Scheinvater legt nach – Erneutes Schreiben an das Bundespräsidialamt


Marcus Spicker in einem Offenen Brief an die Senatorin Jana Schiedek

Offener Brief an Bundespräsident Wulff  – © Foto: Miguel Ugalde

Nachdem der Offene Brief an Bundespräsident Wulff von einer Mitarbeiterin des Bundespräsidialamtes in mehr als inakzeptabler Weise beantwortet wurde, wendet sich Verfasser Josef Groll in seinem neuerlichen Schreiben vom 01.02.2012 nun an den Leiter des Bundespräsidialamtes Herrn Lothar Hagebölling.

Herrn
Lothar Hagebölling
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1
10557  B e r l i n

Unterschieben von Kindern unter Verletzung von Grundrechten nach Art. 1, 2 und 3 des Grund-gesetzes für die Bundesrepublik Deutschland
Zu meiner Beschwerde v. 31.10.2011 gem. Art. 17 GG
Bezug : Mein weiteres Schreiben v. 19.12.2011
Ihr Schreiben v. 06.01.2012; Gesch.-Zeichen: 13-454 10-25-1/10; Frau Jung – Ref. 13
Mein Schreiben vom 12.01.2012

Sehr geehrter Herr Hagebölling!

Am 31.10.2011 legte ich Herrn Bundespräsident Dr. Christian Wulff eine begründete Beschwerde in oben genannter Sache vor. Diese Beschwerde wird nach wie vor von ca. 20 Personen unterstützt. Leider habe ich nicht die finanziellen Mittel, Bürgerbefragungen durchzuführen, sonst wären es mit Sicherheit Tausende Scheinväter und Kuckuckskinder gewesen, die sich meiner Beschwerde angeschlossen hätten. Ich bin überzeugt, dass der § 1592 Nr. 1 BGB in den Fällen verfassungswidrig ist, bei denen ein verheirateter Mann das Kind nicht gezeugt hat, respektive, er das von einem anderen Mann gezeugte Kind von seiner Ehefrau untergeschoben bekommt. Etwaige Zahlen habe ich mitgeteilt. Diese sollten auch den Herrn Bundespräsident aufhorchen lassen, denn es handelt sich dabei nicht nur um Verstöße gegen das Grundgesetz.  Es handelt sich im Grunde genommen auch um Delikte mit kriminellem Hintergrund in Form von Betrug mit allem was damit zusammen hängt. Wahrscheinlich will man dies deshalb nicht wahrhaben, weil man sonst noch mehr Straftaten zu  verzeichnen hätte.
Dass hier etwas nicht stimmen dürfte begründet die Tatsache, dass ich bislang noch von keiner maßgeblichen Stelle  Antworten auf meine Fragen bekommen habe, insbesondere nicht auf die Fragen der Verfassungsmäßigkeit des § 1592 Nr.1 BGB in den bezeichneten Fällen, über das sittenwidrige Handeln der Kindesmutter (sittenwidrige Handlungen begründen keine Rechtsgeschäfte) und über die Haftung des Scheinvaters für die Folgen der außerehelichen  sexuellen Gelüste seiner Ehefrau. Nach meinen bescheidenen Rechtskenntnissen schließt unser Grundgesetz Derartiges aus. Diesen Fragen wurde bislang kontinuierlich ausgewichen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier gemauert wird. Dies entspricht aber nicht dem Art. 17 GG. Denn, was nützen Eingaben, Beschwerden oder Petitionen, die nicht sachbezogen beantwortet werden? –  nichts!
Wenn ich die verfassungsrechtlichen Grundlagen über den Herrn Bundespräsidenten auf Ihrer Internetseite lese, komme ich schon zu der Überzeugung, dass sich der Herr Bundespräsident sehr wohl, meiner Bitte folgend, der Sache annehmen kann. Mehr hätte ich auch nicht gewollt.  Er macht durch sein Handeln und Auftreten nicht nur den Staat selbst, sondern auch dessen Legalität sichtbar, wie es weiter heißt. In diesem Sinne hat er die Möglichkeit, Bürgerinteressen zu artikulieren, Kritik zu üben und Vorschläge zu machen. Ich glaube nicht, dass sich jemand vorstellen kann, dass ein Bundespräsident mit Derartigem, wie geschildert, einverstanden sein kann. – Stattdessen erhielt ich von Ihrer Mitarbeiterin, Frau Jung, ein Schreiben, das ich beim besten Willen nicht akzeptieren kann. Jeder, der dieses Schreiben zu Gesicht bekommt, schüttelt verständnislos den Kopf.
Wie ich schon in meinem letzten Schreiben erwähnt habe, sind Transparenz, Geradlinigkeit und Offenheit Worte, die unser Herr Bundespräsident in letzter Zeit mehrmals gebraucht hat. Dem kann man sich nur anschließen. Deshalb werden dieser Brief und auch Ihre zu erwartende Antwort im Kuckucksvater-Blog www. kuckucksvater.wordpress.com veröffentlicht, denn es sollen möglichst viele Scheinväter und Kuckuckskinder am Geschehen teilhaben können.
Ich bitte Sie nochmals, meiner Beschwerde statt zu geben. Für Rücksprachen stehe ich jederzeit zur Verfügung.
Mit freundlichem Gruß

Josef Groll

Hier geht es zum vorangegangenen Offenen Brief an Bundespräsident Wulff vom 31.10.2011

Hier geht es zur Antwort auf das Schreiben vom 31.10.2011

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 Nachtrag: Inzwischen kam nur ein lapidares Schreiben aus einem Vorzimmer, dass Offene Briefe leider nicht beantwortet werden können.

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Über Marcus Spicker

Bio-Vater, sozialer Vater und Kuckucksvater, Allgäuer, Blogger http://www.kuckucksvater.wordpress.com Fußball, Politik, Bildung
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Eine Antwort zu Scheinvater legt nach – Erneutes Schreiben an das Bundespräsidialamt

  1. Bauer schreibt:

    Gut gemacht! Danke für all die Arbeit!
    Unsere Stimme muß endlich gehört werden!

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