Schweizer Samenspender aus Gefälligkeit muss zahlen – Schweiz


Foto bei Nacht von Zürich in der Schweiz

Schweizer Samenspender muss zahlen – © Foto Ikiwaner

Schweiz – Zürich / Übersee / Samenspender – Vormundschaftsbehörde – Unterhaltszahlung – Wieder einmal trifft es einen gutgläubigen Mann, der seinen Samen mit der Vereinbarung spendete, dass auf ihn keine Forderungen zukämen und er keinen Kontakt zum Kind haben muss. Diesmal trifft es einen Schweizer Bürger, der in

Übersee einer Ausländerin zur In-Vitro-Fertilisation seinen Samen gespendet hatte und auch eine dort ansässige Klinik die künstliche Befruchtung durchführte. Von je einem Fall aus Deutschland und England berichteten wir bereits.

In diesem Fall war der Mann im Ausland und der Scheinvater wußte von der künstlichen Befruchtung durch einen anderen Mann. Doch hat er zum Einen nicht schriftlich zur künstlichen Befruchtung seiner Ehefrau mit dem Samen eines anderen Mannes zugestimmt und zum Anderen hat er rechtzeitig die Vaterschaft erfolgreich angefochten. Dadurch das seine Ehefrau Äusländerin ist, aber der biologische / leibliche Vater Schweizers ist, erhält das durch ihn gezeugte Kind auch automatisch die schweizer Staatsangehörigkeit.

Auch dies ist somit wieder einmal ein Fall, der zeigt, dass Gesetze geschaffen werden müssen, die Samenspende ähnlich einer Adoption stellen müssen. Gleiches müßte auch für die Eizelle gelten. Nur so läßt sich die Schwarze Adoption verhindern und Rechtssicherheit für alle Beteiligten schaffen.

Hier geht es zum Artikel in der „Neue Zürcher Zeitung“ – „Gefälligkeit mit Folgen
Samenspender gerichtlich zum Vater ernannt“

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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2 Antworten zu Schweizer Samenspender aus Gefälligkeit muss zahlen – Schweiz

  1. Ich sehe das Problem., kann aber nicht zustimmen, dass man ein Gesetz in deinem Sinne schaffen müsste, dass die Adoption von Eizelle und Samen regelt. Man kann es eigentlich auch so lassen wie es ist. Wenn der Spender weiss, dass er auch finanziell verantwortlich ist, für das ExVitro gezeugte Kind, kann er sich ja überlegen, ob er dass will. Ich persönlich würde kein Kind zeugen wollen, für das ich nicht verantwortlich bin, finanziell, rechtlich und moralisch, Ich möchte kein Kind mit einer Frau zeugen, wenn die mich nicht heiraten will ja nicht einmal mit mir ins Bett steigen Nicht das Kind hat der Partnerschaft zu dienen, sondern umgekehrt die Partnerschaft, warum nicht die Ehe dem Kind. Alternativ könnte man die Samen, Eispende und Leihmutterschaft einfach verbieten, Das Kind hat ein recht auf Eltern Vater und Mutter. Homosexuelle haben da natürlich ein Problem. Aber sie haben genausowenig ein RechT auf Kinder, wie auch Heterosexuelle, sondern bestenfalls die Möglichkeit dazu. Wenn Sie sich nicht überwinden können zum Geschlechtsakt, hat es vermutlich nicht sein wollen, und sie können sich einen anderen Lebebnssinn suche.

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Hallo Prof. Dr. Sackbauer,

      vielen Dank für ihren Kommentar. Im Punkt, dass ein Kind das Recht auf seine Eltern hat und dies ihm auch zu garantieren ist, stimme ich zu. Was den Verbot der Samenspende, Eizellenspende und Leihmutterschaft betrifft, habe ich noch keine feste Position, neige aber zur Legalisierung. Dies jedoch unter rechtstaatlichen Konditionen und Dokumentation. Gegen eine anonyme Spende von Samen bzw. Eizellen bin ich hingegen klar und deutlich, da für mich das Recht auf die Kenntniss der eigenen Abstammung Priorität besitzt.

      An welcher Universität sind sie tätig?

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