Ich wurde zur Adoption freigegeben – von Dietmar aus Magdeburg – Geschichten aus den Kommentaren


Steve Jobs auf der 2010 Worldwide Developers Conference

Steve Jobs lernte seinen leiblichen Vater nie kennen – © Foto: Matt Yohe

Erlebnisberichte – Geschichten – Erfahrungsberichte – Kommentare / Serie – Blog – Heimkind – Adoption / Deutschland – Berlin – Magdeburg – Beim Bericht von Marcus Spicker, mit dem Titel „Steve Jobs lernte seinen leiblichen Vater nie kennen“, habe ich einen Erfahrungsbericht in den Kommentaren gefunden. Diesen Kommentar, der gleichzeitig eine verzweifelte Suchaktion beinhaltet, schrieb Dietmar Pobitschka aus Magdeburg.

Ich heiße Dietmar und bin 1964 in Berlin geboren. Ich wurde dann auch zur Adoption frei gegeben, aus Gründen die mir nie gesagt worden sind. Bei mir ging es in der 4. Klasse dann richtig zur Sache. Ich wurde von meinen Mitschülern so richtig gehänselt und Beschimpft wie zum Beispiel: HEIMKIND und dich haben sie doch beim Betten machen gefunden: Du bist ein nichts. Das war auch sehr schwer für mich.

Ich hatte damals aber schon einen richtigen Freund der auf meiner Seite stand und ich glaube der hat mir sehr geholfen, damit ich das alles überstehe. Wir haben heute noch guten Kontakt obwohl er in Berlin wohnt.

Mein ganzes Tun, um meine Mutter zu finden ergab leider nicht den richtigen Erfolg.

Ich bin 1964 in Berlin geboren. Meine Mutter heißt Karin Hellena Lenk und ich soll auch noch eine Schwester haben die ein paar Jahre älter sein soll.

Ich wende mich nun an sie und hoffe das sie mir weiter helfen können ?????

Ich lebe jetzt in Magdeburg. danke schon mal im voraus !!!!!!

Bis dann Ihr Dietmar

Kinderbett mit Gittern im Kinderzimmer

Wenn das Kinderbett nicht im Haus der Familie steht, sondern bei ganz anderen Leuten, dann ist stets ein Drama für das Kind damit verbunden

Dietmar wurde zur Adoption frei gegeben. Schon in der Grundschule hänselten ihn deshalb seine Mitschüler fürchterlich. Schreckliche Beschimpfungen prasselten damals auf ihn nieder. Dietmar litt schwer darunter, weil die Anderen ihn als ein „Nichts“ darstellten.

Zum Glück hatte er einen richtigen guten Freund, der ihm hilfsbereit zur Seite stand. Durch ihn konnte das Adoptionskind die schlimme Zeit besser überstehen. Noch heute, als Erwachsener, hat Dietmar zu diesem guten Freund Kontakt.

Von den Eltern verstoßen und in der Kindheit als Außenseiter behandelt. Eine brutale und erschütternde Lebenserfahrung für Dietmar. Verzweifelt versuchte er seine Mutter zu finden, jedoch leider bis jetzt ohne Erfolg.

Aufgrund seiner Adoption, hatte er niemals die Möglichkeit seine Wurzeln kennen zu lernen. Der Wunsch, seiner Mutter nahe zu sein, ist offensichtlich. Er möchte sie sehen und berühren. Ähnlichkeiten entdecken und eventuelle gleiche Vorlieben oder denselben Charakterzug finden.

Ob die Mutter noch an ihn denkt? Wie auch die Kuckuckskinder nach ihren Wurzeln suchen, sucht er nach den seinigen.

Erfahrungsberichte, die in den Kommentaren ein unbeachtetes Dasein fristen erhalten hier die Chance auf mehr Beachtung

Geschichten aus den Kommentaren – Neue Serie im Kuckucksvaterblog

Außerdem quält ihn sicherlich die Frage, warum er zur Adoption frei gegeben wurde. Was waren damals die Beweggründe für diese entsetzliche Tat, dass man sein leibliches Kind hergibt und somit nicht an seinem Leben teilhaben kann oder möchte.

Wir vom Blog wünschen uns für Dietmar, dass er bei seiner Recherche fündig wird. Es wäre schön, wenn er noch die Gelegenheit bekäme, mit jemanden Kontakt zu bekommen, der mit ihm Verwandt ist. Dadurch hätte er die Möglichkeit ein wenig Licht in das Dunkel seiner Vergangenheit zu bringen. Außerdem wäre es vielleicht für ihn sehr hilfreich, um das Geschehene besser zu verarbeiten.

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Erfahrungsberichte, die in den Kommentaren ein unbeachtetes Dasein fristen erhalten hier die Chance auf mehr Beachtung

Geschichten aus den Kommentaren – Serie im Kuckucksvaterblog

Hier eine Auflistung sämtlicher Artikel aus der Serie „Geschichten aus den Kommentaren„.

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Über Liane R. Anderson

Bin ich mit 44 Jahren noch einmal Tochter geworden? Ich wurde im Oktober 1967 geboren, bin verheiratet und habe zwei tolle Kinder. Mein gesetzlicher Vater war Alkoholiker und sehr gewalttätig. Schon früh übernahm ich die Verantwortung für meine Mutter und meinen Bruder und organisierte mit nur 13 Jahren, unsere Flucht aus dieser Hölle. Mit viel Ehrgeiz und Kampfgeist erschaffte ich mir ein schöneres Leben. Bis ein einziger Satz mir den Boden unter den Füßen wegriss und meine komplette Identität in Frage stellte.
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