Heimlich durfte ich sie sehen – Meine Tochter soll kein Kuckuckskind sein – Teil 3 – von Andreas Haft


Babyhand und Vaterhand

Ich liebe meine Tochter und sie braucht ihren Vater.

leiblicher Vater / Kuckuckskind – Selbst in jeder kritischen Situation während der Schwangerschaft und der bevorstehenden Geburt war ich ihr wichtigster Ansprechpartner. Leider kam es zu Komplikationen und unsere Tochter wurde mit einem Notkaiserschnitt viel zu früh auf diese Welt geholt. In Anbetracht der frühen Schwangerschaftswoche und einer leider noch anstehenden nicht vermeidbaren Operation hat sich unsere Lilly trotzdem sehr gut entwickelt. Sie wird laut Diagnose der Ärzte nach erfolgreicher OP und einer hiermit leider auch verbundenen halbjährlichen Medikation ansonsten keinerlei Einschränkungen gegenüber einem normal geborenem Kind haben.

Katharina ermöglichte es mir, unsere Lilly schon regelmäßig auf der Neonatologie sehen zu können. Natürlich wusste Martin nichts davon. Auch in der Folgezeit sah ich unsere Tochter fast täglich. Nach Katrins Entlassung aus dem Krankenhaus telefonierte sie weiterhin mehrfach täglich bis zur Entlassung ihrer Tochter aus der Uniklinik mit mir, um mich über alles zu informieren, was den Gesundheitszustand unserer Tochter betrifft, gleichzeitig sprach sie mit mir über ihre Ängste für die Zukunft, da sie nicht wusste, wie ihr Leben von nun an weitergehen würde. Besonders intensiv sprachen wir über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten unserer Lilly. Jede Entscheidung zur Behandlung unserer Tochter sprach Katharina im Vorfeld mit mir ab.

Ich habe Lilly schon auf der Neonatologie in meinen Armen gehalten, Lilly hat auf meiner Brust gelegen und in meinen Armen geschlafen, ich habe ihr die Flasche gegeben und wir waren stolz über jedes Gramm, das Lilly mehr getrunken hat. Ich habe Lilly gewindelt und ihr neue Sachen angezogen. Wir gingen ebenfalls auf den Fluren der Klinik mit einem Klinikkinderwagen und einem mobilen Überwachungsmonitor mit Lilly spazieren. Katharina hat mir dauerhaft sehr viel Zeit mit Lilly ohne das Wissen ihres Ehemannes eingeräumt. Mit Ausnahme der Elternzeit, welche Martin für 2 Monate genommen hat und Phasen meiner beruflichen Abwesenheit, habe ich unsere Tochter in der Regel an 4 Tagen der Woche gesehen, dies jeweils in einem Zeitfenster von mindestens 4 Stunden, in aller Regel jedoch 8 Stunden. Wenn es meine Zeit zugelassen hat, gab es auch Wochen, an denen ich es durchgehend von Montag bis Freitag ermöglichen konnte, meine Tochter zu sehen. Da Martin nur an wenigen Samstagen gearbeitet hat, ergab sich an den Wochenenden seltener die Möglichkeit, meine Tochter zu sehen, es sei denn, Martin ging eigenen sportlichen Aktivitäten nach oder besuchte als Zuschauer diverse Sportveranstaltungen. An diesen Tagen war mir dann möglich, mindestens 2 Stunden Zeit mit unserer Tochter zu verbringen. Selbst während des Urlaubs, der Krankheit und der Elternzeit von Martin gab es oft kurze Treffen mit Katharina und Lilly, ebenfalls heimlich und ohne Martins Wissen.

Auf diese Weise habe ich eine sozial-familiäre Beziehung zu Lilly aufgebaut. Lässt man die Nachtschlafenszeit außen vor und betrachtet die effektive erlebte verbrachte Tageszeit von mir als Vater mit Lilly und vergleicht diese mit der Zeit, die Martin effektiv nach der Heimkehr von der Arbeit, selbst unter voller Berücksichtigung der Wochenenden, seiner sportlichen Aktivitäten und dem Besuch als Zuschauer von sportlichen Veranstaltungen, so habe ich effektiv deutlich mehr Zeit mit Lilly verbracht, als Katharinas Ehemann, der Lillys rechtlicher Vater ist.

Während Katharina verschiedene Tätigkeiten im Haushalt ausübte oder auch geschlafen hat etc., betreute ich Lilly auch allein. Im Grunde genommen haben Katharina und ich den vollständigen Tagesablauf wie eine Familie gelebt. Von der gemeinsamen Einnahme der Mahlzeiten über das Erledigen von Einkäufen, Unternehmen von Ausflügen, Spaziergängen haben wir ein aktives Familienleben mit Lilly gelebt. Der einzige Unterschied zum Familienleben des rechtlichen Vaters lag darin, dass ich nicht im Wohnhaus von Lilly übernachtet hat.

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Andreas Haft, der leibliche Vater eines Kuckuckskindes kämpft um seine Tochter

Meine Tochter soll kein Kuckuckskind sein!

Fortsetzung:Kuckucksmutter verlangt Geld von mir“ Teil 4

Hier geht es zum vorherigen zweiten Teil „Wir wollten gemeinsam ein Kind

Du findest alle Teile im Überblick hier.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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