Schwester von Kuckucksmutter sucht Euren Rat – Wie soll sie mit der Lebenslüge ihrer Schwester umgehen?


Kuckuckskind Fragezeichen aus Eier

Tante von Kuckuckskind sucht Rat

Kuckuckskindtante – Kuckucksmutterschwester / ratlos – ratsuchend / Kuckucksmutter – Scheinvater – Kuckuckskind. Was kannst Du der Kuckuckskindtante raten? Was hast Du  für Gedanken und Fragestellungen dazu? Wo siehst Du Schwierigkeiten für das Kuckuckskind und alle anderen Beteiligten? Bitte teile Deine ganz persönliche Meinung der Kuckuckskindtante mit.

Hallo, liebe Kuckuckskinder und -väter.

Ich(20,w) bin auf der Suche nach einem Rat und man hat mir empfohlen, ihn hier zu suchen.

Meine ältere Schwester hat zwei kleine Jungs (4 und 6 Jahre alt). Der offizielle Vater – ich nennen ihn hier der Einfachheit halber Keno – ist heute hier Exfreund, kümmert sich jedoch gern um seine Kinder.

Das Problem sieht wie folgt aus: Zwar ist der Ältere dem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten, der Jüngere jedoch schlägt in eine ganz andere Richtung. Und wir alle wissen, welche Richtung das ist.

Etwa ein halbes Jahr vor seiner Zeugung zogen meine Schwester und Keno in eine andere Wohnung. Der Vormieter – ich nenne ihn Thomas – war ein Mann, rund 10 Jahre älter als meine Schwester und ewiger Junggeselle, der sich offenbar sofort in sie verguckte. Zum Ärger Kenos kam er auch nach dem Umzug oft zum Kaffee vorbei, irgendwann traf sich meine Schwester auch so mal mit ihm.

Nach diesem halben Jahr des Kaffeetrinkens gab es einen großen Streit, Teller und Bücher flogen ebenso wie zahlreiche Flüche und Beleidigungen. Die Treue meiner Schwester wurde infrage gestellt, doch der Streit brachte keine Veränderung. Die Beziehung blieb trotzdem weiter bestehen.

Und plötzlich hieß es, sie sei schwanger. Wir alle fragten uns dasselbe, doch bis heute bestreitet sie sämtliche Vorwürfe.

Schließlich wurde der Kleine geboren. Er war schon zu seiner Geburt unheimlich süß, doch auch sehr zierlich. Sein Kinn war klein und war zunächst kaum zu sehen, die Augen riesig und er hatte eine breite, außergewöhnliche Stirn. Ich wusste sofort, an wen mich dieses Gesicht und dieser Körperbau erinnerte, doch ich hielt meinen Mund. Wer weiß, wie er sich entwickeln würde.

Doch zu meinem Unbehagen kam alles genauso wie ich es befürchtet hatte. Seine Augenfarbe blieb blau. Die von Keno ist braun, meine Schwester hat grüne, Thomas blaue Augen. Seine Gesichtszüge wurden definierter. Er bekam Haare und sie hatten denselben rötlich blonden Farbton wie Thomas. Er bekam Zähne und hatte denselben schiefen Eckzahn. Er begann zu laufen und zog seine Schultern ähnlich zusammen wie er.

Heute ist der Kleine die Liebenswürdigkeit in Person, kuschelt und strahlt und liebt Keno über alles. Doch er ist zu einer Miniaturausgabe von Thomas geworden. Für mich bestehen kaum Zweifel, aber meine Schwester weigert sich zu gestehen und einen Test zu machen. Ich glaube, Keno ahnt es auch, doch er scheint es zu verdrängen. Vielleicht hat er Angst, dass man ihm den Kleinen wegnimmt. Thomas hingegen fragt einmal im Jahr, wie es dem Kind ginge, mehr nicht.

Ich frage mich nun, wie ich damit umgehen soll. Was, wenn der Kleine mich mal fragt? “Wieso sehe ich so anders aus? Warum haben sich Mama und Papa ein paar Monate nach meiner Geburt getrennt?” Außerdem kommen meine Schwester und ihr heutiger Exfreund Keno nicht gut miteinander aus und ich habe Angst, dass sie irgendwann in die Offensive geht und ihr Geheimnis als Waffe einsetzt.

