EiILMELDUNG! – EGMR lehnt Klage der biologischen Väter auf Vaterschaftsanfechtung ab!


Serientitel

Eilmeldung!

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat heute die Klagen hat der beiden Fälle der biologischen Väter abgewiesen. In beiden Fällen so sei zwar Ihnen ein Umgang mit dem Kind zu gewähren, jedoch zielten diese darauf ab, eine bestehende rechtliche Vaterschaft in einem bestehenden Familienverband zu ersetzen. Dies würde nicht dem Kindeswohl entsprechen. Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann innerhalb von drei Monaten von den Klägern angefochten werden.

Der Kuckucksvaterblog kann sich dieser Begründung nicht anschließen und hofft, dass die Kläger die Verweisung an die Große Kammer des EGMR beantragen werden.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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7 Antworten zu EiILMELDUNG! – EGMR lehnt Klage der biologischen Väter auf Vaterschaftsanfechtung ab!

  1. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Nicht nur der europäische Gerichtshof zementiert patriarchalisches Familienrecht

  2. Pingback: Vater kämpft um sein Kuckuckskind – und verliert | kuckucksvater

  3. Marcus Spicker schreibt:

    Die Richter des EGMR haben mit ihrem Urteil zur biologischen Vaterschaft eine große Chance verpasst und sich stattdessen hinter völlig veraltete Gesetze gestellt. Denn diese haben die vorliegenden Konstellationen mit der nun vorgeschobenen, stabilen sozial-familiären Bindung zum falschen Vater erst ermöglicht. Die lange Zeit durch die Instanzen hat dann letztendlich Fakten geschaffen und den biologischen Vätern jegliche Chance geraubt selbst eine derartige Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Und die Tatsache, dass man sich derartige Urteile, geschweige denn den gesamten jahrelangen Weg durch die Instanzen unserer Justiz überhaupt ersparen könnte, wird auch von der Journalie überhaupt nicht erkannt. Würde nämlich die rechtliche Vaterschaft von Beginn an an die biologische Vaterschaft gekoppelt, würde dem Identitätsraub an diesen Kindern von vorneherein ein Riegel vorgeschoben. Die vor über hundert Jahren im §1592 BGB festgelegte sogenannte Vaterschaftsvermutung, wonach Vater eines Kindes derjenige ist, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist, erfasst nicht mehr die heutigen gesellschaftlichen Realitäten. Würde dieser Paragraf lauten Vater eines Kindes ist der Mann, der es gezeugt hat, gäbe es gar nicht die Möglichkeit, dass eine Mutter sich nach Gutdünken den für sie passenden Vater aussucht. In der Folge bleibt der biologische Vater außen vor und wird, beginnt er darum zu kämpfen sein Kind sehen zu dürfen, als „störender Eindringling in eine Familie“ bezeichnet. Hier beißt sich doch die Maus in den Schwanz. Und abgesehen davon hätte nach der langen Zeit auch der nun rechtliche Vater gar keine Möglichkeit mehr selbst die Vaterschaft abzuerkennen, da eine weitere irrsinnige Regelung dies verhindert, nämlich die Zweijahresfrist, die zu laufen beginnt, sobald er von Umständen erfährt, die gegen seine Vaterschaft sprechen können. Solange dieser Paragraf, der eindeutig gegen die Artikel 1, 2 und 3 des Grundgesetzes verstößt, nicht geändert und die Zweijahresfrist abgeschafft wird, wird es weiter in regelmäßigen Abständen derartige Urteile geben. Und auch wenn in der Vergangenheit immer mal wieder „die Rechte der Väter gestärkt wurden“, wie es dann so schön heißt, so geht es Vätern letztlich darum wirklich das Recht zu bekommen, für ihre Kinder da sein zu dürfen und nicht weiter der Willkür betrügerischer Mütter ausgeliefert zu sein! Von den um ihre leiblichen Väter betrogenen Kindern selbst ist nur nebenbei die Rede, wenn einmal mehr der Begriff des Kindeswohles missbraucht wird. Was Kuckuckskinder durchmachen, wenn sie irgendwann erfahren, dass ihr Leben eine einzige Lüge war und der Staat dies mit seinen Gesetzen begünstigt hat, interessiert hier niemanden.

  4. Manfred W. schreibt:

    Justiz ist ein Machtsystem und hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun. Gesetzestexte werden angewendet, wenn sie diesem Machtsystem passen und ignoriert, wenn sie nicht passen.

    • Manfred W. schreibt:

      Das Volk soll sich ja den Urteilen dieser Justiz beugen. Da muss die vorgespielte Illusion halt mithelfen. Früher haben die Herrschenden immer mit der Strafe der Götter gedroht. Heute, nach dem Zerfall der althergebrachten Religionen, beugt sich das Volk noch aus langer Gewohnheit. Doch was danach kommt, das wissen die Götter. Oder beugt sich einer der Justiz aus Angst vor Angela Merkel?

  5. SKANDAL schreibt:

    ZITAT:
    „Im zweiten Fall hatte ein ebenfalls 41 Jahre alter Mann aus Willich in Nordrhein-Westfalen geklagt. Er war mit der Mutter des Kindes verheiratet, vier Monate nach der Scheidung bekam sie eine Tochter.

    Mehr als ein Jahr später erklärte sich ihr neuer Partner offiziell zum Vater des Kindes; kurz darauf heirateten die beiden. Auch hier lehnten die deutschen Gerichte die Klage ab. Da das Kind einen rechtlichen Vater habe, habe der Kläger auch kein Recht auf Feststellung seiner Vaterschaft durch einen Gentest.“
    QUELLE: http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/recht/article/808742/strassburg-weist-klagen-leiblicher-vaeter-ab.html

    Das Urteil ist in der Tat der Hammer.
    Es zeigt auch, dass kein Vater mehr in der gesamten europäischen Union sich seiner Vaterschaft (auch in der Zukunft) sicher sein darf. Denn wenn die Mutter sich einen rechtlichen Vater sucht, dann hat der biologische Vater und das Kind eben einen anderen, einen sogenannten rechtlichen Vater. Damit ist jeder biologische Vater im gesamten europäischen Raum Müttern ausgeliefert, so diese Mütter dies durch eine neue Partnerschaft anstreben und einen rechtlichen Vater „erklären“.
    Dieses Urteil ist einfach nur skandalös!!!

  6. charlotte schreibt:

    mich würde interessieren , was die scheinväter dazu sagen… die spinnen doch alle… das kindswohl…. unfassbar….

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