Er glaubte nicht, dass es sein Kind ist – Mutter Yolanda berichtet


Hallo, ich bin eine 29-jährige, alleinerziehende Mutter eines 20 Monate alten Sohnes. Durch eine Fernsehsendung wurde ich auf diese Seiten aufmerksam und nun gebeten meine Geschichte zu verfassen. Alles fing so an, dass ich

ungewollt schwanger wurde, aber für mich und den Erzeuger des Kindes feststand, dass eine Abtreibung nicht in Frage kommt. Gemeinsam freuten wir uns auf das Kind. Wir suchten uns eine größere Wohnung, da ich zu dieser Zeit nur eine 2-Zimmer-Wohnung hatte. Die Wohnung, die wir dann bekamen, haben wir dann kernsaniert, da die Vorgänger sie total verkommen lassen hatten. All diese Strapazen nahm ich in der 32 SSW auf mich. Als die Wohnung dann fertig war und wir uns gemütlich eingerichtet hatten und auch das Kinderzimmer fertig war – alles war schon eingeräumt, als wenn der kleine Mann schon da gewesen wäre-, fingen unsere Probleme langsam vermehrt an. Er äußerte während der Schwangerschaft schon, dass, wenn der Kleine da ist, wir zu Britt gehen und er dann erstmal einen Vaterschaftstest machen möchte. Seine Begründung war, man bekäme ja Geld dafür, wenn man ins Fernsehen geht. Dass er das mit dem Test äußerte, war schon echt der Hammer für mich und ich fing an an der Beziehung zu zweifeln. Je weiter es auf den Entbindungstermin zuging desto schlimmer wurde die Situation. Er trank jeden Abend mindestens vier Flaschen Bier, so dass er mich noch nicht mal hätte ins Krankenhaus fahren können bzw. dürfen. Trotz Wehen, die ich hatte,  verbrachte er die meiste Zeit bei seinen Eltern und war damit beschäftigt im Kleingarten ein Loch zu buddeln für den Pool, der in den Garten sollte. Wie es mir ging, spielte da für ihn schon keine Rolle mehr.

Den endgültigen Knacks gab es dann, als ich mit heftigen Wehen zu Hause saß und er sich auf einem Fußball-Mannschaftsabend befand. Dabei hatte er vorher gesagt er äße nur was und käme dann wieder. Nach vier Stunden habe ich dann mal angerufen und da meinte er dann sturzbetrunken am Telefon: „Wir fahren jetzt noch ins Zelt!“. Nach heftigen Diskusionen am Telefon kam er dann drei Stunden später nach Hause. Währenddessen war ich schon mit einem Taxi in die Klinik gefahren, wo ich dann auch für eine Nacht zur Beobachtung bleiben sollte. Der Kindesvater hat es bis heute nicht fertig gebracht sich mal für diese Situation zu entschuldigen. Als mir dann ein paar Wochen später gesagt wurde, dass die Geburt eingeleitet werden sollte, hatte ich ihn angerufen, ihm die Uhrzeit durchgegeben, dass er dann auch bei mir sein sollte. Fünf Minuten bevor ich im Kreissaal sein sollte, rief ich ihn erneut an und er saß wieder bei seinen Eltern und war am Kaffee trinken. Da habe ich gedacht: „Das gibt es nicht! Jeder andere Mann hätte schon längst bei seiner Partnerin am Bett gesessen.“ Als die Geburt eingeleitet war, sollte ich noch eine Stunde spazieren gehen. Ich bin dann nur eine Etage höher auf mein Zimmer und wollte mich nur hinlegen. Da die Wehen ziemlich heftig und in kurzen Abständen einsetzten, habe ich dann aber die meiste Zeit mit Anlehnen an der Wand verbracht. Der Kindesvater hatte in dieser Situation nichts anderes zu tun als nach draußen zu gehen und Zigaretten zu rauchen. Da habe ich gedacht, ich falle vom Glauben ab. Ich war so wütend, dass ich meine Mutter angerufen habe. Sie war dann die ganze Zeit während der Entbindung dabei. Ich habe eine PDA bekommen und wollte dass der Kindesvater mit im Raum bleibt, doch er zog es vor nach draußen zu gehen um zu rauchen, Kaffee zu trinken und Fußball zu gucken, da an diesem Tag Deutschland spielte. Als er dann zurück in den Kreissaal kam, hatte er nichts anderes zu tun als mir zu sagen, dass Deutschland 1:0 hinten läge. Und wie ihr ja wisst bzw. auch bei der Geburt eurer „Kinder“ dabei wart, interessiert das eine Frau in dieser Lage überhaupt nicht!!!