Wie würdet ihr euch als Tante verhalten? Ich weiß, er ist nicht mein Sohn, aber ich komme nicht gut damit zurecht, wie dieses Thema totgeschwiegen wird, wie jeder sich weigert zu sehen, dass der Kleine irgendwann Fragen stellen wird, dass er hören wird, was manche Leute tuscheln. Allerdings will ich die Beziehung zwischen ihm und Keno natürlich auch nicht gefährden, denn er ist ein absolutes Papakind.

Ich will das Richtige tun, doch was ist das Richtige?

Zu finden ist ihr Kommentar im Original im Gästebuch des Kuckucksvaterblogs

Advertisements

Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
Dieser Beitrag wurde unter Diskussionen, Geschichten, Kuckuckskind abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

20 Antworten zu Schwester von Kuckucksmutter sucht Euren Rat – Wie soll sie mit der Lebenslüge ihrer Schwester umgehen?

  1. julie schreibt:

    Ich kann den Ausführungen von Kuckucksverdacht nicht ganz zustimmen, dass ein Kind seinem Vater am wenigsten ähnlich schaut. Einer meiner Söhne ist genau das Ebenbild seines Vaters und das schon von Geburt an. Wir mussten immer lachen, weil es genau die Miniaturausgabe seines Vaters ist. Das hat sich bis zum heutigen Tage mit 37 Jahren nicht geändert. Chromosomen spielen sicherlich ihre ganz bestimmte Rolle, doch sie spielen eben nicht alleine und sind sicher von mehreren Faktoren abhängig.
    Zur Schwester der Kuckucksmutter würde ich dir nur den Rat geben, dich mit deiner Schwester vorerst alleine auseinander zu setzen, um zu erfahren, ob und wieviel Keno weiss oder wissen will. Erst dann mit beiden zusammen. Bei diesen Gesprächen sollte das Kind im Mittelpunkt stehen und nicht Familie oder Leute die hintern Rücken herumtuscheln, die wird es immer geben.
    Das Kind hat das Recht zu wissen wer sein leiblicher Vater ist, auch wenn man sich nicht öffentlich mit Gerichten, Jugendamt mehr herumschlagen will oder kann, muss die Wahrheit trotzdem am Tisch gelegt werden. Das kann man sehr gut auch familiär regeln und ohne Streit. Das Kind wird es dir danken, nicht sinnlos aus falscher Scham angelogen zu werden.

    Ganz liebe Grüsse julie

  2. gedankenknick schreibt:

    Also dem Herrn oder der Frau „Kuckucksverdacht“ unterläuft hier ein klassisches Missverständnis, wenn vermutet wird, dass nur das Y-Chromosom als Erbinformation vom Vater weitergereicht wird. Das ist natürlich Unsinn, weil:
    1) das Y-Chromosom „größtenteils nur“ das Geschlecht definiert. Ja, da liegen noch andere Informationen drauf, aber die sind in unserem Zusammenhang unwesentlich.
    2) natürlich ein kompletter halber Chromosomensatz vom Vater ans Kind übergeht – also alle Chromosomen von 1 bis 23 stammen einmal vom Vater und einmal von der Mutter – sonst könnten Töchter nicht den Vätern ähneln!
    Was richtig ist (so aber nicht angesprochen wurde), ist natürlich, dass etwas mehr Erbinformation des Kindes von der Mutter stammt als vom Vater – das liegt daran, dass die Erbinformation eines Menschen eben nicht nur aus den 46 Chromosomen besteht, sondern auch aus z.B. mRNA, mitochondrialer RNA und DNA-Fragmenten, die nicht im Zellkern „lagern“. Diese bringt aber nur die Eizelle mit, die Samenzelle hat solcherlei „Zusatzgepäck“ nicht dabei.

    Eine ganz andere Problematik ist der Gentest auf Verwandtschaft. Nicht umsonst ist seit mehreren Jahren eine „unbeteiligte Aufsichtsperson“ in das Probenahmeverfahren einzubeziehen, um Verstöße gegen das Persönlichkeitsrecht einer beteiligten Person zu unterbinden. Weiterhin sollte man bedenken, dass durch einen unsinnvollen Gen-Test eine (noch halbwegs) intakte Familienstruktur vollkommen zerstört werden kann. Drittens ist zu berücksichtigen, dass Gentests, welche sie nicht durch ein Gericht angeordnet wurden, eventuell jeglichen Anspruch auf ein Gerichtsverfahren verwirken (das hört sich total unlogisch an, ist aber nach deutschem Recht so).

