Heimlicher Vaterschaftstest zum Geburtstag – Gedanken eines jungen Vaters – Spiegelwelten Teil 16


Vaterschaftstest

Ein heimlicher Vaterschaftstest zum Geburtstag von meinem Vater.

Kuckuckskind – Vaterschaft unklar – heimlicher Vaterschaftstest – Geburtstagsfeier – Geschenk / Spiegelwelten – Serie – Unsere kleine Prinzessin ist nun schon 3 Monate alt und lässt uns nachts kaum schlafen. Dafür schläft sie dann am Tag viel. Der Kinderarzt hatte auch

nichts weiter zu raten, als der Kleinen bei ihren Koliken den Bauch zu massieren und zeigte, wie es geht. Es hilft nur bedingt.

Zu meinem Geburtstag kommen die üblichen Verdächtigen. Meine und deine Eltern, mein bester Freund und mein Bruder, der die Kleine nun zum ersten Mal sieht.

Anders als sonst hast Du diesmal nicht die Geburtstagstorte selbst gemacht, sondern eine Fertigtorte von Aldi auf den Tisch gestellt. Liebloser geht es kaum. Ausgerechnet meine Mutter muss es mit einem “Hätte ich das geahnt, dann hätte ich für Dich einen Kuchen gebacken! Noch nicht einmal Kerzen darauf!” kommentieren. Du verdrehst die Augen, stehst kommentarlos auf und tust so, als wenn Du noch etwas in der Küche zu holen hättest und gibst mir die Kleine in meine Arme.

Mein Bruder erzählt viel von seinem USA Aufenthalt und dass er von der Muttergesellschaft angeboten bekommen hatte, ganz und nicht mehr nur projektbezogen in New York zu arbeiten. Doch mir gleiten immer wieder meine Gedanken weg, hin zu unserer Situation. Meine Zweifel, dass die Kleine nicht mein Kind sein könnte, sind wieder da und ich habe keinen blassen Schimmer, wie ich es Dir verklickern kann, dass ich einen Vaterschaftstest machen möchte, ohne dass Du ausflippst.

Inzwischen sind alle verschwunden, nur Vater will noch etwas länger bleiben und bittet Dich, Mutter nach Hause zu bringen. Es läge ja so oder so auf dem Weg zu Deinen Eltern. So sitzen wir nun auf ein paar Bier alleine im Garten und schauen schweigend auf den Waldrand. “Ich habe Dir noch gar nicht mein Geschenk gegeben!” unterbricht er die Stille salop und zieht ein kleines Päckchen hervor. “Ihr habt mir doch schon das Buch geschenkt.” erwidere ich und nehme das Geschenk überrascht entgegen und öffne es gleich. “Ein Vaterschaftstest-Set von einem Wiener Labor?” “Ja, mache endlich diesen Test. Dann kannst Du Dir endlich sicher sein, dass Du wirklich der Vater von der Kleinen bist. Aber ich sage Dir, die ist niemals von Dir, sie hat mit Dir keinerlei Ähnlichkeit und bitte komme mir nicht wieder mit dem krummen Zeigefinger.” Ich sichere ihm zu, dass ich den Test machen werde und keinen davon wissen lasse.

Danach rufe ich ihm ein Taxi und frage mich, wo Du denn bleibst und wechsele unserer kleinen Prinzessin die randvolle Windel.

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Fortsetzung Leben in Ketten – Gedanken einer jungen Mutter – Spiegelwelten Teil 17

Hier geht es zum vorangegangen Teil von ihr: Du gehst mir auf die Nerven – Gedanken einer jungen Mutter – Spiegelwelten

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Logo der Kuckucksvaterblog-Serie Spiegelwelten

Spiegelwelten – Serie im Kuckucksvaterblog – Kuckucksmutter und Scheinvater berichten aus ihren jeweiligen Welten

Spiegelwelten ist eine fiktive Geschichts-Serie von Claudia Knieriem und Max Kuckucksvater. Das Paar dieser Geschichte wird – jeder für sich – aus der ganz eigenen Welt über die selben bzw. mit einander zusammenhängenden Momente erzählen und darin sich einander spiegeln.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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