Happy Birthday Kuckucksvaterblog! – 21. Februar


Ein Grund zum Feiern

Der Kuckucksvaterblog ist nun zwei Jahre alt! – © Foto: Karen Barefoot

Jubiläum – Geburtstag / Kuckucksvater – Blog – Die Zeit vergeht wie im Fluge, so hört man oft. Und dass die Zeit immer schneller vergehe, je älter man werde. Die ersten zwei Jahre des Kuckucksvaterblogs sind nun vollendet und es gibt wieder eine Menge zu berichten.

In diesen ersten zwei Jahren haben viele Leute ihre ganz persönlichen Erlebnisberichte eingereicht und bei uns veröffentlicht, wofür das Kuckucksvaterteam sich herzlich bedankt. Auch einige Kuckucksmütter haben sich im letzten Jahr

bei uns gemeldet und teils ihre Geschichte im Kuckucksvaterblog veröffentlicht – vielen Dank für Euer Vertrauen und den Mut, von Eurer Warte aus zu berichten.

Im Schnitt melden sich pro Monat zwei Journalisten, die sich unseres Themas annehmen. Darunter im letzten Jahr auch Mona Lisa vom ZDF, Brisant von ARD , Nachtcafé von SWR und ‚Punkt 12‘ von RTL. Früher dachten wir, dass sich die Medien nicht für die Kuckuckskindthematik interessieren würden. Doch seitdem wir mit dem Kuckucksvaterblog eine Anlaufstelle für Journalisten auf der Suche nach Interviewgebern und Informationen bieten – so deren Credo – ist es nun wesentlich einfacher geworden, über das Kuckuckskindthema zu berichten.

Innerhalb dieser zwei Jahre wurde der Blog über 164.000 mal aufgerufen, mehr als 317 Artikel veröffentlicht, mehr als 1.000 Kommentare von Lesern und Redakteuren geschrieben und von außen wird immer mehr auf den Blog verlinkt bzw. sich darauf bezogen und daraus zitiert. Das Unterschieben von Kindern wird immer mehr Thema in der Öffentlichkeit, wenn auch sehr verhalten, aber spürbar mehr als zuvor. Vor allem neu daran ist, dass nun die Medien beständig über das Tabuthema Kuckuckskind berichten, ohne dass es eines nennenswerten Gerichturteils oder anderer aktueller Anlässe bedarf.

Erst vor wenigen Tagen hat das Oberlandesgericht Hamm der Klage von Sandra P. stattgegeben, dass die Befruchtungsklinik den Namen des bis dato anonymen Samenspenders – also des leiblichen Vaters von Sandra – herausgeben muss, da das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung das Recht des Spenders auf Anonymität überwiegt. Dieses Recht ist im Artikel 8 der UN-Kinderrechtskonvention verankert, die von Deutschland unterzeichnet wurde und gegen das Deutschland – aus unserer Sicht – bis heute noch verstößt. Es ist somit nur noch eine Frage der Zeit, bis deutsche Gerichte auch den nächsten Schritt machen und analog dazu auch die Rechte der Kuckuckskinder erkennt und ebenso würdigt. Unser Ziel ist, dass dem Unterschieben von Kuckuckskindern und somit deren Identitätsfälschung und -raub ein Riegel vorgeschoben wird. Ein Mittel dazu ist der Vaterschaftstest ab Geburt, dessen Vorteile in ‚Ein Tag – Ein Grund‚ ausgiebig behandelt werden.

Ein weiterer Punkt auf unserer Agenda ist, dass der Paragraph 1592 Nr.1 BGB von derzeit „Vater eines Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist“ auf „Vater eines Kindes ist der, der das Kind gezeugt hat“ abgeändert wird und somit der Schwarzen Adoption endlich ein Ende gesetzt wird.

Es gibt also noch eine Menge zu tun und wir wünschen uns noch mehr aktive Mitstreiter, die sich als Autoren aber auch anderweitig an der Öffentlichkeitsarbeit des Kuckucksvaterblogs beteiligen.

Last but not Least: Mein ganz persönlicher Dank an Marcus Spicker, Yelka Schmidt, Georg F. Terbeck, Liane R. Anderson, Marta Pandora und meine weiteren Kollegen vom Kuckucksvaterblog. Durch Eure Unterstützung – ganz vornean Marcus mit seiner fast täglichen Mitarbeit – haben die Kuckuckskinder, Scheinväter und leiblichen Väter die Wahrnehmung ihrer Thematik in der Öffentlichkeit erhalten und auch Rat und Trost finden können. Auf dass wir alle unseren Humor behalten.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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4 Antworten zu Happy Birthday Kuckucksvaterblog! – 21. Februar

  1. Nachträglich noch einmal alles Gute Zum Bloggeburtstag!

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Danke Dir vielmals Christian. Deinen Blog lese ich fast täglich und bin immer wieder begeistert, wie nüchtern Du die Widersprüche des Radikalfeminismus und deren Falschinformationspropaganda (z.B. Gender-Pay-Gap) anhand von Studien und Statistiken zerpflückst und somit Fakten schaffst.

  2. Bernd Plechatsch schreibt:

    Auch meinen Glückwunsch für den Blog und die Macher !
    Ohne diesen Blog – wo hätte ich mich besser informieren können? Nur hier „werden Sie geholfen“.
    Danke !

  3. Marta Pandora schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch „Blog“ Seit dem ich hier mitwirke geht es mir besser mit meiner Geschichte, ich habe hier Freunde gefunden und Hilfe bekommen. Ich konnte andere Geschichten die mich in meiner Gefühlswelt bestätigen lesen und ich fühle mich nicht mehr allein mit der Problematik!

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