Wie die Ex-Frau meinem Mann zwei Töchter unterschob – Stiefmutter Gerda berichtet – Teil 1


Erlebnisbericht

Wie die Ex-Frau meinem Mann zwei Töchter unterschob – Stiefmutter Gerda berichtet

„Meine Töchter und mein Enkelkind Jonas sind mit Ihnen weder verwandt noch verschwägert oder sonstiges. Ihr Gatte kommt doch aus einer asozialen Familie.“

Das sind Originalauszüge aus einer Email, die ich Anfang 2008 von der Exfrau meines Mannes erhielt. Dadurch wurden Steine ins Rollen gebracht, die uns teilweise niedergewalzt haben.

Ich bin die Stiefmutter zweier Kuckuckskinder und theoretisch die Oma eines Enkels, da mein Mann auf dem Papier Vater der Tochter ist, die ihn zum Großvater machte. Ich kann versuchen unsere Geschichte zu erzählen, aus meiner Sicht und meinem Erleben seit dem Jahr 2005. Es war das Jahr, in dem ich einen geschiedenen, alleinerziehenden Vater und seinen Sohn kennenlernte. Alle Informationen aus der Zeit davor stammen aus zweiter Hand. Mein Mann, meine Schwägerin und meine Schwiegermutter sind die Quellen.

2005 lernte ich Fried über ein Internetportal kennen. Schnell waren wir ein Herz und eine Seele, hatten uns gesucht und gefunden. Er lebte seit einigen Jahren mit seinem 18-jährigen Sohn Mirco zusammen. Dieser hatte noch zwei Schwestern. Steffi, damals bereits verheiratet und Melli, noch in der Ausbildung zur Bankkauffrau. Zu beiden bestand wenig Kontakt. Fried kam jedes Wochenende schon am Freitagnachmittag. Über das Verhältnis zu seinem Sohn erzählte er wenig. Natürlich lud ich Mirco auch ein, bin ja selber Mutter dreier erwachsener Kinder.  Die beiden kamen, Mirco benahm sich ganz anständig. Nur dass er an einem Nachmittag in kürzester Zeit meinen Vorrat an Bier, der aus einem 6er Pack bestand, austrank und auch seine Schachtel Zigaretten sehr schnell zur Neige ging, irritierte etwas. Das kannte ich von meinen Kindern nicht. Schon ab diesem Tag begann sich etwas zu verändern. Doris, die geschiedene Frau von Fried mischte sich wieder zusehends in sein Leben ein. Bislang war es erträglich mit ihr, war sie doch froh Mirco an den Vater los zu sein. Das Zusammenleben mit ihrem neuen Mann in der 2-Zimmerwohnung war erheblich gestört, er hatte sich sogar mit dem Stiefvater geschlagen. So konnte es nicht weitergehen, war doch die Versorgung durch den Mann (der sich glücklicherweise schon vor der Scheidung fand) gefährdet. Mirco war für sie nur noch „dein“ Sohn und bei ihr überflüssig. Bald bekam ich heraus wie es bei Fried zu Hause wirklich zuging und warum ich nie eingeladen wurde. Man sollte ein bisschen Vorstellungskraft entwickeln und sich folgende Szene vor Augen halten: Mann in leitender Position kommt nach über 12 Stundentag gegen 18.30 Uhr nach Hause, findet seinen Sohn angetrunken mit dem volltrunkenen Nachbarn in der versauten Wohnung vor, die heruntergefallene Asche frisst sich mit ihrer Glut in den Teppich und das Sofa, im Klo ist gekotzt und gleichzeitig ruft die Ex an um ihm die Hölle heißzumachen, Fried solle jetzt sofort einkaufen gehen, um dem Sohn ein zünftiges Gulasch zu kochen, darauf hätte er Hunger……… Fried tat alles um dem Jungen zu helfen, besorgte ein Praktikum nach dem anderen, versuchte eine Lehrstelle zu organisieren, ließ ihn zur Abendrealschule gehen. Mirco tat zuhause nichts. Wir standen das durch und hielten zusammen.

Fried fühlte sich bei mir sehr wohl und machte mir bald einen Heiratsantrag. Im Herbst des nächsten Jahres sollte es soweit sein. Nun sollte ich auch die Töchter und den Schwiegersohn kennenlernen. Wir machten uns auf die Reise nach Süddeutschland, trafen alle in der Wohnung von Steffi, der älteren Tochter. Wir bekamen einen Kaffee, man unterhielt sich nett, alle wurden persönlich zu unserer Hochzeit eingeladen, Melli machte begeistert Fotos von Papa und zukünftiger Stiefmama. Gerade hatte sie die Ausbildung beendet und die Unterhaltsverpflichtung fiel weg. Beim Abschied, wir hatten uns schon herzlich umarmt, ging sie noch mit raus, wollte uns etwas zeigen. Ein nagelneues Auto stand vor der Tür, ein junges Mädchen braucht so etwas. Das konnte sie sich leisten, mit dem Unterhalt und dem Kindergeld hatte sie ein klein wenig gemogelt, wohnte schon seit Jahren mit ihrem gutverdienenden Freund zusammen, der alle Kosten trug. Das würden wir sicher verstehen, hätten es bestimmt genauso gemacht. Außerdem hätte es ja früher immer geheißen Fried wäre gar nicht ihr Vater. Aua…………… Davon wusste ich nichts!

Die Fotos schickte sie umgehend an ihre Mutter, dort erzeugten sie Sturm!
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Fortsetzung: Teil 2 Wie die Ex-Frau meinem Mann zwei Töchter unterschob – Stiefmutter Gerda berichtet

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Eine Antwort zu Wie die Ex-Frau meinem Mann zwei Töchter unterschob – Stiefmutter Gerda berichtet – Teil 1

  1. Manfred W. schreibt:

    Das Problem fängt meist schon damit an, wenn in der Erziehungsphase junge Frauen schon beigebracht kriegen, dass sie mit allem durchkommen. Mein Kumpel hat so eine Frau geheiratet. Die handeln dann sehr egoistisch ohne dabei auch nur einen leisen Hauch eines schlechten Gewissens.

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