    @“Schwester von Kuckucksmutter“ – Das Problem ist, dass es meines Erachtens nach kein „perfektes Richtig“ gibt, sondern dieses von der Situation abhängt – und sowieso 3 Leute 3 Meinungen dazu haben werden. Wenn Kuckucksmutter, Keno und die beiden Kinder mit der Situationhalbwegs glücklich sind, würde ich mich nicht aktiv von außen einmischen – zumal wenn Thomas keinen (zusätzlichen) Streß macht. Wenn Keno mich direkt auf das Problem ansprechen würde, würde ich ihm meinen Verdacht unter 4 Augen mitteilen und nicht lügen. Wenn das Kind mich ansprechen würde, würde ich mich an Kuckucksmutter wenden und ihr sagen, dass sie das gerne selber dem Kind erklären kann – und wenn sie das nicht macht und das Kind mich wieder fragt, würde ich da mit dem Kind drüber reden, weil mir keine Ausrede mehr einfällt. Da ich vermute, dass das Kind schon älter als 3 Jahre ist, ist eine Anfechtung der Vaterschaft durch Keno (meines Wissens nach gemäß der deutschen Rechtssprechung) eher aussichtslos geworden, wenn er die Vaterschaft bereits anerkannt hatte, da „verjährt“. Die Situation ist nicht einfach, aber ich bin immer dafür, das Problem durch „puschen von außen“ nicht zusätzlich zu verschlimmern…

    • Marcus Spicker schreibt:

      Hallo gedankenknick,

      vielen Dank für deinen fundierten und differenzierten Kommentar zu den beiden Themen. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer vielleicht folgender Konkretisierung: Die 2-Jahresfrist ist nicht absolut ( also ab Geburt des Kindes) zu sehen, sondern beginnt ab dem Zeitpunkt, zu dem der Berechtigte von den Umständen erfährt, die gegen die Vaterschaft sprechen. Dies dann auch glaubhaft nachzuweisen ist allerdings häufig die große Kunst für den Anfechtenden und sehr viele Anfechtungen scheitern daran, weil es für die Gegenseite meist ein Leichtes ist zu behaupten, Mann hätte es ja schon immer/länger gewusst…Auch das Kind hat mit Erreichen der Volljährigkeit neu das Recht die Vaterschaftsanfechtung von sich aus zu betreiben. Auch dann beginnt die Frist aber wieder erst nach Bekanntwerden von Umständen, die gegen die Vaterschaft sprechen, nicht absolut ab dem 18.Geburtstag zu laufen. Es ist also aus juristischer Sicht noch nicht zu spät dafür, aber Genaueres muss im Einzelfall ein erfahrener Familienrechtsanwalt wissen…

      • gedankenknick schreibt:

        Ich bin selber kein Jurist, und ich musste mich (glücklicher Weise) mit dem Thema nur im ZUsammenhang mit dem Verkauf von Vaterschaftstests beschäftigen, daher darf man meinen Kommentar nicht als juristische Beratung betrachten. Das mit den Verjährungsfristen ist eine sehr defizile Sache, bei der ich mich nicht auskenne, ich habe es nur der Vollständigkeit halber am Rande erwähnt. Schön, dass das noch besser herausgearbeitet wurde.

    • Bernd Plechatsch schreibt:

      Zu den „wissenschaftlichen Erörterungen“ zu Cromosomen, DNA, mRNA usw. usw. möchte ich mich gar nicht äußern. Das hat meines Erachtens auch nichts mit der eigentlichen Frage zu tun. Hier möchte jemand Ratschläge, wie man mit dieser Situation am Besten umgeht. Da gebe ich Dir dann bezüglich des letzten Absatzes, was das Verhalten betrifft, Recht. Nur der Punkt „Verjährung“ stimmt so nicht ganz. Es ist unerheblich, wie alt das Kind ist. Maßgeblich ist alleine die 2-jährige Frist von der Kenntnis der Schein-Vaterschaft für eine Vaterschaftsanfechtungsklage.
      Sollte sich Keno, der bestimmt auch Unterhalt für das Kind zahlt, entscheiden die jetzige Situation beibehalten zu wollen, so muß er sich darüber im Klaren sein, dass die o.g. Frist eine rote Linie ist. Nach diesen 2 Jahren ist und bleibt er der rechtliche Vater. Mit allen Konzequenzen. Selbst wenn dann festgestellt wird, das er nicht der biologische Vater ist, so wird er nicht nur zum Scheinvater sondern auch zum Zahlvater !
      Ansonsten bleibe ich bei meiner Aussage: „Die Wahrheit kommt irgendwann ans Licht. Und jeder hat das Recht auf Wissen seiner Abstammung“

