Flucht aus dem Kuckucksnest von Hans G. Berger – Buchbesprechung


Hans G. Berger – Flucht aus dem Kuckucksnest [Kindle Edition] – Nur als eBook erhältlich, geschätzte Seitenzahl der Print-Ausgabe: 177 Seiten, Preis: 4,03 € , ASIN: B007UFYCCA

(Quelle: amazon) Durch eine Verkettung rätselhafter Zufälle entdeckt der 55jährige Protagonist, dass der Mann, den er bisher für seinen Vater hielt, nicht sein leiblicher Erzeuger ist. Eine spannende Recherche beginnt, die nach einigen Irrwegen mit einer faustdicken Überraschung endet.

Die Aufklärung seiner wahren Identität und die Entdeckung seiner südländischen Wurzeln ermöglichen dem Ich-Erzähler eine veränderte Sichtweise auf sein bisheriges Leben und lassen ihn Zusammenhänge verstehen, die ihm in seiner bisherigen Suche nach Sinn und Identität verborgen geblieben sind. Insbesondere die

ambivalente Beziehung zu seiner mittlerweile verstorbenen Mutter erscheint plötzlich in verändertem Licht. Es eröffnen sich Abgründe, die in dem Autor einen erschreckenden Verdacht aufkeimen lassen: Was war mit seiner Mutter?

Hier nun mein Eindruck:

Schaut man bei amazon die Kundenrezensionen, dann ist das Bild klar: vielfach werden 5 von 5 Sternen angegeben. Es ist eine nette Geschichte des Autors, wie er über diverse Umwege seinen Vater ausfindig machen konnte. Das ganze spielt in einem süddeutschen Ort. Alles recht kurzweilig geschrieben, bisweilen aber abschweifend und selbstverliebt. Die Kuckucksgeschichte ist eigentlich nur ein Aufhänger, um eine nette Story loszuwerden. Wer ähnliches erlebt hat, wird sich ggf. wiederfinden.

Gut finde ich die Beschreibung der Veränderung der Sichtweise seines Vaters und seiner Mutter gegenüber. Sein Vater wird zunächst als grober Klotz, geschäftlich gescheitert und so weiter dargestellt. Seine Mutter hingegen ist ein Engel. Dies ändert sich zwar nicht grundlegend, aber ein Entwicklungsprozess ist sehr gut erkennbar.

Ein Zitat: „[…] Aber nach den Erkenntnissen, die ich jetzt gewonnen hatte, geriet  diese vereinfachte Sichtweise ins Wanken. Dass meine Mutter nicht der Unschuldsengel war, für den ich sie lange Zeit gehalten hatte, war mir schon länger klar geworden. Aber das ganze Ausmaß meiner trivialen Schwarz-Weißmalerei sickerte erst jetzt, nachdem die wahre Vaterschaft ans Licht gekommen war, tröpfchenweise in mein Bewußtsein.“

Der Titel ist doch m.E. etwas aufgesetzt. Er erinnert an den Film „Einer Flog übers Kuckucksnest“, hat aber bei weitem nicht die Intensität und Aussage des Films. Ist wahrscheinlich auch nicht gewollt. Bringt aber wohl eine größere Anzahl von zahlenden Lesern als z.B. der Titel „Meine verdeckten südländischen Wurzeln“ oder etwas ähnliches.

Mein Fazit: Die Geschichte plätschert etwas dahin. Aber es ist gut, dass diese Geschichte erzählt wurde. Der Preis von 4,03 € ist für das Gebotene sehr angenehm und angemessen.

Daher 4 von 5 Punkten!

Advertisements

Über Georg F. Terbeck

"Vater" eines Kuckuckskindes Leiblicher Vater eine Mädchens und eines Jungens Bonusvater zweier Mädchen Ehemann einer wundervollen Frau!
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Geschichten, Kuckuckskind, Vaterschaftstest abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Was ist Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s