Die Stieftochter als Déjà-vu-Erlebnis – Beim Vater aufgewachsen – Teil 5 – von Manfred W.


Kuckuckskind-Erlebnisbericht von Manfred W.

Beim Vater aufgewachsen

Wie schon angedeutet, heiratete ich eine alleinerziehende Mutter mit einer Tochter. Die Siebenjährige war nach einer kurzen Eingewöhnungszeit froh, „endlich einen Papa zu haben wie andere Kinder auch“. Solche Sätze aus Kindermund machen einen Stiefvater glücklich. Wegen der eigenen Lebenserfahrung haben wir uns darauf geeinigt, dass sie den Luxus habe, zwei Väter zu besitzen. Einen weit weg und einen neuen. Damit konnte das Kind gut leben und einmal kam der leibliche Vater aus der Schweiz zu Besuch.

Bei der Einschulung passierte allerdings etwas Irritierendes. Die Klassenlehrerin begrüßte mich mit den Worten „Schön, dass sie Mutter und Kind zu uns begleitet haben. Sie können nun gehen, wir brauchen Sie nicht mehr.“ Ich fühlte mich zu einem Geldautomaten degradiert, der zwar das Mutter-Kind-Idyll im Schweiße seines Antlitzes verdienen darf, aber sonst nichts zu melden hat. Als ich demonstrativ blieb, blickte die Lehrerin durch mich durch wie aus Glas und sprach ausschließlich mit der Mutter.

Später fiel mir immer wieder auf, wie das Kind immer dann auch MEINE Tochter war, wenn die Mutter etwas von mir wollte – meistens Geld – und immer dann IHRE Tochter war, wenn ich etwas bezüglich des Kindes zu sagen hatte. Das ist eine sehr einseitige Sache, wenn die Pflichten auf der Seite des Mannes und die Rechte auf der Seite der Frau liegen. Als lateinamerikanische Frau meinte sie wohl auch, dass das Geld in Deutschland nachts vom Himmel regnet und man es mit vollen Händen ausgeben könne. Dazu flüsterten ihr deutsche Feministinnen zu, dass Männer überhaupt nichts zu sagen hätten, aber sie als Frau umso mehr Rechte. Um die Überziehungsschulden bei der Bank nichts ins Uferlose wachsen zu lassen, musste ich auf die Bremse treten. Erst sanft, und weil das überhaupt keine Wirkung zeugte, eben auch deutlicher. Vor allem musste ich mich dem Ansinnen meiner Frau erwehren, die mich als eine Art „Einwanderungsbehörde“ benutzen wollte. Ich weigerte mich, Garantieerklärungen zu unterschreiben, die dazu dienen sollten, dass weitere Frauen nach Deutschland einreisen können. Da brachten die Feministinnen meine Frau auf die glorreiche Idee, ins Frauenhaus zu gehen, um mich damit zu erpressen. Meine herzliche Beziehung zu ihrem Kind sollte dabei als Hebel wirken. Ich war verblüfft, dass Frauenhausmitarbeiterinnen so etwas mitspielen. Rückfragen an mich gab es jedenfalls keine. Offenbar werden in Frauenhäusern alle Frauen aufgenommen, die halbwegs lügen können, ohne rot zu werden.

Es war sehr irritierend zu beobachten, wie samstags ein halbes Dutzend Männer vor dem Frauenhaus herumlungerten, um die angeblich misshandelten Frauen zum Diskobesuch abzuholen. Ich habe mir extra von meiner Frau bestätigen lassen, dass es nicht Väter waren, die ihre Nochfrauen oder Kinder sehen wollten, sondern bereits neue Männer. Das Frauenhaus fungierte also als Hilfsinstitution für Frauen, um ihre nicht mehr gewollten Nochmänner entsorgen zu können. Ein anderes Mal, als wir zum Eisessen verabredet waren, kam meine Frau in Begleitung einer bildhübschen Libanesin. Die 18jährige hatte ihren sechsmonatigen Säugling zur Betreuung im Frauenhaus zurückgelassen und freute sich herausgeputzt auf den Diskobesuch am Abend. Durch ihre Schwangerschaft hatte sie sich ihr Bleiberecht im Wohlstandswunderland Deutschland gesichert und nun konnte sie sich so wichtigen Dingen widmen, wie: Das Leben genießen.

Meine Exfrau hatte es allerdings versäumt, von mir schwanger zu werden und so war die Verlängerung ihrer Aufenthaltsgenehmigung in Gefahr. Auch wollte ihre Tochter mich als ihren gerade gewonnenen Vater nicht so leicht aufgeben und so kam es zu regelmäßigen Treffen. Als meiner Exfrau wohl klar wurde, dass ihre Aufenthaltsgenehmigung ernsthaft in Gefahr war und sie damit rechnen musste, abgeschoben zu werden, wollte sie ein „Versöhnungsgespräch“. Plötzlich waren Einsichten da, die ich zuvor vermisst hatte. Das Gespräch dauerte lang und der Weg zum Frauenhaus zurück war weit, da ließ ich sie bei mir übernachten. Davon, dass eine Frau einen Mann vergewaltigt, davon hatte ich zuvor noch nichts gehört. Da ich durch das lange Gespräch sehr müde war, schlief ich schnell ein. Plötzlich wachte ich auf und bemerkte, dass sie „mein Ding“ in „ihrem Ding“ drinnen hatte. Ich stieß sie zwar sofort weg, aber Wochen später verkündete sie mir, sie sei von mir schwanger geworden. Auch solche Sachen passieren aus der Deckung des Frauenhauses heraus. Nun, irgendwann bekam sie kalte Füße und befand, dass ihr Plan doch nicht so gut sei, und ließ eine Abtreibung durchführen.

Natürlich reichte ich die Scheidung ein. Was mich am meisten dabei schmerzte war zu erleben, was die Mutter aus ihrer Verantwortungslosigkeit und Egoismus heraus ihrem Kind antat. Die Stieftochter wollte die Scheidung nicht akzeptieren und kämpfte mit allen Mitteln, die einem Kind zur Verfügung stehen dafür, dass ich mit ihrer Mutter wieder zusammenkäme. Es schnürte mir das Herz zusammen. Mich machte die Situation so fertig, dass ich arbeitsunfähig wurde. Ich hatte wohl ein Déjà-vu-Erlebnis, wie ich als Kind selbst wehrlos zum Spielball meiner Eltern wurde.

Ich finde, man sollte so nicht mit Kindern umgehen.

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Kuckuckskind-Erlebnisbericht von Manfred W.

Beim Vater aufgewachsen

Lesen Sie im sechsten und letzten TeilIm Land der weiblichen Opfer und männlichen Täter – Beim Vater aufgewachsen – Teil 6 – von Manfred W.

* Die Frau ist natürlich immer das Opfer
* Das Kind muss sich fügen
* Eine Helferindustrie gewährt Frauen jede denkbare Unterstützung
* Männer finanzieren, Frauen profitieren

Eine Übersicht aller Teile findest Du hier.

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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