      • gedankenknick schreibt:

        Das mit der Verjährungsfrist ist – wie gesagt – nicht mein Spezialgebiet. Ich bin da dumm und lasse mich gerne korrigieren. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass gemäß derzeit geltendem deutschen Recht der Rechtsanspruch überhaupt versiegt, wenn man einen illegalen(!) Vaterschafts(gen)test durchführen lässt – indem man z.B. gegen das Persönlichkeitsrecht EINES der Beteiligten – im Zweifelsfall auch der des Kindes, wenn einer der Erziehungsberechtigten der Probennahme nicht zustimmt – verstößt. Dies sollte man unbedingt bedenken.

        Das mit der Erbinformation, was durchaus schon eher in meinen Fachbereiich reinfällt, war einfach von so falsch von „Kuckucksverdacht“ dargestellt, dass ich das nicht unreflektiert stehen lassen konnte. Ich bitte um Verständnis, dass ich das korrigieren wollte – das tat mir weh wie eine entzündete Zahnwurzel… 😉

        • Max Kuckucksvater schreibt:

          @gedankenknick

          Die Geschichte rund um die DNA verstehe ich selbst auch nur so rudimentär, dass ich zwar sah, dass „kuckucksverdacht“ Falschinformationen streute und mich gezwungen sah, dem Einhalt zu gebieten, aber echt froh war, als Du die Informationen genauer gebracht hast. Also auch von mir herzlichen Dank für Deine Beteiligung.

        • evakuckuckstochter schreibt:

          Die entzündete Zahnwurzel hat mir auch sehr zu schaffen gemacht. Wie man soviel Halbwissen so überzeugt kundtun kann, tut schon körperlich weh :O

          • Kuckucksverdacht schreibt:

            Und wo ist der Beweis für Eure Weisheiten ,die ihr hier so offenherzig und weiterhin mobbend kund tut? Dann zeig doch mal die Ähnlichkeiten „Deiner sensationellen genetischen“ Vererbung Max …oder keine Eier wo? Danke

            • Max Kuckucksvater schreibt:

              Kuckucksverdacht,
              wenn wir Dir hier widersprechen und das Gegenteil aufzeigen, dann deswegen, weil wir Dir nicht zustimmen können. Fallst Du Dich dadurch gemobbt fühlst, kann ich Dir das Gefühl nicht nehmen. Dir ist aber freigestellt, Dich weiterhin hier zu beteiligen (gerne auch wieder mit anderem Namen, wie schon so oft) oder dahin zu gehen, wo Du Dich aufgehoben fühlst.

              Zum Thema Beweisführung: Wir und die Leser des Blogs sind nicht hier, um Dir und anderen ein Studium in Sachen Genetik zu vermitteln. Die hier geleisteten Kommentare sind mehr als ausreichend, um sich mit diesen Informationen eingehender auf anderen Seiten zu beschäftigen und dort weitere Informationen dazu einzuholen. Gedankenknick hat aus beruflichen Gründen die Kenntnisse und hat sie gut und freundlich und auch für Laien wie ich es bin anschaulich erklärt.

            • Marta Pandora schreibt:

              Dir Frage wie DNA funktioniert war auch nicht gestellt!

  3. Kuckucksverdacht schreibt:

    Genetisch ist es nicht möglich,das ein Junge TOTAL seinem Vater ähnelt…liebe Tante!Das Y Chromosom ist ein Microkleinod im Gegensatz zu dem einzig aktiven X Chromosom.XY hat ein Junge,XX hat ein Mädchen.
    Es ist allerdings möglich das sein einziges aktives X Chromosom quasi eine Generation übersprungen hat und der Verdacht nicht ganz ungerechtfertigt ist…aber UNBEDINGT zu klären ist.Somit ist die Ähnlichkeit zu suchen bei den Großeltern Mütterlicherseits….egal wie der Test ausfällt.Nur sehr wenige Erbanlagen vergibt das Y vom Papi…. dazu gehören auch manchmal Haare .Ein Gen-test ist absolut ratsam… und das reden drüber !
    Ganz der Opa oder Oma Mütterlicherseits ,mit einem kleinen Schuss Papa… und dieser Papa muß fest stehen.Er braucht es zur eigenen Identifikation…
    Rote Haare sind besonders,man muß schon dieses Merkmal besitzen in den Erbanlagen….kann aber wie gesagt „versteckt“ in den Genen der vorherigen Generationen liegen.
    Gerade diese Kinder sind besonders betroffen was Stigmatisierungen angeht…also fix zum Test .und seine wunderbaren roten Haare besonders lieben.Egal woher sie stammen…