Als der Kleine dann 5 Wochen alt war, kam er wieder mal stark alkoholisiert nach Hause, wo er mich dann körperlich anging, den Kleinen schüttelte und sagte: „Halt die Fresse, du Bastard!“ Nach dieser Aktion habe ich kurzen Prozess gemacht und ihn nachts um halb zwei aus der gemeinsamen Wohnung geworfen!!! Da ich Angst um mich und meinen Sohn hatte, habe ich dann meine Eltern angerufen, die dann auch sofort kamen. Meine Mutter ist dann mit dem Kleinen gefahren und mein Vater hat mit mir gewartet, bis er seine Sachen aus der Wohnung geholt hatte. Wir haben dann noch das Schloss ausgetauscht und somit war das Thema durch. Nach vier Wochen gab es dann einen Versöhnungsversuch aufgrund des Kleinen, der aber nach kurzer Zeit gescheitert ist. Seit Dezember 2010 gehen wir getrennte Wege, die geplagt sind von Schikanen mir gegenüber, Desinteresse an dem Kind etc. Wie die Dinge dann eben ihren Lauf nehmen, bin ich eben beim Anwalt gelandet.

Damit wurde alles noch schlimmer. Plötzlich fing er an ernst zu machen, was das Thema Vaterschaft anging. Im Februar 2011 stimmte ich einem Test zu. Im Oktober wurde mir dann erstmal gesagt welches Genlabor den Test durchführt. Weiter ging es damit, dass er mir die Röhrchen nicht aushändigte und ich mir diese über das Genlabor selber zukommen lassen musste. Ich habe dann von dem Kleinen und mir die Proben entnommen und wieder eingeschickt. Ende Dezember 2011 hat er dann mal seinen Speichel eingeschickt. Das Ergebnis des Testes war 99,9999%!!! Ich hielt es für eine absolute Frechheit, mir so einen Betrug zu unterstellen. Ich habe den Kindesvater nie betrogen oder sonst etwas gemacht. Er macht mir das Leben zur Hölle!! Ich bekomme keine Unterschriften für die Bank, Kindergarten etc., er zahlt keinen Unterhalt… Momentan bin ich dabei das alleinige Sorgerecht einzuklagen, doch es ist nicht einfach dieses zu bekommen! Er hat seit Dezember 2010 keinen Kontakt mehr zu seinem Kind, meldet sich weder an Weihnachten oder zum Geburtstag, geschweige denn er fragt mal wie es dem Kleinen geht!! Er weiß weder über Urlaube noch Krankenhausaufenthalte Bescheid.

So und jetzt mal ein Paar Gedanken von mir zum Thema. Ich weiß nicht, warum Frauen Männern so etwas antun und ein Kuckuckskind unterjubeln. Das einzige, was ich mir vorstellen kann, ist, dass sie Angst haben in der Situation mit dem Kind alleine dazustehen. Einen anderen Grund kann ich mir nicht vorstellen! Sie machen es ohne zu überlegen, was man den Männern ( wobei ich denke dass sie es besser verarbeitet bekommen als Kinder) geschweige denn den Kindern damit antut. Kleine Kinder verstehen nicht warum der „Papa“ auf einmal nicht mehr da ist. Sie suchen die Schuld bei sich. Habe ich was falsch gemacht oder warum ist der „Papa“ nicht mehr da, liebt er mich nicht mehr? Denn bei einem Kuckuckskind ist der Vater auf einmal komplett aus dem Leben und nicht wie es bei anderen getrennt Lebenden der Fall ist, dass man das Kind alle zwei Wochen sieht!! Eins habe ich gelernt durch die psychologischen Gespräche, die ich in der Kur hatte: Kinder suchen die Schuld bei sich!!! Sollte es ab Geburt einen Test geben, der Pflicht wird, so muss man auch die ganzen Sachen abschaffen, die vor Geburt vom Jugendamt angeboten werden, sei es Vaterschaftsanerkennung und gemeinsames Sorgerecht vor Geburt. In meinem Fall hätte der Test vielleicht nicht viel an der Situation geändert, da ich mir das ja die ganze Schwangerschaft über anhören musste und nachher über so einen Bullshit drüber weg gehört habe. Ich finde es traurig, dass Frauen so eine Show abziehen, da Männer erstmal das „Vertrauen“ in die Frauenwelt verloren haben. Ich wäre froh, wenn ich einen neuen liebevollen Partner hätte und einen „Papa“ für meinen Sohn. Sein leiblicher Vater wird sich nie um ihn kümmern wollen!!! War alles Überforderung für ihn?? Er hat mich so schikaniert, dass ich auch für lange Zeit nichts mehr von Männern wissen wollte.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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14 Antworten zu Er glaubte nicht, dass es sein Kind ist – Mutter Yolanda berichtet

