich aus meinen düsteren Gedanken. Sie weint viel in den letzten Tagen, wirkt ganz unzufrieden, schläft unruhig.

Du hast sie immer sofort beruhigen können, hast ihr mit Deiner grenzenlosen Geduld den kleinen Bauch massiert. Mir fehlt einfach die Ruhe dazu. Und das spürt sie. Dass ich sie nicht wirklich zu trösten vermag macht mich traurig, ihr Schreien raubt mir zudem den letzten Nerv. In diesem Moment vermissen wir Dich beide.

© Claudia Knieriem Juli 2013

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Fortsetzung Dann halt gerichtlich! – Gedanken eines jungen Vaters – Spiegelwelten Teil 30

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Spiegelwelten – Serie im Kuckucksvaterblog – Kuckucksmutter und Scheinvater berichten aus ihren jeweiligen Welten

Spiegelwelten ist eine fiktive Geschichts-Serie von Claudia Knieriem und Max Kuckucksvater. Das Paar dieser Geschichte wird – jeder für sich – aus der ganz eigenen Welt über die selben bzw. mit einander zusammenhängenden Momente erzählen und darin sich einander spiegeln.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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