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Also ich sehe exakt wie mein Vater aus. Bin also quasi eine Kopie von ihm. Ich weiß nicht, wo Du die These hernimmst, dass ein Kind seinem Vater nicht total ähnlich sein kann. Außer mir kenne ich noch eine Menge Kinder, deren Ähnlichkeit mit dem Vater so krass ist, dass viele sagen: „Ganz der Vater“.

      • Kuckucksverdacht schreibt:

        Das X-Chromosom besteht aus DNA mit über 150 Mio. Basenpaaren. In dieser Erbsubstanz finden sich etwa 2.000 Gene (alle Chromosomen gemeinsam haben etwa 25.000 Gene) und ansonsten viele nicht-codierende repetitive DNA-Sequenzen. Nur die wenigsten der auf dem X-Chromosom gelegenen Gene sind entscheidend für das Geschlecht, viele erfüllen andere Aufgaben. Das X-Chromosom ist viel größer als das Y-Chromosom und verfügt über eine größere Menge an aktivem Euchromatin.Das y entscheidet vor allem das männliche Geschlecht und es ist noch NICHT eindeutig bewiesen was dieses Chromosom noch vererben kann.

        Bei Frauen bzw. weiblichen Embryonen wird schon in der frühen embryonalen Entwicklung im Zellkern nahezu aller somatischer Zellen per Zufall eines der beiden X-Chromosomen durch DNA-Methylierung inaktiviert, das zweite X-Chromosom bleibt aktiv.
        Lieber Max,es ist ja schön zu wissen das Du Dich mit Deinem Papa identifizieren kannst…manche Menschen haben genetisch kaum Ähnlichkeiten zu ihren Eltern.
        Darum ist Aufklärung auch so wichtig…wenn sie denn richtig ist!

        • Max Kuckucksvater schreibt:

          Kuckucksverdacht, nach diesem Satz von Dir „manche Menschen haben genetisch kaum Ähnlichkeiten zu ihren Eltern“ müssten wir sämtliche Vaterschafts- und Verwandschaftstest über Bord werfen.

          Wenn man Texte kopiert und irgendwo als sein eigenes „Gedankengut“ zum Besten gibt, so bietet es sich an, es wenigstens zu verstehen, was man da verbreitet. Dumm, wenn man dann in einem Nachsatz dieses „Wissen“ ad akta führt und zeigt, dass man aber auch gar nichts von der Materie verstanden hat. Ich schreibe das hier weniger für Dich, sondern mehr für andere, damit nicht unsere Leser mit Falschinterpretationen gefüttert werden.

        • evakuckuckstochter schreibt:

          Hallo Kuckucksverdacht, was du da schreibst, ist absoluter Humbug. Es kommt ja nicht nur das Y-Chromosom vom Vater, sondern noch 22 andere, die jede Menge Erbinformationen tragen. Und wenn viele der Informationen vom Vater dominant sind, kann es natürlich sein, dass ein Sohn seinem Vater total ähnlich ist. Informier dich nochmal über Vererbung und gib nicht dein Pseudowissen kund.