  1. Kallisto schreibt:

    Hallo Manfred,
    ich habe lange überlegt, ob ich zu Deinem Kommentar etwas schreibe. Ich finde ihn schlichtweg unsachlich und unfair.
    Stell Dir vor, es gibt Tatsache ungewollte Schwangerschaften – auch in unserer so aufgeklärten Zeit. Verhütungsmittel können zum Beispiel auf Grund von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Erkrankungen versagen. Zur Zeugung eines Kindes sind jedoch immer zwei Personen nötig, nämlich Frau und Mann. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, schiebst Du die Verantwortung ganz allein der Frau zu. Nein, dem ist nicht so. Auch Du als Mann kannst durchaus etwas zur Verhütung beitragen. Und sollte dennoch – trotz aller Maßnahmen – ein Kind unterwegs sein, sollten sich beide Elternteile der schönen Aufgabe gemeinsam stellen. Und das es funktioniert, werden Dir sicherlich viele Eltern beweisen. Yolanda hat leider einen Fehler begangen, nämlich den bei der Wahl des Partners. Sie hat aber ein Recht auf einen Partner, der sie mit dem Kind liebt und den wird sie auch mit Sicherheit finden.
    Du hast mit Sicherheit sehr schlechte Erfahrungen mit einzelnen Personen gemacht. Es ist jedoch unfair, diese Erfahrungen über alle zu stülpen. Selber verbaust Du Dir mit dieser Einstellung die Möglichkeit, positive Erfahrungen zu machen und machst Dich somit zum Verlierer.
    Viele Grüße

  2. Marcus Spicker schreibt:

    Das Kuckucksvater-Blog-Team ist sich darüber einig, dass die sich an den ursprünglichen Artikel anschließende Diskussion vom Kernthema dieses Blogs zu weit entfernt. Es ist uns ein Grundanliegen, dass hier niemand diskriminiert, bloßgestellt und schon gar nicht persönlich angegriffen wird. Hier wird keine Plattform geboten um zu polarisieren oder einseitig auf dieses hoch emotionale Thema zu gucken. Zukünftig werden Fremdtexte und getätigte Kommentare von den Moderatoren noch strenger kontrolliert. Unser alleiniges Interesse gilt der Unterstützung von Kuckuckskindern und Kuckucksvätern und ausdrücklich auch Kuckucksmüttern, die Hilfe suchen. Wir wollen, dass dieser Blog konstruktiv genutzt wird und Nutzen bringt. Wir wollen für alle ernstgemeinten Anfragen Unterstützer und Berater sein. Unsere Erfahrung ist die, dass durch die geschilderten Erlebnisse immer neue Fragestellungen und Bedürfnisse enstehen, die wir gemeinsam versuchen zu bearbeiten. Wir hoffen, dass wir damit auf ein breites Verständnis stoßen und zukünftig weiterhin positiv und konstruktiv zusammenarbeiten. Marcus Spicker im Namen des Blogs

  3. charlotte schreibt:

    liebe Enna du hast genau den Punkt getroffen.. KInder werden missbraucht damit Eltern ihren Frust und Zorn aufeinander ausleben könne… du hast vollkommen recht ,, es gibt solche Mütter . Aber auch Väter verhalten sich nicht immer vorbildlich.. und zahlen tun die Kinder so oder so… lg charlotte

    • Piepmatz schreibt:

