Bin ich das Kind meines Vaters? – Mona Lisa / ZDF – Samstag 22.09.2012, 18:00 – 18:35 Uhr


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Mona Lisa / ZDF berichtet über den Kuckucksfaktor

Kuckuckskind / Scheinvater / leiblicher Vater / Kuckucksmutter – Am Samstag den 22. September 2012 um 18 Uhr wird Mona Lisa über die Situation von Kuckuckskindern, Scheinvätern und leiblichen Vätern berichten. Die Blog-Co-Autorin Yelka Schmidt gibt Einblicke in ihre ganz persönliche Geschichte. Ebenfalls Scheinvater Miko Maiwald, welcher sich ebenfalls durch den Kuckucksvaterblog zum Interview zu Verfügung stellte, zeigt deutlich auf, wie Scheinväter von der Kuckucksthematik betroffen sind.

zu Wort kommen. Wiederholung der Sendung ist am Samstag, den 23.09.2012, 05:10 Uhr.

Hier der Ankündigungstext von Mona Lisa /ZDF:

Bin ich das Kind meines Vaters?
In Yelkas Welt scheint eigentlich alles in Ordnung – bis die 29-Jährige eine erschütternde Entdeckung macht: Sie ist nicht die Tochter ihres vermeintlichen Papas, sie ist ein Kuckuckskind. Die Vaterschaft ist auszuschließen, so steht es schwarz auf weiß im Ergebnisbericht des Abstammungstests. „Diesen Satz zu lesen, das hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen“, erzählt Yelka. Ähnlich fühlt es sich auch für Miko an, nur die Rollen sind getauscht: Erst nach der Trennung von der Mutter des Kindes erfährt er, dass seine Vaterschaft nur auf dem Papier besteht. „Als ich das Testergebnis in der Hand hatte, habe ich das immer noch nicht geglaubt. Erst ein paar Stunden später bin ich dann zusammengebrochen“, erinnert sich der Betrogene. Um solche verspätete traumatische Szenen im Vorfeld zu verhindern, sollte der Gesetzgeber die Hürden abbauen und jedem erlauben, sich testen zu lassen, erklärt Biologin Michaela Haas bei ML mona lisa.

Vielen Dank an die Interviewgeber/-innen für ihren Einsatz und den Mut, dem Kuckucksfaktor ein Gesicht zu geben. Auch ein Dankeschön an das MonaLisa-Team, das der Kuckuckskindthematik Raum gibt und darüber berichtet.

Hier geht es zum Filmbeitrag in der ZDF Mediathek.

Hier geht es zum ausführlichen und ungeschnittenen Interview mit Yelka Schmidt

Die Geschichte von Yelka Schmidt hier im Blog zum lesen:Ich lasse jetzt die Bombe hochgehen – Anatomie der Kuckucksgeschichte von Yelka Schmidt – Teil 1

und Mein Weg in die Öffentlichkeit – Anatomie der Kuckucksgeschichte von Yelka Schmidt – Teil 14

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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4 Antworten zu Bin ich das Kind meines Vaters? – Mona Lisa / ZDF – Samstag 22.09.2012, 18:00 – 18:35 Uhr

  1. Yelka Schmidt schreibt:

    Hallo Peter Joachim, ja in der Tat habe ich es mir zur Aufgabe gemacht mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Nicht um meine Familie durch den Kakao zu ziehen, sondern auf Missstände hinzuweisen. Daher kann ich auch nicht mehr als Erklärungen von meiner Mutter erwarten. Täterin gibt es im deutschen Rechtswesen in dieser Angelegenheit nicht. Leider…

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Yelka, vielen Dank für Deine Bereitschaft, öffentlich in einem Fernsehinterview aufzutreten. Schade, dass nur eine stark gekürzte Fassung ausgestrahlt wurde und nicht auf das Interview in Gesamtlänge im Netz hingewiesen wurde. Mir drängt sich bei der doch recht substanzschwachen Berichterstattung der Gedanke auf, dass Mona Lisa es sich nicht bei den Feministinnen verscherzen wollten bzw. ihnen selbst daran gelegen war, dass Thema möglichst verharmlosend darzustellen. Ich bin nicht enttäuscht darüber, da ich schon – aus vorangegangenen Erfahrungen – damit gerechnet habe.

      Marcus Spicker schrieb treffend zu den versäumten Möglichkeiten der Mona Lisa Redaktion an die Redakteurin:

      Ansatzpunkt muss nicht die Gendiagnostik sein und die Erleichterung des Testens, denn hier sind die Geschäftsinteressen von Frau Haas Labor offensichtlich, sondern gesetzliche Neuregelungen, v.a. Paragraf 1592 BGB betreffend, damit das Kind gar nicht erst in den Brunnen fallen kann und liebevolle Väter wie Miko Maiwald anschließend mit Hilfe mühsamer und zweifelhafter Gerichtsprozesse versuchen müssen, wieder aus dem Schlamassel herauszukommen. Das hätte man sicherlich noch deutlicher ansprechen können, bzw. von dieser Seite her aufziehen können.

  2. Marta Pandora schreibt:

    Liebe Yelka
    ich habe mich wiedergefungen in diesem Beitrag, immer wieder erschreckend damit konfrontiert zu werden. Ich finde es toll das Dein Papa zu Dir steht und mit Dir den Weg geht. Leider wird sich an der Gesetzeslage nichts ändern, das sehe ich genau so, aber wir sind da und lassen uns nicht unterbuttern. Das die Mütter mit einer Lüge leben ist ihre Angelegenheit, aber diese Lüge dem Kind aufzubürden ist das Letzte.
    Marta

  3. Peter Joachim schreibt:

    bei einer geschätzten Dunkelziffer von 30 Prozent aller Kinder ist es eigentlich schon lange überfällig, dass auch Seitens Gesetzgeber etwas passiert. Leider ist das aber nicht der Fall und wird, wie ich die Politik und Justiz kenne, auch noch lange so bleiben.
    Um so mehr bewundere ich Deinen Mut, die Sache öffentlich zu vertreten. Kein Kind kann sicher sein, wirklich von dem Mann abzustammen, der ihm als Vater vorgesetzt worden ist. Genau so wenig kann kein Mann sicher sein, dass ein Sohn/eine Tochter auch wirklich von ihm stammt.
    Bei Licht besehen, ist das ein Armutszeugnis für die Rechtschaffenheit der Frauen, die das so handhaben, denn die allermeisten wissen, von welchem Vater ein Kind ist.

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