          So, und jetzt zu dir, liebe Kuckuckstante. Ich denk, du solltest den Exfreund deiner Schwester drauf ansprechen. Deine Schwester leugnet ja anscheinend alles. Wenn er den Tipp bekommen hat, muss er selbst entscheiden, wie er damit umgeht… Aber ich hab auch leicht reden… Ich weiß selber, wie schwer das ist und tu mich schwer, sowas anzusprechen…

      • Marta Pandora schreibt:

        Dem kann ich nur zustimmen, Max ! Ich sehe meinem Vater auch sehr ähnlich, schade dass ich das vorhandene Foto nicht posten kann 🙂

  4. Marta Pandora schreibt:

    Hallo
    Auch ich möchte mich den Kommentaren von Bernd und Immo anschließen.
    Ich finde es eine absolut gute Haltung von dir, dass du Stellung nimmst und dich für das Kind einsetzt, er hat das Recht auf Kenntnis seiner Abstammung. So wie du schreibst sieht er seinem vermutlichen Vater sehr ähnlich, es wirft Fragen auf, spätestens wenn der Kleine zur Schule geht oder oder… Ich habe auch erst im Erwachsenenalter erfahren dass mein Vater nicht mein Vater ist!
    Ich bin auch der Meinung, das Gespräch mit deiner Schwester zu suchen, eventuell kannst du sie auf diesen Blog verweisen.
    Alles Gute

  5. luenzer schreibt:

    Als Kuckuckskind kann ich Bernd nur zustimmen.
    Nicht die Tatsache ist das eigentlich Schlimme, sondern das Verschweigen!
    Jeder Mensch will wissen – muss wissen, woher er stammt!
    Ich bin fest davon überzeugt, dass es ein Grundrecht für jeden gibt, zu wissen, wer seine Mutter und sein Vater sind. Und dieses Recht eines jeden Kindes sollte noch vor dem Anspruch des Vaters oder der Mutter stehen, hier – aus welchen Gründen auch immer – zu schweigen.
    Manche Psychologen sagen, dass ‘Nichtwissen das (Familien-)Leben leichter machen kann’ – aber jedes Kind hat das Recht, nicht mit einer Lebenslüge aufzuwachsen. Ich persönlich habe über vier Jahrzehnte sehr unter einer solchen Lebenslüge gelitten (weil es da natürlich viele Nebenwirkungen gibt), bis ich (erst mit 42 Jahren) herausbekam, wer mein eigentlicher Vater ist.
    Also ich kann nur empfehlen, Deine Schwester und Keno immer wieder auf diese Problematik und den Grundsatz, dass jeder Mensch wissen will, wer die ‚Erzeuger‘ in Wahrheit sind anzusprechen, auf unseren Blog hinzuweisen oder ihr ein Buch zum Thema zu schenken:
    z. B. ‚Kuckuckskinder, Kuckuckseltern‘, ein Sachbuch von Simone Schmollack
    oder ‚Kuckuck – Leben mit der Lüge‘, ein Roman von Dagmar R. Rehberg –
    oder ein Buch über Familiengeheimnisse.
    Alles Gute, viel Glück und Geduld dabei!

  6. Bernd Plechatsch schreibt:

    Hallo. Ich habe mit großen Interesse Dein Problem gelesen. Es ist fürwahr eine einfache Frage, mit schwierigen Antworten. Zumal es ja die „richtige“ Antwort sein sollte. Doch ob sie richtig ist, kann nur die Zukunft zeigen. Ich als Kuckucksvater, der nach über 36 Jahren erfahren hat, dass seine Tochter nicht die leibliche Tochter ist, kann Dir nur eine Antwort geben. Die Wahrheit ist wie so oft, auch hier der richtige Weg.
    Da aber wie es scheint alle Beteiligten nur Vermutungen oder Indizien haben, kann nur ein Vaterschaftstest einen entgültigen Beweis erbringen. Das setzt natürlich voraus, dass der Vater (Keno) damit einverstanden ist. Hat er auch eine Vermutung ? Denn er ist es, der die Sache ins Rollen bringen kann. Inwieweit er dazu bereit ist -mit allen daraus resultierenden schmerzlichen Ergebnissen- kann ich nicht sagen.
    Das Kind wird irgendwann (so wie bei mir) selbst merken, dass mit seinem „Vater“ etwas nicht stimmt. Und spätestens mit erreichen der Volljährigkeit kann dann das Kind selbst diesbezüglich eine Klage einreichen. Und wie muß es sich dann fühlen, jahreland angelogen worden zu sein!
    Als Aussenstehender kann ich Dir nur den Rat geben, das Gespräch sowohl mit Deiner Schwester als auch mit Keno zu suchen. Das Kind sollte dabei immer im Vordergrund stehen. Es hat ein Recht auf Wissen seiner Identität !

    Ich hoffe, Du erhälst hier im Blog weitere Ratschläge und wünsche Dir, dass du für deinen Neffen auch weiterhin ein gute Tante sein wirst !

Was ist Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s