Der Gleichheitsgrundsatz – Ein Tag, ein Grund – Nr. 1 – OVAG – Warum die Vaterschaft bereits bei Geburt geklärt werden muss


Vaterschaftstest ab Geburt

Ein Tag – ein Grund – Warum die Vaterschaft bereits bei Geburt geklärt werden muss

An dieser Stelle soll nun täglich ein Grund aufgezeigt werden, der verdeutlichen soll, warum ein obligatorischer Abstammungstest bei Geburt unumgänglich ist. „Ein Tag, ein Grund“ eben! Und es werden nicht wenige Tage sein…

Das seit 01.04.2008 in Deutschland geltende zweistufige Verfahren zur Klärung der Vaterschaft (§1598 BGB) stellt, was die Möglichkeiten von Vätern betrifft, eine Vaterschaft anzufechten, eine Verbesserung dar, wie sie vom Bundesverfassungsgericht gefordert wurde. Die Umsetzung ist jedoch äußerst mangelhaft, da sie die in vielen Fällen entstehenden emotionalen und psychischen Härtefälle insbesondere für die Kinder billigend in Kauf nimmt. Durch Kindeswohl- und Härtefallklauseln wird anschließend versucht, diese Probleme, die das Bundesministerium der Justiz erst maßgeblich mitverursacht hat, partiell zu entschärfen. Es ist vollkommen unverständlich,

Kuckucksmütter genießen praktisch Immunität vor Gericht

Kuckucksmutter: „Hahaha, der Staat schützt mich!“ – © by Dorthe Landschulz – Ein Tag – Ein Tier

weshalb man nicht eine Lösung favorisiert, die derartige Probleme von vornherein ausschließt. Die Kosten können dafür kein Grund sein: Ein obligatorischer Abstammungstest nach der Geburt würde ca. 15-16 Euro pro Test kosten (Angabe aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 15.07.2006 im Zusammenhang mit den Massentests von 100.000 Männern im Großraum Dresden). Zwei bis drei Tests wären notwendig (Vater-Kind bzw. Vater-Mutter-Kind). Die Gesamtkosten für einen Test belaufen sich daher auf reichlich 50 Euro, was im Vergleich zu den notwendigen Gesamtaufwendungen für Schwangerschaft und Geburt nicht ins Gewicht fällt. Mit so einer Sicherheit würde die emotionale und soziale Beteiligung der Väter weiter zunehmen und eine Vielzahl weiterer Probleme gelöst werden:

Grund Nr. 1: Einhaltung des Art. 3 unseres Grundgesetzes

Ein obligatorischer Abstammungstest ist ein Gebot des grundgesetzlich garantierten Gleichheitsgrundsatzes und der darin enthaltene Abs. 1, der das Willkürverbot ausspricht und uns folglich vor derselben schützen sollte.  Männern steht dasselbe Recht auf Sicherheit ihrer Elternschaft zu, wie es Frauen naturgemäß schon immer hatten – und zwar von Anfang an. Da die technischen Möglichkeiten bestehen, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, Männern dieses Recht zu gewähren – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich der Staat schon seit Jahrzehnten dafür engagiert, Frauen ihre biologischen Nachteile auszugleichen.

Quelle zur Verfügung gestellt von Manndat e.V., aktualisiert vom Kuckucksvaterblog

Grund Nr. 2: Kriminalitätsprävention
Grund Nr. 3: Steuergelder sparen
Grund Nr. 4: Informationelle Selbstbestimmung für alle
Grund Nr. 5: Bestehende Familien wirklich schützen
Grund Nr. 6: Kinder haben das Recht auf Identität
Grund Nr. 7: Gesundheitsvorsorge

Grund Nr. 8: Inzest
Grund Nr. 9: Schutz vor AIDS
Grund Nr. 10: Respekt vor Vater und Kind

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15 Antworten zu Der Gleichheitsgrundsatz – Ein Tag, ein Grund – Nr. 1 – OVAG – Warum die Vaterschaft bereits bei Geburt geklärt werden muss

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  5. Erich Müller schreibt:

    Wie toll wäre es für Mütter, das Niemand auch nur Ansatzweise einen Zweifel darüber aussprechen kann, dass das Kind nicht vom Ehepartner ist. Das bestätigt nur mehr die ehrlichen Mütter und denen gilt unsere aufrichtige Liebe. Es kann nicht Willen eines Gesetzes sein, dass die Mutter ihr eigenes Kind belügen darf und sich dabei Leistungen eines Anderen damit erschleicht. Was muss man für eine Mutter sein, sein Kind von Lebensbeginn an zu belügen.

