Samenspender soll zahlen – Familienbehörde aus Kansas verklagt William Marotta auf Unterhalt


Topeka Kansas - Samenspender soll zahlen

Familienbehörde in Topeka verklagt Samenspender auf Unterhalt – Foto: © Nikopoley

Lesbisches Paar – Samenspender – Unterhalt – Klage / USA – Kansas – Topeka /William Marotta – Familienbehörde – Dabei wollte William Marotta doch nur dem lesbischem Paar Angela Bauer und Jennifer Schreiner bei ihrem Kinderwunsch helfen. Durch seine Samenspende wurde seine leibliche Tochter gezeugt. Mittels eines Vertrages zwischen ihm und dem lesbischen Paar entband er sich aller Rechte und auch Pflichten gegenüber des Kindes. Doch dadurch, dass sich das Paar trennte und Angela Bauer (40) aus gesundheitlichen Gründen arbeitsunfähig ist und sie Sozialhilfe für den Unterhalt des Kindes beantragt hat, wurde die Behörde aufmerksam. Denn eingetragen ist in der Geburtsurkunde nur die Mutter. Somit ermittelte sie den Vater und verlangt nun von ihm den Kindesunterhalt.

Die Vaterschaft ist fast in allen Staaten wichtig, sobald der Staat sonst in irgendeiner Weise finanziell für ein Kind aufkommen müsste. Die Frage die sich hier stellt, ist, warum die Vaterschaftsfrage nicht auch schon vorher von Bedeutung ist. Wenn man  einen verpflichtenden Vaterschaftstest bei der Geburt einrichten würde, wäre das Thema gleich von Anfang an geklärt und dem Kind der Vater zugesichert. Ob nun ein lesbisches Paar ein Kind adoptieren kann oder nicht, wird je nach Staat ganz unterschiedlich bewertet, in Kansas scheint dies wohl erlaubt zu sein. Wenn dieses Paar also den Vater angegeben und anschließend die Partnerin der Kindesmutter das Kind adoptiert hätte, wäre alles im rechtssicherem Raum und für das Kind später dokumentiert nachvollziehbar, wer denn nun ihr Vater ist. Wäre das Paar nicht lesbisch gewesen, wäre es eine einfache Sache gewesen, dass Kind als das eigene auszugeben – mittels einer Schwarzen Adoption.

Quellen: Spiegel Online, The Topeka Capital Journal, Süddeutsche Zeitung

Aktualisation Januar 2014: Samenspender muss zahlen – Familienbehörde gewinnt Prozess gegen William Marotta

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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2 Antworten zu Samenspender soll zahlen – Familienbehörde aus Kansas verklagt William Marotta auf Unterhalt

  1. Konstantin schreibt:

    Was soll denn ein verpflichtender Vaterschaftstest unmittelbar nach der Geburt bei einer anonymen Samenspende bewirken? Womit will man die DNA des Kindes denn vergleichen? Und was ist mit dem Wunsch der Samenspender, anonym zu bleiben, ohne Pflichten UND Rechte wahrzunehmen – auch ein Wunsch der Mutter? Ohne Samenbanken mit Anonymität der Spender wäre wohl kaum ein Mann zur Spende bereit (wer Vater werden will spendet ja nicht deshalb Samen an Fremde). Dies würde dem Kinderwunsch Vieler im Weg stehen und verhindern, dass diese Kinder überhaupt geboren werden.

  2. Marcus Spicker schreibt:

    Das einzige was man an diesem Fall an kleinem Lichtblick erkennen kann, ist, dass wohl zum ersten Mal zwei Lesben die Ungerechtigkeit erkannt haben und sich mit dem Samenspender zusammen gegen den Staat wehren wollen. Alle anderen bekannten Fälle zeichnen da ein deutlich anderes Bild. Da wird schon mal aktiv der Samenspender verklagt, wenn sich getrennt wurde und das Geld plötzlich nicht mehr reichte.

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