      Auf jeden Fall finde ich es gut das man Dinge nicht totschweigt oder sich schön redet sondern sich Hilfe holt als Betroffene Person, um mit selbst Betroffenen darüber zu diskutieren…der einzig richtige Weg!
      Liebe Charlotte ,ich denke jeden Tag an Euch und weiß genau wie Du Dich fühlst,ganz bestimmt.
      Yolanda hat zu spät registriert das dieser Mann eigentlich kein Kind möchte…sich der Verantwortung nicht stellen kann!
      Es ist immens wichtig Yolanda mit Kind einen Platz in unserer Gesellschaft einzuräumen…fair und ehrlich.Sie ist sehr traurig darüber das ein Mensch/Mann keine
      Vatergefühle entwickeln konnte.
      Ihren Schmerz diese Dinge zu spät gesehen zu haben,für das Kind einzustehen tut sie hier kund.Ich finde es gut das sie hier geschrieben hat…denn letztendlich gehts ums Kind und nicht um eine renovierte Wohnung oder keine Vatergefühle zu haben.
      Ich bin davon überzeugt das Yolanda mit Ihrer offenen ehrlichen Art einen sozialen Papa finden wird,der zu beiden passen wird!Es ist schwierig aber nicht hoffnungslos…ganz bestimmt nicht!
      Yolanda ich bin selbst betroffen und mit einem zweifenden Vater groß geworden der nie da war…ein Gen-Test ist sehr wichtig um Zweifel auszuräumen.Vatergefühle entwickelt man dadurch nicht als männlicher Part,mal einfach so.
      Die Wahrheit für Dein Kind,nur das zählt und die Ehrlichkeit und das Vertrauen in einen sozialen Part/Vater in Deiner kleinen Familie…das gibt es wirklich.Du mußt es nur wollen…offen mit Dingen umgehen,das beeindruckt und schafft Vertrauen.

      Ja Deine Dinge kommen mir so bekannt vor…grade in Sachen Unterhalt!Ja es ist fies,ja Du bist mit Recht verletzt und ein klares ja ,das Du Schwierigkeiten hast,damit klar zu kommen.Wie was angefangen hat ist im Grunde völlig wurscht…Deine kleine Familie ist wichtig,Dein Kind und das Du Dich gut fühlst.Du kannst Deinem Ex nur helfen(wenn er es zuläßt)in gemeinsamen Gesprächen mit Profis.Will er nicht kannst Du es nicht erzwingen…
      Die Basis muß gesund sein und das bist Du…denke nicht daran warum ,wieso,weshalb sondern nur nach vorne…Dein Kind hat eine eigene Geschichte und jenes Kind wird es zur gegebener Zeit klären.Mir tut dieser Erzeuger jetzt schon leid…ich spreche aus Erfahrung ;DDDDD und mir ist es völlig wurscht ob jemand nicht Vater sein wollte,Gründe erfand oder sich Dinge einbildete.
      Lebe nicht in den Erinnerungen sondern halte die Wahrheit fest für Dein Kind wenn es Dich Dinge fragt :Sag mal Mama, wie war das damals?Gebe offen auch eigene Fehler zu und sprich mit Deinem Kind darüber,das es Zweifel gab und Du sehr verletzt warst.
      Yolanda Deinen Weg den Du gehst ist nicht leicht zur Zeit,versperre nicht anderen die Tür um in Dein Herz zu gelangen…einen sozialen Papa,den gibt es wirklich!Der nimmt Dich so wie Du bist mit Kind,egal was war, wenn nur gesprochen wird ,auch mit dem Kind.
      Ist das Kind glücklich bist Du es/Ihr auch…weil es Menschen um sich hat denen es voll vertraut,da ist es egal ob biol.oder nicht.

      Verwehre trotz Desinteresse des Erzeugers niemals den Kontakt zu ihm…Dein Kind wird sich eine eigene Meinung über ihn bilden.Auch wenn diese nicht positiv sein sollte bist Du das Stützgerüst in seinem Leben.Na ja das alleinige Sorgerecht würde ich nur bei Kindeswohl Gefährdung beantragen…und wenn jemand kein Bock hat Vater zu sein,kann schon mal kein Essen im Kühlschrank sein.Zumindest rate ich Dir nur mit Professioneller Hilfe den Kontakt zum Kindesvater zu halten,wenn er es wünscht das Kind zu sehen.Ein Kind ist keine Puppe die man bestellt um diese einmal im Jahr den Großeltern vorzuführen,vorzugsweise zu Weihnachten aus Angst vor evt.Enterbung.