  6. don2alfredo schreibt:

    @Coney: “Mater semper certa sed pater nullquam” – Das hast sich durch die moderne Reproduktionsmedizin auch schon erledigt. Es ist schon passiert, dass Ei und Samen vertauscht wurden und die „Leihmutter“ nicht die biologische Mutter sowie der Samenspender nicht der biologische Vater des in der Familie ausgetragenen und geborenen Kindes war. http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/eizellen-werden-vor-der-kuenstlichen-befruchtung-vertauscht-a-911050.html

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  8. Laluna schreibt:

    Dass es bei Vaterschaften Unklarheiten geben kann, streitet niemand ab. Mir ist nur nicht ganz klar, weshalb Sie einen verpflichtenden Test für ALLE fordern.
    Es gibt ja die Möglichkeit die Vaterschaft abzuklären. Ich schreibe aus Österreich und kenne das Deutsche Recht nicht. Aber das Wenige, was ich aus google herauslese ist, dass es auch in Deutschland sehr wohl (vollkommen legale) Möglichkeiten gibt, die Vaterschaft abzuklären.
    Es kann doch nicht der Staat jetzt ALLE Eltern zwingen zum Gentest anzutreten, weil einige Väter den Konflikt mit der Kindesmutter scheuen. Die Mutter hat doch auch das Recht zu wissen, dass ihr Partner ihr Untreue unterstellt und zu entscheiden, ob für sie noch eine Vertrauensbasis gegeben ist.
    Gentests sind ein massiver Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Ich finde die Forderung nach allgemein verpflichtenden Gentest unfassbar. Wer zweifelt, dem stehen ohnehin alle Möglichkeiten offen, Zweifel zu beseitigen. Den Staat hier vorzuschieben wirkt geradezu kindisch.
    Der Gleichheitsgrundsatz ist hier natürlich eine absolute Themenverfehlung. Die rechtlichen Möglichkeiten im Kindschaftsrecht stehen Männer und Frauen gleichermaßen offen.
    Die biologische Tatsache, dass das Baby nunmal aus dem Körper der Frau herauskommt, also die grundlegend unterschiedlichen Rollen in der Reproduktion, begründet keinen Eingriff des Staates in die Persönlichkeitsrechte seiner Bürger.

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Liebe Laluna,

      es gibt einige Punkte, die Sie in ihrer Kritik an unserer Forderung für einen Vaterschaftstest ab Geburt nicht benannt, berücksichtigt oder vieleicht sogar ausgeblendet haben. Ob Sie dies bewußt oder unbewußt getan haben, vermag ich nicht zu beurteilen und würde eine Stellungsnahme Ihrerseits dazu sehr begrüßen. Haben Sie diesen Artikel überhaupt gelesen, oder war Ihre Reaktion nur auf den Titel bezogen?

      Nun aber zu den Punkten, die von Ihnen nicht berücksichtigten bzw. falsch dargestellt wurden:

      Punkt 1: Wir fordern nicht einen Vaterschaftstest für alle, sondern lediglich für die kommenden Kinder, also die Kinder, welche in Zukunft geboren werden.

      Mit einer Einführung des Vaterschaftstests ab Geburt weiß die Kuckucksmutter sehr gut, das die Identität des Kindes sichergestellt ist und hat somit ausreichend Zeit, die Situation zu klären. Ihr eventuelles Unvermögen sich einem Konflikt mit ihrem Partner zu stellen, wird damit auf die Sprünge geholfen. Das haben Sie ja eben so schön von den zweifelnden Vätern auch eingefordert. Sie werden mir in diesem Punkt somit sicherlich zustimmen, es sei denn, dass sie nicht mit der Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung von Mann und Frau einverstanden sein sollten, was dann aber sexistisch von Ihnen wäre.
      Der Kuckucksvaterblog steht sowohl für die Gleichberechtigung (und Gleichverpflichtung) von Männern und Frauen, als auch für die Rechte der Kinder ein.

      Punkt 2: Sich seiner Vaterschaft nicht 100%-tig sicher zu fühlen ist etwas anderes als zu behaupten, dass die Kindesmutter fremdgegangen sei.

      Es besteht ein himmelweiter Unterschied darin, ob sich jemand einer Sache/Umstandes nicht sicher ist, oder ob jemand eine Vaterschaft ausschließt, weil er der Kindesmutter einen Seitensprung oder gar eine Affäre unterstellt. Das bedeutet lediglich, dass er weiß, das man nichts weiß, bis etwas sicher ist und wie Johann Wolfgang von Goethe einst treffend formulierte: „Vaterschaft beruht nur auf der Überzeugung“

      Punkt 3: das Recht des leiblichen Vaters auf Identität und auf Ausübung des Privatlebens

      Die Vaterschaft ist ein identitätsbildender Bestandteil im Leben eines Mannes. Der EGMR (Europäische Gerichtshof für Menschenrechte) hat deswegen bereits mehrfach Deutschland (weiß jemand über Österreich bescheid? – bitte um Hinweise) wegen der Verletzung der Menschenrechte verurteilt und auf entsprechende Änderung des Familienrechtes verklagt.

      Punkt 4: Ein Vater, der einen Vaterschaftstest durchführen möchte hat auch ohne ein Schlampenschutzgesetz viele Hürden zu meistern.

