Ein Millionär wollte meinen Sohn adoptieren – von Kindsmutter Mandy – Geschichten aus den Kommentaren


Brio Bahn - der Klassiker unter den Holzspielzeugen - Foto: Liane Scholl

Brio Bahn – der Klassiker unter den Holzspielzeugen – Foto: Liane R. Anderson

Millionär – Adoption – leiblicher Vater – Beim Durchstöbern im Kuckucksvaterblog blieb meine Aufmerksamkeit diesmal bei einem interessanten Kommentar von Mandy Gerstenberger hängen. Sie äußerte sich zu dem Bericht „Ich konnte das nicht zulassen – So bewahrte ich einen Mann davor, ein Kuckucksvater zu werden – von Sascha J.*“, den Max Kuckucksvater veröffentlicht hatte.

In den Kommentaren hinterließ Mandy Gerstenberger eine bemerkenswerte Anmerkung:

Das ist schon irre wie man als Mutter … mehr Geld…als die Wahrheit fürs Kind möchte…für mich unbegreiflich! Ein Kind sollte immer

wissen wer die richtigen Eltern sind. Also ganz ehrlich was nützt einem etwas mehr Geld…um dafür ein Leben lang sein Kind anzulügen…etwas vorzumachen?! Für mich undenkbar…nicht nur das es echt schuftig und gemein dem Kuckucksvater gegenüber wäre und dem richtigen Vater Lebensglück vorenthalten würde…nein es wäre einfach eine so schlimme Lebenslüge fürs Kind…und wie ein Schlag ins Gesicht…fürs Kind…falls mal irgendwie die Wahrheit raus käme…dem Kind würde dann der Boden unter den Füßen weggezogen werden…und würde man dies alles tun wenn man sein Kind wirklich lieben würde und Respekt anderen Gegenüber hätte…Nein mit Sicherheit nicht !

Als ich damals meinen Sohn geboren hatte….zog der Vater meines Sohnes lieber zurück zu Mama und Oma…er sagte es ist ihm einfach zu stressig…und das alles wäre nichts für ihn…obwohl er eigentlich die Familie gründen wollte…er sagte wir Beide wären für ihn gestorben…und er zog aus…
Es ergab sich für mich eines Tages die Chance das sich ein Millionär für mich interessierte…er war auch total vernarrt in meinen Sohn…und sagte auch das er gern die Vaterschaft anerkennen würde…und es meinem Sohn dadurch finanziell mal richtig gut gehen wird…Zeit seines Lebens…selbst da…sagte ich “NEIN DANKE” ich zeigte meinem Sohn immer Fotos von seinem richtigen Vater…der ein “kleiner ” Landwirt dagegen war…der oft zwischendurch auch arbeitslos war…aber was interessiert das denn?! Viele Menschen müssen mit wenig Geld auskommen…und sind trotzdem glücklich…denn sie haben ja Freunde und Familie…und ein Kind darf es nicht interessieren wie viel die Eltern auf dem Konto haben…Hauptsache die Eltern lieben das Kind…also habe ich nie hinterm Berg gehalten wer der richtige Vater von meinem Sohn ist… ich habe viele Jahre immer wieder versucht das sein richtiger Vater auch mal Interesse an unserem Sohn zeigt…und das unser Sohn wegen dem Desinteresse vom Vater nicht völlig resignierte…
Mittlerweile haben sie schon paar Mal mit einander telefoniert…aber ich glaube so langsam ist der Zug für eine feste innere Bindung abgefahren…sonst hätten die Beiden sich sicher auch schon längst mal getroffen…

Man siehst also es geht auch andersrum… es gibt leider solche Mütter die Kinder “unterschieben” sich einfach so schuftig verhalten aber es gibt auch Väter die gar keinen Bock auf den Nachwuchs haben.