  4. charlotte schreibt:

    liebe yolanda… was soll ich sagen.. leider leider gibt es auch solche Väter .. ich hab das in meinem Bekanntenkreis auch so erlebt.. gab auch paar so Prachtstücke….
    und du hast es ganz toll getroffen… was uns Kuckuckskinder betrifft… wir fühlen uns schuldig… und leiden… weil nicht nur der papa weg ist … sondern auch die mama… das vergisst man leider immer wieder…. ich bin ein kuckuckskind und ich vertraue meiner Mutter nicht mehr… leider… also papa weg mama weg.. ich bin erwachsen.. .. aber wie mag es so einem Kind gehen…

  5. Manfred W. schreibt:

    Die Geschichte ist auch nicht stimmig. Mutter Yolanda behauptet:
    „Aber für mich und den Erzeuger des Kindes feststand, dass eine Abtreibung nicht in Frage kommt. Gemeinsam freuten wir uns auf das Kind.“
    Das scheint nur ihr Wunschdenken gewesen sein, denn die Schilderung „Als der Kleine dann 5 Wochen alt war, kam er wieder mal stark alkoholisiert nach Hause, schüttelte ihn und sagte: ‚Halt die Fresse, du Bastard!'“ steht dem diametral entgegen.

    Es wäre ja nicht das erste Mal, dass eine Frau – aus welchen Gründen auch immer – schwanger wird, den Mann damit überfährt und dann ostentativ erwartet, dass er sich darüber so freut wie sie. Welche Frau will in der Situation, wo sie „Schatz, ich bin schwanger“ flötet hören, dass er sich überfahren fühlt? Interessiert es Frauen überhaupt, was Männer fühlen?!?? Viele Männer erwarte nur einen guten Fick. Der wird ihnen auch meist versprochen. Wenn statt einem guten Fick allerdings ein nicht bestelltes Kind geliefert wird, verstößt das aus Sicht der Männer gegen die Abmachung. Das darf ein Mann aber nicht sagen. Das wird nicht akzeptiert. Er MUSS sich freuen, und vor allem, VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN. Gezwungenermaßen. Also sagt er nichts, denkt sich seinen Teil und geht der Situation, so gut es geht, aus dem Weg. Dass das nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand. Der Mann hat aber keine reelle Chance, er wird – so oder so – für das Drama verantwortlich gemacht. Der Mann ist sich seiner Lage bewusst, weiß aber keinen Ausweg – und trinkt.

    So wirkt jedenfalls die erzählte Geschichte auf mich. Mutter Yolanda behauptet zwar, die Entscheidung für das Kind sei gemeinsam getroffen worden, doch das Verhalten des Mannes erzählt etwas ganz anderes. Es ist ein eindeutiges, wenn auch stummes, aber trotzdem lautes „NEIN!“

    Und dann soll er auf Wunsch der Frau auch noch Geburtshelfer spielen. Geburt war nicht ohne Grund traditionell eine Angelegenheit der Frauen. Political correctness und feministische Wunschphantasien konfrontieren heutzutage den Mann mit der Erwartung, dass er die Frau während der Geburt freudig begleiten und dabei auch noch alles richtig machen müsse. Tut er das nicht, gibt es die nächste Klatsche für ihn. Dabei war der Mann nie schwanger und wird es auch nie sein. Aber trotzdem ist es seine Schuld, wenn er sich in die schwangere Frau nicht einfühlen kann.

    Die Geschichte legt nahe, dass sich der Mann von Mutter Yolanda mehrfach überfahren, ja vergewaltigt gefühlt haben muss. Offenbar hat er aber nicht die Kraft, ihr das offen zu sagen. Er sagt es aber indirekt durch Alkoholkonsum und demonstrativem Fernbleiben. Die Schilderung verdeutlicht, dass er von Mutter Yolanda in eine Rolle gepresst werden sollte, die er absolut nicht einnehmen will.

    Und dann wünscht sich Mutter Yolanda noch einen Traumprinzen:
    „Ich wäre froh, wenn ich einen neuen liebevollen Partner hätte und einen ‚Papa‘ für meinen Sohn.“
    Ich habe selbst meine Erfahrung mit einer „alleinerziehenden Mutter“ mit diesem „Wunschzettel“ gemacht. Auch der Zweitmann soll dressiert und in eine Rolle gepresst werden, der Frau alle erdenklichen Wünsche zu erfüllen. (Siehe „Beim Vater aufgewachsen – Teil 5“) Und wehe, wenn er dies nicht zu ihrer Zufriedenheit tut.
    Ich kenne diesen Typ Alleinerziehende, die nur sich und ihre Bedürfnisse kennt und diese auch rücksichtslos durchzusetzen gewillt ist. Die Geschichte von Mutter Yolanda gibt auch keinen Hinweis her, dass sie irgendwie einsichtig wäre, selbst einen Fehler gemacht zu haben. Verantwortungsbewusstsein? Fehlanzeige! Schuldverschiebung zum Mann? Bingo!