      Lesen sie doch mal die Erlebnisberichte von Kuckuckskindern und Scheinvätern hier im Blog. Dort werden Sie davon lesen können, wie sich Männer vorher Selbstvorwürfe machten, daß sie dann kein guter Vater seien, nur weil sie sich ihrer Vaterschaft unsicher waren. Oder, weil sie den gleichen gedanklichen Fehltschritt wie Sie machten und glaubten, dass, wenn sie sich ihrer Vaterschaft unsicher seien, der Partnerin Untreue vorwerfen würden. Auch werden Sie davon lesen können, daß den Scheinvätern häufig erstmals die Möglichkeit der Nichtvaterschaft in Betracht kam, als sie feststellen durften, dass die Partnerin nicht der Engel war, wie sie zuvor glaubten, z.B. weil die Frau ihm das Kind entzog und den Kontakt verweigerte, ein Seitensprung oder eine jahrelange Affäre aufflog, etc. Da wäre ein Vaterschaftstest ab Geburt ein Seegen gewesen, denn der hätte es verhindert, dass das Kind, der Scheinvater und der leibliche Vater in den Brunnen gefallen wären. Lediglich für die Kuckucksmutter wäre es natürlich doof gewesen. Aus gutem Grund wird das Gesetz, welches den heimlichen Vaterschaftstest verbietet, vom Volksmund als Schlampenschutzgesetz benannt.
      Damit die Familie geschützt wird, sollte der heimliche Vaterschaftstest wieder erlaubt werden. So kann jeder Vater, der es möchte, sich seiner Vaterschaft sicher sein, ohne gleich eine Familienkrise auszulösen.

      Laluna, ihre Kritik ist, wie Sie nun sehen, eine sehr einseitige Kritik, welche sämtliche anderen Beteiligten und deren Rechte ausgeblendet hat. In unserer Gesellschaft (Deutschland, Österreich und der Schweiz) wird geradzu symptomatisch nur auf die Rechte von Frauen geschaut und das Bild von Mann = Täter und Frau = Opfer propagiert und die Rechte des Mannes und auch der Kinder ausgeblendet. Sie sind nicht die Einzige, die darauf reingefallen ist. Leider. Es freut mich sehr, wenn ich Ihnen die Augen zu öffnen vermochte.

    • Marta Pandora schreibt:

      Also für mich ist es ein Eingriff in MEIN Persönlichkeitsrecht betrogen und belogen zu sein, um die Herkunft/- meiner Wurzeln! Es geht nicht um die Beseitigung der Zweifel, es geht um Prophylaxe damit erst keine Zweifel entstehen. Von Geburt an zu wissen, wer der Vater/Erzeuger ist, würde den Kindern viel Leid ersparen, den Vätern die Gewissheit geben, ich bin Vater! Es ist und bleibt Betrug an die Kinder und Väter.
      Ein langer Weg würde unterbunden, die Abstammung zu klären!

    • Marcus Spicker schreibt:

      Die biologische Tatsache, dass das Baby nunmal aus dem Körper der Frau herauskommt, also die grundlegend unterschiedlichen Rollen in der Reproduktion, begründet keinen Eingriff des Staates in die Persönlichkeitsrechte seiner Bürger.

      Genau das tut dieser aber auf massivste Art und Weise mit dem über hundert Jahre alten Paragraphen 1592 Nr.1 des Bürgerlichen Gesetzbuches:“Vater eines Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist.“ Der Staat vermutet also lediglich die Vaterschaft! Stellt sich diese Vermutung irgendwann als falsch heraus, wird der falsch Vermutete im Regen stehen gelassen und muss sich durch zweifelhafte Gerichtsverfahren kämpfen, um die Vaterschaft und die damit verbundenen Pflichten abzulegen. Dabei – und deshalb sage ich zweifelhaft- muss man in Deutschland gegen sein Kuckuckskind klagen (!!!) und darf als Krönung des Ganzen die betrügende Kindsmutter als Zeugin in eigener Sache aussagen. Welcher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte wiegt jetzt schwerer? Einen Mann mit staatlicher Unterstützung zum Vater zu stempeln, obwohl er es gar nicht ist? (Je nachdem wie lange es dauert bis der Betrug auffliegt, kann dies einem Lebenswerk gleichkommen.) Oder gleich bei Geburt einen simplen Fakt zu ermitteln, der für alle Beteiligten ein für allemal Klarheit schaffen würde? Im Übrigen würde es sich lediglich um einen Vaterschaftstest handeln, nicht um einen Gentest, der Unterschied ist wichtig festzuhalten! Blut wird bei Geburt eh genommen!

  9. Coney schreibt:

    Na gut. Weil der 2000 Jahre alte Spruch „Mater semper certa sed pater nullquam“ endlich seine Gültigkeit verlieren soll.

  10. Matthäus Aloski schreibt:

    Das ist ein klares, logisches, gutes Argument! Sowohl der Vater als auch die Mutter müßen Sicherheit und Gewißheit darüber haben, daß sie tatsächlich der Vater und die Mutter sind.

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