Wie die Ex-Frau meinem Mann zwei Töchter unterschob – Stiefmutter Gerda berichtet – Teil 3


Erlebnisbericht

Wie die Ex-Frau meinem Mann zwei Töchter unterschob – Stiefmutter Gerda berichtet

Bald war Weihnachten, 2007 ging dem Ende entgegen. Nach langer Zeit meldete sich Steffi: „Ist ja nicht so gut gelaufen und wegen der Hochzeit und überhaupt keinen Kontakt zur Mutter, weil nur Lügen mit Mirco, was mitgemacht, Geld dabei verloren und selber nichts gehabt. Herzlichen Glückwunsch, du bist Opa eines gesunden Jungen … Wir haben nichts, frag nicht, im Kinderzimmer steht nur unser Gartentisch. Ein geliehener alter Kinderwagen, grüne Teddybärchen, ich schäme mich zu Tode.“  (Steffi ist Heavy Metal Fan, der Körper mit Tätowierungen übersät, gepierct wo es nur geht.) Welcher Großvater kauft nicht gern einen Kinderwagen? So haben wir den Kleinen ausgestattet. Derweil wurde die von Doris organisierte Babyausstattung bei Ebay eingestellt. Von wegen, kein Kontakt! Der Kleine war 2 Monate alt, da besuchten wir ihn. Steffi rief inzwischen fast täglich bei mir an. Endlich hatte sie mal jemanden…. wir hatten den Kofferraum voller Tüten. Fried hatte mich gewarnt, alles nur Show.  Show können wir auch! Inzwischen war mir klar, wenn es jemals eine Chance gäbe etwas heraus zu bekommen, dann läge sie hier. Ich fotografierte fleißig. Bald kamen die drei zu Besuch im Norden. Man überließ uns das Kind, schaute in der Gegend nach Wohnungen und Arbeitsmöglichkeiten. Kurz, man erwog einen Umzug zu uns, mit der Option den Enkel von uns großziehen zu lassen. Ich bedankte mich freundlich … und lehnte ab. Als wir dann wissen wollten, warum sie nicht zu unserer Hochzeit gekommen waren – war doch schade, dass Fried schon damals bei ihrer Hochzeit nicht dabei sein durfte, warum eigentlich? – da brach der Kontakt wieder ab. So etwas fragt man nicht, das ist unverschämt. Das Letzte, wirklich! Einige Tage vergingen und ich fand eine Email:

Meine Töchter und mein Enkelkind Jonas sind mit Ihnen weder verwandt noch verschwägert oder sonstiges. Ihr Gatte kommt doch aus einer asozialen Familie. Holen sie sich ein Kind aus dem Waisenhaus wenn sie spielen wollen. Lassen sie die Finger von meinen Töchtern.

Als kleines Dankeschön für diese Information schickte ich ihr eines der Babyfotos mit Opa. Ich hörte nie wieder von ihr. Die Mail wurde von mir ausgedruckt, mit einem sehr direkten Brief versehen und an meine Schwiegermutter geschickt. Ab die Post und am nächsten Tag angerufen, die Frau kannte mich gar nicht, war immer noch eng befreundet mit ihrer Ex- Schwiegertochter. Die so Überrumpelte war vollkommen perplex. Es sprudelte nur so. Ja, Fried hatte mit dieser Frau Pech gehabt. Nun ja, wegen des Briefes, man wüsste ja, dass die Steffi im Tennisclub gezeugt worden sei. Das wüsste man von Werner, er möge in Frieden ruhen. Der wohnte zu der Zeit ja noch hier zu Hause. Er hätte immer so herzlichen Kontakt zu Doris gehabt, sie so oft besucht, auch finanziell unterstützt. Und ja leider, er ist der Vater von Melli, hatte das nicht vor ihr verheimlichen können. Die Doris hätte sich an ihn ran gemacht. So naiv. Man hätte ihm dann aber schnell eine Frau besorgt, die wäre dann auch schon im 5. Monat gewesen bei der Hochzeit. Gott, was die Leute dachten! Die Doris, die habe ja bei Werners Beerdigung mehr getrauert als die eigentliche Witwe. Peinlich! (Wir waren damals auf Hochzeitsreise. Mein Mann hatte seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr zum Bruder. Warum, weiß er bis heute selbst nicht.) Die Eltern von Doris hatten bis zum Tod besten Kontakt zu Werner und seiner Tochter Michi. Sie schicke mir morgen Fotos von allen.

So konnte ich meinem Mann am Abend berichten, dass er zwei Kuckuckskinder hat. Eines mit einem unbekannten Vater aus dem Tennisclub, eines gezeugt von seinem kleinen Bruder, der hinter seinem Rücken bis zum Tod Kontakt zu Doris gehalten hatte. So wurde der Vater zum Onkel, der Onkel zum Vater, die Tochter zur Nichte, die Nichte zur Halbschwester der Jetzt-Nichte. Alles klar?

Mein Mann hörte dies, doch er verinnerlichte es nicht. Er blendete es einfach aus.

Er war traurig, ja. Es bestand zu keinem Kind mehr Kontakt. Er sprach nicht gern darüber. Dann starb Doris, fiel einfach tot um. Es war, als hätte Werner sie nachgeholt. Werner, der an unserem Hochzeitstag seinem Bruder mit seinem Tod das Versprechen gab: Ich lege nie wieder Hand an deine Ehefrau!

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Fortsetzung: Wie die Ex-Frau meinem Mann zwei Töchter unterschob – Stiefmutter Gerda berichtet – Teil 4

Zum vorangegangenen Teil: Wie die Ex-Frau meinem Mann zwei Töchter unterschob – Stiefmutter Gerda berichtet – Teil 2

Zum Anfang der Geschichte: Wie die Ex-Frau meinem Mann zwei Töchter unterschob – Stiefmutter Gerda berichtet – Teil 1

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Über Marcus Spicker

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Eine Antwort zu Wie die Ex-Frau meinem Mann zwei Töchter unterschob – Stiefmutter Gerda berichtet – Teil 3

  1. Sara Bartels schreibt:

    Sehr bewegender Artikel!

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