Starbuck – Samenspender ist Vater von 533 Kindern – Filmkritik


Who the fuck is Starbuck?!!!

Samenspender auf ungewohnten Wegen

Film – Kanada – Komödie / Samenspender – David Wozniak ist 42 Jahre alt und hat bisher nichts wirklich zustande gebracht, so zumindest ist der erste, zweite und auch dritte Eindruck, den man von ihm gewinnt. Das David ein liebenswerter Verlierer mit Herz ist, weiß jeder aus seiner Familie und aus seinem Freundeskreis. Seine Freundin würde zu gerne eine Familie gründen, doch mit David? Zu seiner ganzen selbstverursachten

Geldnot – die er mit Hanfanbau wettmachen möchte – kommt auch noch eine Klage von 142 von 533 seiner Kinder, welche die Samenbank auf Herausgabe des Namens des Samenspenders mit dem Pseudonym „Starbuck“ verklagen.  David ist dieser Starbuck und  bekommt von der Klinik einen Stapel mit Steckbriefen der meist inzwischen erwachsenen Kinder überreicht. Seine Neugierde läßt ihn nicht los und somit fängt er an, seine Kinder kennenzulernen, ohne dass diese wissen, dass er dieser „Starbuck“ ist, nachdem sie alle gemeinsam suchen. …

Starbuck ist eine durchweg herzliche Komödie, die es erlaubt einen Menschen kennen zu lernen und ihn so zu nehmen, wie er ist und dabei keinen Schenkelklopfer ausläßt. Das ist wirklich ein gelungener Handgriff, welcher dem Regisseur Ken Scott gelungen ist, denn er läßt alle Beteiligten mit ihrer jeweiligen Geschichte menschlich sein und zeigt die Hauptfigur – herausragend gespielt von Patrick Huard – mehrdimensional mit all seinen Schwächen und Stärken und schafft es so, immer wieder den Zuschauer zu überraschen. Scott gelingt es, die trockenen Themen – Samenspende, Bedürfnis nach der Kenntnis der eigenen Abstammung und die nicht selten verbreitete Neigung von Müttern, ein Kind als ihr Eigentum zu behandeln  – in einer Komödie zu verpacken, ohne sie der Lächerlichkeit preiszugeben oder gar zu verharmlosen. Somit ist es kein Wunder, dass die Filmerechte sowohl in Hollywood, als auch in Bollywood zur Nachverfilmung gekauft wurden. Die Hollywoodvariante wird ebenfalls von Ken  Scott, jedoch mit Vince Vaughn  und Cobie Smulders in den Hauptrollen, in Szene gesetzt. Der Produzent wird kein geringerer als Steven Spielberg höchstpersönlich sein.

Letztendlich ist Starbuck ein Plädoyer für Akzeptanz, Toleranz, Nächstenliebe und dafür, den Mut zu haben, einfach nur sich selbst zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Wer ihn noch nicht bereits gesehen hat, dem kann ich nur empfehlen, dies schnellstmöglichst nachzuholen.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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