    Ich habe meinerseits nicht mit Alkohol und demonstrativen Fernbleiben reagiert, sondern mit Engelszungen auf „meine“ Alleinerziehende eingeredet. Ich konnte bereits an ihrem Gesichtsausdruck sehen, wie sie auf „Durchzug“ stellte. Und am nächsten Tag hat sie dieselben egostischen Forderungen gestellt, als wenn nichts gewesen wäre. So nach dem Motto, dich koche ich schon noch weich. Dieser Typ Frau scheint in einer abgeschottenen Welt zu leben, in die ein Mann nicht vordringen kann.

    Letztlich bleiben den Männern in dieser Situation nur zwei Möglichkeiten. 1. Sich von diesen Frauen zum dressierten Arbeitssklaven degradieren zu lassen. oder 2. Schnell das Weite zu suchen.

    • charlotte schreibt:

      das einzige was mir dazu einfällt manfred.. mimosen in hosen…. ach dem mann wird ein guter fick versprochen… na sowas aber auch… da kann doch mann nicht nein sagen.. auf keinen fall.. gummi?? nein sowas benutz ich !! doch nicht verhütung ist wieder kinderkriegen sache der frauen…. ich und verhüten.. welch zumutung.. das gleiche was man von Prostituierten hört… es gibt doch tatsächlich noch immer Männer die zu Nutten gehen mit dem Wunsch kein Gummi…. tja Aids und alles andere sind doch nur böse Geschichten von den Medien…. ich bin sprachlos.. ich dacht wir leben im 21. Jhdt aber wenn ich das lese… unglaublich…

    • charlotte schreibt:

      @ manfred mit welchem Recht greifst du die Yolanda hier an?? Wie kannst du dich erdreisten ihr diese Dinge und Handeln und Denken zu unterstellen??? Das frag ich mich wirklich… Hier haben schon viele Menschen ihre Geschichten erzählt.. aber noch keiner war sooo bösartig und soo untergriffig wie du…. Nur weil sie erzählt das es andere Männer auch gibt?? das darf in deiner Welt wohl nicht vorkommen… Nein die ist ganz einfach Böse gemein Frauen.. arme von bösen Frauen missbrauchte ,, ausgenutze Männer.. sehr einfach wahrlich… aber auch mit solchen Scheuklappen kann man durch die Welt gehen.. leider

  6. Manfred W. schreibt:

    Wenn ich von einer Frau höre, sie sei „ungewollt schwanger“ geworden, dann schwillt mir der Kamm. Die Zeiten, wo Frauen unwissend darüber waren, wie sie schwanger werden sind doch schon lange vorbei. Und dann 29 Jahre alt und ein „Zufallserzeuger“ für das Kind. Und dann sich darüber beschweren, dass der Zufallsvater nicht den Erwartungen entspricht … Wenn Dummheit spricht und schwanger wird …

    Aber echt jetzt, wo bleibt die Emanzipation der Frauen, das heißt, die Fähigkeit Verantwortung für das eigene Leben übernehmen zu können?!?? Das fängt ganz essentiell damit an, dass man den Partner für die Familiengründung und fürs Kinderkriegen mit Bedacht und nicht zufällig auswählt. Irgendwann sollte man das Kindergartenalter hinter sich geassen haben … Man trägt sein Geldvermögen ja auch nicht zum erstbesten dubiosen Anlagenberater …

    • evakuckuckstochter schreibt:

      wenn du hörst, dass eine frau ungewollt schwanger geworden ist, schwillt dir der kamm. aber dass männer ungewollt vater werden, ist für dich absolut verständlich. und natürlich sind daran die frauen schuld…

      ois klar ^^

  7. Garten für Kinder schreibt:

    Es ist schon tragisch, was zwischen Erwachsen auf den Schultern von Kindern ausgetragen wird, ob nun so oder so herum. Ich kann nicht verstehen, warum Mütter und Väter nicht einsehen, das es doch nicht um sie geht, sondern um das Kind. Sicher mag es einige Mütter geben, die selbst nicht bewusst ein Kind untergeschoben haben, weil sie etwas verdrängt haben oder nicht wahr haben wollten. Aber in ganz vielen Fällten, wird äußerst bewusst gehandelt. Kinder müssen dann am Ende mit alle dem zurecht kommen, was ihnen von ihren Eltern eingebrockt wurde. Schade, schade. Ich kann soetwas nicht verstehen. LG Enna

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