Also ich finde es super das er/ Du wie auch immer….diese ganze Lüge aufgedeckt hat…und somit einen Kuckucksvater vor Ärger, Stress und vielleicht sogar vor finanzieller “Schröpfung” bewahrt hat…aber noch viel wichtiger…sozusagen den gemeinsamen Zukunftsweg für zwei Menschen ,Sohn und Vater… geebnet…den sie ohne Ihn / Dich gar nicht erst gefunden hätten…also wenn es nicht nur aus unbewusster Rache…der Ex gegenüber aufgedeckt wurde…sondern wirklich zum Wohle des Kindes…dann muss ich sagen “meinen vollsten Respekt!!! ” Jeder der wissentlich der Lüge…anders handelt…hat einfach keinerlei Gewissen

Nachdem Mandy Gerstenberger ihren Sohn auf die Welt brachte, wurde sie vom Kindsvater verlassen. Er wollte sich dem angeblichen Stress nicht aussetzen. Dieser Vater zog aus und ließ seinen Sohn zurück. Die Verantwortung für sein Kind mochte der Mann, obwohl er eigentlich eine Familie gründen wollte, plötzlich nicht mehr übernehmen.

Irgendwann lernte die alleinerziehende Mutter einen Millionär kennen. Er war total vernarrt in ihren Sohn und schlug der Mutter vor, die Vaterschaft für dieses Kind anzuerkennen. Somit wäre dieser Junge finanziell abgesichert gewesen.

Aber Mandy Gerstenberger lehnte das reizvolle Angebot ab, um ihrem Kind den leiblichen Vater nicht vorenthalten zu müssen. Obwohl das Geld verlockend war und für das Kind eine ungeheure finanzielle Erleichterung gewesen wäre, entschied sie sich für die Wahrheit.

Ihr Sohn sollte die Gelegenheit haben seinen richtigen Vater zu kennen. Sie zeigte ihm deshalb immer Fotos von diesem Mann, der ihn gezeugt hatte.

Viele Jahre versuchte sie das Interesse beim Vater für sein leibliches Kind zu wecken. Mittlerweile haben Vater und Sohn schon einige Male miteinander telefoniert. Zu einem Treffen kam es bis jetzt aber leider noch nicht.

Trotz allem hat sie ihrem Kind von Anfang an die Wahrheit gesagt und ihm nie den leiblichen Vater verschwiegen. Obwohl sie die Möglichkeit gehabt hätte, das Kind einem reichen Vater unterzuschieben und ihren Sohn somit finanziell abzusichern, bewies sie Ehrlichkeit und Stärke. Auch wenn es vielleicht niemals zu einer engen inneren Bindung zum leiblichen Vater kommen wird, weiß der Junge auf jeden Fall wo seine Wurzeln sind.

Diese Mutter hat nicht, wie leider so unzählige Andere, aus Geldgier oder sonstigen Gründen ihr eigenes Kind belogen. Sie schenkte ihrem Sohn vollkommene Offenheit, was ihm mit Sicherheit auch eine gewisse Stärke für sein zukünftiges Leben mit auf den Weg gibt. Diese Mutter hat sich vorbildlich verhalten und dem Kind, seine Herkunft nicht vorenthalten.

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Erfahrungsberichte, die in den Kommentaren ein unbeachtetes Dasein fristen erhalten hier die Chance auf mehr Beachtung

Geschichten aus den Kommentaren – Serie im Kuckucksvaterblog

Hier eine Auflistung sämtlicher Artikel aus der Serie „Geschichten aus den Kommentaren„.

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Über Liane R. Anderson

Bin ich mit 44 Jahren noch einmal Tochter geworden? Ich wurde im Oktober 1967 geboren, bin verheiratet und habe zwei tolle Kinder. Mein gesetzlicher Vater war Alkoholiker und sehr gewalttätig. Schon früh übernahm ich die Verantwortung für meine Mutter und meinen Bruder und organisierte mit nur 13 Jahren, unsere Flucht aus dieser Hölle. Mit viel Ehrgeiz und Kampfgeist erschaffte ich mir ein schöneres Leben. Bis ein einziger Satz mir den Boden unter den Füßen wegriss und meine komplette Identität in Frage stellte.
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